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Dienstag, 21. September

21.09.2010 | 00:00 Uhr

Apple veröffentlicht Security Update für Snow Leopard +++ Adobe veröffentlicht Photoshop Elements 9 +++ Premiere Elements für den Mac +++ iPhone 4 ab 25. September in China +++ Newsday: Apple verlangt Rückzug des Werbespots +++ Microsoft startet Musikdienst für PC, Handy und Xbox 360 +++ Schonfrist für Google Street View & Co. +++ EU will 270 Milliarden Euro für schnelles Internet +++ AAPL mit neuem Allzeithoch

Oktoberfest Bierkrüge
Vergrößern Oktoberfest Bierkrüge

Apple veröffentlicht Security Update für Snow Leopard

Apple hat in der Nacht zum Dienstag das sechste Security Update dieses Jahres für sein Betriebssystem Mac-OS X 10.6 Snow Leopard veröffentlicht. Das gerade einmal 2 MB große Security Update 2010-006 ist über die Softwareaktualisierung oder Apples Website erhältlich. Laut Apple behebt das Update einen speziellen Fehler im AFP-Filesharing, der es Angreifern theoretisch ermöglichte, die Passwortauthentifizierung zu umgehen, solange der Name eines Benutzers des Mac bekannt war. Frühere Betriebssystemversionen von Mac-OS X sind von dem Fehler nicht betroffen. Für Mac-OS X Server 10.6 hat Apple bis dato noch kein entsprechendes Sicherheitsupdate veröffentlicht.

Adobe veröffentlicht Photoshop Elements 9

Adobe hat am Montag Photoshop Elements 9 vorgestellt, die Bildbearbeitung für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer. Mac-Anwender bekommen einige neue Funktionen, die bisher Windows-Nutzern vorbehalten war. So integriert Photoshop Elements 9 den Elements Organizer, der als zentrales Element für den Import, die Organisation und das Betrachten von Photos dient und so Apples iPhoto Konkurrenz macht. Von Photoshop CS5 erbt Elements 9 den Spot Healing Brush (Sofortreparaturpinsel). Mit einem Klick entfernt das Werkzeug Objekte aus dem Foto und ersetzt sie durch den Hintergrund. Neu sind auch Ebenenmasken, die bestimmte Teile eines Bildes ausblenden.

Der Organizer stellt Bilder auf Wunsch auf Facebook und Flickr, mit Hilfe von Vorlagen erstellt er zudem Fotobücher, Diashows oder Online-Fotoalben. Photoshop Elements setzt einen Intel Mac mit Mac-OS X 10.5.8 oder höher voraus, die Software kostet inklusive Elements Organizer 100 US-Dollar. Für 50 US-Dollar pro Jahr können sich Anwender - bisher nur in den USA - mit Photoshop Elements Plus 20 GB Speicherplatz und den Zugang zu einer Vielzahl von Templates und Anleitungen erwerben.

Premiere Elements für den Mac

Neben Photoshop Elements 9 hat Adobe gestern auch eine Einsteiger-Software für Videoschnitt vorgestellt. Premiere Elements 9 liegt erstmals in einer Fassung für den Mac vor und will Anwender von iMovie locken. Wie in Photoshop Elements ist auch in Premiere Elements der Organizer das zentrale Modul der Software. Anwender haben damit zentralen Zugriff auf Fotos und Videos, der Organizer importiert Bewegtbilder in einer Vielzahl von Formaten - von DSLR-Kameras ebenso wie von Ciscos kompakten Camcorder Flip. Premiere Elements erlaubt es laut Adobe, innerhalb von Minuten aus einzelnen Clips Filme zu schneiden, dabei Probleme mit dem Ton zu korrigieren, Bilder zu stabilisieren oder einzelne Passagen aus den Filmen heraus zu schneiden. Effekte lassen sich wie im Vorbild iMovie per Drag-and-drop auf einzelne Clips anwenden. Die fertigen Werke können die Anwender aus der Software heraus auf Facebook oder Youtube stellen und so mit ihren Freunden teilen. Der bis dato nur in den USA erhältliche Service Plus bietet Anwendern von der 100 US-Dollar teuren Software für eine Jahresgebühr von 50 US-Dollar 20 GB Speicherplatz für das Backup oder die Präsentation der Filme. Photoshop Elements 9 und Premiere Elements 9 bietet Adobe im Bundle für 150 US-Dollar an.

iPhone 4 ab 25. September in China

Apple will die Nutzerbasis des iPhone 4 weiter ausbauen und das Handy ab dem kommenden Samstag in China anbieten. Ebenfalls am Samstag eröffnet Apple zwei neue Stores in China, in Peking und Shanghai. In beiden Städten ist Apple bereits jeweils mit einem Apple Store vertreten.

Der Mobilfunkprovider China Unicorn bietet das iPhone 4 exklusiv in China an und nimmt seit letzten Freitag Vorbestellungen entgegen. Schon am ersten Tag sind bei China Unicorn 50.000 Vorbestellungen eingegangen, berichtet der IDG News Service. Bei der Premiere des iPhone 3GS vor einem Jahr konnte der Provider gerade einmal 5.000 Interessenten am ersten Tag locken. In China hält Apple laut der chinesischen Marktforscher von Analysis International 7,1 Prozent Anteile im Mobilfunkmarkt und ist hinter Nokia, Samsung, Motorola und Sony Ericsson auf Platz 5 positioniert.

Newsday: Apple verlangt Rückzug des Werbespots

Das iPad als Ersatz für die gedruckte Zeitung - diese Version besteht seit den ersten Spekulationen um ein Tablet von Apple. Die Lokalzeitung aus dem US-Bundesstaat New York Newsday hat die Idee in einem Werbespot für seine iPad-App auf die Spitze getrieben: Ein Familienvater fühlt sich bei der morgendlichen Lektüre des Tabloids von einer Stubenfliege gestört und will diese mit der Zeitung erschlagen. Dumm nur, dass die "Zeitung" ein iPad ist, das nicht einmal die Fliege letal erwischt, sondern dessen Glas scheinbar zersplittert.

Newsday hat den Spot mittlerweile zurückgezogen, auf Youtube ist er noch zu sehen . Die Begründung klingt glaubwürdig, ein Beweis steht jedoch aus: Laut unserer US-Schwesterpublikation sind bei Newsday Apples Anwälte mit einer Unterlassungserklärung vorstellig geworden. Die Quelle nennt Network World nicht namentlich, der Newsday-Angestellte soll jedoch noch auf Apples Drohung hingewiesen haben, nach der Apple im Falle der Weiterverbreitung des Spots alle Newsday-Apps aus dem App Store entfernen wolle.

Microsoft startet Musikdienst für PC, Handy und Xbox 360

Microsoft startet im Herbst einen Online-Musikladen für PCs, Handys und die Spielkonsole Xbox 360. Nutzer können dann über alle drei Systeme auf den «Zune»-Marktplatz zugreifen und Songs herunterladen, teilte das Unternehmen mit. Zudem wird dann der bereits für die Konsole verfügbare Videodienst «Xbox live» auf PCs und Mobiltelefonen mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7 verfügbar sein.

Mit diesem Schritt tritt der Softwarehersteller in direkte Konkurrenz zu seinem Rivalen Apple. Der Vorreiter bei mobilen MP3- Geräten hat über seinen Online-Laden iTunes mehr als zehn Milliarden Lieder verkauft und bietet ebenfalls Videos an. Für den PC hat Microsoft eine Software entwickelt, die Nutzer auf dem Rechner installieren. Das Programm dient als Portal zum Musik- Laden «Zune». Sobald Microsofts neues Mobilfunk-Betriebssystem Windows Phone 7 im Herbst auf den Markt kommt, wird auch über damit ausgestattete Handys der Zugriff möglich sein. Im Angebot sind nach Microsoft-Angaben acht Millionen Songs von allen großen Musik-Labels. Die Dateien werden ohne Kopierschutz im MP3-Format angeboten. Zu den Preisen äußerte sich das Unternehmen nicht. (dpa)

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