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Dienstag, 22. März

22.03.2011 | 00:00 Uhr

Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.6.7 +++ Microsoft verklagt Barnes & Noble wegen Android +++ Warren Buffet mag Apple- und andere IT-Aktien kaum +++ Erdbeben legt Festplatten-Produktion teilweise still +++ T-Mobile-Kunden in den USA dürfen mit iPhone nicht vor 2012 rechnen +++ iOS 4.3.1 schon in ein oder zwei Wochen +++ iDisplay - Das Smartphone als Zweit-Monitor nutzen +++ Rockin' Rockets: Shooter mit Stil +++ Besser lesbare Notizen am iPhone +++ Canon Powershot A3300 IS im Test +++ AAPL deutlich im Plus

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Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.6.7

Apple hat in der Nacht das erwartete Wartungsupdate für sein aktuelles Mac-Betriebssystem veröffentlicht und damit den Snow Leopard auf Version 10.6.7 aktualisiert. Neben den üblichen allgemeinen Verbesserungen von Stabilität, Kompatibilität und Sicherheit verspricht Apple in den Release Notes auch einige konkrete Fixes. So soll das Update die Zuverlässigkeit von Back to my Mac verbessern, ebenso sei ein Problem beim Datenübertrag auf SMB-Server behoben. Auch der mit Mac-OS X 10.6.6 im Januar eingeführte Mac App Store habe kleinere Verbesserungen erhalten. Diverse Sicherheitsupdates veröffentlicht Apple auch separat als Security Update 2011-001. Weiter geben die Entwickler an, die Kompatibilität mit den RAW-Formaten von Digitalkameras ausgebaut und ein Problem mit Kernel-Panics der Macbook Air von Mitte 2010 behoben zu haben. Die Airport-Treiber sind neu, ebenso soll das Update die Helligkeit auf externen Monitoren und Projektoren erhöhen. Ein Bug mit der DVD-Wiedergabe auf 64-Bit-Macs sei gefixt, ebenso ein seltener, unter Mac-OS X 10.6.5 auftretender Fehler, bei dem Nutzerkonten vom Login-Fenster nach Auslösen des Ruhezustandes verschwinden konnten. Mac-OS X 10.6.7 bietet Apple über seine Website und die Softwareaktualisierung in Versionen für Client und Server an.

Microsoft verklagt Barnes & Noble wegen Android

Microsoft hat den Buchhändler Barnes & Noble verklagt, weil dessen auf Android basierender E-Book-Reader Nook diverse Patente des Softwarekonzerns verletze. Die am Montag im US-Bundesstaat Washington eingereichte Klage bezichtigt auch konkret die Manufaktor Foxconn der Urheberrechtsverletzung. Zeitgleich hat Microsoft bei der U.S. International Trade Commission (USITC) Beschwerde eingereicht und die Behörde zu einem Importstopp aufgefordert. Microsoft ist schon länger der Ansicht, das von Google entwickelte Betriebssystem für Mobilgeräte Android würde einige seiner Patente verletzen, der Konzern bietet daher ein Patent-Lizenzierungsprogramm an, erklärt Microsofts oberster Patentverantwortliche Horacio Gutierrez gegenüber dem IDG News Service. Zahlreiche Hersteller hätten von diesem Angebot bereits Gebrauch gemacht, führt Gutierrez weiter aus, so habe etwa der Hersteller HTC die Microsoft-Techniken lizenziert. Mit Barnes & Noble, Foxconn und Inventec habe man sich über ein Jahr vergeblich um eine Lizenzvereinbarung bemüht. Deren Weigerung, eine Lizenz zu lösen lasse Microsoft nun keine Wahl.

Warren Buffet mag Apple- und andere IT-Aktien kaum

Warren Buffet, als Investor zum drittreichsten Menschen der Welt geworden, hält nur wenig von Apple-Anteilsscheinen und anderen IT-Aktien. Seine Firma Berkshire Hathaway werde auch in Zukunft nur wenige Anteile an IT-Firmen erwerben, erklärte der 80-jährige Buffet dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg . Damit sei man schon in der Vergangenheit gut gefahren. Stattdessen investiere Buffet lieber in Firmen wie Coca-Cola, deren langfristige Aussichten er besser einschätzen könne: "Selbst wenn Apple die beste Zukunft haben würde, bin ich nicht in der Lage einen Drink zu dieser Party mitzubringen und diese Zukunft zu bewerten. Ich schaue einfach nur auf Geschäfte, von denen ich zu wissen glaube, wie sie sich in fünf oder zehn Jahren entwickeln." Coca-Cola-Aktien machen in Berkshires Portfolio mit 8,6 Prozent den größten Anteil aus. In der Naturkatastrophe von Japan sieht Buffet hingegen eine Gelegenheit für Investoren. Die Aktien insbesondere von Technologiefirmen waren in den vergangenen Tagen stark im Wert gefallen. "Ein Ereignis, das wie dieses aus dem Nichts kam, erzeugt natürlich eine Kaufgelegenheit," erklärte Buffet im koreanischen Daegu. Japanische Aktien würde er behalten, wenn er welche hätte.

Erdbeben legt Festplatten-Produktion teilweise still

Das Erdbeben in Japan beeinträchtigt die Produktion von IT-Komponenten
Vergrößern Das Erdbeben in Japan beeinträchtigt die Produktion von IT-Komponenten

Das Erdbeben in Japan hat nicht nur die Produktion von Flash-Speichern beeinträchtigt. Auch die Herstellung klassischer HDD-Festplatten wurde vielfach unterbrochen.

Wie das taiwanische IT-Nachrichtenmagazin Digitimes berichtet, hat das Erdbeben östlich von Japan beziehungsweise der dadurch verursachte Tsunami Industrieanlagen beschädigt, in denen Festplatten produziert werden. Konkret seien die Fabrikationsanlagen von Unternehmen wie Showa Denko, Furukawa Denko und Kobe Steel betroffen. Diese drei Unternehmen hätten Schäden an den Fabrikanlagen und verletzte Mitarbeiter gemeldet und ihre Produktion eingestellt.

Showa Denko fertigt 25 Prozent der weltweit vertriebenen Festplatten. Das Unternehmen besitzt allerdings neben den Anlagen in Japan auch Fertigungsstätten in Taiwan und Singapur. Diese außerjapanischen Produktionsstätten könnten den Ausfall der japanischen Fabriken vielleicht kompensieren. Da die Abnehmer von Showa Denko, nämlich Western Digital und Seagate, teilweise auch selbst Festplatten produzieren, könnten diese Unternehmen sofortige Liefer-Engpässe vielleicht vermeiden.

Anders sieht es bei Furukawa Denko und Kobe Steel aus, deren Produktionsausfall nicht so ohne weiteres kompensiert werden könne.

T-Mobile-Kunden in den USA dürfen mit iPhone nicht vor 2012 rechnen

Mit der Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA durch den Konkurrenten AT&T entsteht in den USA der größte Mobilfunkprovider - so denn die Regulierungsbehörden die Akquise genehmigen. Einen schnellen Zusammenschluss dürfen Kunden von T-Mobile USA aber nicht erwarten, stellt das Unternehmen auf seiner Website klar. Erst in etwa zwölf Monaten könne die Fusion abgeschlossen, bis dahin werde T-Mobile in den USA auch das iPhone nicht anbieten können. AT&T hatte über drei Jahre die exklusiven Vertriebsrechte am iPhone in den USA, bis Apple Anfang des Jahres eine Version für den auf den Funkstandard CDMA setzenden Provider Verizon auf den Markt brachte. Die iPhone-Absage für T-Mobile hat laut Provider technische Gründe: Obwohl AT&T und T-Mobile USA beide auf GSM/UMTS setzen, arbeiten die Funknetze der beiden Provider bisher auf unterschiedlichen Frequenzbändern. AT&T will die T-Mobile-Geräte nun vom 1700-MHz-Band auf die von AT&T für 3G genutzten Bänder mit 850 Mhz und 1900 Mhz umstellen. Das 1700 MHz-Band würde dann frei für LTE. Ein gemeinsames Netz auf Basis des Mobilfunkstandards der vierten Generation LTE werde laut T-Mobile USA 95 Prozent der US-Bürger erreichen, kein Konkurrent könne eine ähnlich hohe Abdeckung vorweisen.

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