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Dienstag, 22. November

22.11.2011 | 00:00 Uhr

Canalys: Apple bald größter PC-Hersteller +++ Greg Joswiak erklärt Apples Erfolg +++ Change Wave sieht starke Nachfrage nach Kindle Fire +++ Amazon: 8,9 Zoll-Kindle Fire könnte im Spätfrühjahr 2012 erscheinen +++ Apple gewinnt Patentstreit gegen HTC +++ Kamera des iPad misst Puls und Atemfrequenz +++ Occupy Flash: Adobe Flash soll auch auf PCs verschwinden +++ EU-Kommissarin Neelie Kroes bezweifelt das Urheberrecht +++ Leben von Steve Jobs soll verfilmt werden - Clooney als Jobs? +++ Neue Youtube-Seite jetzt ausprobieren - so geht´s +++ Samsung Galaxy S2 erhält Update auf Android 4.0 +++ Tipp: Ein Programm einem Schreibtisch über Mission Control zuweisen +++ App-Test: Chefkoch.de - Umfangreiche Rezepte-App +++ AAPL im Minus

Morgenmagazin Aurora
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Canalys: Apple bald größter PC-Hersteller

Das iPad ist das erste wesentliche Gerät der Post-PC-Ära, betonte Steve Jobs zur Vorstellung des iPad 2 im März diesen Jahres. So gesehen, kommt Apple nicht in die Top 5 der PC-Hersteller weltweit. Die Marktforscher von Canalys rechnen jedoch Tablets mit in ihre Betrachtung des PC-Marktes ein - Apple kommt somit auf 15 Prozent des Gesamtmarktes. Nach der jüngsten Einschätzung von Canalys wird Apple bald HP überholen und zum weltgrößten PC-Hersteller aufsteigen, das für das kommende Frühjahr erwartete iPad 3 wäre der Schlüssel dazu. "Apple hat seinen Marktanteil von 9 Prozent auf 15 Prozent in gerade einmal vier Quartalen ausgebaut - die iPad-Verkäufe werden jedoch wahrscheinlich im Kernmarkt USA aufgrund der Konkurrenz durch die günstigen Tablets Kindle Fire und Nook unter Druck kommen," schreibt Canalys-Analyst Tim Coulling. Bereits im vierten Quartal 2010 wackle der Thron von HP, Apple werde aber vermutlich das iPad 3 benötigen um den Marktführer dort herunter zu stoßen. Im dritten Quartal 2011 lag Apple mit seinen 15 Prozent Marktanteil nur knapp hinter HP, das mit 16 Prozent Anteil die Spitzenposition behauptete. Der gesamte PC-Markt - inklusive Tablets - werde Ende 2011 um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen sein, mit insgesamt 415 Millionen verkauften Geräten.

Im Tablet-Markt bleibe Apple weiter unangefochten, die Konkurrenten kämpfen hart um Profitabilität, schätzt Canalys die Situation ein. Aus der neuen Produktklasse der Ultrabooks drohe Apple keine Gefahr, außer die Hersteller der Ultrabooks würden die Preise wesentlich reduzieren.

Betrachtet man den PC-Markt ohne Tablets, kommt Apple mit einem weltweiten Marktanteil von rund fünf Prozent laut Gartner und IDC auf den sechsten Platz, HP führt vor Lenovo und Dell.

Greg Joswiak erklärt Apples Erfolg

Was macht Apples Erfolg aus? Greg Joswiak, bei Apple als Vizepräsident für das weltweite Marketing für iPod, iPhone und iOS zuständig, hat sich in der vergangenen Woche auf der Konferenz Silicon Valley Comes to the UK 2011in Cambrigde versucht, berichtet das Wall Street Journal. Demnach seien es vier Eigenschaften, die Apple einzigartig und erfolgreich machten: Fokussierung, Einfachheit, Mut und die Verpflichtung dazu, der beste zu sein. Joswiak führt weiter aus: "Das bedeutet Nein zu sagen, und nicht Ja. Wir machen nur sehr wenige Sachen bei Apple. Wenn man sich zu sehr in vielen Dingen verliert, wird keines davon großartig sein." Diese Lektion habe man bei Apple mit der Rückkehr von Steve Jobs gelernt, der die Produktpalette bereinigte und die Konzentration auf das Wesentliche forderte.

Die gerühmte Einfachheit mit an sich komplexen Produkten zu erreichen, ist laut Joswiak ein schwieriger Prozess, der nur gelinge, wenn man sein Produkt genau kenne. Apple zeichne zudem der Mut aus, nicht der Vergangenheit nachzuhängen oder der Meute zu folgen, sondern vorwärts denkend eigene Wege zu beschreiten. Zurückhaltung müsse man sich auferlegen, wenn man nicht der Beste sein könnte: "Wenn man in einem neuen Markt nicht der Beste werden kann, sollte man es besser sein lassen. Wenn wir bei Apple nicht die Besten in einem Markt sein können, sind wir an diesem nicht interessiert."

Joswiak ist seit zwanzig Jahren bei Apple und direkt dem Senior Vice President for Worldwide Product Marketing Phil Schiller unterstellt.

Change Wave sieht starke Nachfrage nach Kindle Fire

Die Marktforscher von Change Wave sehen einen Konkurrenten für Apple im Tablet-Markt entstehen. Während das Tablet weiterhin das stärkste Begehrt von Käufern auslöst, zieht mit dem Kindle Fire erstmals ein Konkurrenzprodukt einen nennenswerten Anteil von potentiellen Käufern an. Zwei von drei Tablet-Käufern wollen laut der jüngsten Umfrage von Change Wave zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft zu einem iPad greifen, die 22 Prozent Interessenten für das Kindle Fire bedeuten aber erstmals einen zweistelligen Anteil für ein Nicht-Apple-Produkt. Das große Interesse für das Kindle Fire könnte für Apple auch ein Vorteil sein, meinen die Marktbeobachter. Denn die Nachfrage nach dem Amazin-Tablet gehe vor allem zu Lasten der Tablet-Hersteller aus der zweiten Reihe. Nur Samsung komme mit 4 Prozent Interesse am Galaxy Tab auf einen Anteil über einem Prozent, für die Produkte von Motorola, RIM, Toshiba, HTC und HP würden sich jeweils weniger als ein Prozent der Befragten 3.043 Verbraucher entscheiden. Apple-Kunden sind nach der Einschätzung von Change Wave auch die zufriedensten, 74 Prozent geben an "sehr zufrieden" mit ihrem Tablet zu sein. Alle anderen Hersteller kommen zusammen nur auf 49 Prozent "sehr zufriedene" Kunden.

Amazon: 8,9 Zoll-Kindle Fire könnte im Spätfrühjahr 2012 erscheinen

Nach Informationen von Digitimes wird Amazon kein 10,1-Zoll-Tablet, wie auch spekuliert wurde, sondern ein Kindle Fire mit 8,9 Zoll auf den Markt bringen, und zwar aller Voraussicht nach zum Ende des kommenden Frühjahrs. Offensichtlich will man damit auch dem iPad oder anderen Android-Tablets aus dem Weg gehen, berichtet das IT-Internetmagazin Electronista. Auch Foxconn soll wieder in die Produktion einbezogen sein. Möglicherweise sind noch andere Amazon-Tablets zu erwarten. Bisherige Tablet-PCs in der Größe mit einem Display von 8,9 Zoll (so wie von Samson oder LG) konnten zwar keine Verkaufsrekorde erzielen. Allerdings könnte Amazon mit seinem Kindle Fire-Konzept - günstiger Verkaufspreis im Erwartung hoher Umsätze beim Content - damit durchaus auch im Bereich dieser Displaygröße Erfolge erringen.

Info: Electronista

Apple gewinnt Patentstreit gegen HTC

Die International Trade Commission (ITC) hat in den USA eine Patentbeschwerde der Grafikspezialisten von S3 gegen Apple zurückgewiesen. S3, das kürzlich vom taiwanesischen Handyhersteller HTC übernommen wurde, hatte Apple beschuldigt, mit iOS und Mac-OS X einige seiner Patente zu verletzten. ITC-Richter James Gildea stellte in seinem Urteil jedoch fest, dass keines der S3-Patente relevant für iOS sei. Mac-OS X verletzte jedoch eines der Patente um Bildkompression, Macs mit Nvidia-Grafikchip hätten jedoch implizit eine Lizenz für die Technik enthalten. Eine Verfügung gegen Apple - im schlimmsten Fall ein Verkaufsverbot - ist somit vom Tisch.

Hintergrund der Entscheidung war jedoch eine Klage von AMD, das die von S3 angeführten Patente selbst für sich beansprucht. In einem anderen Fall hatte ein ITC-Richter Apples Kalge stattgegeben, nachdem HTCs Smartphones und das Tablet Flyer gegen Apple-Patente verstoßen. Dabei geht es um die Implementierung von Android in die mobilen Geräte, die Entscheidungen der ITC könnten daher auch andere Hersteller wie Motorola oder Samsung betreffen, die Android auf ihre Geräte installieren.

Kamera des iPad misst Puls und Atemfrequenz

Philips hat eine App vorgestellt, mit der das iPad 2 mit Hilfe seiner Kamera den Puls und die Atemfrequenz des Nutzer zu messen verspricht. Nützlich sei die Kamera etwa beim Sport, indem sie Pulsmesser und deren meist unbequeme Verkabelung überflüssig mache. Die Philips Vital Signs Camera App kostet 99 Cent und will aus minimalen Veränderungen der Gesichtsfarbe des Probanden den aktuellen Puls berechnen. Das Heben und Senken der Brust registriert die App ebenso und ermittelt daraus einen Wert für die Atemfrequenz.

Occupy Flash: Adobe Flash soll auch auf PCs verschwinden

"Occupy" ist eine internationale Protestbewegung, die sich ursprünglich gegen ökonomische und soziale Ungerechtigkeit wendet, so etwa an der Wall Street. Doch inzwischen verbinden sich auch andere Ziele mit diesem "Label".

So knüpft "Occupy Flash" an die Verlautbarung von Adobe an, Flash zukünftig nicht mehr für mobile Geräte weiterzuentwickeln. Apple hatte auf seinen iOS-Geräten wie iPhone oder iPad von vornherein zu Gunsten von HTML 5 auf Flash verzichtet, und Steve Jobs hatte dies in einem offenen Brief "Gedanken über Flash" in drastischen Worten begründet. Der verstorbene Apple-CEO führte unter anderem Sicherheitsmängel und den hohen Energieverbrauch von Internetseiten mit Flash-Inhalten an, wodurch die Akkus der Mobilgeräte unnötig schnell leer gesaugt würden. Die Entscheidung von Adobe, auf das mobile Flash zu Gunsten des sich mit Tempo weiter entwickelten HTML 5 zu verzichten, lässt sich als Genugtuung post mortem für den verstorbenen Apple-Chef verstehen. Doch der erwähnten Gruppe ist es damit nicht genug. Occupy Flash fordert User aller Desktop-Plattformen dazu auf, Flash zu deinstallieren respektive zu sperren, auch wenn man dann einige Seiten vorläufig nicht mehr wie gewohnt nutzen könnte. Nur so aber könne man Adobe dazu bringen, auch auf Desktop-Computern Windows-PCs oder Macs schneller und konsequenter auf HTML5 umzusteigen. Denn Flash sei eine überholte Web-Technologie. Man möchte damit nach eigener Aussage keine Kampagne gegen Adobe fahren, vielmehr könne Flash immer noch gute Dienste im Rahmen von Adobes Air-Applikationen leisten. Außerdem habe man keine lobbyistischen Eigeninteressen an dieser Aktion.

Info: Electronista

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