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Dienstag, 27. April

27.04.2010 | 00:00 Uhr

iPad Camera Connection Kit schließt mehr als nur Kameras an +++ Israel hebt Import-Verbot für iPad auf +++ ITC untersucht Multitouch-Patentklage gegen Apple +++ Hacker greifen iPad-Anwender mit Windows an +++ Apple heuert Spielespezialisten für den App Store +++ WePad wagt neuen Anlauf nach verpatzter Premiere +++ Studie: Raubkopierer oft ohne schlechtes Gewissen +++ Computer-Nutzer in Deutschland seltener Ziel von Angriffen +++ AAPL leicht im Minus

Morgenmagazin: Segelboote
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iPad Camera Connection Kit schließt mehr als nur Kameras an

Das iPad Camera Connection Kit erhalten nun immer mehr Kunden, die den Adapter zusammen mit ihrem iPad vorbestellt hatten. Ursprünglich dafür gedacht, Digitalkameras direkt an das iPad anzuschließen, um Fotos und Videos darauf zu kopieren, kann das iPad Camera Connection Kit aber mehr, wie unsere Kollegen von Macworld herausgefunden haben. So diene es auch als Verbindung für USB-Audiohardware, etwa Headsets oder Lautsprecher. Das iPad lässt sich so mit Skpye zum Internettelefon machen, die an den Adapter angeschlossenen Geräte verhalten sich wie ihre mit dem Kopfhörerausgang gekoppelten Kopfhörer: Stöpselt man sie bei laufendem iPod ab, pausiert die Musikwiedergabe. Ob es Einschränkungen gibt, konnte Macworld mangels einer ausreichenden Menge von Audiohardware nicht verifizieren, einige Geräte ließen jedoch im Betrieb am USB-Port echoähnliche Verzerrungen hören.

Einschränkungen gibt es bei Anschluss von Tastaturen an das Connection Kit. Das iPad lässt sich mit Bluetooth-Tastaturen betreiben oder dem Tastatur-Dock von Apple, doch über das Camera Connection Kit lassen sich auch herkömmliche USB-Tastaturen anschließen, sofern sie nicht zu viel Strom benötigen. Bei Apples Geräten, die jeweils über einen Port für den Anschluss von Kameras verfügen, ist das der Fall, passive USB-Tastaturen finden aber ihren Weg auf das iPad.

Schließlich dient das Camera Connection Kit als externer Videospeicher. Dockt man das Lesegerät für SD-Karten ab, kann man etwa auf Reisen seine Videos auf SD-Karten auslagern und so Platz für andere Inhalte auf dem iPad freihalten. Dazu müssen in das Format H.264 konvertierte Videos lediglich in den DCIM-Ordner auf der Karte abgelegt sein.

Israel hebt Import-Verbot für iPad auf

Die israelischen Behörden haben das Import-Verbot für das iPad aufgehoben, gab das Kommunikationsministerium in Jerusalem bekannt. Kurz nach dem Verkaufsstart in den USA Anfang April hatten die Behörden die private Einfuhr der Geräte mit der Begründung untersagt, sei würden nicht den europäischen Standards für Wi-Fi genügen, die auch in Israel gelten. Insbesondere fürchteten die Behörden Interferenzen mit vom Militär genutzten Funkfrequenzen. Nach einer "gründlichen Untersuchung" des Ministeriums habe diese nun aber festgestellt, dass das iPad keinerlei Bestimmungen verletze und bedenkenlos nach Israel importiert werden könne, zunächst jedoch nur ein Gerät pro Person.

ITC untersucht Multitouch-Patentklage gegen Apple

Die US-Behörde International Trade Commission (ITC) geht einer Patentbeschwerde nach, die das taiwanesische Unternehmen Elan Ende März eingereicht hatte. Darin wirft der Konzern Apple vor, mit seiner Multitouchtechnologie, die bei dem iPhone, dem iPad, der Magic Mouse und den Macbook-Trackpads zu Einsatz kommt, die Patente von Elan zu verletzen. Konkret verletzte Apple das von Elan gehaltene US-Patent mit der Nummer 5,825,352. Die Firma fordert von der ITC, einen Importstopp gegen Apples Geräte zu verhängen. Apple verweigert zu dem Fall jedweden Kommentar.

Hacker greifen iPad-Anwender mit Windows an

Hacker haben mit einer Schwindel-Attacke iPad-Anwender im Visier, die Windows verwenden, berichtet die Computerworld. Dazu verbreiten sie einen gefälschten Update-Hinweis auf einen Fix für iTunes für das iPad, den angeblich der rumänische Sicherheitsspezialist BitDefender empfehle. Es sei sehr wichtig, die Software auf dem iPad aktuell zu halten, um die beste Leistungsfähigkeit, neueste Funktionen und beste Sicherheit zu erhalten, schwindeln die Hacker in der Mail. Der Downloadlink führt auf eine Fälschung von Apples iTunes-Download-Site zu ener Applikation namens itunessetup.exe, spielt Windows-Anwendern aber einen Trojaner auf die Festplatte. Dieser kopiert Code in den Windows Explorer und öffnet Hintertüren für weitere Angriffe. Zudem stiehlt er Zugangsdaten für Chat- und Emailzugänge. Mac-Anwender sind von dem gefälschten Update nicht betroffen, auch wer auf seinem Windows-PC aktuelle Schutzsoftware installiert hatte, sollte den Trojaner erkennen, bevor er Schaden anrichtet.

Apple heuert Spielespezialisten für den App Store

Matt Casamassima hat in seinem persönlichen Blog angekündigt, von der News-Corp-Tochter IGN zu Apple zu wechseln und dort den Posten des "Global Editorial Games Manager, App Store" zu bekleiden. Casamassima hatte sich in den letzten zwölf Jahren sich bei IGN vorwiegend um die Nintendo-Plattform gekümmert. Die Beschreibung seiner künftigen Tätigkeit bleibt ein wenig vage, bei Apple soll er sich wohl in verantwortlicher Position um die Darstellung der Inhalte des Spiele-Bereiches im App Store kümmern. Sofern in letzter Minute nicht noch sein Engagement scheitert: Apple schätzt es überhaupt nicht, wenn aktuelle und ehemalige Mitarbeiter auch nur geringste Auskünfte über Details ihrer Tätigkeiten geben. Das könnte auch für zukünftige Mitarbeiter zutreffen und Casamassina sich mit dem Blog-Eintrag ein Eigentor geschossen haben.

WePad wagt neuen Anlauf nach verpatzter Premiere

Neuer Anlauf für den iPad-Herausforderer aus Deutschland: Der Berliner Entwickler Neofonie hat am Montag zum zweiten Mal vor Medien ihren Tablet-PC WePad vorgestellt und den Marktstart für kommenden August bestätigt. Zwei Wochen nach der missglückten Präsentation des Lesegeräts bekräftigte Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen die Funktionsfähigkeit des WePad. An einem laufenden Gerät demonstrierte er vor einer Gruppe von Journalisten und Bloggern die Möglichkeiten des Computers. Am 12. April hatte Neofonie vor mehr als hundert Journalisten das WePad erstmals vorgestellt, ohne dabei jedoch ein betriebsbereites Gerät zu präsentieren. Daraufhin waren in der Blogger-Szene Gerüchte aufgekommen, die mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Entwicklung sei nur ein «Phantom». (dpa)

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