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Dienstag, 28. September

28.09.2010 | 00:00 Uhr

Apple ist Liebling der Medien +++ Apples iAd gewinnt Marktanteile +++ iPhone 4 wird in China knapp +++ Digitimes: Apple arbeitet an kleinerem Macbook Air +++ Audible-App erlaubt Kauf von Hörbüchern +++ Blackberry-Tablet kommt erst nach Weihnachten +++ Verhandlungen über Anti-Piraterie-Abkommen in Schlussphase +++ USA planen angeblich stärkere Überwachung im Internet +++ AAPL leicht im Minus

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Apple ist Liebling der Medien

Apple kommt häufiger in den Mainstream-Medien vor als jede andere Technik-Firma, auch als die größeren Rivalen Google und Microsoft, hat eine Studie des Pew Research Center ergeben. Die Forscher sahen sich dabei 437 Veröffentlichungen mit Technologiebezug auf 52 Kanälen wie Zeitschriftentiteln, Radio-Shows oder Fernsehsendungen in den USA im Zeitraum von Juni 2009 bis Juli 2010 an. Insgesamt 15,1 Prozent aller Geschichten drehten sich hauptsächlich um Apple, nur 11,4 Prozent um Google, 7,1 Prozent um Twitter und gerade einmal 4,8 Prozent um Facebook. Microsoft, das im Studienzeitraum immerhin Windows 7 und Office 2010 vorgestellt hatte, spielte nur in drei Prozent der Veröffentlichungen eine Rolle.

Nicht nur haben die Medien Apple häufiger im Blick, die Berichte sind zudem vorwiegend positiv. 69 Prozent der Berichte preisten Apple als innovativ oder überlegen, nur 17 Prozent beschäftigten sich mit negativen Aspekten der Apple-Produkte.

Die Veröffentlichung des iPhone 4 war insgesamt die zweitgrößte Story in den beobachteten Mainstream-Medien, nur Berichte über die Gefahren des SMS-Schreibens während des Autofahrens fanden häufiger ihren Platz auf Titelseiten und in Nachrichtensendungen.

Apples iAd gewinnt Marktanteile

Als Steve Jobs iAd im Juli dieses Jahres auf WWDC präsentierte , prophezeite er seinem Dienst mindestens 50 Prozent des Marktanteils. Diese Behauptung bleibt vorerst ein Traum. Allerdings hatte iAd seit seiner Einführung große Fortschritte gemacht: Nach der Schätzung von IDC werden sich Google und iAd bis Ende 2010 jeweils 21 Prozent des Gesamtmarktes teilen. Demnach verliert Google bis zu 6 Prozent seiner Anteile, letztes Jahr hat der Suchmaschinen-Riese noch auf 27 Prozent geschafft.

Andere große Spieler auf dem mobilen Anzeigemarkt verlieren auch seine Anteile: Yahoo kommt auf 9 Prozent statt 12 Prozent im letzten Jahr; Microsoft verbucht Verluste über 3 Prozent und kommt auf 7 Prozent des Marktes.

Die ersten Kunden, die iAd eingeschaltet haben, zeigen sich durchaus zufrieden: Unilever startete eine Anzeigekampagne mit einem Video und interaktiven Spiel im Juli. 20 Prozent der Nutzer, die die Unilever-App ausprobiert haben, schalten die Werbung noch mal an.

iPhone 4 wird in China knapp

Das iPhone 4 ist in China heiß begehrt und verkauft sich deutlich besser als die Vorgängermodelle iPhone 3G und 3GS, berichtet der IDG News Service. Der Apple Store im Xidan Joy City Shopping-Center in Peking habe seinen Vorrat an iPhone 4 bereits nach zwei Tagen verkauft und wisse nicht, wann Nachschub käme, klagt ein Manager des Shops den Kollegen. Der Provider China Unicorn, der in China das iPhone 4 derzeit exklusiv verkauft, akzeptiere derzeit keine neuen Bestellungen. 200.000 Kunden hätten bisher bestellt, erst 40.000 Geräte konnte China Unicorn ausliefern. Auch in den Shops des Providers sei das Apple-Handy nach dem Wochenende nicht mehr erhältlich. Die Nachfrage nach dem iPhone 4 übersteigt in China jedoch deutlich die nach den Vorgängermodellen, erst nach Monaten hatte China Uvicorn 100.000 verkaufte iPhone 3GS vermeldet, das seit Oktober 2009 erhältlich war.

Digitimes: Apple arbeitet an kleinerem Macbook Air

Apple steht laut des taiwanesischen Branchendienstes Digitimes kurz vor der Vorstellung eines neuen Macbook Air. Dieses werde keinen 13,3-Zoll-Bildschirm mehr aufbieten, sondern mit einem 11,6-Zoll-Bildschirm die Lücke zwischen iPad und Macbook (Pro) schließen wollen. Digitimes beruft sich dabei auf Informationen aus dem Umfeld des Zulieferers Quanta, der den Auftrag Apples für die Fertigung von 400.000 bis 500.000 Macbook Air noch im Jahre 2010 gewonnen habe. Gerüchte um ein neues, kompakteres Macbook Air hatte es bereits im Juli gegeben. Das Macbook Air setzt noch einen Core-2-Duo-Chip von Intel ein, wie auch das Macbook und das Macbook Pro 13 Zoll. Das überarbeitete Macbook Air soll laut der Spekulationen mit einem Chip aus Intels Core-i-Serie ausgestattet sein.

Audible-App erlaubt Kauf von Hörbüchern

Die Amazon-Tochter Audible hat in ihre iPhone-App ab der neuen Version 1.3 die Möglichkeit integriert, Hörbücher direkt zu kaufen und auf das iPhone zu laden. Bis dato mussten Kunden den Unweg über ihren Computer nehmen, um im Audible-Shop einzukaufen. Im Audible.com Mobile Store stehen 85.000 Titel bereit.

Blackberry-Tablet kommt erst nach Weihnachten

Der lange erwartete Tablet-Computer des Blackberry-Herstellers RIM lässt noch ein wenig auf sich warten. Das Blackberry Playbook kommt erst ab Anfang 2011 auf den Markt und damit fast ein Jahr nach dem Start des großen Konkurrenten Apple iPad, der ab April den Markt aufgemischt hatte. Damit verpasst RIM das wichtige Weihnachtsgeschäft.

Dennoch stieg die RIM-Aktie am Montag nachbörslich um 2 Prozent. Viele Börsianer waren angenehm überrascht ob der Technik: Der Minicomputer mit berührungsempfindlichem Bildschirm kann im Gegensatz zum Apple-Verkaufsschlager Webseiten mit der verbreiteten Flash-Technik darstellen, verfügt über einen USB-Anschluss sowie zwei Kameras vorne und hinten für Videotelefonate.

Einen Preis nannte RIM-Co-Chef Mike Lazaridis am Dienstag bei der Vorstellung in San Francisco nicht. Das etwa DIN A4 große iPad kostet in Deutschland in der Einstiegsvariante 499 Euro. Das Playbook ist DIN A5 groß, die Bildschirmdiagonale beträgt 7 Zoll (knapp 18 cm).

Der Neuling aus dem Hause RIM ist 400 Gramm schwer und knapp 1 cm dick. Vorerst wird es nur eine Version mit WLAN-Anbindung ans Internet geben, Mobilfunk-Variaten sollen später folgen. Marktstart in den USA ist Anfang 2011, im Rest der Welt startet die Auslieferung im zweiten Quartal.

Die wichtigsten technischen Daten waren bereits vor der Premiere durchgesichert: Beim Betriebssystem baut RIM auf der Software der kürzlich übernommenen Firma QNX auf, die das Ausführen mehrerer Programme parallel erlaubt, das sogenannte Multitasking. Das Betriebssystem, auf dem die Blackberry-Telefone laufen, wurde oft als zu langsam und fehleranfällig kritisiert. Die QNX-Software könnte die Zukunft weisen.

Blackberry ist ein Pionier der mobilen E-Mail-Nutzung und hat sich über Jahre eine starke Position vor allem bei Unternehmen und Behörden erkämpft. Weltweit gibt es gut 50 Millionen Blackberry- Nutzer. Zuletzt machte RIM jedoch die Konkurrenz durch Apples iPhone und die Android-Telefone zu schaffen. Der Marktanteil geht zurück.

Unter den Smartphones soll das Blackberry Torch mit berührungsempfindlichem Bildschirm und klassischer Blackberry-Tastatur die Kundschaft bei der Stange halten. Mit dem Playbook will RIM in den boomenden Tablet-Markt vorstoßen, auf dem sich neben Apple mittlerweile auch eine Reihe von Computerherstellern tummeln. In Deutschland ging das WeTab aus Berlin an den Start.

Kritisch für den Erfolg aller Geräte sind die Zusatzprogramme - die sogenannten Apps - und die Inhalte. Hier hat Apple momentan die Nase vorn. RIM stellte das Playbook deshalb nicht ohne Grund auf seiner Entwicklerkonferenz vor. Der Tablet-Computer soll gleichermaßen Geschäfts- und Privatkunden ansprechen. (dpa)

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