1462715

Dienstag, 29. September

29.09.2009 | 00:00 Uhr

iPhone ab nächsten Monat in China +++ Apple verbreitet wieder ungefragt Windows-Software über Software-Aktualisierung +++ Apple muss die Musik leiser drehen +++ ASH liefert deutsche Version von Dictate aus +++ Wartungsupdate für iWork +++ Neue Funktionen bei Google-Suche +++ Xerox übernimmt Softwarefirma ACS für 6,4 Milliarden Dollar +++ Vivendi erzielt Etappensieg im Streit mit Deutscher Telekom +++ AAPL legt deutlich zu

Morgenmagazin: Herbstlaub
Vergrößern Morgenmagazin: Herbstlaub

iPhone ab nächsten Monat in China

Nach monatelangen Verhandlungen darf Apple ab Oktober das iPhone auch in China verkaufen. Als Mobilfunkpartner steht China Unicorn bereit, wie das Telekommunikationsunternehmen gestern bekannt gab. Die genauen Preise nennt China Unicorn noch nicht, das iPhone soll jedoch ungefähr 5.000 Yuan (500 Euro) kosten. Die monatlichen Tarife bewegen sich im Bereich von 130 bis 890 Yuan, mit unterschiedlichem Datentransferkontingent, Gesprächsminuten und Frei-SMS. Das in China angebotene SMS entbehrt der Wi-Fi-Funktion, Daten lassen sich nur über das staatlich kontrollierte Mobilfunknetz von China Unicorn versenden und empfangen. Das iPhone kommt gerade passend zum Start des chinesischen 3G-Netzes auf Basis der Technologie WCDMA (Wideband Code Division Multiple Access), das am 1. Oktober, dem 60sten Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China, Premiere feiert. Apple akzeptiert diese Bedingungen.

Apple verbreitet wieder ungefragt Windows-Software über Software-Aktualisierung

Laut unserer Kollegen von Computerworld hat Apple seine Softwareaktualisierung unter Windows erneut dazu genutzt, ungefragt Updates zu verbreiten. Die automatische Aktualisierung, die Windows-Anwender in der Regel nach der Installation von iTunes auf ihren Rechnern vorfinden, verbreitete gestern zeitweise das iPhone Configuration Utility, auch an iTunes-Nutzer, die kein iPhone damit verwalten, berichten unsere Kollegen von Computerworld. Apple hat die Verbreitung des Updates mittlerweile eingestellt, nachdem der Windows-Blogger Ed Bott den Vorgang erstmals entdeckte und an ZDNet berichtete. Das iPhone Configuration Utility bringt nur Administratoren in Firmennetzen Vorteile, die damit etwa Profile für die Benutzung des Exchange-Servers an Nutzer des iPhones im Firmennetz verteilen können. Dabei installiert das Tool auch einen Apache-Server, für Privatanwender ist es gänzlich ungeeignet. Apple war im vergangenen Jahr dafür kritisiert worden, über die Softwareaktualisierung ungefragt den Download von Safari angeboten zu haben, auch Anwendern, die den Apple-Browser nicht installiert hatten. Mittlerweile bietet Apple zwar nach wie vor das Update an, die Checkbox in der Software-Aktualisierung ist jedoch deaktiviert, so dass Anwender sich bewusst für den Browser entscheiden müssen und ihn nicht versehentlich installiert bekommen, wenn ein iTunes-Update ansteht.

Apple muss die Musik leiser drehen

Die EU-Kommission plant eine neue Verordnung, die Hersteller von MP3-Playern und Musikhandys dazu zwingen soll, die maximale Lautstärke der Musik weiter zu reduzieren. Wie unsere Kollegen von Macworld UK berichten, sollen die Hersteller zudem dafür Sorge tragen, dass Benutzer von Playern Warnhinweise über die Gesundheitsgefahren zu lauter Musik erhalten. Speziell junge Musikhörer seien zu schützen, heißt es weiter. Ein erträgliches Lautstärkeniveau sei unter 80 bis 85 Dezibel, manche Player würden jedoch bis zu 120 Dezibel laut sein. Zukünftig in der EU verkaufte Musikplayer müssten ihre maximale Lautstärke auf 80 Dezibel reduzieren, bisher sind 100 Dezibel angeordnet. "Die derzeitigen Sicherheitsbestimmungen sind nicht gut genug, um die Leute zu schützen," zitiert die Times eine Quelle aus dem Verbraucherschutzamt der EU. Die Informationen über die Gesundheitsgefahren müssten auf dem Bildschirm der Geräte oder auf den Geräten selbst zu lesen sein. Das Ziel sie es, Verbraucher darauf aufmerksam zu machen, dass ab einer gewissen Lautstärke dauerhafte Gehörschäden drohen.

ASH liefert deutsche Version von Dictate aus

Lange hat es gedauert, doch nun ist es so weit: Die deutsch-lokalisierte Fassung von Macspeech Dictate 1.5 befindet sich laut Application Systems Heidelberg ab sofort in der Auslieferung. Die deutsche Version von MacSpeech Dictate 1.5 bringt die Spracherkennungstechnologie von Dragon Naturally Speaking in einer speziell für das Mac-OS X entwickelten, nativen Software-Lösung. Programmoberfläche und Online-Hilfe sind vollständig deutsch lokalisiert. Außerdem können Anwender die Spracherkennung zwischen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch umschalten. Ein für die Spracherkennung benötigtes und von Macspeech zertifizierte USB-Headset-Mikrofon von Plantronics ist im Lieferumfang enthalten. Macspeech Dictate benötigt einen Intel-Mac mit Mac-OS X 10.5.6 "Leopard" oder Mac-OS X 10.6 "Snow Leopard". Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 229,00 Euro. iListen-Nutzer haben die Möglichkeit, vergünstigt ein Update auf die deutsche Version von Dictate zu bestellen.

Info: Application Systems Heidelberg

Wartungsupdate für iWork

Apple hat das Wartungsupdate iWork 09 9.0.3 vorgestellt, das einige Fehler in den Büro-Programmen selbst und ihrem Zusammenspiel untereinander behebt. In allen Programmen zugleich ist laut Apple nun der Umgang mit Bildern verbessert, deren Dateigröße über Instant Alpha reduziert wurde. Die Hilfe habe man ebenfalls verbessert und biete einen Link zu weiteren Informationen im Internet an. Zudem soll iWork 09 einige Kompatibilitätsprobleme beheben. Die Zuverlässigkeit von Keynote soll das Update beheben, ebenso den Export von Präsentationen nach Garageband und die Einbindung von Numbers-Grafiken. In Pages und Keynote haben die Entwickler einen Fehler beseitig, der beim Kopieren vom mehreren Feldern mit Zeit- oder Datumsinformationen beim Einsetzen nur Nullen produzierte. Ein Fehler mit der Vollbildansicht von Pages 09 ist laut Release-Notes ebenso behoben. Die behobenen Probleme in Numbers betreffen Spalten, kategorisierte Checkboxen, CSV-Export und Formulare, die nach dem formatieren einer Zelle die Arbeit einstellten. Änderungen hat auch der Service zum Austausch von Dokumenten iWork.com erfahren, der nun eine 128-Bit-SSL-Verschlüsselung erhält. Neu ist zudem ein neues Feature zur Kommentierung von Dokumenten. E-Mail-Einladungen verschickt iWork.com nun selbst und geht nicht mehr den Umweg über Apple Mail. Das Udpate ist knapp 60 MB groß und über die Softwareaktualisierung oder Apples Website erhältlich.

1462715