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Dienstag, 3. Mai

03.05.2011 | 00:00 Uhr

iOS verdoppelt Marktanteil in zehn Monaten +++ iPad-Apps von Time Warner kostenlos für Print-Abonnenten +++ Intego warnt vor trojanischem Pferd Mac Defender +++ Microsoft will App-Entwickler für Windows Phone locken +++ Chrono Master für iPad - App für Fans von Oldtimer-Rallyes +++ Amazon verbilligt populäre Songs auf 69 Cent +++ Work-Life-Balance auf dem Smartphone +++ Sony Online Entertainment Server ebenfalls betroffen? +++ PDF-Exploits per Bildfilter versteckt +++ Facebook löscht Seiten von Polit-Aktivisten +++ AAPL verliert über ein Prozent

Morgenmagazin: Watt
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iOS verdoppelt Marktanteil in zehn Monaten

Apples iOS, das Betriebssystem von iPhone, iPad und iPod Touch, hat laut Net Applications seinen Marktanteil in den letzten zehn Monaten mehr als verdoppelt. Hinter Windows und Mac-OS X ist das mobile Betriebssystem laut Zahlen der Webmetriker das System mit der dritthäufigsten Nutzung im Web, 2,24 Prozent der Surfer nutzten iOS im April 2011. Im Juni 2010 waren es noch etwas weniger als 0,9 Prozent gewesen. Im gleichen Zeitraum war Windows von 91,46 Prozent auf 88,91 Prozent zurückgegangen, während Apples Mac-OS X um einen viertel Prozentpunkt auf 5,4 Prozent leicht zulegte. iOS hat vor allen Dingen in jüngster Vergangenheit stark zugelegt, im letzten Monat allein von 1,87 Prozent auf 2,24 Prozent. Der Löwenanteil der iOS-Zugriffe kommt mit 1,23 Prozent noch vom iPhone, das sich schnell verkaufende iPad holt aber gewaltig auf und trägt schon jetzt 0,82 Prozent bei. Der iPod Touch geht mit 0,19 Prozent in die Statistik ein, beachtlich, da das "mobile" Gerät nur über WLAN Verbindung zum Internet aufnehmen kann und daher eher im Wohnzimmer zum Surfen benutzt wird. Googles Android taucht in der Netapplications-Statistik mit 0,66 Prozent Marktanteil erst hinter Linux und Java ME auf dem sechsten Platz auf.

iPad-Apps von Time Warner kostenlos für Print-Abonnenten

Laut übereinstimmenden Berichten von Cnet und des Wall Street Journals hat Apple eine Vereinbarung mit dem Medien-Konzern Time Warner geschlossen, nach der Abonnenten der Print-Titel wie Fortune, Time oder Sports Illustrated die Inhalte der Publikationen auch ohne weitere Kosten auf dem iPad erhalten. Der Streit um iPad-Abos, den Apple seit Februar mit Verlegern führt, könnte so eine friedliche Lösung erfahren. Apple hatte mit dem Start der Murdoch-Zeitung für das iPad "The Daily" ein Abomodell für Inhalte aufgelegt - aber gleichzeitig Verleger gegen sich aufgebracht. Denn seither verlangt Apple von den Herausgebern der Zeitungs- und Zeitschriften-Apps, Abos auch über den App Store anzubieten und nicht mehr nur in Eigenregie zu verkaufen. Da das Abo im App-Store nicht teurer sein dürfe, gebe es so keine Gelegenheit, den 30-Prozent-Anteil des App Store zu finanzieren. Macht das Time-Modell Schule, könnten Verlage nun wieder selbst Abos verkaufen und so die volle Kontrolle über die Daten ihrer Kunden behalten. Die Apps von Time Warner haben bisher keine In-App-Abofunktion, diese scheint in diesem Modell nicht mehr obligatorisch. Ob Apple seine Nutzungsbedingungen für Abos generell geändert hat, oder ob es sich bei dem vermuteten Deal mit Time Warner um einen Spezialfall handelt, wollte das Unternehmen weder dem Wall Street Journal, noch Cnet oder unseren Kollegen von Macworld verraten.

Intego warnt vor trojanischem Pferd Mac Defender

Der französische Sicherheitsspezialist Intego warnt vor einem trojanischem Pferd, das sich als Virenscanner für den Mac tarnt. Mac Defender verbreite sich über SEO-Poisoning, das heißt, bei der Suche nach tatsächlicher Schutzsoftware für den Mac finden Anwender auf entsprechende Stichworte optimierte Websites, auf denen Mac Defender zum Download angeboten wird. Einmal installiert, macht Mac Defender nicht viel - außer vom Opfer die Kreditkartennummer erfragen und wahllos Browser-Fenster mit pornographischen Inhalten zu öffnen, um Infektion und Gegenmaßnahmen vorzutäuschen. Um also einen Schaden zu erleiden, ist Mithilfe des Anwenders vonnöten. Mac Defender bietet Schutz für ein oder zwei Jahre sowie "lebenslänglich" für 60, 70 und 80 US-Dollar an, hat der Anwender die Software bezahlt, hört diese auch auf, gefälschte Virenwarnungen zu produzieren. Intego selbst preist sein Gegengift in Form von Virus Barrier X5 und X6 an, die beide die Installation des Schadprogramms verhindern. Die im Mac App Store erhältlichen Versionen Virus Barrier Plus und Virus Barrier Express würden immerhin vor dem Programm warnen.

Microsoft will App-Entwickler für Windows Phone locken

Microsoft will Entwickler von iPhone-Apps mit einem Tool dazu bringen, ihre Anwendungen für das mobile Betriebssystem Windows Phone 7 zu portieren. Das iPhone/iOS to Windows Phone 7 API Mapping Tool soll laut Microsoft Entwicklern zeigen, welche iOS-APIs sie wo in ihrem Code verwenden und welche Code-Alternativen dafür Windows Phone 7 bietet, erklärt Jean-Christophe Cimitiere, bei Microsoft als "Senior Technical Evangelist for Interoperability" angestellt, in einem Blog-Post . Das Tool solle Programmierern die Entdeckung von Windows Phone 7 erleichtern und "wie ein Übersetzungswörterbuch" funktionieren. Zudem stellt Microsoft das Whitepaper "Windows Phone 7 Guide for iPhone Application Developer" und diverse Trainingsvideos für Entwickler bereit.

Chrono Master für iPad - App für Fans von Oldtimer-Rallyes

Rechtzeitig zum Beginn der Oldtimer Rallye-Saison will Chrono Master für das iPad den Teilnehmern von Gleichmäßigkeits-Rallyes das Fahren von Wertungsprüfungen erleichtern. Die Funktionen professioneller und teurer Rallye-Computer werden demnach auf dem iPad zur Verfügung gestellt.

Viele begeisterte Fahrer von Gleichmäßigkeits-Rallyes kennen das: Wertungsprüfungen, die auf die hundertstel Sekunde genau gefahren werden müssen, erfordern das perfekte Hantieren mit mehreren Stoppuhren und das Durchfahren von Lichtschranken zu einem exaktem Zeitpunkt. Profis und solche, die es werden wollen, verwenden daher spezielle und teure Rallye-Computer, in denen sie die verschiedenen Wertungsprüfungen vor dem Rallye-Start speichern um dann exakt abzufahren.

Mit Chrono Master können jetzt laut Entwickler auch ambitionierte Amateur-Teams viele dieser Funktionen nutzen. Während herkömmliche Rallye-Computer, die mehrere hundert Euro kosten können, komplexe Eingaben verlangen, lassen sich Wertungsprüfungen mit Chrono Master dank des großen iPad-Bildschirms und der grafischen Bedieneroberfläche ganz einfach aus dem Roadbook übertragen, übersichtlich grafisch darstellen und anschließend fahren, verspricht der Anbieter der App.

Dabei imitiere die Rallye-App Chrono Master nicht nur die Funktion mehrerer Stoppuhren, sondern wolle einen entscheidenden Schritt weitergehen: Wertungsprüfungen werden auf dem iPad-Display praktisch genau so dargestellt, wie sie in den Roadbooks der Veranstalter gezeigt werden. Das soll vor allem bei verschachtelten Wertungsprüfungen die Übersicht beim Fahren erleichtern. Ein akustischer Countdown von zehn bis null ermöglicht dem Fahrer ferner das präzise Anfahren von Lichtschranken. Die optische Anzeige von verbleibender Restzeit, zurückzulegender Strecke und zu fahrender Durchschnittsgeschwindigkeit ersetzt auf der Etappe die bisher benötigten Schnitt-Tabellen. Damit sollen auch geheime Kontrollen der Durchschnittsgeschwindigkeit ihren Schrecken verlieren.

Chrono Master ist zum Preis von 50 Euro im iTunes App Store für das iPad erhältlich. Chrono Master Lite bietet alle Möglichkeiten der Voll-Version, speichert jedoch nur eine Wertungsprüfung und kann gratis im App Store geladen werden.

Info: Chronomaster

Amazon verbilligt populäre Songs auf 69 Cent

Amazon versucht der beherrschenden Marktstellung des iTunes Store mit Dumpingpreisen zu begegnen. Seit Freitag bietet der Einzelhändler in den USA rund 240 aktuelle Songs für je 69 Cent als MP3-Download an - die gleichen Titel kosten im iTunes Store weiter 1,29 US-Dollar. In Deutschland sind die Songs in der Regel für 0,98 Euro bei Amazon und 1,29 Euro bei Apple zu haben. Ob Amazon in einem Versuch, Marktanteile zu gewinnen, auf seinen Anteil am Musikverkauf verzichtet oder die Aktion von der Musikindustrie gestützt ist, konnten unsere Kollegen von PC World nicht in Erfahrung bringen. Fkat ist jedoch dass der iTunes Store laut NPD Group mit 70 Prozent Marktanteil das Geschäft mit legalen Musikdownloads weiterhin klar dominiert und Amazon mit 10 Prozent Anteil abgeschlagen auf Platz zwei liegt. Der Musikindustrie wäre an einem weniger dominanten iTunes Store also durchaus gelegen.

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