1233196

Dienstag, 5. Juli

05.07.2011 | 00:00 Uhr

Hacker zielen auf Apple +++ Google Analytics: Windows verliert fünf Prozentpunkte Marktanteil +++ Phase Change: IBM gelingt Durchbruch bei schnellem Speicher +++ Eigene "Cloud" mit Zwillings-USB-Stick iTwin für den Mac +++ Neue Messgeräte für die Bildschirmprofilierung +++ Sanyo: Ultra-Weitwinkel-Projektoren mit Roomview-Kompatibilität +++ Kino.to-Betreiber droht hohe Haftstrafe +++ Samsung vs. Apple - Patentstreit droht zu eskalieren +++ Wi-Fi-Update verdoppelt Akku-Laufzeit von mobilen Geräten +++ Tipp: Smart-Cover-Funktion am iPad ausschalten +++ App-Test: Death Rally - Schießend auf der Rennstrecke +++ Börse bleibt am 4. Juli geschlossen

Morgenmagazin: Schloss
Vergrößern Morgenmagazin: Schloss

Hacker zielen auf Apple

Apples Websites geraten verstärkt in das Visier von Hackern. Am Wochenende hatte ein unbekannter Hacker auf der Website Pastebin ein Dokument veröffentlicht, das anscheinend eine Liste von Usernamen und verschlüsselten Passworten für eine SQL-Datenbank auf Apples BI-Website (Business Intelligence) zeigte. Den Titel "Not Yet Serious" mag man interpretieren: "Hey, damit lässt sich zwar kein Schaden anrichten, aber Apple ist nicht unverwundbar." Aufmerksam gemacht hatte die Hacker-Gruppe Anonymous mit einem Tweet, in dem die Aktivisten versicherten, Apple könne zwar auch ein Ziel sein, man sei aber mit anderen Dingen beschäftigt. Ob ein Anonymous-Hacker die Datei von Apples Server gezogen hat, lässt sich daraus aber nicht schließen. Auf eine Anfrage unserer Kollegen von Macworld UK zu dem Vorfall antwortete Apple nicht. Erst am Wochenende hatte Apple eine Ende April entdeckte Sicherheitslücke auf seiner Entwickler-Website geschlossen. Weitere Löcher will laut Macworld UK der libanesische Hacker idahc_hacker bei Apple entdeckt haben, betroffen seien SQL und der iFrame-Code der Seiten.

Google Analytics: Windows verliert fünf Prozentpunkte Marktanteil

Google hat erstmals Daten seines Analysetools Google Analytics veröffentlicht, mit dem Webmaster rund um den Globus unter anderem messen, wie viele Besucher auf ihre Seiten kommen, was sie dort lesen und welchen Browser welches Betriebssystems sie einsetzen. Im Jahr 2010 hat den kumulierten Daten zufolge Windows massiv an Marktanteilen verloren, berichtet 9to5Mac. Hatten im Jahr 2009 noch 89,9 Prozent aller von Google Analytics erfassten Computer Windows installiert, waren es 2010 nur noch 84,8 Prozent. Während Mac-OS X immerhin von 4,5 Prozent auf 5,2 Prozent Marktanteil stieg, war das größte Wachstum im Bereich "Sonstige Betriebssysteme" auszumachen, in dem mobile Geräte gezählt werden. iOS, Android und andere kamen 2010 demnach auf 9,3 Prozent, 4,3 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.

Einen ähnlichen Trend stellen die Web-Analysten von Net Applications fest, wobei sie auf andere Zahlen kommen. iOS habe demnach im Juni 2011 einen Marktanteil von 2,63 Prozent erreicht, im Mai waren es noch 2,38 Prozent gewesen. Mac-OS X steht nach Net Applications bei 5,37 Prozent. Der Windows-Marktanteil geht auch in den Net-Applications-Statistiken zurück, ist aber noch höher, als es Google Analytics gemessen haben will. Laut Net Applications steht Windows im Juni 2011 bei 88,29 Prozent und hat im Vergleich zum Vormonat nur 0,4 Prozentpunkte verloren.

Phase Change: IBM gelingt Durchbruch bei schnellem Speicher

Bis zu 100-mal schneller als heutige Speichermodule sollen Phase-Change-Memory-Chips (PCM) in fünf Jahren arbeiten. Auf dem Weg dahin wollen nun IBM-Wissenschaftler in Zürich einen Durchbruch erzielt haben. Zwei wesentliche Probleme der Phasenwechsler sollen nun behoben sein. PCM-Chips bestehen aus einem Material, das bei angelegter Spannung seine Phase ändern kann, aus einem Kristall mit geringem Widerstand wird so amorphes Material mit hohem elektrischen Widerstand. Bei höherem Widerstand könne eine Speicherzelle dann mehrere Bits speichern und nicht wie heute übliche Flash-Chips nur ein Bit. Auch die Latenz gehe auf bis zu 10 Mikrosekunden herunter. Ein Problem mit dem steigenden Widerstand, der zu Lesefehlern führt, wollen die Ingenieure von IBM nun mit einer neuen Modulationstechnik gelöst haben, welche Lesefehler dieser Art korrigieren könne. Marktreif werde die Technik aber nicht vor 2016 und komme dann vermutlich zunächst in Servern zum Einsatz.

Eigene "Cloud" mit Zwillings-USB-Stick iTwin für den Mac

iTwin ist ein Startup aus Singapur. Seine Zwillings-USB-Sticks verbinden zwei an das Internet angeschlossene Computer miteinander und ermöglichen den Fernzugriff auf zuvor freigegebene Dateien oder auch die komplette Festplatte.

Mobilen Anwendern bietet iTwin laut Hersteller unzählige Möglichkeiten: So lassen sich unterwegs vom Macbook Kopien von Dateien auf den Rechner zuhause oder im Büro übertragen. Man kann dabei die aktuellste Version einer Datei auf einem Computer speichern, während man diese gemeinsam mit einem Kollegen direkt bearbeitet. Mit iTwin gibt es weder mehrere Dateiversionen und das damit verbundene Dateichaos, noch müssen einzelne Dateiversionen per E-Mail hin- und hergeschickt werden. Über den Anschaffungspreis hinaus entstehen bei iTwin keine zusätzlichen Kosten wie beim Cloud-Storage oder Online-Diensten. Der zur Verfügung stehende Speicherplatz wird allein durch die Größe der Festplatte des "Host"-Rechners bestimmt. Für die nötige Sicherheit sorgt eine moderne AES-256-Verschlüsselung aller gesendeten und empfangenen Daten. Sind beide Hälften an zwei Computer angeschlossen, agieren sie als Verschlüsselungs-Token. Bei Verlust der mobilen Hälfte muss nur die verbliebene vom Host-Rechner abgezogen oder die Verbindung online gesperrt werden. Auch privat sollen sich viele Nutzungsmöglichkeiten für den iTwin ergeben, etwa um Videos und Fotos mit der Familie oder Freunden zu teilen, ohne umständlich einen File-Sharing-Dienst zu nutzen oder im Anhang mehrerer E-Mails zu verschicken. So wird einfach eine Hälfte des iTwin an die Familie oder Freunde gegeben und alle können auf die Daten zugreifen, die man zeigen möchte. Oder man platziert so viele Musiktitel, Videos und Bilder im iTwin-Fenster wie man möchte und hat dann jederzeit Zugriff darauf, beispielsweise bei Freunden oder in einem Café. Ein kurzes Video auf der Hersteller-Site zeigt, wie es geht.

iTwin kann über den Shop auf www.iTwin.de zum Preis von 99 Euro bestellt werden. Wer schon einen iTwin für Windows besitzt, kann sich den Mac-Support kostenlos herunterladen.

Info: iTwin

Neue Messgeräte für die Bildschirmprofilierung

Xrite bietet zwei neue Colorimeter für die Profilierung von Bildschirmen und Beamer an und nimmt ältere Geräte aus dem Angebot

Color Munki Display und i1 Display Pro heißen die beiden neuen Colorimeter von Xrite, mit denen sich Monitore und Beamer profilieren lassen. Beide Geräte verfügen auch über einen Aufsatz zur Messung des Umgebungslichts. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Geräten ist die mitgelieferte Software. Die Color-Munki-Software bietet nur einfachere Einstellmöglichkeiten, verzichten muss man außerdem auf die Prüfung der Farbabweichung der Monitore und Beamer. Diese ist dagegen mit dem Programm i1 Profiler des i1 Display Pro möglich, das außerdem erweiterte Einstelloptionen bietet. Color Munki Display wird für 165 Euro angeboten, während man für i1 Display Pro 237 Euro ausgeben muss. Dafür nimmt Xrite die älteren Geräte i1 Display 2, i1 Display LT und Color Munki Create aus dem Angebot.

Info: Xrite

Sanyo: Ultra-Weitwinkel-Projektoren mit Roomview-Kompatibilität

Bei den beiden neuen, von Sanyo auf der Infocomm 2011 in Orlando vorgestellten Projektoren PLC-WL2500A und PLC-WL2503A, handelt es sich um Ultra-Weitwinkel-Projektoren, die mit der Roomview-Software von Crestron ausgestattet sind. Die integrierte interaktive Funktion beim PLC-WL2503A, die hohe Bildhelligkeit der 230 Watt-Lampen von bis zu 2500 ANSI Lumen sowie der integrierte 10-Watt-Lautsprecher sollen die Projektoren zu herausragenden Partnern für Multimediaeinsätze jeder Art machen. Die native WXGA-Auflösung (1280 x 800 Pixel) im 16:10-Format prädestiniert beide Projektoren für den Anschluss an Widescreen-Laptops und Präsentationen im Breitbildformat. Mit justierbaren Bildgrößen von 60 bis 110 Zoll können beide Geräte im Zusammenspiel mit allen gängigen interaktiven Whiteboard-Modellen eingesetzt werden. Das geringe Projektionsverhältnis von 0,5:1 ermöglicht große Bilder schon aus sehr geringem Projektionsabstand - beispielsweise erhält man eine 80-Zoll-Bilddiagonale aus nur 86 Zentimeter Entfernung. Durch diesen geringen Abstand zur Wand wird der Vortragende zum Beispiel bei Schulungen, Seminaren oder Konferenzen nicht geblendet und erzeugt auf der Projektionsfläche keine störenden Schatten. Die neuen Sanyo-Projektoren sind mit einem HDMI-Eingang sowie einem Anschluss für den LAN-Stecker ausgestattet. Der Luftfilter der Geräte muss dem Hersteller gemäß erst nach 4000 Stunden gewechselt werden, ein Lampentausch ist demzufolge ebenfalls erst nach 4000 Betriebsstunden notwendig.

Die beiden Sanyo-Projektoren sind kompatibel mit der Roomview -Software von Crestron, einer Softwarelösung, die zentrales Management und Echtzeitüberwachung von mehreren Steuerungssystemen über Ethernet ermöglicht, und das laut Entwickler in bis zu 250 Räumen gleichzeitig. Ein Administrator kann hiermit die komplette Audio- und Videotechnik eines komplexen Gebäudes steuern und überwachen, so auch die Betriebszustände der per LAN-Verbindung integrierten Projektoren PLC-WL2500A und PLC-WL2503A.

Beide Projektoren sind ab Juli 2011 über den autorisierten Fachhandel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 930 Euro für den PLC-WL2500A und bei 1220 Euro für den PLC-WL2503A. Diese Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Garantiezeit beträgt drei Jahre, zudem gewährt Sanyo einen 24-Stunden-Austauschservice in Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich. Die Lampe hat eine Garantie von einem Jahr (max. 2000 Stunden).

Info: Sanyo

1233196