1462319

Dienstag, 7. April

07.04.2009 | 00:00 Uhr

Apple veröffentlicht iTunes 8.1.1 +++ iPhone-Firmware 3.0 enthält Anzeichen für Videoschnitt-Funktion +++ Gerücht: iPod Touch bald mit Kamera +++ Kein Zusammenhang zwischen Aggressionen und so genannten Killerspielen +++ Gescheiterte Übernahme - Sun stürzt ab +++ E-Mails: Telekom weist Datenleck-Vorwurf zurück +++ AAPL erholt sich weiter

Morgenmagazin: Frühjahrsblüte
Vergrößern Morgenmagazin: Frühjahrsblüte

Apple veröffentlicht iTunes 8.1.1

Am Montag hat Apple das Update auf iTunes 8.11 veröffentlicht. Die neue Version bringt deutschen Kunden in erster Linie Fehlerbehebungen. In den USA können Nutzer dank der neuen Ausgabe jetzt auch HD-Filme ausleihen. Zuvor konnten Kunden diese nur kaufen. In Deutschland gibt es nach wie vor keine Kinofilme im iTunes Store. Apple nennt Fehler mit der Synchronisation von Voiceover und mit dem iPhone und iPod Touch als behobene Fehler.

Download: iTunes

iPhone-Firmware 3.0 enthält Anzeichen für Videoschnitt-Funktion

In der neuen Betaversion der Firmware 3.0 finden sich Hinweise auf eine Schnittfunktion des Videoplayers. Bilddateien, die zu der grafischen Oberfläche gehören, zeigen Schnittmarken und andere Markierungen für den Videoplayer. Unterstützt werden die Hinweise von Gerüchten über eine Videokamera im nächsten iPhone. Demnach soll die nächste Generation dank einer neuen Kamera auch Videos aufzeichnen können.

Bereits vor einigen Tagen ist ein Bild aufgetaucht, das eine Funktion des Firmware zeigt, um Videos bei Mobile Me hochzuladen. Die Zeichen verdichten sich demnach, dass das nächste iPhone noch multimedialer sein wird. Sofern die Bildqualität ausreichend sein wird, kann eine Videokamera mit Schnitt- und Uploadfunktion eine hübsche Bereicherung für das iPhone sein.

Gerücht: iPod Touch bald mit Kamera

In einer Stellenausschreibung sucht Apple nach einem Experten für digitale Kameratechnik. In der Berufsbeschreibung geht es um die "Integration von Kameramodulen in iPhone- und iPod-Modellen". Gesucht wird ein Projektmanager, dier die Schnittstelle zwischen dem Entwicklungsteam und den Hardwarelieferanten sein soll.

Laut aktuellen Gerüchten wird die Kamera des nächsten iPhones endlich auch eine Kamerafunktion bieten. Geht man nach dieser Stellenbeschreibung, könnte es bald auch Kameras in iPods geben. Die Stellenausschreibung stammt von Mitte März. Ein Zeitplan für einen iPod Touch mit Kamera ist deshalb noch nicht abzusehen.

Kein Zusammenhang zwischen Aggressionen und so genannten Killerspielen

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen eindeutigen Nachweis, dass Computerspiele Gewalt oder Aggressionen bei Jugendlichen hervorrufen können. Es seien viele Faktoren, die darauf einen Einfluss hätten, sagte die Kölner Psychologin Julia Kneer nach einer Tagung empirisch arbeitender Psychologen an der Universität Jena in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Für Gewalt braucht es zum Beispiel Frustration, die geht voraus." Einige Studien belegten einen minimalen Zusammenhang zwischen der Bereitschaft zu Gewalt und dem Spielen von Killerspielen wie Ego-Shootern. Andere Studien wiederum zeigten, dass es keinen Zusammenhang gebe oder sogar eher, das Spieler weniger zu Gewalt neigten "das scheint ja widersprüchlich", erklärte Kneer, die an der Universität Köln forscht.

Die Spiele könnten zwar ein Gewaltpotenzial bei den Spielern hervorrufen; die Gewalt dann auch auszuleben, sei jedoch ein anderer Faktor. "Auf Computerspiele allein sind Amokläufe nicht zurückzuführen. Da spielten Komponenten wie das soziale Umfeld, die Persönlichkeitsstruktur, Isolation und Frustration eine Rolle." Bei den Amokläufern in Erfurt und Columbine und auch in Winnenden wurden im Elternhaus Gewaltspiele und -filme gefunden. "Die Amokläufer hatten diese Spiele daheim, aber welcher 18-Jährige hat das nicht?", fragte Kneer. Die Debatte über den Zusammenhang von gewaltverherrlichenden Computerspielen und Aggression gebe es seit den 1980er Jahren. Mitte der 90er Jahre wurde die Darstellung von Ego-Shootern und anderen Computerspielen realistischer und der Streit erneut entfacht.

Spielen macht nicht aggressiv

Kneer untersuchte in einem eigens konzipierten Experiment die Wahrnehmung eines Gewaltspiels durch Jugendliche, die in ihrer Freizeit regelmäßig spielen und solchen, die es noch nie getan haben. "Wir haben herausgefunden, dass die Dauer des Spielens keine Auswirkung auf die Aggressionsbereitschaft hat." Junge Erwachsene, die gern und oft Zeit mit Spielen wie Counterstrike oder Unreal Tournament verbringen, würden damit nicht Gewalt verbinden, sondern eher die Freude am Spielen, den Zeitvertreib.

Die Studie zeige aber auch, dass mit den Gewaltspielen Aggressionen assoziiert werden. Eine der Gruppen im Experiment hatte noch nie zuvor ein solches Spiel gespielt, wurde aber vor dem Start der Untersuchung darüber informiert, dass dies Bestandteil sein werde. Diese Gruppe zeigte nach dem Experiment eine erhöhte Reaktion auf aggressive Reize. "Wir führen das auf die negative mediale Beeinflussung zurück", erklärte die Psychologin. Die Versuchspersonen hatten schon vor dem Spielen Aggressionen aufgebaut, da sie das mit den Spielen verbinden. (dpa)

Gescheiterte Übernahme - Sun stürzt ab

Die Milliarden-Übernahme des Server-Spezialisten Sun Microsystems durch den IT-Giganten IBM droht zu scheitern. Die zwei US-Konzerne könnten sich nicht auf einen Preis einigen, hieß es am Montag übereinstimmend in US-Medien. Der Sun-Verwaltungsrat habe die Verhandlungen am Wochenende abgebrochen. IBM habe daraufhin seine Offerte von zuletzt sieben Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro) zurückgezogen, berichteten etwa das Wall Street Journal und die New York Times unter Berufung auf Insider. Die Berater beider Seiten seien allerdings noch in Kontakt und die "Situation im Fluss".

Die Sun-Aktie stürzte in einer ersten Reaktion drastisch ab. Zum Handelsauftakt in New York verlor sie am Montag rund ein Viertel ihres Werts auf etwa 6,50 Dollar. Zuletzt war den Berichten nach ein
Kaufpreis zwischen 9,10 und 9,40 Dollar je Aktie im Gespräch gewesen. IBM hatte die ursprüngliche Offerte demnach bereits deutlich gesenkt. Vor den Berichten über die Absage von IBM war Sun an der Börse etwa sechs Milliarden Dollar wert. Der Kurs war seit den ersten Gerüchten um Verkaufsabsichten Mitte März auf Höhenflug gegangen und hatte zeitweise bis zu 80 Prozent zugelegt. Beide Unternehmen lehnten bisher jede Stellungnahme zu den Verhandlungen ab.

1462319