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Dienstag, 7. Juli

07.07.2009 | 00:00 Uhr

Neue Spekulationen um Kameras in iPods +++ iPhone 3GS beschert AT&T Rekordumsätze +++ Navigationssoftware von Tom Tom in Arbeit +++ NAS für 2,5-Zoll-Platten +++ Canto bringt Cumulus für Einzelanwender zurück +++ Marktmacht von US-Telekomriesen unter der Lupe +++ Freenet will Webhosting-Tochter Strato verkaufen +++ Deutsches Team gewinnt Roboter-Hockey-WM +++ AAPL verliert

Morgenmagazin: Kirche
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Neue Spekulationen um Kameras in iPods

Voraussichtlich im September wird Apple eine neue Reihe von iPods vorstellen. Gerüchte, diese könnten eine Kamera enthalten die wie jene im iPhone 3GS Fotos und Videos aufnimmt, verdichten sich immer weiter. Während eine derartige Kamera im iPod Touch logisch erscheint, soll jedoch auch der neue iPod Nano die Technik enthalten. TechCrunch berichtet unter Bezug auf asiatische Quellen, Apple habe eine hohe Anzahl von Kameramodulen bei seinen Zulieferern bestellt, die Anzahl sei zu groß, um allein im iPhone 3GS Verwendung zu finden. MacRumors hingegen will von neuen iPod-Hüllen erfahren haben, die eine Aussparung für das Kamera-Objektiv ausweisen. Schon vor einem Jahr war anhand von vorab veröffentlichten Bildern von iPod-Hüllen der neue Formfaktor für den iPod Nano bekannt geworden.

iPhone 3GS beschert AT&T Rekordumsätze

Das neue iPhone hat in den USA dem Provider AT&T Rekordumsätze beschert. Wie Mac Daily News unter Berufung auf ein internes Memo des Telekommunikationskonzerns berichtet, erwies sich der 19. Juni, der Erstverkaufstag des iPhone 3GS, als der umsatzstärkste Tag bisher in den AT&T-Stores. Zum Vergleich: Die Verkaufszahlen für das iPhone 3GS hätte jene des iPhone 3G an dessen Erstverkaufstag elf Monate zuvor schon gegen Mittag übertroffen. Apple hatte für das erste Wochenende über eine Million verkaufter iPhones 3GS gemeldet.

Navigationssoftware von Tom Tom in Arbeit

Der erste Routenplaner für das iPhone ist auf dem Markt, der niederländische Hersteller Tom Tom, der auf der WWDC die Gelegenheit hatte, seine Lösung vorzustellen, ist mit seiner Entwicklung jedoch noch nicht fertig. Anders als etwa Navigon verkauft Tom Tom nicht nur die Software, sondern bietet für das iPhone zusätzliche Hardware an, in Form einer Autohalterung, die zur verständlicheren Sprachausgabe einen Lautsprecher integriert hat. Im Gespräch mit unseren Kollegen von Macworld versichert Tom-Tom-Vizepräsident Tom Murray, die Entwicklung mache Fortschritte. Einen Erscheinungstermin und den Preis nennt er zwar nicht, gibt aber Einblicke in die Software, die über jene auf der WWDC präsentierten hinausgehen.

So erklärt Murray etwa, auf welche Schwierigkeiten Tom Tom bei der Entwicklung für das iPhone gestoßen ist. Stand-Alone-Navis würden meist mit einem 4,3-Zoll-LCD arbeiten, während das iPhone nur einen 3,5-Zoll-Bildschirm anbietet. Auch fehle es dem Telefon an Hardware, die Navis einsetzen, etwa an Gyroskopen, die zur Positionsbetimung bei Unterbrechung des GPS-Signals dienen, etwa in Tunnelfahrten. Auch das fehlende Multitasking mache Probleme, ein eingehender Anruf beende die Software zwangsweise.

Die Tom-Tom-Software soll auch ohne das Car-Kit funktionieren, jenes biete jedoch unter anderem mit einem eigenen GPS-Empfänger, der zuverlässiger als der des iPhone sein soll, zusätzliche Hardware, um die genannten Limits zu umgehen. Das Car Kit verfügt auch über einen Audio-Ausgang, der sich mit dem Aux-Eingang der Stereoanlage verbinden lässt, so lässt sich auch die iPod-Funktion des iPhone nutzen, wenn die Navigation nicht benötigt wird. Ein Mikrofon und Bluetooth-Schnittstelle machen das Car Kit zudem zur Freisprechanlage für das iPhone.

Das iPhone biete den Entwicklern jedoch auch Chancen, die sich mit den Stand-Alone-Navis nicht ergeben. So stellt die Software Karten und Routen je nach Ausrichtung des iPhone im Hoch- oder Querformat dar, zudem unterstütz sie Multitouch-Gesten. Ob das iPhone auch Map Share bietet, mit dem Tom-Tom-Nutzer Routenführungen korrigieren und etwa neue Baustellen auf das Kartenmaterial auf den Tom-Tom-Servern integrieren können, wollte Murray weder bestätigen noch dementieren. Die Tom-Tom-Lösung soll noch in diesem Sommer erscheinen, der genaue Termin steht ebenso wenig fest wie der Preis.

NAS für 2,5-Zoll-Platten

Synology hat ein NAS (Network Attached Storage) herausgebracht, in dem statt der üblichen 3,5-Zoll-Festplatten die in der Regel in Laptops eingesetzten 2,5-Zoll-Laufwerke Platz finden. Mit der 4-Bay Disk Station DS409slim, die bis zu 2 TB an Kapazität bereit stellt, erhoft sich der Hersteller geringeren Stromverbrauch auch das Gehäuse kommt mit seiner Grundfläche von 105 mal 142 Millimetern deutlich kompakter daher. Das Gerät arbeitet mit einem 1,2 GHz schnelle Prozessor, 128 MB DDR2-RAM und bringt an Anschlüssen Gigabite-Ethernet, zweimal USB 2.0 und eSATA. DAS NAS kostet um die 400 US-Dollar.

Canto bringt Cumulus für Einzelanwender zurück

Der Softwarehersteller hat mit Canto Single User jetzt wieder ein digitales Asset-Management-System für Einzelanwender im Angebot. Canto Single User ist die Version von Cumulus 8 für Einzelanwender und richtet sich laut Hersteller an professionelle und private Anwender, die auf die Netzwerkfunktionen von Cumulus verzcihten können. Canto Single User verwaltet Bilder, Texte, Videos, Audio und eine Vielzahl weiterer Dateiarten. Anwender können mit Hilfe der Software ihre eigenen Metadaten zusätzlich zu den XMP-, IPTC- und EXIF-Daten der Dateien verwenden, die Dateien lassen sich auf Festplatte, optische Medien oder Netwerkspeicher ablegen. Für den Vertrieb der Software zeichnet das Canot Partner Network verantwortlich, im deutschsprachigen Raum ist die Software über CDS Gromke zu beziehen. Ein Preis ist bisher nicht genannt, am 8. Juli soll eine Demo-Version erhältlich sein.

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