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Dienstag, 8. September

08.09.2009 | 00:00 Uhr

Apple gibt Spotify in Europa frei - mehr Offenheit im App Store +++ Neuer Firefox überprüft Flash-Plug-in +++ Studie: iPhone für Provider unrentabel +++ Flightcheck Professional kommt in Version 6.5 +++ Erfolglose Klage gegen schlechte Ebay-Bewertung +++ Zypries attackiert Google: "Rechtswidriges Verhalten" +++ Abu Dhabi wirbelt Halbleiter-Branche durcheinander +++ Nasdaq bleibt an Labor Day geschlossen

Morgenmagazin: Bootshäuser
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Apple gibt Spotify in Europa frei - mehr Offenheit im App Store

Seit gestern ist in Europa über den App Store die Software Spotify erhältlich, die in direkte Konkurrenz zu iTunes tritt. Bisher lehnte Apple Software ab, die bereits vorhandene Funktionen dupliziere, diverse Podcasting-Apps hatten unter dieser Argumentation zu leiden und kamen nicht durch den Freigabeprozess. Spotify könnte ein Hinweis darauf sein, dass Apple seie oftmals kritisierte Freigabepolitik lockere.

Die Software Spotify Mobile erlaubt auf das iPhone unbegrenzte Musikstreams aus der Bibliothek von Spotify, die derzeit rund sechs Millionen Titel enthält. Kunden des Services, der monatlich 16 US-Dollar Gebühren kostet, können sich eigene Playlisten anlegen und sogar Musikstücke auf das iPhone kopieren, um sie später offline zu hören.

Spotify Mobile ist nicht einmal die erste Software, die Funktionen des iPhone - in diesem Falle von iTunes - kopiert. Erst kürzlich hatte Apple die VoIP-Software von Vonage frei gegeben, ebenso Skype für das iPhone. Real Networks arbietet nach eigenen Angaben am Rhapsody Music Sevice für das iPhone. Dass der App Store durchlässiger werde, sei auch am Commodore C64-Emulator C64 zu erkennen, den Apple noch im Juni zurückgewiesen habe, berichten unsere Kollegen von Macworld. Damals begründete Apple die Zurückweisungen mit Verletzungen der Nutzungsbedingungen für das SDK.

Hintergrund für die neue Offenheit könnte die Untersuchung der Behörde FCC sein, die auf Verlangen Googles gegen Apple ermittelt. Apple bestreitet den Vorwurf, Googles Voice App auf Drängen des Mobilfunkpartners AT&T zurück gewiesen zu haben, noch stecke die Software in der Freigabeprozedur. Die FCC könnte von Spotify, Skype und Vonage beeindruckt sein und Apples Argumentation derart leichter folgen.

Neuer Firefox überprüft Flash-Plug-in

Die vermutlich ab heute erhältliche neue Firefox-Version soll laut der Open-Source-Organisation Mozilla für mehr Sicherheit im Umgang mit Adobes Flash-Player sorgen. Dabei überprüfe der Browser, ob das aktuelle Flash-Plug-in installiert sei und warne den Benutzer vor veralteter und unsicherer Software. Zuletzt war Apple in die Kritik geraten, da der Mac-Hersteller mit Snow Leopard eine alte Version des Flash-Players ausliefert, der Installer überschriebt gar vorher vorhandene neuere Versionen. Firefox 3.5.3 and Firefox 3.0.14 sollen mit der neuen Funktionalität heute erscheinen. Diese Plug-in-Überprüfung will Mozilla laut Jonathan Nightingale vom Firefox-Sicherheitsteam in Zusammenarbeit mit Drittherstellern auf weitere Firefox-Erweiterungen ausdehnen.

Studie: iPhone für Provider unrentabel

Während Analysten Apple für das iPhone wegen seiner hohen Profitmarge loben - von bis zu 60 Prozent sind die Rede - haben Provider die schlechteren Karten und verlieren mit dem iPhone Geld. Dies will das dänische Unternehmen Strand Consulting herausgefunden haben. Einerseits haben die Provider hohe Preise an Apple zu zahlen, um das Trend-Handy mehr oder minder exklusiv anbieten zu dürfen, andererseits seien sie gezwungen, hohe Subventionen zu leisten, um das iPhone zu akzeptablen Preise anzubieten. "Wir haben keinen Provider gefunden, der mit dem iPhone Sharholder-Value erzeugt hat," kommt Strand Consulting zum Schluss. Ein Vorstand eines Providers habe selbstkritisch konstatiert, der iPhone-Effekt sei jener Effekt, der den Fokus des Managements von den 99 Prozent Kunden ablenke, die für Umsätze sorgen und die Firma finanzierten.

In die Berechnungen von Strand Consulting geht jedoch nicht ein, welche positiven Image-Effekte das iPhone auf Provider wie O2 oder T-Mobile habe, die Umsätze insgesamt steigen lassen. Erst am Wochenende hatte der Provider O2, der in Großbritannien exklusiv das iPhone anbietet, der Zeitung Guardian gesagt, vom iPhone profitiert zu haben. Mit Zahlen untermauerte das Unternehmen diese Aussage jedoch nicht.

Flightcheck Professional kommt in Version 6.5

Mit der Version 6.5 hat Markzware dem Programm Flightcheck Professional eine erweiterte Kompatibilität mitgegeben. In dieser Generation unterstützt Flightcheck das Programm Quark Xpress 8 sowie das Programmpaket Adobe Creative Suite 4. Damit lassen sich dann also die nativen Dokumentformate sowie PDF-Dateien der beiden Programme respektive des Programmpakets überprüfen.

Das Update gibt es auch bei Impressed . Wobei das Software-Upgrade auf die Version Flightcheck Professional v6.5 für Macintosh rund 100 Euro kostet - sofern eine Lizenz der Version 5.0 oder höher vorliegt. Ein Upgrade von Flightcheck Designer auf die aktuelle Flightcheck Professional schlägt mit rund 130 Euro zu Buche. Und die Vollversion ist für rund 400 Euro zu haben.

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