1463305

Donnerstag, 1. Juli

01.07.2010 | 00:00 Uhr

Apple aktualisiert Drucker-Treiber für Snow Leopard +++ Apple präsentiert iOS4-Apps im App Store +++ Taz verlässt Apples iBookstore +++ AdMob: iPhone bliebt vor Android +++ Microsoft verabschiedet sich von Kin-Handys +++ Google beeilt sich mit Suchmaschinen-Umschaltung in China +++ Netzagentur senkt weitere Preise für Telekom-Leistungen +++ AAPL verliert weiter

Morgenmagazin: Birkenwald
Vergrößern Morgenmagazin: Birkenwald

Apple aktualisiert Drucker-Treiber für Snow Leopard

Apple hat seine Druckertreiber für Drucker von HP und Epson für Mac-OS X 10.6 Snow Leopard aktualisiert. Das Treiberpaket Epson Printer Drivers 2.4 umfasst 737 MB und unterstützt laut Apple dutzende von aktuellen Druckern, Scannern und Multifunktionsgeräten des Herstellers. Die HP-Treiber kommen in Version 2.4.1 in einem 388 MB großen Paket. Beide Treibersammlungen sind über die Softwareaktualisierung oder Apples Website erhältlich.

Apple präsentiert iOS4-Apps im App Store

Immer mehr App-Entwickler passen ihre Software an das neue iPhone-Betriebssystem iOS 4 an. Um den Fortschritt der Entwicklung zu demonstrieren, hat Apple eine eigene Sektion in den App Store gestellt: Awesome iOS 4 Apps . Zu den Titeln gehören unter anderem Apples eigenes Videoschnittprogramm iMovie , das nicht nur iOS 4 voraussetzt, sondern auch das iPhone 4 sowie der E-Book-Reader iBooks. Apple hat jedoch auch Programme gelistet, die unter dem bisherigen iPhone-OS auch auf älteren Modellen des Smartphones laufen. Vorwiegend hat Apple Spiele gesammelt, im deutschen App Store sind derzeit über 40 Programme in der Sektion aufgeführt.

Taz verlässt Apples iBookstore

Für Tageszeitungen scheint Apples iBooks weniger geeignet zu sein. Dies lässt sich aus den Erfahrungen der taz aus Berlin schließen, die das Blatt in seinem Blog berichtet . Am 10. Juni hatte sich die Publikation als nach eigenen Angaben erste Zeitung der Welt für Apples Vertrieb von elektronischen Büchern angemeldet. Dass für eine Tageszeitungen aber andere Parameter beim elektronischen Vertrieb wichtig sind als für Bücher, musste die taz schon beim Versuch, eine Ausgabe für den nächsten Tag in den iBookstore zu stellen, leidvoll erfahren. Anstatt das gegen 22 Uhr fertig gestellte E-Paper der taz vom kommenden Tag zügig zu veröffentlichen, ließ sich Apple mit dem iBookstore teils mehrere Tage Zeit, die neue Ausgabe einzustellen. Updates der aktuellen Ausgabe konnte die taz jedoch sofort veröffentlichen, das Datum der Ausgabe blieb jedoch in den Metadaten unverändert. So war es nicht möglich, eine derart überholte taz erneut zu verkaufen, wer sich einmal eine Ausgabe für 99 Cent auf iPhone oder iPad geladen hatte, bekam fortan auch die Updates umsonst. Apple habe keine Hilfestellung gegeben, sondern nur darauf hingewiesen, dass der iBookstore nicht für Tageszeitungen gedacht sei. Eine Verkürzung der Zeit zwischen Upload und Verkaufsstellung sei nicht möglich. Die taz hat die Konsequenzen gezogen und den Verkauf über den iBookstore beendet. Zukünftig wolle man Interessierten die zeitung nicht im vom iBookstore verwendeten Format Epub anbieten, sondern als MOBI-Datei, die man auf dem Kindle oder auch auf Blackberries lesen könne.

AdMob: iPhone bliebt vor Android

In seinem womöglich letzten monatlichen Report über die Nutzung seines Services für mobile Anzeigen stellt AdMob fest, dass Apples iPhone nach wie vor die Spitzenposition vor Android hält. Die große Anzahl an Android-Geräten die in naher Zukunft auf den Markt kommen, könnte die Situation jedoch verändern. AdMob wurde kürzlich von Google übernommen, der Report für den Mai könnte der letzte seiner Art sein, verkündet AdMob in seinem Formenblog. Zwar wolle man weiterhin seine Daten mit der Öffentlichkeit teilen, den Mobile Metrics Report werde man jedoch überarbeiten müssen, erklärt ein Mitarbeiter unter dem Pseudonym Mark F. Die neue Besitzsituation - Google hatte die Übernahme erst kürzlich abgeschlossen, könnte einen Einfluss auf die Policy zur Datenveröffentlichung haben.

Im Mai hatte laut AdMob das Iphone in den USA gegenüber Android-Handys ein Nutzungsverhältnis von 2:1, weltweit lag das iPhone gar um einen Faktor 3,5 vor der Google-Plattform. Insgesamt nutzten 12,7 Millionen Android-Handys und 29,3 Millionen iPhones das AdMob-Netzwerk, gegenüber dem April jeweils deutlich mehr Geräte (Android: 11,6 Millionen, iPhone: 27,4 Millionen). 14 Android-Handys sorgten für 92 Prozent des Traffics bei AdMob, mit der wachsenden Auswahl an Android-Phones könnte daher der Anteil steigen. Das populärste Android-Handy ist laut AdMob-Zahlen das Motorola Droid, hierzulande auch als Milestone bekannt.

Microsoft verabschiedet sich von Kin-Handys

Nur anderthalb Monate nach dem Verkaufsstart ist für die ersten Microsoft-Handys auch schon wieder Schluss. Der Software-Konzern stellt alle weiteren Arbeiten an der Kin-Serie ein. Die vorhandenen beiden Modelle Kin One und Kin Two werden noch in den USA abverkauft. Neue Varianten wird es aber nicht mehr geben. Auch der Plan, Kin im Herbst nach Europa zu bringen, ist jetzt hinfällig.

«Wir haben die Entscheidung getroffen, uns ganz auf Windows Phone 7 zu konzentrieren», teilte Microsoft am Mittwoch in Redmond mit. Das Team von Kin soll an der Entwicklung des neuen Smartphone-Betriebssystems mitarbeiten, mit dem der Software-Konzern verlorenes Terrain im Telefonmarkt gutmachen will. Microsoft war von Google mit seinem Android-System und Apple mit seinem iPhone überholt worden.

Mit Kin hatte Microsoft erstmals die Hardware eines Handys selbst in die Hand genommen. Die Smartphones mit ihrer Anbindung an soziale Netzwerke sollten vor allem junge Leute ansprechen. Doch die Rechnung ging offenbar nicht auf. Übers Wochenende hatte bereits der US-amerikanische Exklusivpartner Verizon Wireless die Preise für die Geräte gesenkt. Das werteten Beobachter als Zeichen, dass sich die Kin-Handys nicht verkaufen. (dpa)

Macwelt Marktplatz

1463305