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Donnerstag, 1. Oktober

01.10.2009 | 00:00 Uhr

Nvidia stellt neue Grafik-Chip-Generation Fermi vor +++ iPhone hat mit Abstand die zufriedensten Kunden +++ Steve Jobs klettert in Forbes-Liste der reichsten Amerikaner +++ Growl wieder kompatibel mit Snow Leopard +++ Zipcar-App jetzt im App Store +++ Palm gibt im Kleinkrieg mit Apple nach +++ Patentstreit: Microsoft bleibt Schadenersatz erspart +++ USA lockern Kontrolle ├╝ber Internet-Verwaltung +++ AAPL leicht im Minus

Morgenmagazin: Herbstbaum
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Nvidia stellt neue Grafik-Chip-Generation Fermi vor

Der Grafik-Chip-Hersteler Nvidia hat gestern einen ersten Blick auf seine neue Prozessorgeneration mit dem Spitznamen Fermi gegeben. Die Architektur soll in den Geforce-, Quadro- und Tesla-Chipsets zum Einsatz kommen und die Grafikleistung bedeutend verbessern. Dazu steigert Nvidia etwa die Anzahl von Kernen von derzeit 240 auf 512 und f├╝hrt eine Chache-Hierarchie mit Level 1 und Level 2- Cache ein. Die neue Gigathread-Enginge soll Daten in beide Richtungen transportieren k├Ânnen, "Tasende" von Tasks will der Prozessor so gleichzeitig erledigen k├Ânnen. Nvidia gibt bisher wenig Zahlen an, wie sehr sich die Performance verbessert. Die Floating-Point-Berechnungen sollen jedoch bis zu acht mal schneller ablaufen als bei den bisher schnellsten Nvidia-Systemen. Die ersten Geforce-300-Karten, die auf Fermi basieren, sollen noch Ende diese Jahres auf den Markt kommen.

iPhone hat mit Abstand die zufriedensten Kunden

Die Marktforscher der CFI Group haben in einer Studie herausgefunden, dass Apples iPhone das Smartphone mit den zufriedensten Kunden ist. Dabei befragte das Unternehmen 1000 Smartphone-Besitzer, wie zufrieden sie mit ihrem Telefon w├Ąren. Das iPhone erzielte dabei 83 von 100 m├Âglichen Punkten und landete damit deutlich vor Googles Android-Handy und dem Palm Pre, die es auf jeweils 77 Z├Ąhler brachten. Abz├╝ge brachte jedoch der Mobilfunkprovider AT&T in den USA erstellten Studie ein. W├Ąhrend 92 Prozent der iPhone-Besitzer ihr Ger├Ąt als "Ideales" Smartphone lobten, kam das Netz des Providers nur auf 69 Punkte und reihte sich dabei auf den letzten Platz ein, weit hinter T-Mobile, Verizon und Sprint.

Steve Jobs klettert in Forbes-Liste der reichsten Amerikaner

Apple-CEO Steve Jobs ist in der vom Magazin Forbes aufgestellten Liste der 400 reichsten Amerikaner ein gutes St├╝ck geklettert. Mit einem gesch├Ątzten Privatverm├Âgen von 5,7 Milliarden US-Dollar hielt Jobs im Vorjahr den 61sten Platz, mittlerweile steht er auf Rang 43. An der Spitze der Liste thront weiterhin Microsoft-Gr├╝nder Bill Gates, ebenfalls weit vorne rangieren der heutige Microsoft-Chef Steve Balmer (Platz 14) und der Mitbegr├╝nder des Software-Riesen Paul Allen (Platz 17).

Growl wieder kompatibel mit Snow Leopard

Das Systemutility Growl liegt in Version 1.2 vor, die nun voll kompatibel mit Mac-OS X 10.6 Snow Leopard ist. Growl informiert Anwender ├╝ber die T├Ątigkeiten von Programmen, die meisten auf dem Mac eingesetzten Programme k├Ânnen ├╝ber Growl derart Statusmeldungen absetzen. Nach dem Update auf Mac-OS X 10.6 Snow Leopard verwirrte Growl mit ├╝berfl├╝ssigen Meldungen jedoch mehr als es nutzte. Growl ist nun voll im 64-Bit-Modus ausgelegt, zudem haben die Entwickler einige Fehler beseitigt. Dabei ist jedoch die Kompatibilit├Ąt mit Mac-OS X 10.4 Tiger verloren gegangen.

Zipcar-App jetzt im App Store

Auf der WWDC im Juni erstmals dem Publikum demonstriert, hat es die App des Car-Sharing-Pools Zipcar nun endlich in den App Store geschafft. Laut des Dienstes hat jeder vierte seiner Kunden ein iPhone, eine App lag also nahe. Die App f├╝hrt den Anwender zum n├Ąchsten Zipcar und informiert ihn ├╝ber dessen Verf├╝gbarkeit und Ausstattung und den Mietpreis. Vom iPhoe aus kann man Autos reservieren und gar mit dem Apple-Handy die T├╝ren des Zipcars entriegeln. Netter Gag: Sogar die Hupe des Mietautos l├Ąsst sich via iPhone bet├Ątigen und so das abgestellte Fahrzeug leichter finden. Die Zipcar-App setzt iPhone-OS 3.0 voraus.

Palm gibt im Kleinkrieg mit Apple nach

Palm gibt im Kleinkrieg mit dem iPhone-Hersteller Apple nach. Die neue Version der Software f├╝r das Smartphone Palm Pre werde nicht mehr mit iTunes zusammenarbeiten, erkl├Ąrte Palm am Mittwoch in Sunnyvale (US-Bundesstaat Kalifornien). Nur iPhones und iPods, aber keine MP3-Player anderer Herstellerlassen sich mit iTunes synchronisieren. Das Palm-Handy t├Ąuschte bei der Anmeldung vor, ein Apple-Ger├Ąt zu sein, und konnte damit die Medieninhalte mit iTunes abgleichen. Daraufhin modifizierte Apple seine Software, um den iPhone-Konkurrenten wieder auszusperren. In der vergangenen Woche hatte sich das Gremium zur Standardisierung der technischen Schnittstelle USB (USB ImplemetersForum) vom Vorgehen von Palm distanziert.

Der Palm Pre erscheint nun auf dem Desktop des PC wie eine externe Festplatte und kann durch das einfache Kopieren der Mediendateien mit Songs und Videos best├╝ckt werden. Auf dem Pre laufen auch die St├╝cke, die im iTunes Store von Apple gekauft wurden, solange diese nicht mit dem Fairplay-DRM versehen sind. Die ├╝berwiegende Mehrheit der Inhalte in iTunes wird inzwischen aber ohne "Digital Rights Management" angeboten.

Der Palm Pre gilt als ernster Herausforderer f├╝r Apples iPhone. Das Anfang Juni in den USA gestartete Ger├Ąt ist der Hoffnungstr├Ąger des einstigen Taschen-PC- und Smartphone-Pioniers Palm. Bislang ist Apples neues iPhone 3GS beim Absatz jedoch bei weitem ├╝berlegen. In Deutschland wird der Palm Pre am 13. Oktober beim MobilfunkproviderO2 auf den Markt kommen und ohne Netzsperre ("Netlock") angeboten werden. (dpa)

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