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Donnerstag, 11. August

11.08.2011 | 00:00 Uhr

Wünsche an das erste Lion-Update +++ Apple nimmt Gebrauchtgeräte zurück +++ Apple klagt auch gegen Motorola Xoom +++ E-Books in der Cloud: Amazon Kindle Cloud Reader +++ Devontechnologies macht seine Mac-Apps fit für Lion +++ Microsoft bringt Touch Mouse für Windows 7 in den Handel +++ Apple reicht weitere Beschwerde gegen HTC ein +++ Migration Assistant für Leopard-User +++ Adobe flickt gefährliche Schwachstellen in Flash Player +++ Ist eine negative eBay-Bewertung Schmähkritik? +++ Skypes Pläne mit Microsoft und Facebook +++ Tipp: E-Mail-Konten in Safari konsolidieren +++ App-Test: StumbleUpon - Mit StumbleUpon durchs Netz +++ AAPL verliert weniger als der Nasdaq-Index

Morgenmagazin: Sonnenblumen
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Wünsche an das erste Lion-Update

Die meisten Anwender von OS X Lion sind mit dem neuen Mac-Betriebssystem zufrieden, Macwelt-Leser haben Lion in einer Umfrage die Gesamtnote "gut" gegeben. Dennoch lässt Lion noch einige Wünsche offen insbesondere an die neuen Funktionen muss man sich gewöhnen - wenn sie nicht gar für unausgereift hält. Unsere Kollegen der Macworld haben sich Gedanken gemacht, welche Detailverbesserungen ein Update auf OS X 10.7.1 bringen könnte, um den Lion noch geschmeidiger zu machen.

Der Vollbildmodus, den vorwiegend Apple-Apps anbieten, hat etwa ein Feature, das nicht wenige als Bug betrachten. Schaltet man eine App auf einem System mit zwei oder mehr Monitoren in den Vollbildmodus, füllt sie nur den Hauptmonitor, der Zweitmonitor zeigt nur den Hintergrund des Login-Bildschirms. Hier wäre eine Verbesserung wünschenswert, meint Lex Friedman. Ebenso könnte der Vollbildmodus zumindest noch Informationen aus dem Dock anzeigen, etwa neu ankommende Mails oder iChat-Nachrichten. Dies könne Apple etwa mit den für iOS 5 angekündigten Benachrichtigungen in fließenden Bannern ermöglichen.

Eine bessere Mission Control wünscht sich Dan Moren, der etwa bekrittelt, dass sich die Arbeitsbereiche nicht sinnvoll benennen lassen, sondern einfach nur Desktop1, Desktop 2 und so weiter heißen. Desktops und Vollbild-Apps sollen sich per Drag-and-drop verschieben lassen, fordert er weiter, die Reihenfolge der Spaces und der Vollbild-Apps soll sich festlegen lassen. So könne Mail im Vollbildmodus etwa immer rechts vom Hauptdesktop liegen.

Apples Entscheidung, dem Anwender weniger Zugriff auf Änderungen im System zu geben, gefällt Christopher Breen gar nicht. Dabei meint er nicht, die von Apple unsichtbar gemachte Library im Ordner des Anwenders sondern eine restriktive Rechtevergabe. Man solle nur mal versuchen, das mitgelieferte Schachspiel in den Papierkorb zu legen. Lion verweigere dies mit der Fehlermeldung, dass dies nicht möglich sei, weil Chess vom System benötigt werde.

Den Wirrwarr in der Autokorrektur wünscht Lex Friedman durch ein Wartungsupdate beseitigt. Es ist nicht die Funktion als solche, die störe, sondern dass sie in Programmen wie Textedit und Mail vorhanden sei, in den Notizzetteln und iChat aber nicht.

Natürlich findet Lex Friedman hingegen die bevorzugte Scrollrichtung von OS X Lion nur, wenn man ein Trackpad oder die Magic Mouse einsetze, mit einer Maus mit Scrollrad sei das überhaupt nicht natürlich. Umkehren kann man die Scrollrichtung aber nur global und nicht pro Eingabegerät, wie Friedman vorschlägt.

Für einige Gestensteuerungen sieht Friedman seine Finger als zu wurstig an, etwa jene mit Daumen und drei Fingern. Warum sollte man nicht seine eigenen Gesten definieren können? Mit iOS 5 biete Apple auch an, Vibrationsmuster individuell anzupassen, sodass man Anrufe von bestimmten Personen oder Alerts schon am Zucken des iPhones erkennt.

Mehr Medienformate fordert Christopher Breen. Apple setzte auf die eigenen Lösungen AAC und H.264, ignoriere dabei aber Formate wie Ogg Vorbis oder Flac, die weder iTunes noch Quicktime verstünden. OS X 10.7.1 solle hier Abhilfe schaffen.

Apple nimmt Gebrauchtgeräte zurück

Altgeräte - auch von anderen Herstellern - nimmt Apple schon länger kostenfrei zum Recycling zurück, nun hat der Mac-Hersteller seinen Service auch auf den Ankauf von Gebrauchtgeräten zur Second-Hand-Nutzung erweitert. Auf seiner Website Reuse and Recycle bietet Apple zusammen mit dem Second-Hand-Spezialisten Power On eine Bewertung von Gebrauchtgeräte an - den Gegenwert bekommt der Verkäufer als Gutschein ausbezahlt, der in den Apple Stores in den USA inklusive Apple Online Store einlösbar ist. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht: Unser iPad Wi-Fi würde - wenn wir vorher alle Daten löschten - noch 210 US-Dollar bringen, das alte aber immer noch schicke Powerbook G4 12 Zoll hat laut Auskunft keinen Marktwert mehr und taugt nur noch für das Recycling. Wir wollen uns aber weder von iPad noch von Powerbook trennen…

Apple klagt auch gegen Motorola Xoom

Apples Klage gegen Samsungs Galaxy Tab 10.1, der das Landgericht Düsseldorf mit einer einstweiligen Verfügung stattgegeben hat, hat es in sich, wie der Patentexperte Florian Müller in seinem Blog Foss Patents schreibt. Neben der ausführlichen Begründung, warum das Samsung Galaxy Tab 10.1 Apples Rechte verletze, sei dort noch ein Hinweis geschrieben, dass Apple ebenso gegen das tablet Xoom von Motorola Beschwerde eingereicht habe. Es sei jedoch unklar, ob der iPad-Hersteller wie im Fall Galaxy Tab auch eine Verkaufsverbot gegen das Xoom in Europa erwirken wolle.

Motorola erklärt die Klage gegenüber dem IDG News Service als Reaktion Apples auf von Motorola im April gegen Apple eingereichte Patentschutzklagen. Man habe Apples Behauptungen zur Kenntnis genommen und glaube, sie hätten keinen Wert. Apple wollte zu dem Fall keinen Kommentar abgeben.

E-Books in der Cloud: Amazon Kindle Cloud Reader

Amazon hat eine Web-App vorgestellt, die bei Apple die Kasse weniger oft klingeln lassen will: Den Kindle Cloud Reader. Registrierte Kunden von Amazon erhalten über die derzeit nur mit Safari und Chrome nutzbare App Zugriff auf all ihre gekauften Kindle-E-Books in Amazons Cloud und die Möglichkeit, dort weitere zu kaufen. Die App bietet auch den Download der elektronischen Bücher an, E-Books kann man so auch offline lesen. Die Web-App dürfte vor allem eine Reaktion auf Apples strenge Richtlinien zu In-App-Käufen sein, Anbieter dürfen aus ihren Apps für iPhone und iPad keine Links zu Einkaufsmöglichkeiten außerhalb der App anbieten - und bei jedem In-App-Kauf kassiert Apple 30 Prozent des Kaufpreises als Provision. Da Amazon die Kindle-App nun ins Web verlegt hat, bekommt Apple keine Anteile an den Buchverkäufen. Weitere Browser neben Safari und Chrome will Amazon in naher Zukunft unterstützen.

Devontechnologies macht seine Mac-Apps fit für Lion

Kompatibilität mit Apples neuer Betriebssystem-Version OS X 10.7 Lion ist das Gebot der Stunde für viele Software-Entwickler. Auch Devontechnologies hat seine Programme wie Devonthink und andere an den soften Löwen angepasst. Devontechnologies hat alle Ausgaben seines Dokument- und Informationsmanagers Devonthink, das Notiztool Devonnote und Freeware Mac-Apps wie Easy Find oder Photo Stickies für eine bessere Zusammenarbeit mit OS X 10.7 Lion optimiert. Version 2.2.1 von Devonthink und Devonnote korrigiert laut Entwickler einige Fehler im Zusammenhang mit Apples neuem Betriebssystem, etwa bei der Größenveränderung von Fenstern, beim Gebrauch mit dem Vollbildmodus von Lion und bei anderen Funktionen. Auch das Suchtool Easy Find 4.8.1 und der Bildbetrachter Photo Stickies 5.6.4 sorgen mit den Updates für eine bessere Kompatibilität mit OS X 10.7. Alle Mac Apps von Devontechnologies setzen mindestens Mac-OS X 10.5 und voraus und können auch als Demoversionen von der Homepage des Anbieters heruntergeladen werden. Alle weiteren Informationen zu den Preisen und Funktionen finden sich auf der Website des Entwicklers.

Info: Devontechnologies

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