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Donnerstag, 11. November

11.11.2010 | 00:00 Uhr

Microsoft erklärt fehlende Patches für Office 2004 und 2008 +++ Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.6.5 +++ Square Trade: iPhone zuverlässiger als Android-Smartphones +++ Europäische Internet-Sicherheitsübung ohne große Probleme +++ Software zum Personalausweis muss erneuert werden +++ Gartner: Smartphones treiben den Handy-Markt an +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin Herbstwald
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Microsoft erklärt fehlende Patches für Office 2004 und 2008

Microsoft hat in dieser Woche das erste Sicherheitsupdate für seine neues Programmpaket Office 2011 for Mac veröffentlicht, den älteren Versionen Office 2004 und Office 2008 jedoch ein Update versagt. Gegenüber unseren Kollegen der Computerworld erklärte nun Jerry Bryant, Groupmanager des Microsoft Security Response Center (MSRC) den Vorgang: "Wir können kein genaues Datum nennen, aber wir rechnen damit, diese Updates im Rahmen eines unserer normalen monatlichen Update-Zyklen zu veröffentlichen." Die Updates für Office 2004 und 2008 seien schlicht noch nicht fertig gewesen, man habe aber die breite Mehrheit seiner Anwender mit den Patches erreicht, erklärt Bryant. Am Dienstag hatte Microsoft nur für die Windowsversionen von Office XP, 2003, 2007 und 2010 sowie Office 2011 for Mac Sicherheitsupdates veröffentlicht. Die größte Gefahr eines Angriffs hat laut Microsoft für die Nutzer von Office 2007 und 2010 für Windows bestanden, Hacker konnten mit einer manipulierten Nachricht über die Voransicht von Outlook Kontrolle über den Rechner erlangen. Mac-Anwender waren laut Bryant weniger gefährdet, sie mussten manipulierte RFS, die an Mails angehängt waren, öffnen, um Hackern Zugang zu gewähren.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft zunächst für die Windows-Versionen von Office Sicherheitsupdates bereitstellt und Mac-Anwender etwas darauf warten lässt, zuletzt lag im Frühjahr 2009 ein Monat zwischen Sicherheitsupdates für Excel und Powerpoint für Windows und den Mac-Versionen. Bryant räumt ein, das sei eine Frage der Prioritäten: "Normalerweise veröffentlcihen wir Sicherheitsupdates für alle betroffenen Produkte gleichzeitig, doch in Fällen, in denen die große Mehrheit unserer Nutzer einem Sicherheitsrisiko ausgesetzt ist und wir Schutz anbieten können, entscheiden wir uns für ein früheres Updates für diese Produkte, sofern sie fertig sind, bevor wir Updates bringen für Produkte, bei denen das Risiko sehr gering ist."

HD Moore, Sicherheitsexperte bei Rapid7, kritisiert das Vorgehen Microsofts jedoch scharf. Da Microsoft nun Updates veröffentlicht und damit auf die Sicherheitslücken selbst aufmerksam gemacht habe, sei nun jeder, der nähere Informationen habe, frei, diese zu veröffentlichen. In der Realität sei das jedoch weniger zu befürchten, räumt Moore ein. Um die Mechanismen der Sicherheitslücke zu studieren, müsse man ein gepatchtes Office 2011 zurück entwickeln und könne erst dann sich an den Schadcode für Office 204 und 2008 machen. Mac-Anwender seien es zudem gewohnt, in Sachen Sicherheit stiefmütterlich behandelt zu werden, führt Moore weiter aus. Apple führe das seit Jahren vor. Es brauche manchmal Monate bis Apple bekannte Sicherheitslücken in Systemkomponenten schließe.

Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.6.5

Apple hat in der Nacht das lang erwartet Betriebssystemupdate auf Mac-OS X 10.6.5 endlich veröffentlicht. Das Update, das Apple allen Nutzern von Mac-OS X 10.6 Snow Leopard empfiehlt, bringt eine Reihe von Bugfixes, Sicherheitspatches und funktionale Erweiterungen. Zu den wichtigsten Änderungen des Updates gehören verbesserte Zuverlässigkeit bei der Verbindung mit Exchange-Servern, höhere Stabilität und Leistung von Grafikanwendungen und Spielen, robusteres Pairing mit Apples Magic Trackpad und verbesserte Zuverlässigkeit von Ethernet-Verbindungen. Hinzugekommen ist ein eine neue SSL-Unterstützung für iDisk-Verbindungen. Gefixt haben die Entwickler unter anderem ein Problem bei der Synchronisation des Adressbuchs mit Google-Kontakten. Das Update bringt zudem Unterstützung für die RAW-Formate dutzender Kameramodelle.

Weiter wollen die Entwickler einige Prozesse der Bildbearbeitung in iPhoto und Aperture verbessert und eine Verzögerung bei Print-Jobs beseitigt haben. Gefixt sei auch ein Problem mit dem Ziehen von Adressbuch-Kontakten auf iCal und Probleme von Voice Over auf bestimmten Webseiten.

Sicherheitspatches enthält das Update für AFP Server, Quicktime, X11 und diverse Probleme in Adobes Flash-Software. Letztere Fixes enthält auch das Security Update 2010-007, das Nutzer von Mac-OS X 10.4 Tiger und 10.5 Leopard installieren können.

In den Release Notes schweigt sich Apple über Airprint aus, das iOS-Devices auf an Macs angeschlossene Drucker drucken lassen sollte, in Mac-OS X 10.6.5 ist diese Funktion noch nicht enthalten.

Das Update ist über die Softwareaktualisierung oder Apples Website erhältlich, auch die Server-Version des Betriebssystems aktualisiert Apple auf Mac-OS X Server 10.6.5 .

Square Trade: iPhone zuverlässiger als Android-Smartphones

Der US-amerikanische Garantieanbieter Square Trade hat erneut in seine Statistiken geschaut und dabei das iPhone 4 als zuverlässiger als die Geräte der Konkurrenz erkannt. Nach einer Hochrechnung der bei Square Trade gemeldeten Garantiefälle würden nur 2,1 Prozent der iPhone 4 in einem 12-Monatszeitraum ausfallen und eine Reparatur erfordern. Die Smartphones von Motorola, namentlich das Droid und das Droid X kämen auf eine durchschnittliche Ausfallrate von 2,3 Prozent. Deutlich häufiger reklamieren Square-Trade-Kunden Garantiefälle bei HTC-Smartphones, die einen Wert von 3,7 Prozent in der Statistik hinterlassen. Das unzuverlässigste Produkt sei das Blackberry von RIM, das zu 6,3 Prozent in einem Jahreszeitraum ausfalle. Schon das iPhone 3GS zeigte sich als robust, Square Trade weist dafür eine Reklamationsrate von 2,3 Prozent aus.

Die Daten für das iPhone 4 hat Square Trade zwar erst über vier Monate sammeln können, extrapolierte aber anhand der Datengesamtheit den Jahreswert. Motorola- und HTC-Handys beobachtete das Unternehmen über acht Monate. Die meisten Reklamationen zum iPhone 4 hatte Square Trade im jeweils ersten Monat nach dem Kauf gemessen, 4,7 Prozent der Versicherungsnehmer hatte ihre Ansprüche geltend gemacht, davon klagten 82 Prozent über Glasbruch.

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