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Donnerstag, 12. März

12.03.2009 | 00:00 Uhr

Analyst Wu spekuliert über Macbook Mini und verspäteten Snow Leopard +++ Apple bringt iTunes 8.1 +++ Updates für Front Row und Remote +++ Langsameres Wachstum im Smartphone-Markt +++ HDR-Plug-in für Aperture in neuer Fassung +++ Weitere Details zu Windows "App Store" +++ Mehr Team-Arbeit: GMX startet MailXchange +++ Deutsche Post gibt sich neuen Namen und hält Briefgeschäft hoch +++ Infineon weitet Kurzarbeit auf alle deutschen Standorte aus +++ AAPL legt weiter zu

Morgenmagazin: Sonnenaufgang III
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Analyst Wu spekuliert über Macbook Mini und verspäteten Snow Leopard

Der Analyst Shaw Wu von Kaufman Bros. ist sich sicher, dass Apple hinter den Kulissen an spektakulären Entwicklungen arbeite. Seine Quellen hätten ihm unter anderem verraten, dass mit dem nächsten Betriebssystemupdate auf Mac-OS X 10.6 Snow Leopard definitiv nicht vor Sommer zu rechnen sei, eine Verschiebung in den Herbst hingegen sei denkbar. Noch im November letzten Jahres hatte Apples Direktor für Unix-Entwicklung gar mit einer Veröffentlichung bis Ende März 2009 gerechnet. Das Betriebssystem lege die Grundsteine für zukünftige Macs, indem es die Verwendung von Quad-Core-Prozessoren besser unterstütze.

Auch neue Hardware sieht Wu am Horizont. Recherchen in Handel und Distribution wiesen auf zwei Produkte hin, die auf den Netbook-Markt zielten. So soll Apple sowohl an einem kleineren Macbook Air arbeiten, das als Macbook Mini das Licht der Welt erblicken könnte und an einem größeren iPod Touch.

Die aktuelle Produktreihe verkauft sich laut Wu besser als erwartet, die Produktion von iMacs, Mac Pros und Mac Minis soll Apple ausgeweitete haben. Die ursprünglichen Erwartungen von 2,2 Millionen Mac-Verkäufen im laufenden Quartal könnten daher übertroffen werden.

Apple bringt iTunes 8.1

Nur wenige Stunden nach Vorstellung der neuen iPod Shuffle hat Apple seine Jukeboxsoftware iTunes auf Version 8.1 aktualisiert, die nun die neuen Player unterstützt. Eine weitere Neuerung betrifft die Genius-Seitenleiste, die nun auch nach ähnlichen Filmen und Fernesehsendungen sucht und Widergabelisten anhand des Geschmacks des iTunes-Nutzers anlegt. Der Modus Party Shuffle heißt in iTunes 8.1 nun iTunes DJ und bekommt einige Neuerungen. So lässt sich die spezielle Widergabeliste nun auch von iPhone oder iPod Touch mit der Anwendung Remote steuern, Anwender können die gespielten Songs bewerten. iTunes DJ bekommt eigene Voreinstellungen, in denen man etwa eine Willkommensbotschaft konfigurieren oder das Voting an- und abstellen kann. Erziehungsberechtigte sind nun in der Lage, den Zugang zum iTunes Store einzuschränken und etwa nur die Nutzung von iTunes U zu erlauben. Für den Import von CDs steht laut Apple nun die gleiche Qualität wie von iTunes Plus zur Verfügung. Auch die Leistung beim Download von iTunes-Plus-Songs will Apple nun gesteigert haben. iTunes 8.1 steht als kostenloser Dowload auf der Apple-Website bereit.

Updates für Front Row und Remote

In Folge des Updates für iTunes hat Apple auch Front Row und die iPhone-App Remote aktualisiert. Das 13,3 MB große Update auf Front Row 2.1.7 bringt laut Apple verbesserte Kompatibilität zu iTunes 8.1. Ebenso soll Remote 1.2 nun besser mit iTunes 8.1 zusammenwirken und etwa Songs von iTunes DJ bewerten können. Remote ist im App Store erhältlich, Front Row über die Software-Aktualisierung oder Apples Website .

Langsameres Wachstum im Smartphone-Markt

Das Marktforschungsinstitut Gartner hat die Smartphone-Statistiken für das vierte Quartal 2008 veröffentlicht. Demnach sind die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahresquartal 4/2007 um 3,7 Prozent auf 38,1 Millionen Smartphones gestiegen. Im dritten Quartal hingegen konnte noch ein Wachstum von 11,5 Prozent gegenüber 3/2007 gemessen werden. Roberta Cozza, eine der leitenden Analysten von Gartner, führt den Einbruch im vierten Quartal neben der Wirtschaftskrise auf den Mangel an attraktiven Neuentwicklungen zurück.

Zu den Gewinnern zählt Research in Motion (RIM), Samsung, und, wenngleich in bescheidenerem Umfang, auch Apple. Samsung erreichte zum ersten Mal den Rang einer der Top-5 Smartphone-Hersteller und verdrängte dabei Sharp. Mit 1,6 Millionen Smartphones stiegen Samsungs Verkäufe in 4/2008 um 138 Prozent gegenüber 4/2007. RIM verkaufte 7,4 Millionen Geräte und verbesserte die Vorjahreszahlen damit um 85 Prozent.

Apples Verkaufszahlen zeigen verlangsamtes Wachstum. Die absoluten Verkaufszahlen stiegen in 4/2008 gegenüber 4/2007 zwar um 112 Prozent an, aber im vierten Quartal 2008 wurden "nur" 4,1 Millionen iPhones verkauft und dies sind verglichen mit dem dritten Quartal 2008 600.000 Geräte weniger. Laut Gartner setzt dies Apple unter Druck, bald ein neues Modell auf den Markt zu bringen.

Ironischerweise war ausgerechnet Nokia der große "Verlierer". Während Nokia immer noch den größten Anteil des Smartphonemarktes im Griff hat, sind seine Verkäufe um 17 Prozent gesunken und somit sein Marktanteil in einem Jahr von 50,9 auf 40,8 Prozent abgerutscht.

Im Kampf um die Smartphone-Betriebssysteme hat Apple mit Mac-OS X (8,2 Prozent) seine dritte Position dank Samsungs Omnia und des Touchscreen-Mobiltelefonen von HTC wieder an Microsoft (11,8 Prozent) verloren. Nokia führt mit seiner Plattform Symbian mit 52,4 Prozent, gefolgt von RIM mit 16,6 Prozent.

Generell beurteilt Gartner die Entwicklungsarbeiten für Smartphones sehr positiv. Während laut Gartners Vorhersage der allgemeine Mobiltelefonmarkt um vier Prozent schrumpfen wird, werden für Smartphones in 2009 satte 28 Prozent Wachstum erwartet. In der Prognose kommende Modelle von Android -basierten Smartphones und Symbian -basierten Einsteigermodelle von Nokia eine entscheidende Rolle.

HDR-Plug-in für Aperture in neuer Fassung

Creaceed hat ein Update von Hydra vorgestellt. Hydra 2.1 ist eine eigene Applikation und außerdem ein Plug-in für Aperture zum Erstellen von HDR (High Dynamic Range, Bilder mit detailgetreuen großen Helligkeitsunterschieden).

Hydra kann aus einer Auswahl von bis zu zehn Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen des gleichen Motivs ein HDR-Foto erstellen, die im Gegensatz zu einfachen digitalen Bildern extreme Helligkeitskontraste nicht als über- oder unterbelichtete Flächen darstellen, sondern wie das menschliche Auge weitgehend alle Bilddetails behalten.

Neu in Version 2.1 sind nach Angaben des Herstellers das bis zu fünffach schnellere Rendering, Vergleichsmöglichkeit der Farbtöne mit Thumbnails der Ausgangsbilder und die doppelten Histogrammdarstellung der ursprünglichen Aufnahme neben dem HDR-Foto. Außerdem bietet das Update einen Rendering-Algorithmus für gekachelte Bilder, akkurate Vorschau beim Anwenden des Scharfstellen-Filters und eine Verlaufsanzeige beim Importieren der Aufnahmen.

Systemvoraussetzungen sind für Hydra 2.1 (29,5 MB) Mac-OS X 10.5 Leopard oder neuer, und für das Plug-in (16 MB) Aperture 2.1. Das Update ist für registrierte Anwender der Version 2 kostenlos zu laden. Für das Update von Versionen 1.x werden 20 US-Dollar und von Neukunden knapp 80 US-Dollar verlangt.

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