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Donnerstag, 14. Juli

14.07.2011 | 00:00 Uhr

Warum wir uns auf Lion freuen: Versions +++ Gericht bremst Apple im Patentstreit mit Samsung aus +++ Apple bringt Aperture 3.1.3 +++ Apple Patente: Dateien ausschenken und einsaugen +++ Mac Pro mit Thunderbolt wohl erst später +++ Amazon Kindle 3G mit Werbung +++ Propellerhead kündigt Reason 6 an und präsentiert Reason Essentials +++ Filemaker startet "Plattform für kreative und gut gemachte Datenbanklösungen" +++ Wireless-Router Trendnet TEW-656BRG verfügbar +++ Illegale Jobangebote und Packstation-Phishing +++ EA schaltet Multiplayer-Server für zahlreiche Spiele ab +++ Tipp: Downloads aus dem Mac-App-Store anhalten +++ App-Test: Files Connect - Dateimanager für den Heimserver +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin: Watt
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Warum wir uns auf Lion freuen: Versions

Manche Programme - auch solche, die es schon seit Jahrzehnten für den Mac gibt - lassen den erfahrenen Anwender spätestens alle paar Minuten die Tastenkombination "Befehl-S" drücken. Die typische Handbewegung prägt man sich spätestens dann ein, wenn man wegen eines Programmabsturzes die Arbeit von Stunden verloren hat.

Versions: Versionskontrolle auf dem Mac
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Wer nun aber seine Tabellenkalkulation oder die Textarbeit auf das iPad verlegt hatte, wunderte sich erst einmal, nicht ständig zwischenspeichern zu müssen und freute sich dann nur noch über die Bequemlichkeit des automatischen Zwischenspeicherns. Selbstverständlich war das eine der Hauptfunktionen, die Apple "Back to the Mac" nimmt. Doch mit der in Lion genannten automatischen Speicherung kommt sogar eine Versionierung hinzu, die nicht zu unrecht an das Backupsystem Time Machine erinnert.

Software, die auf OS X Lion angepasst ist, kann unter dem neuen System automatisch alle an einem Dokument vorgenommenen Änderungen speichern - der magische Griff "Befehlstaste- S" wird so überflüssig. Dabei werden aber nur die geänderten Teile, nicht jedoch die kompletten Dateien gesichert - um Platz zu sparen. Alle automatisch gespeicherten Versionen lassen sich zudem durchsuchen, um einen früheren Zustand des Dokuments wiederherzustellen. Beim Durchsuchen der Versionen verwendet Lion eine an Time Machine angelehnte Bedienung. Außerdem lässt sich ein Dokument direkt in der Anwendung schützen, damit es nicht mehr geändert wird. Das System aktiviert den Schutz außerdem automatisch, wenn man ein Dokument länger nicht mehr geöffnet und bearbeitet hat. Den Zeitraum bestimmt man über die Systemeinstellungen.

Unter Snow Leopard lässt sich Time Machine schon für die Versionierung nutzen nur sichert die Systemkomponente nur einmal in der Stunde und auch nur gespeicherte Dateien - die Gefahr des Datenverlusts besteht also weiterhin. Mit Versions hält nun endlich Time Machine auf Dateieebene in das Mac-Betriebssystem Einzug, ein weiterer Grund, sich auf Lion zu freuen. Und wenn Dritthersteller - insbesondere die seit Jahrzehnten mit Mac-Software befassten - ihre Programme kompatibel zu Versions machen, ist die Freude umso größer.

Gericht bremst Apple im Patentstreit mit Samsung aus

Apple muss sich im Patentstreit mit Samsung um iPhone und iPad noch eine Weile gedulden. Das zuständige Gericht in Nordkalifornien wies gestern einen Antrag des iPhone-Herstellers auf Beschleunigung des Prozesses zurück, berichtet der Blog Foss Patents . Apple hatte einen Zeitplan vorgelegt, der den Beginn der Hauptverhandlung im Februar 2012 vorsah, die Briefings sollten schon nächste Woche beginnen. Apple begründete seinen Antrag damit, dass der Firma durch die fortgesetzte Patentverletzung Samsungs Schaden entstünde. Da Apple aber schon seit einem Jahr seine Patente durch Samsung verletzt sehe und in dieser Zeit ausführliche Lizenzverhandlungen führte, könne es Cupertino offenbar doch nicht so eilen, begründete Richterin Lucy Koh ihre Entscheidung. Die Briefings sollen nun wie geplant am 24. August beginnen und Samsung genügend Zeit haben, seine Verteidigung aufzubauen. Eine Vorentscheidung gegen Apple ist damit aber nicht gefallen, meint der Patent-Experte Florain Müller in seinem Blog.

Apple bringt Aperture 3.1.3

Apple hat seine professionelle Fotosoftware Aperture auf Version 3.1.3 aktualisiert. Wie der Hersteller angibt, bringt das Update einige Kompatibilitäts-Fixes und Verbesserungen in Stabilität und Leistung.

Insbesondere soll Aperture 3.1.3 zuverlässiger und stabiler im web veröffentlichte Alben synchronisieren, Diashow-Exporte im Hintergrund durchführen und dem Anwender Gestensteuerung über die Programmeinstellungen ein- und ausschalten lassen. Das Update ist 292 MB groß und setzt mindestens Mac-OS X 10.6.6 voraus. Apple bietet es über die Softwareaktualisierung oder seine Website an.

Apple Patente: Dateien ausschenken und einsaugen

Die auf Apples Patente spezialisierte Site Patently Apple berichtet von zwei neuen Apple-Patenten, die das oft gelobte Feature " Touch to Share " des von HP verwendeten Web OS wie kalten Kaffee wirken lassen sollen. Von einem Touch Pad zu einem Web-OS-Smartphone kann man Dokumente übertragen, indem man die beiden Geräte sich berühren lässt. Apple habe hingegen etwas "viel cooleres" in den letzten 18 Monaten entwickelt, weiß Patently Apple zu berichten. Will man etwa Daten vom iPhone auf das iPad übertragen, kippt man das Telefon so, als ob man aus einem Glas Wasser ausschenken wolle. Für den Weg in die andere Richtung habe Apple das Bild des Staubsaugens gewählt: Das iPhone saugt quasi Dateien aus dem iPad ab - Soundeffekte inklusive.

Nicht jedes Patent Apples wird zu einem Produkt, doch könnten schütten und saugen schon bald zum Standardrepertoire von iPad- und iPhone-Besitzern werden...

Mac Pro mit Thunderbolt wohl erst später

Vermutlich nächste Woche stellt Apple das neue Mac-Betriebssystem OS X Lion in den Mac App Store, Gerüchten zufolge soll annähernd zeitgleich auch aktualisierte Hardware erscheinen. Top-Kandidat für eine Runderneuerung war bisher das Macbook Air, nun bringt die Gerüchtesite 9to5 Mac auch das weiße Macbook und den Mac Mini ins Spiel, die beide mit schnelleren Prozessoren und Thunderbolt-Anschluss kommen sollen. Der Mac Mini werde dabei auch in einer Server-Variante mit zwei Festplatten aber ohne optisches Laufwerk angeboten. Auf einen Mac Pro mit Thunderbolt müssten Interessenten noch eine Weile warten, doch könnte ein solcher Rechner schon Ende des Monats in den Regalen der Apple Stores stehen.

Amazon Kindle 3G mit Werbung

Amazon bringt zusammen mit dem Carrier AT&T einen Kindle 3G, der durch Werbeeinblendungen teilfinanziert ist. Der Kindle 3G with Special Offers kostet mit 140 US-Dollar rund 50 US-Dollar weniger als das werbefreie Gerät. Anzeigen für Produkte oder Rabattkarten platziert der Kindle im Bildschirmschoner oder am unteren Ende des Home-Screens. Im April hatte Amazon bereits einen lediglich mit Wi-Fi ausgestatteten Kindle with Special Offers herausgebracht, der 25 US-Dollar weniger kostet als die werbefreie Version, eine baldige Preissenkung ist nicht ausgeschlossen.

Amazon, das vor einigen Jahren den E-Reader-Markt mit dem Kindle definiert hat, verlor erst kürzlich die Marktführerschaft an den Konkurrenten Barnes & Noble, das vor allem mit dem Nook Color punktet. Für das Weihnachtsgeschäft erwarten Marktexperten Bewegung im Markt, E-Reader für weniger als 100 US-Dollar sollten den Wettbewerb anheizen.

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