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Donnerstag, 18. August

18.08.2011 | 00:00 Uhr

HTC verklagt Apple wegen Patentrechtsverletzungen +++ Skpe Wi-Fi bietet drahtlosen Internetzugang für iPad und Co. +++ Neue Details über Spracherkennung in iOS 5 +++ Apple experimentiert angeblich mit LTE +++ iAd-Chef verlässt Apple +++ Mozilla bringt Firefox 6 und schießt zehn Sicherheitslücken +++ Hat Apple Beweisbilder gegen Samsung manipuliert? +++ Samsung kündigt neue SSD-Familie für Endkunden an +++ Neues Google-Add-On schlägt ähnliche Websites vor +++ PlayStation 3D Monitor kommt nach Europa +++ Victoria Nostalgic Internet Radio +++ Tipp: Magic Mouse für Gesten einrichten +++ App-Test: Alpine Crawler Wild 1.0 +++ AAPL stabil bei 380 US-Dollar

Morgenmagazin: Gold im Meer
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HTC verklagt Apple wegen Patentrechtsverletzungen

Der Smartphone-Hersteller HTC hat am Montag vor einem US-Gericht eine Klage wegen Patentrechtsverletzungen gegen Apple eingereicht. Konkret soll Apple gegen drei Patente von HTC verstoßen. HTC verlangt vor Gericht einen Schadensersatz und den Import-Stopp von Apple-Produkten in die USA. Laut HTC soll Apple bei einer Reihe von Produkten gegen die HTC-Patente verstoßen, darunter bei seinen Mac-Rechnern, dem iPad, dem iPhone und AppleTV.

HTC hat am Dienstag außerdem eine Beschwerde bei der Internationalen Handelskommission der Vereinigten Staaten (USITC) eingereicht. Auch hier stehen die besagten drei Patente im Mittelpunkt. HTC lässt in einer Mitteilung verlauten, dass es das Ziel der getroffenen Maßnahmen sei, sich selbst, die Kunden und die Industrie-Partner zu schützen. Es handelt sich um die dritte Beschwerde, die HTC beim USITC gegen Apple eingereicht hat.

Laut Angaben von HTC soll Apple gegen die Patente 7.765.414 , 7.672.219 und 7.417.944 verstoßen, die die Kommunikation zwischen Systemen und kabellosen Geräten behandeln.

Zwischen HTC und Apple herrscht sein einigen Monaten ein rechtlicher Streit. Apple hat bereits mehrere Klagen gegen HTC eingereicht, darunter im März eine Klage, in der HTC vorgeworfen wird, gegen 20 Patente zu verstoßen, die Apple gehören. Auch vor dem USITC hat Apple bereits einige Beschwerden gegen HTC eingereicht.

Der Konflikt zwischen den beiden Parteien hat zu einem "Patent-Aufrüsten" geführt. HTC hatte kürzlich angekündigt, S3 Graphics von Via Technologies übernehmen zu wollen. HTC käme damit in den Besitz von 235 neuer Patente, die bisher S3 Graphics gehören. Ein USITC-Richter hatte Anfang Juli festgestellt, dass Apple gegen einige Patente von S3 Graphics verstößt.

Skpe Wi-Fi bietet drahtlosen Internetzugang für iPad und Co.

Skype bietet seinen Hotspot-Dienst Skype Wi-Fi in einer App für iOS an. Mit ipad, iPod Touch und iPhone ist es laut Anbieter weltweit möglich, über die App sich mit dem nächsten Wi-Fi-Hotspot und damit dem Internet zu verbinden. Die Abrechnung erfolgt über das Skpye-Konto, die Preise beginnen laut Skype bei sechs Cent pro Minute und können je nach Betreiber des Hotspots variieren. Zum Start bietet Skype am 21. August für 24 Stunden den Service kostenlos an. Die Skype Wi-Fi-App setzt mindestens iOS 4.1 voraus.

Neue Details über Spracherkennung in iOS 5

Der Blog 9to5-Mac hat Screenshots der aktuellen Beta-Version von iOS 5 veröffentlicht, die auf eine tiefe Integration von Spracherkennungssoftware in das kommende iOS 5 schließen lassen. Im vergangenen Jahr hatte Apple die Spracherkennungsspezialisten Nuance und Siri übernommen, seither spekuliert die Szene, wie das iPhone künftig gesprochene Anweisungen verarbeiten werde. Einer der Screenshots von 9to5-Mac zeigt etwa, dass die App zur Spracherkennung Assistant unter anderem Ort, Einträge in Kalender und Adressbuch oder Songtitel dazu verwendet, die Spracheingabe besser zu verstehen. Optional sendet Assistant diese Informationen auch an Apple, das Crowd-Sourcing der iPhone-Besitzer soll bei der Verbesserung der Ergebnisse helfen. Den Datentransfer an Apple könne man jedoch auch unterbinden. Ein weiterer Screenshot mit Hinweisen auf eine API soll zeigen, dass Assistant sich auch in Kalender und Mail integriere.

In Sachen Spracherkennung hinkt Apple der Konkurrenz von Google Android etwas hinterher, die mit der Technik Voice Actions überzeugen will.

Apple experimentiert angeblich mit LTE

Vermutlich wird sich das kommende iPhone noch nicht auf den Mobilfunkstandard der vierten Generation LTE verstehen, dazu sind die Netze noch zu grobmaschig. Doch wird Apple sicher mit Aufmerksamkeit die Entwicklung von "Long Term Evolution" verfolgen, um rechtzeitig bereit für den neuen Standard sein zu können. Konkret will der Technik-Blog Engadget von einem Tipp-Geber erfahren haben, dass Apple "in einem großen Apple Store" LTE-Equipment ausprobiere. Der genaue Zweck sei unklar, doch Engadget will erfahren haben, dass die dort platzierten Geräte auf den 700-MHz- und AWS-Bändern funken, die AT&T für den Aufbau seines LTE-Netzes nutzen will, sobald die Übernahme von T-Mobile USA vollzogen ist. LTE verspricht bis zu zehnmal höhere Datenübertragungsraten als aktuelle 3G-Netze. AT&Ts Konkurrent Verizon baut bereits ein Netz in den USA auf, AT&T will bis Ende des Jahres 4G-Netze in 15 Märkten betreiben.

iAd-Chef verlässt Apple

Apples Vice President of Mobile Advertising und damit Kopf des iAd-Programms Andy Miller verlässt das Unternehmen, wie Apple unseren Kollegen von Macworld bestätigte. Miller war im Jahr 2010 zu Apple gestoßen, als der iPhone-Hersteller sein auf das Anzeigengeschäft mit mobilen Geräten spezialisierte Unternehmen Quattro Wireless übernommen hatte und dessen Geschäft in iAd aufgehen ließ. Miller wechselt nun zum Venture-Kapitalisten Highland Capital, der seinerzeit bei der Gründung von Quattro geholfen hatte. Gründe nannten weder Apple noch Miller. Das mit großen Erwartungen vorgestellte iAd hatte eher einen durchwachsenen Start, potentielle Kunden kritisierten Apples zu starken Einfluss auf Aussehen und Technik der Anzeigen. Mit der Software iAd-Producer bietet Aple seit Dezember 2010 jedoch eine variablere Gestaltungsmöglichkeit für die digitalen Anzeigen. Laut einer Studie von IDC zu gleichen Zeitpunkt, hält das iAd-System einen Marktanteil von 21 Prozent. Seit Anfang 2011 ist iAd auch in Europa und Japan für Anzeigenkunden und App-Entwickler verfügbar.

Mozilla bringt Firefox 6 und schießt zehn Sicherheitslücken

Die Open-Source-Organisation Mozilla hat Version 6 ihres Browsers Firefox veröffentlicht und behält damit den im März angekündigten kürzeren Updatezyklus bei. Firefox 6 kommt gegenüber dem unmittelbaren Vorgänger Firefox 5 und dem kaum älteren Firefox 4 mit kaum sichtbaren Änderungen, unter der Haube haben die Entwickler jedoch deutlich Ahnd angelegt und unter anderem zehn Sicherheitslücken geschlossen, die teils seit Firefox 3.6 bekannt sind. Insgesamt weise Firefox 6 1600 Änderungen auf, in den Releasenotes nennt Mozilla jedoch nur wenige, etwa die Domain-Namen in der Adresszeile, eine kürzere Startzeit und einen Javascript-Prototypen namens Scratchpad, der für Entwickler interessant sei. Der neue Rechtemanager ist über den Eintrag "about:permissions" in der Adresszeile zu erreichen, auf Seitenbasis können Anwender rechte für Passwörter, Cookies, Pop-Ups und mehr einstellen.

Eine der geschlossenen kritischen Sicherheitslücken betrifft laut Mozilla die Integration von Web GL, einen 3D-Rendering-Standard. Die Empfehlung der Sicherheitsforscher von Context Information Security, Web GL in Firefox abzustellen, sei damit obsolet.

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