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Donnerstag, 2. April

02.04.2009 | 00:00 Uhr

Aussteller begrüßen neues Konzept für Macworld Expo +++ Günstiges iPhone nur für Schwellenländer? +++ Mehr Apps auf dem iPhone mit iPhone OS 3.0 +++ iPhone-Features für Windows Mobile geplant +++ HTC bringt neues Smartphone Snap auf den Markt +++ Qimonda-Pleite besiegelt - Investorensuche geht weiter +++ Yahoo startet Handy-Plattform Yahoo Mobile +++ AAPL legt deutlich zu

Morgenmagazin: Sonnenaufgang II
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Aussteller begrüßen neues Konzept für Macworld Expo

Die in den Februar verschobene Macworld Expo 2010 ist laut unserer Kollegen von Macworld auf durchweg positive Resonanz bei langjährigen Ausstellern gestoßen. Der neue Termin helfe Losten zu sparen und könne neues Publikum anziehen, meinen die befragten Hersteller aus dem Mac-Bereich. So begrüßt Paul Kafasis, CEO von Rogue Amoeba Software den Februar-Termin. Außerhalb der traditionellen Reisezeit um den Jahreswechsel herum seien vor allem Hotelkosten niedriger, hier ließe sich signifikant sparen. Ein weiterer Vorteil sei der Samstag als neuer Ausstellungstag. Bisher lief die Macworld Expo von Montag bis Freitag, nächstes Jahr sollen die Ausstellungshalle auch am Samstag geöffnet sein. Dadurch versprechen sich Veranstalter und Aussteller, neues Publikum anzuziehen, das unter der Woche keine Gelegenheit hat, die Messe zu besuchen.

Optimistisch über die Macworld Expo ohne Apple zeigt sich Alex Grossmann, CEO des Storage-Spezialisten Active Storage. Die Macworld Expo werde die Gelegenheit für professionelle Anwender und Geschäftsleute sein, Produkte und Services näher begutachten zu können. Vor allem die Seminare rund um Apple-Themen seien mit ihrem professionellen Anspruch ein Alleinstellungsmerkmal der Ausstellung. Sonst würden Vorträge und Seminare über Mac-Produkte sich bevorzugt an Endverbraucher richten.

Günstiges iPhone nur für Schwellenländer?

Apple arbeitet an einem anderen iPhone-Modell. Der Analyst Daniel Amir der Marktforscher Lazard Capital ist sich sicher, dass dieses neue Modell nichts mit den bisherigen Gerüchten zu Modellüberarbeitung zu tun hat, berichtet Macnn .

Gleich mehrere Berichte nähren die Gerüchte, dass Apple neben einer Weiterentwicklung des iPhone G3 auch an günstigen Modellen mit stark reduziertem Funktionsumfang arbeitet. Auch Electronista behauptet, dass ein genauerer Einblick in die Zulieferungen für Apple auf ein abgespecktes Modell schließen lässt, das noch im April in Produktion gehen wird. Gerüchtehalber sollen im Mai unter Hochlast die günstigen Geräte gefertigt werden, bevor Apple dann im Juni das Modell offiziell ankündigen wird.

Amir erwartet, dass diese rudimentären iPhone-Modelle nur für Schwellenländer ausgeliefert werden. Genauer gesagt glaubt er an eine Auslieferung in Ländern wie Brasilien, Russland, Indien und China, oder aber an eine exklusive Fertigung nur für China.

Die Weiterentwicklung und Ausbau des iPhones G3, das auch bis zum Juni erwartet wird, soll angeblich neue Video-Funktionen unterstützen, eine bessere Kamera erhalten und über bis zu 32 GB Speicher verfügen. Für eine günstigere Variante hingegen sehen die Analysten hingegen ein Modell ohne diese Verbesserungen, weniger Speicher und möglicherweise auch ohne Wi-Fi. Die Funkverbindung ist für China nicht zugelassen und während das Weglassen den Funktionsumfang eines iPhones drastisch einschränkt, wäre eine Wi-Fi-freie Variante für den chinesischen Markt legal. Außerdem findet Wi-Fi ohnehin fast ausschließlich in Europa, Nord-Amerika und Japan Einsatz und ohne den Funkstandard wäre das Gerät weitaus günstiger produzierbar.

Das iPhone verkauft sich im Moment überraschend gut. Dank unerwartet hoher Umsätze im März wurden die Schätzungen von Analysten auf 3,8 bis 4 Millionen verkaufte iPhones im ersten Quartal 2009 nach oben korrigiert. Im Monat März wurden schätzungsweise 1,5 Millionen Geräte produziert, so viel wie nie zuvor. Für das dritte Quartal 2009 erwartet Amir Verkaufszahlen in Höhe von acht Millionen iPhones. Gemäß seiner Theorie des Schwellenland-iPhones schätzt er, dass davon nur zirka fünf Millionen iPhone G3-Modelle sein werden.

Mehr Apps auf dem iPhone mit iPhone OS 3.0

Bisher bietet das iPhone auf neun Home-Bildschirmen insgesamt 148 Applikationen Platz. Wie MacNN berichtet , erweitert eine zweite Beta-Fassung von iPhone OS 3.0 den Platz auf elf Home-Screens, insgesamt 180 Applikationen sollen auf dem iPhone Platz finden. Die Tester haben wenige weitere Neuerungen gefunden, lediglich noch eine Option "Store" in den Einstellungen. Deren Zweck ist derzeit unklar, womöglich dient sie dazu bestimmte Downloads aus dem App Store zu verbieten.

iPhone-Features für Windows Mobile geplant

Andy Lees, Vizepräsident und leitender Direktor für Mobile Kommunikation bei Microsoft, hat in einem Interview vor der CTIA Wireless-Ausstellung Pläne für den Ausbau von Windows Mobile bekannt gegeben, berichtet Detroit News .

Auf der einen Seite soll das Betriebssystem Windows Mobile mehr iPhone-ähnliche Funktionalitäten einbauen. Lees setzt dabei auf einen höheren Verbereitungsgrad seines Betriebssystems gegenüber iPhone OS und will ähnliche Features auf weitaus günstigeren Modellen anbieten.

Auf der anderen Seite plant Lees, in enger Zusammenarbeit mit Hardware-Herstellern auch Apples Hardwarevorsprung des iPhones einzuholen. Als ein Beipiel deutet er den Beschleunigungssensor des iPhones heraus, der eine besonders flüssige Anzeige ermöglicht. Lees beschreibt Apples iPhone-Entwicklung als vorrangige "Entwicklung von teurer Hardware, in die dann die Software eingepasst wurde". Lees forderte in dem Interview nun Hardware-Hersteller auf, den Smartphonemarkt mit schnellen und innovativen Entwicklungen zufrieden zu stellen.

HTC bringt neues Smartphone Snap auf den Markt

Der Handy-Hersteller HTC verspricht mit seinem neuen Smartphone Snap Hilfe bei überquellenden Posteingängen. Der Nutzer kann im Gerät einstellen, von welchen Absendern E-Mails vorrangig angezeigt werden sollen, teilt der Hersteller in Frankfurt mit. Ein Trackball soll das Blättern in den Nachrichten erleichtern. Für Vielschreiber sind die QWERTZ-Tastatur und das 2,4 Zoll große Display ausgelegt. Das 1,2 Zentimeter flache Smartphone wiegt mit Akku 120 Gramm und arbeitet mit dem Betriebssystem Windows Mobile 6.1. An Bord sind unter anderem WLAN, HSDPA (bis zu 7,2 Mbit/s) und GPS. Das Snap kommt im zweiten Quartal auf den Markt. Ein Preis steht noch nicht fest. (dpa)

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