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Donnerstag, 20. Mai

20.05.2010 | 00:00 Uhr

Apple dementiert Spekulationen um Strategiewechsel bei Final Cut Studio +++ Gartner: iPhone weltweit vor Android +++ Adobe unterstützt HTML 5 in Dreamweaver +++ HP will Palms Web-OS in Druckern einsetzen +++ Brüssel will Musik-Downloads über Grenzen hinweg erleichtern +++ Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Google +++ Google stellt App Store für Chrome vor +++ AAPL unter 250 US-Dollar

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Apple dementiert Spekulationen um Strategiewechsel bei Final Cut Studio

Apple hat gegen über unseren Kollegen von Macworld einen Bericht von Apple Insider dementiert, nachdem die nächste Version von Final Cut Studio sich weniger an professionelle Bedürfnisse orientiere, sondern an die "der Mehrheit der Käufer". Das 200 Euro teure Final Cut Express verkaufe Apple demnach deutlich häufiger als die rund 1000 Euro teure Studio-Suite. Der Bericht von Apple Insider beziehe sich auf Quellen, die mit den Plänen um die Pro Apps vertraut seien, erst kürzlich habe es wesentliche Änderungen im Management dieses Bereiches gegeben.

Final Cut Studio werde sich jedoch weiter an Profis richten, versichert ein Apple-Sprecher: "Final Cut Pro ist die erste Wahl für professionelle Videobearbeitung und wir waren nie begeisterter über die Zukunft der Software. Die nächste Final-Cut-Version wird großartig und unsere professionellen Kunden werden sie lieben."

Gartner: iPhone weltweit vor Android

In den USA mögen zwar mehr Android-Handys als iPhones verkauft werden, doch nach Zahlen der Marktforscher von Gartner behält das iPhone weltweit einen klaren Vorsprung vor den Handys mit dem Google-Betriebssystem. Beide Plattformen sind die klaren Gewinner im Smartphonemarkt im ersten Quartal 2010. Während Android besonders in den USA zugelegt hat und weltweit 5,2 Millionen Android-Handys über die Ladentische gingen (plus 707 Prozent), erwies sich das iPhone vor allem in Europa und Asien als populär. Apple verkaufte weltweit 8,3 Millionen Geräte, 112,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In Europa brachte Apple etwa doppelt so viele iPhones an den Kunden als dies mit Android-Telefonen der Fall war. Den größten Marktanteil hat nach wie vor das Symbian-OS, begünstigt durch billige Nokia-Smartphones. Symbian-Handys gingen 24,1 Millionen Stück über die Ladentische, im Vorjahr waren es im ersten Quartal noch 17,8 Millionen Stück gewesen. Der Marktanteil ging jedoch von 48,8 Prozent auf 44,3 Prozent zurück. Auf dem zweiten Platz liegt der Blackberry-Hersteller RIM, dessen Marktanteil ebenso leicht zurückging, von 20,6 auf 19,4 Prozent.

Adobe unterstützt HTML 5 in Dreamweaver

Trotz des Streits um Flash auf dem iPhone und iPad steht Adobe den neuen Standards HTML 5 und CSS 3 nicht ablehnend gegenüber. Wie der Softwarehersteller gegeben hat, bekommt das Web-Authring Tool Dreamweaver CS 5 mit der Erweiterung HTML 5 Pack die Fähigkeiten, Websites auf dem neuen Standard aufzubauen. Adobes Produktmanagerin für die Creative Suite Lea Hickmann freut sich für ihre Kunden, die nun eine "Unterstützung durch ein Weltklasse-Werkzeug" erhielten, wo zuvor noch händisches Programmieren angesagt gewesen sei. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco hat Adobes CTO Kevin Lynch die HTML-5-Fähigkeiten von Dreamweaver am Mittwoch demonstriert. Flash gerate wegen HTML 5 aber icht in den Hintergrund, betont Hickmann. Das Problem mit HTML 5 sei die unterschiedliche Interpretation durch unterschiedliche Browser, während Flash auf allen Plattformen konsistent sei. Auch der IDC-Analyst Al Hilwa sieht eine Koexistenz von HTML 5 und Flash, weshalb es für Adobe wichtig sei, beide Technologien zu fördern.

HP will Palms Web-OS in Druckern einsetzen

Hewlett-Packard (HP) verfolgt nach der Übernahme von Palm mit dem Betriebssystem für Touch-Handys eine klare Strategie zu Lasten von Microsoft. Nicht nur will HP selbst Smartphones auf Basis des Web-OS bauen, sondern es auch auf seinen Slate-Computern einsetzen, für die Microsoft eine Touch-Version von Windows 7 ins Spiel gebracht hatte. Doch HP sieht für Web-OS weitere Verwendungsmöglichkeiten und will das System auch auf Druckern zum Einsatz bringen, die Verbindung zum Internet haben. Wie HPs CEO Mark Hurd auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens erklärte, sollen Anwender damit etwa in die Lage geraten, im Internet erhältliche Karten oder Tickets auszudrucken, ohne dafür einen PC starten zu müssen. HP werde verstärkt Geräte dieser Art produzieren. Microsoft bleibe ein wichtiger Partner, versichert Hurd, doch wolle man auf bestimmten Geräten ein eigenes Betriebssystem anbieten, um die "Kontrolle über das Anwender-Erlebnis" zu erhalten.

Brüssel will Musik-Downloads über Grenzen hinweg erleichtern

Musikfreunde sollen zukünftig mehr Hits legal aus dem Internet herunterladen können - auch von Webseiten aus dem europäischen Ausland. Das will die EU-Kommission erreichen und mit ihrem Aktionsplan «Digitale Agenda» generell eine Verbreitung des Internets mit seinen Angeboten fördern. Online-Musikanbieter müssen für ein europaweites Angebot mit zahlreichen Verwertungsgesellschaften in den EU-Ländern einzeln verhandeln. Deshalb sind viele Internet-Märkte aus Sicht der EU- Kommission immer noch abgeschottet. Verbraucher könnten häufig keine Musik von Online-Plattformen herunterladen, weil die Lizenzen nur für ein bestimmtes Land gelten. In den USA gebe es viermal so viele Musik-Downloads wie in Europa, betonte die Kommission am Mittwoch in Brüssel. (dpa)

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