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Donnerstag, 20. Oktober

20.10.2011 | 00:00 Uhr

Neuer Mac-Trojaner deaktiviert Sicherheitssoftware +++ App-Entwickler freunden sich mit Siri an +++ Ehemaliger Apple-Manager Papermaster zu AMD +++ iOS-App übersetzt Power-Point-Präsentationen für das iPad +++ C Spire: Vierte US-Provider bietet iPhone an +++ Facebook tritt dem BITKOM bei +++ Google schaltet AdWords Express frei +++ Angry-Birds-Verfilmung und Vogel-Nachwuchs für Halloween +++ Android-Chef bestätigt baldigen Google-Music-Store-Launch +++ Google klärt mit Good To Know über Datensicherheit auf +++ Test: Voomote One +++ Tipp: Ereignis- und Aufgabenlisten aus iCal drucken +++ AAPL verliert deutlich

Morgenmagazin: Novemberbäume
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Neuer Mac-Trojaner deaktiviert Sicherheitssoftware

Die Sicherheitsexperten von F-Secure warnen vor einem neuen Mac-Trojaner, der Hintertüren für weitere Schadsoftware öffnet. Wer auf die Malware OSX/Flashback.C hereinfällt, die sich wie einige Vorgänger als Flash-Installer tarnt, bekommt nach Doppelklick und Eingabe des Administratorpasswortes nicht die Software von Adobe installiert, sondern deaktiviert die Aktualisierung von Sicherheits-Definitionen unter OS X. Eine ältere Version von Flashback hatte Daten an entfernte Server geschickt, diesen Eindringlich erkennt ein aktuelles OS X jedoch und vernichtet ihn. Interessanter Weise kapituliert Flashback C vor der Software Little Snitch, die den Mac auf ausgehende Verbindungen überprüft. Ist die Software installiert, löscht sich der Trojaner selbst. F-Secure nennt einige Maßnahmen zur Entfernung von Dateien von einem infizierten Rechner, dies sind vor allem Einträge in den .plist-Files des Browsers. Wer jedoch den Installer von Adobe Flash nur von der Website des Herstellers lädt, muss keine Infektion befürchten.

App-Entwickler freunden sich mit Siri an

Der Sprachassistent des iPhone 4S Siri hat Begehrlichkeiten bei Entwicklern geweckt. Noch bietet Apple keine APIs für Dritthersteller an, dies könnte aber nur ein Frage der Zeit und eines erfolgreichen öffentlichen Beta-Tests sein.

Einige Entwickler springen bereits auf den Zug auf und erklären Workarounds, mit denen Siri mit ihren Apps zusammenarbeitet. So erklärt der Entwickler des Gruppenmailers MailShot Pro Peter Johnson, dass Siri mit Apples Mailprogramm die in seiner App erstellten Gruppen anschreiben kann. Einen Umweg über die Twitter-Integration in iOS nimmt offenbar die App Tweets Aloud, mit der man seinen Twitter Feed in eine Art Radio-Station wandeln kann. Über Siri könne man auch Tweets einsprechen, versprechen die Entwickler von VoizApp, warnen jedoch davor, dass Siri den Sprecher gerne mal missverstehe.

Die Erinnerungs-App Remember The Milk, die von Apple selbst Konkurrenz bekommt, kann ebenso mit einem Trick mit Siri zusammenarbeiten. Wie, erklären die Entwickler in einem Video auf ihrer Website , wichtig ist dabei ein WebDev-Kalemder, den die App bereitstellt.

Bevor Apple Siri übernommen hat, stellte die App 35 APIs für Dritte bereit, die Entwickler wollten die Zahl noch erhöhen. Business Insider berichtet, dass Apple womöglich nach einer anderen Geschäftsidee suche. BMW sei stark an einer Integration der Technik für seine Fahrzeuge interessiert, per Sprachbefehle ließen sich etwa die Türen verriegeln oder der Motor starten.

Ehemaliger Apple-Manager Papermaster zu AMD

Der ehemalige Chef der iPhone-Entwicklung bei Apple Mark Papermaster hat beim Prozessorhersteller AMD angeheuert und zeichnet dort für die zukünftige Entwicklung von Mikroprozessoren verantwortlich. Papermaster hatte bei Apple im Jahr 2009 als Senior Vice President of Devices Hardware Engineering angefangen und der Entwicklungsabteilung von iPhone und iPod vorgestanden. Apple hatte beinahe ein Jahr gebraucht, um eine Arbeitsgenehmigung für Papermaster zu bekommen, sein vorheriger Arbeitgeber IBM wollte ihn nicht freigeben. Im August 2010 verließ Papermaster das Unternehmen wieder, angeblich war er bei Steve Jobs wegen des Antennenproblems des iPhone 4 in Ungnade gefallen. Papermaster ist direkt AMD-CEO Rory Read unterstellt und Nachfolger von Rick Bergmann, der als CEO zu Synaptics gewechselt ist.

iOS-App übersetzt Power-Point-Präsentationen für das iPad

Power-Point-Präsentationen auf das iPad zu bringen verspricht die App Slideshark des Herstellers Brainshark. Zwar dient kann auch Apples Keynote Präsentationen öffnen, die mit Microsofts Programm erstellt wurden, doch gehen bei der Konvertierung Funktionen verloren. Ebenso fehlen Übergänge und Effekte, exportiert man Power-Points in ein PDF oder einen Film. Slideshark geht einen ähnlichen Weg und wandelt Power-Point-Daten in MP4-Filme, die das iPad abspeilen soll, dabei bleiben laut Hersteller jedoch alle Elemente der ursprünglichen Präsentation erhalten, diese fühle sich auf dem iPad an, als käme sie von Power Point. Slideshark nutzt die gleiche Technik wie der Webservice Brainshark des gleichnamigen Herstellers, mit dem man Inhalte aus Office-Dokumenten für die Verwendung auf multiplen Plattformen in Präsentationsvideos konvertieren kann. Die Konvertierung für das iPad übernimmt ebenfalls der Web-Service, den fertigen Film kann man sich über die Slideshark-App auf das iPad laden. Slideshark ist wie Brainshark derzeit kostenlos, eine Multi-User-App für Unternehmen ist laut Hersteller in Planung.

C Spire: Vierter US-Provider bietet iPhone an

Die drei größten Provider der USA verkaufen bereits das iPhone 4S, demnächst kommt mit C Spire Wireless nach Verizon, AT&T und Sprint ein vierter Anbieter hinzu. "In den nächsten Wochen" will der regionale Carrier, der vorwiegend im Südosten der USA aktiv ist, seinen Kunden das iPhone 4S anbieten. Ob C Spire auch die älteren Modelle iPhone 4 und iPhone 3GS in sein Angebot aufnehmen könne, stehe noch nicht fest. Das iPhone 4S hat sich nicht zuletzt wegen der größeren Auswahl an Mobilfunkprovidern als Verkaufsschlager erwiesen und besser verkauft als frühere iPhone-Modelle.

Facebook tritt dem BITKOM bei

Einer Mitteilung zufolge will Facebook mit der Mitgliedschaft sein Engagement im deutschen Markt untersteichen und sich zum nachhaltigen Austausch mit der deutschen IT-Industrie und Politik bekennen. Der Lobbyverband BITKOM vertritt mehr als 1350 Unternehmen, von denen mehr als 1000 Direktmitglieder sind, neben Global Playern auch 700 Mittelständler.

"Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber den mehr als 20 Millionen deutschen Nutzern sehr ernst", erklärte Facebooks Kommunikationschef Elliot Schrage in Berlin. "Uns liegt sehr daran, dass auch die Menschen in Deutschland Facebook bedenkenlos nutzen können, um sich mit anderen zu verknüpfen und über Dinge auszutauschen, die sie mögen."

Facebook freue sich, so Schrage weiter, dem größten deutschen Branchenverband beizutreten, um mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten, um Innovationen in Deutschland zu unterstützen und die bestmögliche Regulierung oder Selbstregulierung im Internetzeitalter der globalen Information zu erreichen.

Google schaltet AdWords Express frei

Für Restaurants, Fahrradläden oder Kinos besteht seit heute eine weitere Option, mit einer speziellen Variante von Google AdWords Aufmerksamkeit zu erreichen. Nachdem sich das Tool bereits für größere Firmen bewährt hat , soll nun der kleine Bruder "Express" regionalen Betrieben die Werbung auf Google so leicht wie möglich machen. Der Suchmaschinenkonzern will damit eine erweiterte Zielgruppe ansprechen.

Nach Angaben von Google dauert die Erstellung einer Anzeige weniger als fünf Minuten . Der Nutzer muss dafür lediglich einen Werbetext entwerfen und ein Budget festlegen, das sich nach der zu erwartenden Klickzahl richtet. War die Anmeldung erfolgreich, verwaltet Google die "Werbekampagne". Bei einer Sucheingabe versucht AdWords Express die passende Anzeige zu finden, schaltet die Werbung und zeigt bei Google Maps mit einem blauen Pin den genauen Standort.

Aus Sicht von Kiley McEvoy, Produktmanager von Ad Words Express, rentiert sich diese Art des Marketings: "Lokale Unternehmen, die online werben, haben eine größere Chance, erfolgreich zu sein, als solche, die keine Webpräsenz zeigen."

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