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Donnerstag, 21. April

21.04.2011 | 00:00 Uhr

Apple verdoppelt Quartalsgewinn +++ 13,8 Millionen iPhones verkauft +++ Mac legt um 27 Prozent zu +++ Starke Nachfrage nach dem iPad +++ iPod Touch begehrtester iPod +++ Chip-Markt: Samsung profitiert vom iPad +++ Quark bringt Xpress Server 9 +++ Mit d’accord PDF-Dokumente vergleichen +++ Sonos unterstĂŒtzt Airplay +++ Native Instruments startet "Maschine Expansions"-Reihe +++ Update fĂŒr iTunes 10.2 +++ Online-Medien dĂŒrfen auf rechtswidrige Inhalte verlinken +++ Freien Speicher sicher löschen +++ AAPL legt zu

Aufmacher Apple Bilanz
VergrĂ¶ĂŸern Aufmacher Apple Bilanz

Apple verdoppelt Quartalsgewinn

Das zweite Quartal seines GeschĂ€ftsjahres 2010/2011 hat Apple mit starken ZuwĂ€chsen in Umsatz und Gewinn abgeschlossen und die Erwartungen der Analysten weit ĂŒbertroffen. Wie das Unternehmen gestern Abend nach Börsenschluss in New York mitteilte, betrug der Umsatz im Berichtszeitraum Januar bis MĂ€rz 24,67 Milliarden US-Dollar, der Gewinn 5,99 Milliarden US-Dollar. Im Quartal hatte Apple das iPad 2 und neue Macbook Pro herausgebracht, zudem mir dem CDMA-iPhone fĂŒr Verizon seine Kundenbasis vergrĂ¶ĂŸert.

GegenĂŒber dem Vorjahr stieg der Umsatz um 83 Prozent, der Gewinn gar um 95 Prozent. Beide Werte markieren neue Rekorde fĂŒr das zweite Quartal. Der Gewinn pro Aktie betrug 6,40 US-Dollar, 92 Prozent mehr als im Vorjahr.

Apples Finanzchef Peter Oppenheimer erklĂ€rte in der Bilanzpressekonferenz den Erfolg mit Rekord-Verkaufszahlen fĂŒr das iPhone, starkem Wachstum im Mac-Bereich und "sehr robuster Nachfrage" nach dem iPad. Konkret hat Apple im Berichtszeitraum 18,65 Millionen iPhones verkauft, erstmals konnten auch Kunden des grĂ¶ĂŸten Providers der USA Verizon ein iPhone erwerben. Vor einem Jahr hatte Apple nur 8,75 Millionen iPhones verkauft. Die Verkaufszahlen sind um 113 Prozent gestiegen, der Umsatz gar um 126 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar. In den USA hatte Apple unter anderem dank des Verizon-iPhones im Segment um 155 Prozent zugelegt, in China gar um beeindruckende 250 Prozent, wie Apples COO Tim Cook hinzufĂŒgte. Das iPhone ist mittlerweile in 90 LĂ€ndern ĂŒber 186 Provider erhĂ€ltlich.

Stark entwickelt sich auch weiterhin die Mac-Sparte, im zweiten Quartal verkaufte Apple mit 3,76 Millionen Macs 28 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nie zuvor hatte Apple im MĂ€rz-Quartal so viele Rechner verkauft - nur in den letzten beiden Quartalen gingen ĂŒberhaupt mehr Macs ĂŒber die Ladentische. Im Vergleich zum gesamten PC-Markt steht Apple mehr als glĂ€nzend da, laut IDC ist der Markt im letzten Quartal gar um drei Prozent geschrumpft. Apple hat als Hersteller des iPad wohl als einziger Marktteilnehmer keinen Kannibalisierungseffekt durch das boomende Tablet-Segment zu befĂŒrchten. Laptops hat Apple 2,7 Millionen StĂŒck verkauft, Desktops machen mit 1,009 Millionen GerĂ€ten nur noch mehr 27 Prozent des Gesamtvolumens aus. Apple hatte jedoch im Februar neue Macbook Pro vorgestellt, eine Auffrischung des iMac und des Mac Pro dĂŒrfte im laufenden Quartal anstehen.

Vom iPad verkaufte Apple im MĂ€rz-Quartal 4,69 Millionen StĂŒck, das stark nachgefragte iPad 2 konnte dabei kaum in die Bilanz eingehen. Erst am 11. MĂ€rz war es in den USA in den Handel gekommen, am 25. MĂ€rz in zahlreichen weitern LĂ€ndern. Wie sich die VerkĂ€ufe auf iPad und iPad 2 aufteilen, bilanzierte Apple nicht. Man wolle vermeiden, dass die Konkurrenz aus diesen Zahlen RĂŒckschlĂŒsse bilden könne, erklĂ€rte Tim Cook den Analysten: "Aber ich wĂŒnschte, wir hĂ€tten mehr iPads 2 produzieren können, denn es gab gewiss jede Menge Leute, die darauf warteten." Insgesamt hat Apple seit April letzten Jahres nun 19,48 Millionen iPads verkauft. Ab der nĂ€chsten Woche will Apple das iPad 2 in 13 weiteren LĂ€ndern verkaufen.

Der iPod verliert hingegen weiter an Bedeutung, wobei sich Apple ĂŒber die Verkaufszahlen im Quartal zufrieden Ă€ußert, diese seien ĂŒber den Erwartungen gewesen. Von Januar bis MĂ€rz 2011 verkaufte Apple nur noch 9,02 Millionen iPods, 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Mehr als die HĂ€lfte der VerkĂ€ufe habe der iPod Touch ausgemacht, erklĂ€rt Oppenheimer. Der iPod sei in den meisten LĂ€ndern nach wie vor der bestverkaufte MP3-Player und habe vor allen Dingen in den USA seine MarktfĂŒhrerschaft behalten. iTunes hat 1,1 Milliarden US-Dollar in die Kassen Cupertinos gespĂŒlt, so viel wie nie zuvor.

Die eigene Ladenkette Apple Store erwarten in KĂŒrze ihren zehnmilliardsten Besucher, im vergangenen Quartal waren 71,1 Millionen Leute in den LĂ€den, von denen Apple mehr als 300 betreibt. Der Umsatz der Stores wuchs gegenĂŒber dem Vorjahr um 90 Prozent auf 3,19 Milliarden US-Dollar. Apple verkaufte nach eigenen Angaben 797.000 Macs in seinen eigenen LĂ€den, 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Etwa die HĂ€lfte der Rechner ging an Mac-Neulinge. Im GeschĂ€ftsjahr, das noch bis Ende September lĂ€uft, will Apple 40 neue Apple Stores eröffnen, zwei Drittel davon außerhalb der USA. Darunter soll ein fĂŒnfte in China sein, womöglich kommt auch ein sechster Apple Store nach Deutschland, Augsburg ist als Standort im GesprĂ€ch.

FĂŒr das laufend Quartal, das noch bis Ende Juni geht, rechnet Apple mit einem Umsatz von 23 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 5,03 US-Dollar pro Aktie.

Chip-Markt: Samsung profitiert vom iPad

Apple wirft dem koreanischen Hersteller Samsung vor, iPad und iPhne "sklavisch" zu kopieren - Samsung profitiert bereits anderweitig vom von Apple ausgelösten Tablet-Boom. Im weltweiten Chip-Markt rĂŒcken die Koreaner dank der Nachfrage vor allem nach Speicherchips dem MarktfĂŒhrer Intel immer mehr auf dem Pelz, haben die Marktforscher von IHS iSuppli ermittelt. Im vergangenen Jahr erreichte Samsung demnach im globalen Chip-Markt einen Anteil von 9,2 Prozent - im Jahr 2009 waren es noch 7,6 Prozent gewesen. Als Nummer zwei hinter dem WeltmarktfĂŒhrer Intel liegt Samsung nur noch 4,1 Prozentpunkte zurĂŒck - vor zehn Jahren hatte Intel noch einen mehr als dreimal so großen Marktanteil im Vergleich zu Samsung, 14,9 Prozent zu 3,9 Prozent.

"Der Aufstieg Samsungs ist eine der grĂ¶ĂŸten Geschichten in den letzten zehn Jahren im Halbleitermarkt", kommentiert iSuppli-Analyst dDle Ford das Ergebnis. WĂ€hrend allgemein AMD als der wichtigste Konkurrent Intels angesehen werde, gelte das nur fĂŒr die Mikroprozessor-Sparte, im gesamten Halbleitermarkt erweise sich nun Samsung als der hĂ€rteste Rivale. Samsung verdanke sein Wachstum integrierten Speicherchips. Hier sei der Markt fĂŒr DRAM im vergangenen Jahr um 75 Prozent gewachsen, der fĂŒr NAND-Speicherchips um 38,6 Prozent. Samsung als MarktfĂŒhrer habe seine UmsĂ€tze mit Speicherchips um 59.1 Prozent im vergangenen Jahr steigern können. "Der Speichermarkt ist gerade sehr heiß und viel davon hat mit Smartphones und Tablets zu tun", bestĂ€tigt der Analyst Rob Enderle. Intel hingegen lebe von Prozessoren und der PC-Markt sei zuletzt bei weitem nicht so stark gewachsen wie der Tablet-Markt.

Quark bringt Xpress Server 9

Die Version 9 von Quark Xpress Server verfĂŒgt ĂŒber eine komplett Web-basierte BedienoberflĂ€che, mit der sich der Server ĂŒber das Netzwerk oder das Internet verwalten lĂ€sst. Auch das Übertragen von Vorlagen und Dokumenten auf den Server ist per Browser möglich. Außerdem unterstĂŒtzt Quark Xpress Server 9 alle neu in Xpress 9 hinzugekommenen Funktionen wie AufzĂ€hlungen, mehrseitige Tabellen, Legenden und bedingte Stile und kann sie fĂŒr die auf dem Server automatisch erzeugten Publikationen einsetzen.

Mit d’accord PDF-Dokumente vergleichen

Die Workflow-Lösung d’accord der Hamburger Firma Computer Science , die PDF-Dateien miteinander auf Abweichungen hin vergleicht, verfĂŒgt nun ĂŒber ein Add-on fĂŒr den Serienvergleich. Mit dieser Funktion lassen sich sowohl mehrseitige PDFs als auch ganze Verzeichnisse mit PDF-Dokumenten automatisch auf Abweichungen hin untersuchen.

Sonos unterstĂŒtzt Airplay

Sonos bringt fĂŒr seine GerĂ€te Version 3.4 der Sonso System Software heraus, die nun auch Apples Technologie Airplay unterstĂŒtzt. Wer Songs von iPad oder iPhone auf seine Sonos-Anlage bringen möchte, benötigt dazu aber eine Airport-Express-Station von Apple. Diese lĂ€sst sich per Lini-In an den Sonos Zone Player anschließen, der die Musik im ganzen Haus verteilt. Der Receiver ist dabei in der Lage, entweder an allen Sonos-Lautsprechern im Haus die gleiche Musik zu spielen oder in jedem Raum unterschiedliche Songs.

Native Instruments startet "Maschine Expansions"-Reihe

Native Instruments hat mit den "MaschineExpansions" eine neue Reihe von nach Entwicklerangaben hochwertigen und preisgĂŒnstigen Download-Libraries fĂŒr das Groove Production-System Maschine eingefĂŒhrt. Die Expansions bieten neue Drumkits und Instrumente, die von professionellen Sounddesignern und Produzenten entwickelt wurden, und greifen jeweils eine aktuelle SoundĂ€sthetik oder ein bestimmtes musikalisches Genre auf.

Die neue Serie debĂŒtiert mit den Expansions Vintage Heat und Transistor Punch:

Vintage Heat wurde vom Sampling-Experten Goldbaby entwickelt und soll besonders warme, satte Sounds mit typischem Vintage-Charakter bieten. Die Library enthÀlt 50 Drumkits mit analoger, digitaler oder akustischer Herkunft, und wird durch 50 passende Synthesizer-Sounds ergÀnzt, die von Bass- und Lead-Sounds bis hin zu Brass, FlÀchen und Strings reichen. Alle KlÀnge in Vintage Heat wurden von analogen Drum-Machines und Synthesizern gesampelt und danach ausgiebig mit Goldbabys spezieller Sammlung an klassischen Kompressoren, EffektgerÀten und TonbandgerÀten bearbeitet.

Transistor Punch ist von modernen Club-Genres inspiriert und bietet laut NI extrem prĂ€sente, durchsetzungsfĂ€hige Sounds fĂŒr eine große Bandbreite an elektronischen Genres. Die Library wurde vom renommierten Sounddesigner Denis Gögdak von Surround SFX entwickelt und enthĂ€lt 30 technoide Drumkits sowie 50 passende Leads und BĂ€sse, die sich nahtlos in das Sound-Arsenal von MaschineeinfĂŒgen. Alle KlĂ€nge wurden ebenfalls zuerst von analogen Drum-Machines und Synthesizern gesampelt, und anschließend mit modernem Outboard-Equipment der High-End-Klasse bearbeitet, um einen besonders kraftvollen, definierten Klangcharakter zu erzielen. DarĂŒber hinaus bietet Transistor Punch 20 ausgefeilte Multi-Effekt-Konfigurationen, mit denen sich beliebige Grooves auf einfache Weise originell bearbeiten lassen, sowie eine große Anzahl von musikalischen Patterns des Produzenten Martin Buttrich.

Vintage Heat und Transistor Punch sind ab sofort als Download fĂŒr je 49 Euro im NI Online Shop erhĂ€ltlich.

Info: Native Instruments

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