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Donnerstag, 27. Mai

27.05.2010 | 07:00 Uhr

Apple soll OLED-Display fürs iPhone verworfen haben +++ WWDC 2010: Keine Überraschungen? +++ Amazon: Kindle wird nicht zur iPad-Konkurrenz +++ Apple ist mehr wert als Microsoft +++ WeTab und Slate PC - Alternativen zum Apple iPad +++ AAPL verliert leicht

Morgenmagazin: Sonnenblumen
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Apple soll OLED-Display fürs iPhone verworfen haben

Ming-Chi Kuo, Analyst der taiwanesischen Branchenzeitung Digitimes verriet in einem Interview einige angebliche Details zum iPhone. Apple habe bereits in der Zeit, in der das iPhone 3GS entwickelt wurde mit Samsung über ein OLED-Display für das nächste iPhone verhandelt. Da es aber Lieferschwierigkeiten gab und der fragliche Displaytyp nicht ideal für Bildschirmtexte geeignet sei, habe man die Pläne verworfen.

OLED-Bildschirme brauchen keine Hintergrundbeleuchtung, da die Bildschirmkristalle selbst leuchten. OLED-Displays sind jedoch schwierig herzustellen und deshalb teuer. Zudem ist die maximale Helligkeit nicht so hoch wie bei hellen LCD-Bildschirmen.

Apple entwickelt zwei iPhone-Versionen parallel

Zudem sagt Ming-Chi Kuo in dem Interview, dass Apple an zwei iPhone-Upgrades gleichzeitig arbeite. Bereits Ende 2008 soll Apple mit der Entwicklung der vierten Generationn des iPhone begonnen haben. Dieses trägt den Codenamen "N90" und ist womöglich das, was als Prototyp "iPhone HD" bekannt wurde. Zusätzlich soll Apple an einer kleineren Aktualisierung arbeiten, die weniger Neuerungen enthält und intern "N91" genannt werde.

Diese zweite Version soll als Notlösung herhalten, falls es Schwierigkeiten beim größeren Update gebe. Sollte dies stimmen, gibt es zwei Optionen, die Apple am 7. Juni zur WWDC aus dem Hut ziehen könnte. Zudem erwähnte Kuo, dass Apple den Prozessor "Apple A4" in dem neuen iPhone verwenden werde.

WWDC 2010: Keine Überraschungen?

Gene Munster, der bekannte iPhone-Analyst von Piper Jaffray ist der Meinung, dass bei der Keynote zur WWDC 2010 kaum Platz für Überraschungen sei. Das nächste iPhone sei durch die zwei öffentlich gezeigten Prototypen offenbat weitgehend bekannt: Es werde eine Frontkamera, einen besseren Akku und eine verbesserte Kamera haben.

Dazu könnte Apple das iPhone 3G, das aktuell noch das Einstiegsmodell darstellt, mit dem iPhone 3GS ersetzen. Zudem werde Apple vermutlich neue Verkaufszahlen des iPad bekannt geben und vielleicht einen kleinen Ausblick auf Mac-OS X 10.7 geben. iPhone-OS 4, das zukünftige Betriebssystem des iPhone, hat Apple bereits zuvor gezeigt. Macwelt-Leser glauben ebenfalls nicht an große Überraschungen. Auf Facebook gehen die meisten von einem neuen iPhone mit den bekannten Neuerungen aus oder hoffen zumindest darauf.

Für Apples Aktienkurs zieht Analyst Munster einen einfachen Schluss: "Die WWDC wird die Erwartungen erfüllen und deshalb kein besonders Ereignis für Anleger sein. Die Verkaufszahlen des neuen iPhone werden jedoch die allgemeinen Erwartungen übertreffen und den Aktienkurs in den nächsten Monaten antreiben."

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