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Donnerstag, 27. Oktober

27.10.2011 | 00:00 Uhr

Apple zahlt auch weiterhin keine Dividende +++ Sophos warnt vor Mac-Trojaner Tsunami +++ Stiftung Warentest findet Akku von iPhone 4S schwach +++ Macworld Expo ändert Name und Konzept +++ Bluetooth 4.0 wird zu Bluetooth Smart +++ Online-Bestellungen im Apple Store abholen +++ Keypad-Tastatur von Stosche für das iPad 2 +++ Projektor Benq MX850UST erhältlich +++ A3+ Fotodrucker Canon Pixma Pro-1 +++ Ungewollte Internetverbindung muss nicht bezahlt werden +++ Amazon produziert mehr Kindle Fire als geplant +++ Unthink sagt Facebook den Kampf an +++ Tipp: Schneller im Kalender auf dem iPad blättern +++ AAPL im Plus

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Apple zahlt auch weiterhin keine Dividende

Apple hat seine alljährliches Pflichteingabe Q-10 mit detaillierten Geschäftszahlen den Behörden eingereicht, berichtet Electronista . Aus dem Dokument gehe hervor, dass es sich bei Apple um eine gesunde und prosperierende Firma handelt, die trotz stagnierender Weltwirtschaft weiter wächst. Im vergangenen Jahr habe Apple etwa 11.000 neue Mitarbeiter eingestellt, die meisten jedoch in den Retail Stores, die von 317 Niederlassungen weltweit auf mittlerweile 357 gewachsen sind.

Eindeutige Aussagen trifft Apple in dem Dokument zu Dividenden, die der Mac-Hersteller seinen Aktionären trotz teils starker Kritik nicht zahlen wolle. Alle Gewinne will Apple in sein operatives Geschäft stecken, heißt es. Die Barreservern Apples betragen derzeit 81,5 Milliarden US-Dollar, ein Rückkauf von Aktien sei auch nicht geplant. Aktionäre müsse man nicht zusätzlich belohnen, der Kurs der Apple-Aktie sei schließlich seit Beginn des Kalenderjahres um 24 Prozent gestiegen.

In Folge des Wachstums der Firma hat Apple in einigen Bereichen auch seine Ausgaben erhöht. Für Forschung und Entwicklung gebe man nun mit 2,4 Milliarden US-Dollar 24 Prozent mehr aus als vor einem Jahr, die Ausgaben für Anzeigen sind im gleichen Maß gestiegen, auf jetzt 933 Millionen US-Dollar. Für den Vertrieb gebe man nun 7,3 Milliarden US-Dollar aus, 38 Prozent mehr als 2010.

Sophos warnt vor Mac-Trojaner Tsunami

Graham Cluely, Sicherheitsexperte bei Sophos, warnt im Unternehmensblog Naked Security vor einer neu entdeckten Malware für den Mac. Auf den Namen OSX/Tsunami A getauft, ist die Schadsoftware eine Variante des Linux-Backdoor-Schädlings Troj/Kaiten, der schon seit 200 in Umlauf ist. Der Tsunami-Trojaner hat seinen Namen von seinem Haupteinsatzzweck, von gekaperten Macs aus bestimmte Websites mit Seitenaufrufen zu überfluten und derart zum Absturz zu bringen. Das Ziel der DDoS-Attacken (distributed denila-of-service) erfahre der Trojaner von einem IRC-Kanal, sobald er sich auf einem Rechner eingenistet hat. Zu den Verbreitungsmechanismen sagt Cluely nichts, versichert jedoch, dass die Mac-Virenschutzsoftware von Sophos den Schädling erkenne und entferne. Nicht nur mögliche DDoS-Attacken machen OSX/Tsunami-A so gefährlich, Cluely wart auch davor, über den Trojaner könnten Hacker Zugriff auf den infizierten Mac bekommen.

Stiftung Warentest findet Akku von iPhone 4S schwach

Testberichte über Apple-Produkte der Stiftung Warentest sind in den letzten Jahren deutlich freundlicher geworden. Ob das an besseren Apple-Geräten oder einer geneigteren Einstellung der Test-Redaktion liegt, mag offen bleiben. Das neue Apple-iPhone beurteilt das Magazin jedenfalls differenziert.

Zunächst stellen die Prüfer in einem Online-Schnelltest fest, was jeder Nutzer im Vergleich selbst bemerkt: Das 4S läuft flüssiger als alle Vorgängermodelle. Verbessert habe sich auch die Netzempfindlichkeit, obwohl man bei Test immer noch Probleme beim Antennensignal registriert, wenn die entsprechenden Schlitze am Handyrahmen mit den Fingern überbrückt werden. Dafür habe sich die Kamera deutlich verbessert und liege nun gleichauf mit der besten Kamera im (Test-)Handytest, dem Nokia N8. Zum viel beachteten Sprachassistenten Siri auf dem iPhone 4S findet die Redaktion heraus, dass dieser mit Englisch deutlich besser funktioniere als auf Deutsch. Die Technologie sei aber hochspannend. Sehr kritisch beurteilt man dagegen den Akku, der erheblich schneller leer sei als beim Vorgänger. So könne das iPhone 4 in GSM-Netzen 10 Stunden, das iPhone 4S dagegen nur achteinhalb Stunden dauertelefonieren. Noch deutlichere Verschlechterungen ergeben sich laut dem Schnelltest beim Musikspieler/iPod (60 gegenüber 44 Stunden) und bei den Standby-Zeiten, die man aber noch untersuche. So bringe das iPhone 4S zwar viele Neuerungen, dies aber zum Preis einer deutlich schlechteren Akkulaufzeit. Der komplette Schnelltest ist online und kostenlos über unten stehenden Link nachzulesen. Einen ausführlichen Test mit detaillierten Werten finden Sie auch auf Macwelt.de mit teils ähnlichen, aber auch abweichenden Ergebnissen wie etwa bei der Akkulaufzeit: Hier fand unsere Redaktion heraus, dass ein Film auf dem neuen iPhone 70 Minuten länger durchhält als auf dem Vorgänger. Allerdings gibt Apple selbst für das iPhone 4S eine um 100 Stunden geringere Standby-Dauer als beim iPhone 4. Auch hier liefen die Untersuchungen noch.

Info: Stiftung Warentest

Macworld Expo ändert Name und Konzept

Die Macworld Expo, bis 2009 dank Apple Hochamt der Mac-Szene und seither von Cupertino geschnitten, bekommt einen neuen Namen und ein neues Konzept. Der Messeveranstalter IDG World Expo lädt vom 26. bis 28. Januar 2012 nach San Francisco zur Macworld|iWorld ein, dem "ultimativen iFanevent". Expo-Geschäftsführer Paul Kent erklärt, der Name zeige, dass sich die Veranstaltung um das "gesamte Ökosystem von Apple-Produkten" drehe. Die bekannten Ausstellungen und Konferenzen blieben unverändert im Programm, neue Elemente würden aber "dynamsiche Kultur-Erfahrung" einbringen. So sollen etwa Musiker live auftreten und auf dem Podium erklären, wie sie Apple-Produkte in ihrer Arbeit einsetzen. Die band Atomic Tom beispielsweise zeige, wie sie iPhones als Instrumente einsetze. Im Gegensatz zu früheren Expos sollen für die Events auch die Abendstunden genutzt werden. Eine andere Veranstaltung will den Einsatz von Apple-Produkten in der Filmproduktion dem Publikum vorführen, zu sehen werden auf iPhone und iPad produzierte Filme, Filmemacher stehen Rede und Antwort.

Die Trainings heißen künftig Tech Talks, mehr als 75 sind bereits angesetzt, neu im Programm ist die Rapid-Fire-Session, in der in zwei Stunden Gesamtdauer nur jeweils fünfminütige Präsentationen zu sehen sein werden. IDG World Expo nimmt ab sofort Registrierungen für die Macworld|iWorld entgegen.

Bluetooth 4.0 wird zu Bluetooth Smart

Die Bluetooth Special Interest Group hat den Standard Bluetooth 4.0, den Apple unter anderem in das iPhone 4S eingebaut hat, in Bluetooth Smart und Bluetooth Smart Ready umbenannt. Durch die Klassifizierung soll auch eine bessere Unterscheidung der verschiedenen Gerätetypen möglich sein. Die jüngste Version des Bluetooth-Standards zeichnet sich vor allen Dingen durch einen niedrigeren Energieverbrauch aus, Bluetooth-Geräte kommen nun auch mit einer geringeren Anzahl von Pulsen aus und bleiben auch ohne einen kontinuierlichen Datenstream mit einander verbunden. Als Geräte der Klasse Bluetooth Smart gelten beispielsweise Sender wie Herzfrequenzmessgeräte, die mit einer kleinen Batterie auskommen und nur auf einer Frequenz senden. Geräte der Klasse Bluetooth Smart Ready verfügen über Empfänger für zwei Frequenzbändern, können also neben den Signalen von Bluetooth-Smart-Sendern auch solche herkömmlicher Peripherie empfangen. Neben dem iPhone 4S hat Apple mit dem aktuellen Mac Mini noch ein weiteres Bluetooth Smart Ready Gerät im Angebot.

Online-Bestellungen im Apple Store abholen

Zunächst in den USA führt Apple für seine Kunden einen neuen Service ein, der es Kunden erlaubt, in Apples Online Store getätigte Bestellungen in einem der Apple-Retail-Stores abzuholen. Laut unserer Kollegen von Macworld liefert der Online Store jede mögliche Konfiguration und jedes erhältliche Zubehör anstatt nach Hause in den vom Kunden bestimmten Apple Store. Bei seltenen Rechnerkonfigurationen sei jedoch mit längeren Wartezeiten zu rechnen, in der Filiale kommen nach einer Stichprobe bestimmte Geräte einen bis zwei Tage später an als an der Heimatadresse des Käufers. Sofort verfügbare Geräte kann man auch umgehend im nächsten Apple Store abholen und sich das Warten auf den Paketdienst sparen. Ob und wann Apple den Service auch außerhalb der USA anbietet, ist nicht bekannt.

Keypad-Tastatur von Scosche für das iPad 2

Wer das iPad auch zum Schreiben längerer Texte benutzen will, könnte an einer externen Tastatur wie dieser von Scosche möglicherweise gefallen finden. Für alle, die mehr als nur ein paar Wörter schreiben und deren Finger sich einfach zu groß für die Touchscreen-Buchstaben anfühlen, gibt es jetzt als neue externe Tastatur das Keypad. Scosche verbindet damit nach eigenen Angaben den Komfort einer Bluetooth-Tastatur mit dem Schutz eines Leder-Folios. Während das iPad 2 im Folio ein angenehmes und rutschsicheres Plätzchen im Wildleder-Inneren haben soll, wird die Bluetooth-Tastatur magnetisch im Folio befestigt. Dann ist das Keypad noch über Bluetooth mit dem iPad 2 zu verbinden. Allerdings, so warnt der Anbieter selbst: Hier wird ein Y für ein Z vorgemacht - es handelt sich nämlich um die englische Tastenkombination, das heißt um die QWERTY-Anordnung. Gut für unterwegs dagegen sei, dass die Bluetooth-Tastatur auch mal Tee- oder Kaffee-Überschwemmungen standhält, verspricht der Anbieter. Das Keypad enthält ihm zufolge ein hochwertig verarbeitetes Leder-Folio inklusive der Bluetooth-Tastatur zu einem (UVP) von 90 Euro und ist zum Beispiel im Scosche Onlineshop erhältlich. Für deutsche und österreichische Fachhändler ist Soular Distributionspartner.

Projektor Benq MX850UST erhältlich

Benq sieht den Einsatzort für den Ultra-Kurz-Projektor vor allem im Bildungsbereich, da er auch in beengten Räumlichkeiten ohne störenden Schatten arbeitet. Der Ultra-Kurz-Projektor weist eine maximale Auflösung von 1024 x 768 (XGA) und einen Kontrast von 13000:1 auf. 2500 ANSI Lumen Helligkeit projiziert der Beamer und hat erzeugt mit einer Ultra-Kurzdistanz von 0,45 ein 81 Zoll großes Bild aus 0,74 Meter Abstand. Der Projektor lässt sich an einer Decke oder oberhalb eines Whiteboards montieren. Im Normalmodus beträgt die Lebensdauer der eingesetzten Lampe 3500 Stunden, im Eco-Modus 5000 Stunden und im Smart-Eco-Modus 6500 Stunden. Das 339 x 237 x 323 Millimeter große Gerät wiegt 5,3 Kilogramm und verfügt über die Eingänge HDMI, Composite Video, S-Video, Component Video, Audio, Mikrofon und LAN sowie RGB VGA-Analog.

Der Benq MX850UST ist ab sofort für 1799 Euro erhältlich.

A3+ Fotodrucker Canon Pixma Pro-1

Der Pixma Pro-1 ist Canon zufolge der erste Fotodrucker mit 12 Tintentanks. Als Flaggschiff im Fotodruckerbereich hat Canon den Fotodrucker Pixma Pro-1 für November 2011 angekündigt. Der A3+ Drucker beherbergt 12 separate Tintentanks, die sechs Pigmenttinten und fünf Monochromtinten aufnehmen. Die im verbleibenden Tank untergebrachte farblose Chroma Optimizer soll die Schwarzdichte erhöhen und so einen gleichmäßigen Glanzgehalt erzeugen. Dem Hersteller zufolge druckt das Gerät einen Fotodruck der Größe A3+ in rund 2 Minuten und 55 Sekunden aus. Der hintere Papiereinzug fasst bis zu 20 Blatt, wobei zudem ein manueller Einzug vorhanden ist, der auch schwerere Fineart-Papiere bis 0,6 Millimeter aufnimmt. Die Druckauflösung beträgt bis zu 4800 x 2400 dpi. Und als Schnittstellen sind ein Ethernet- und ein USB-2-Port vorhanden.

Der Pixma Pro-1 kostet 899 Euro und ist ab November im Handel erhältlich.

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