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Donnerstag, 28. April

28.04.2011 | 00:00 Uhr

Jobs erklärt Locationgate mit mangelnder Information +++ iPad 2 in zwölf weiteren Ländern +++ Studie: Display Port wird zum Standard +++ Angry Birds mit 140 Millionen Downloads +++ Nokia gibt Symbian ab und entlässt Mitarbeiter +++ Passwort-Vergessen kostet 6 Milliarden Euro +++ Instant Messages verdrängen SMS +++ Tipp: In der Word-Vollbildansicht Zeichen und Wörter zählen +++ App-Test: Discovr - Am iPhone neue Musik entdecken +++ AAPL leicht im Minus

Morgenmagazin Meer
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Jobs erklärt Locationgate mit mangelnder Information

In einem Telefoninterview mit der Website All Things D aus dem Netz des Wall Street Journals hat Steve Jobs gestern Apples Erklärung zur Speicherung von Ortungsdaten weiter ausgeführt und erneut betont, man habe niemanden verfolgt. Die von iPhone Tracker angezeigten Daten stammen laut Apple und Jobs aus einer Datenbank, die Apple zur Ortsbestimmung nutzt und die auf den anonymisierten Ortungsdaten von dutzenden Millionen von iPhones aufbaut. Ein Programmierfehler habe dafür gesorgt, dass die Daten länger im Cache des iPhones verbleiben als es notwendig ist.

Im Interview vermied es Jobs, über die Praktiken der Konkurrenz zu sprechen, Anfang der Woche hatte er noch in einer E-Mail an einen Mac-Rumors-Leser behauptet, Google würde Android-Nutzer sehr wohl tracken. Stattdessen betonte er, dass jede iOS-App fragen muss, ob se die Ortsinformationen verwenden darf - Apple habe strikte Richtlinien für den Umgang mit personenbezogenen Daten und befolge diese auch.

Insgesamt habe die IT-Industrie Anwender zu wenig über das komplizierte Thema aufgeklärt, meinte Jobs: "Wenn neue Technik auf die Gesellschaft trifft, folgt eine Zeit der Anpassung und Aufklärung. Wir haben - als Industrie - die Leute nicht gut über die ausgetüftelten Details aufgeklärt, denke ich. So haben die Leute in der letzten Woche falsche Schlussfolgerungen gezogen."

Apple freue sich auf die Befragung der US-Behörden zu dem Thema. Apple wurde dazu gebeten, bestätigte Jobs, und werde vor dem Kongress Aussagen machen.

iPad 2 in zwölf weiteren Ländern

Apple hat bisher nicht verraten, wie viele iPad 2 es verkauft hat. Im zurückliegenden Quartal waren es insgesamt über 4 Millionen Geräte, das iPad 2 war aber erst zwei Wochen vor Ende des Berichtszeitraums auf den Markt gekommen. Noch in dieser Woche will Apple das iPad 2 in zwölf weiteren Märkten anbieten, vorwiegend in Fernost. In Japan, Hong Kong, Korea, Singapur und anderen asiatischen Ländern wird das iPad 2 ab Freitag zu haben sein, in Europa kommt die Türkei mit auf die Liste. Eine Woche später wird in China die iPad-2-Version nur mit Wi-Fi in die Läden kommen.

Studie: Display Port wird zum Standard

Display Port hat laut einer Studie von IHS iSuppli das Potential, innerhalb der nächsten Jahre zum Quasistandard zu werden und über kurz oder lang VGA und das ursprünglich als dessen Nachfolger konzipierte DVI zu werden. Laut der Marktforscher haben sich die Verkäufe von Geräten mit Display Port seit dem Jahr 2010 um 150 Prozent gesteigert, in den nächsten paar Jahren werde das dreistellige Wachstum anhalten, bis im Jahre 2014 eine halbe Milliarde Geräte eine Form von Display Port an Bord haben werde. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Display Port sei die Entscheidung Apples gewesen, den Standard über weite Bereiche seiner Produktpalette anzubieten. Auch die drei größten Hersteller von Grafikchips Intel, Nvidia und AMD haben sich dem Standard verpflichtet und werden ältere Standards wie VGA, DVI und Firewire bis spätestens 2015 aufgeben.

Display-Port-Schnittstellen lassen sich kompakter und kostengünstiger als VGA- oder DVI-Anschlüsse gestalten und sind von daher speziell für mobile Geräte attraktiv. Die Variante Mini Display Port, die Apple in seinen Macbooks (Pro) einsetzt, werde laut iSuppli in drei Jahren in drei von vier Notebooks eingesetzt sein.

Vor einer großen Zukunft stehe auch die von Intel entwickelte und von Apple erstmals herausgebrachte Schnittstelle Thunderbolt , die Display Port als Kerntechnologie nutzt. Neben Audio und Video lassen sich über Display Port auch andere Daten übertragen, mit Geschwindigkeiten bis zu 10 Gigabit pro Sekunde.

Angry Birds mit 140 Millionen Downloads

Angry Birds wird immer erfolgreicher. Nachdem im März der Hersteller Rovio von 100 Millionen Downloads berichtete, zählt das Unternehmen nun 140 Millionen Vogelfreunde in aller Welt, verkündete Rovios Peter Vesterbacka auf der Global Mobile Internet Conference in Peking. Die Erfolgsgeschichte von Angry Birds will Rovio weiter schreiben, allein in China erwartet der Hersteller bis Ende des Jahres insgesamt 100 Millionen Downloads. Wie viele der bisher 140 Millionen Downloads auf China entfallen, sagten Vesterbacke nicht. Angry Birds ist für iOS, Android, Windows, einige Spielekonsolen und auch den Mac erhältlich und war Rovios erster Hit nachdem der finnische Publisher 51 andere Spiele zuvor herausgebracht hatte.

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