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Donnerstag, 3. Dezember

03.12.2009 | 00:00 Uhr

Psystar bleibt hartnäckig +++ Photoshop.com für das iPhone weltweit erhältlich +++ Microsoft Bing will Google Maps angreifen +++ Facebook will regionale Netzwerke schließen +++ Google bietet Kompromiss im Streit um Bezahlinhalte im Netz +++ Kabinett beschließt Deutsche Digitale Bibliothek +++ Auch Prepaid-Karten können ins Minus geraten +++ AAPL leicht im Minus

Apple Store in München:
Vergrößern Apple Store in München:

Psystar bleibt hartnäckig

Der Hersteller der Mac-Cloes Open PC Psystar hat entsprechend einer Vereinbarung mit Apple den Verkauf seiner mit Mac-OS X 10.6 vorinstallierten Maschinen eingestellt. Auf der Website des Herstellers sind die Open Computer nun als nicht mehr erhältlich gekennzeichnet.

Im Streit mit Apple um die Rechtmäßigkeit eines solchen Computers gibt Psystar jedoch nicht auf und hat Berufung vor dem Berufungsgericht des Ninth Circuit in San Francisco eingelegt. Bis über diese Berufung und alle weiteren von Psystar eingelegten Rechtsmittel final entscheiden wird, kann Apple auch nicht auf die rund 2,7 Millionen US-Dollar Schadensersatz, die Bestandteil der Einigung waren, zugreifen. Richter William Alsup hatte entschieden hatte, mit seiner Praxis verstoße Psystar gegen Apples Urheberrechte und den DMCA. Weitere Klagen gegen das Unternehmen, etwa Verletzung der Markenrechte und unfaire Wettbewerbspraktiken hat Apple im Rahmen der Vereinbarung niedergelegt - vorerst. Die Entscheidung über eine gerichtliche Verfügung, die Psystar auch den Verkauf der Software Rebel EFI verbietet, die die Installation von Mac-OS X auf Fremdcomputern erst ermöglicht, soll am 14. Dezember nach einer Anhörung der beiden Parteien fallen. Psystar bemüht sich unterdessen, den Fall Rebel EFI weiter in Florida verhandeln zu lassen, Apple hatte eine Zusammenlegung der beiden Fälle beantragt. Während Apple Psystar in Kalifornien verklagte, reichte dieses in Florida eine Gegenklage ein, die Apple unter anderem vorwirft, mit der Kopplung seines Betriebssystems an die eigenen Rechte den Wettbewerb zu verhindern.

Im Juristen-Blog Groklaw hegen Experten Zweifel an Psystars Taktik sich im Geschäft zu halten. Der Hersteller würde zwar sich an den vereinbarten Verkaufsstopp halten, mit Rebel EFI aber eine Hintertür öffnen. Kunden sollen nun selbst Mac-OS X 10.6 auf von Psystar oder anderen verkaufte Maschinen installieren. Sofern diese keine kommerziellen Interessen verfolgen, hält Psystar ein solches Vorgehen für legal.

Photoshop.com für das iPhone weltweit erhältlich

Adobe bringt seine Bildbearbeitung Photoshop nun weltweit auf das iPhone. Nachdem Photoshop.com Mobile zunächst nur in der US-Niederlassung des App Stores erhältlich war, ist die Software seit gestern in allen regionalen Ausgaben der Plattform zu kaufen. Die Freeware erlaubt auf dem iPhone rudimentäre Bearbeitung von Bildern, Anwender können zudem ihre Fotos auf die Plattform Photoshop.com hochladen um sie dort mit anderen gemeinsam zu nutzen.

Microsoft Bing will Google Maps angreifen

Microsoft will mit einem neuen Straßenkartenservice in seiner Suchmaschine Bing den Platzhirschen Google Maps angreifen, lässt sich aus der gestern veröffentlichten Beta von Bing Maps schließen. Die Ansichten von Stadtlandschaften stellt Bing Maps in einer 3D-Anmutung mit Hilfe der Multimediasoftware Silverlight dar. Die reale Straßenansicht mit dem Vorbild Google Street View nennt Microsoft Streetside. Eine Application Gallery dient dazu, Daten mit den Straßenkarten zu verknüpfen, auch hier stand Google Pate. Die erste Anwendung ist eine Verknüpfung mit dem Microbloggingdienst Twitter, Tweets lassen sich am Ort ihres Entstehens in Bing Maps einblenden. Ähnlich funktioniert Local Lens, das einen Ortsbezug von Blogs herstellt. Neben Bing Maps hat Microsoft gestern in San Francisco Pressevertretern auch einen neuen Service der Suchmaschine Bing vorgestellt. So genannte "task pages" sollen Anwendern erklären, was sie mit den Ergebnisseiten ihrer Suche anfangen können. Bing war im Jui an den Start gegangen, laut Comscore hat die Suchmaschine zuletzt ihren Anteil von 8 auf 9,9 Prozent erhöht.

Facebook will regionale Netzwerke schließen

In der Bemühung um besseren Datenschutz haben die Betreiber des sozialen Netzwerkes Facebook beschlossen, regionale Netzwerke zu schließen. Seit seinen Anfangstagen erlaubte Facebook seinen Nutzern, sich in Netzen zusammenzuschließen, die auf ihren Wohnort basierten. In dieser Weise sei es leicht möglich, aufgrund kleiner Unachtsamkeiten bei der Einstellung der Zugriffsrechte für andere auf das eigene Profil komplett Fremden Einsicht zu gewähren. In einem regionalen Netz kommen leicht Millionen von Nutzern zusammen, die unter Umständen die gleichen Einsichtsrechte wie Facebook-Freunde, erklärt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in seinem Blog . Dies habe in den Anfangszeiten des Netzes, als es vorwiegend von Stundenten genutzt wurde, noch vortrefflich funktioniert, jetzt tummeln sich jedoch 350 Millionen Nutzer in Facebook. Rund die Hälfte der Facebook-Mitglieder seien in regionalen Netzwerken zusammengeschlossen, was eine bessere Möglichkeit zur Kontrolle privater Daten erfordere, meint Zuckerberg. Zudem will Facebook Anwenderwünsche erfüllen und Zugriffsrechte für jede auf Facebook geladene Datei individuell konfigurieren lassen. Die Änderungen sollen in Kürze aktiv werden.

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