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Donnerstag, 4. August

04.08.2011 | 00:00 Uhr

Pegatron soll 10 Millionen iPhone 5 fertigen +++ Quicktime-Sicherheitsupdate für Leopard +++ Technaxx macht FM-Transmitter kompatibel zum iPad +++ Facebook kauft Push Pop Press +++ Microsoft: Google hätte um Nortel-Patente mitbieten können +++ LG bringt neue 3D-TVs mit TruMotion-400-Hz-Technik heraus +++ Nein, IE-Nutzer sind nicht dümmer +++ Chrome 13 mit neuen Funktionen und 30 Lücken weniger +++ Tipp: Lion-System-DVD erstellen +++ App-Test: Schlangenwörter bilden - Wortjagd +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin: Blumenpracht
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Pegatron soll 10 Millionen iPhone 5 fertigen

Laut des taiwanesischen Branchenblatts Digitimes hat Apple bei der Manufaktur Pegatron 10 Millionen iPhone 5 in Auftrag gegeben. Dies hätten Quellen aus der Industrie dem Blatt verraten. Weitere Details nennt Digitimes nicht, doch würde das Timing der Nachricht zu dem vermuteten Zeitplan passen, nachdem Apple das neue iPhone in September oder Oktober in den Handel bringt.

Der britische Guardian will zudem erfahren haben, dass Mobilfunkprovider bereits Testgeräte in versiegelten Schachteln erhalten hätten. Diese würden zwar die neue Technik des iPhone 5 mitbringen, die jedoch in Dummy-Gehäusen eingebaut sei.

Quicktime-Sicherheitsupdate für Leopard

Apple hat in der Nacht ein Sicherheitsupdate für Quicktime speziell für Mac-OS X 10.5 Leopard veröffentlicht. In den Release-Notes von Quicktime 7.7 for Leopard gibt Apple wenig Informationen über die Inhalte der Sicherheitsupdates, hat dafür aber in einem Support-Dokument einige Hinweise zusammengestellt. Demnach behebe das Update ein Problem mit einem Buffer-Overflow beim Handling von Bildern, der zur Ausführung von Schadcode hat führen können. Das Problem sei unter Snow Leoaprd bereits mit dem Update auf Mac-OS X 10.6.8 gelöst. Für Windows-Anwender steht Quicktime 7.7 for Windows bereit.

Technaxx macht FM-Transmitter kompatibel zum iPad

Serienmäßige Anschlüsse für iPhone oder iPad sind an Autostereoanlagen nach wie vor rar, Nachrüstung ist teuer. Mit UKW-Sender-Adaptern lässt sich jedoch die Musik von iPhone und iPod auf das Autoradio übertragen - das funktioniert je nach Umgebung und Reisegeschwindigkeit auch einigermaßen. Technaxx hat mit dem FMT-X 4000 nun den nach eigenen Angaben ersten FM-Transmitter für das iPad vorgestellt. Die Besonderheit des Geräts ist die Halterung, die sich per Saugnapf an die Windschutzscheibe montieren lässt und neben iPhone und iPod in seinen variablen Klammern auch ein iPad aufnehmen kann. Der Blickwinkel auf das iPad lässt sich laut Technaxx justieren, so ließe sich das Gerät in der Halterung auch zur Navigation nutzen - TV-Sendungen sollte man unterwegs eher nicht verfolten. Der FMT-X4000 Transmitter lässt sich an den Zigarettenanzünder anstecken und versorgt so auch iPad und Co unterwegs mit Energie. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 40 Euro.

Facebook kauft Push Pop Press

Das soziale Netzwerk Facebook hat den Hersteller von prämierten elektronischen Büchern Push Pop Press übernommen und dessen bisherigen Dienst eingestellt. Puh Pop Press hatten zwei ehemalige Apple-Angestellte erst im Frühjahr gegründet, der Designer Mike Matas und der Ingenieur Kimon Tsinteris. Matas hatte für Apple unter anderem an den iPhone-Apps Karten und Fotos gearbeitet.

Push Pop hatte durch die iPad-Version des Al-Gore-Buches Our Choice Aufsehen erregt, die App hatte auf der WWDC den Apple Design Award in der Kategorie iPad gewonnen.

Facebook hat jedoch keine Pläne für elektronische Bücher, Matas, Tsinteris und ihr Team sollen einfach ihre Kreativität und Kenntnisse in die Weiterentwicklung des sozialen Netzes einbringen, berichten unsere Kollegen von Macworld. Our Choice werde es aber weiterhin für 3,99 Euro im App Store zu kaufen geben. Über die finanziellen Konditionen der Übernahme hüllen sich die Beteiligten in Schweigen.

Microsoft: Google hätte um Nortel-Patente mitbieten können

Microsofts Rechtsvorstand Brad Smith hat auf die Vorwürfe reagiert, die Google in einem offenen Brief an das von Apple, Oracle und Microsoft geführte Konsortium erhebt, das kürzlich für rund fünf Milliarden US-Dollar tausende Patente des pleite gegangenen Netzwerkausrüsters Nortel erworben hat. Google beklagte die Übertragung der Patente an die erfolgreichen Bieter als Behinderung von Innovation. Der Brief sei aber nur das laute Schmollen eines zu kurz gekommenen Konkurrenten, meint Smith. Man habe Google während des Bieterverfahrens aktiv angeboten, als Partner sich mit um die Patente zu bewerben, führt Smith laut Electronista aus. "Sie haben nein gesagt", erklärt Smith knapp.

Sollten Smiths Angaben korrekt sein, wirft das ein neues Licht auf das Bieterkonsortium, das sich den Namen Rockstar BidCo gegeben hat und bei dem auch Sony und RIM beteiligt waren. Nicht wenige Marktbeobachter waren der Ansicht, das Konsortium sei zu dem Zweck gegründet worden, um Googles Plattform Android rechtliche Probleme zu bescheren und deren Geschäftserfolg durch Patentklagen auszubremsen. Wenn hingegen Google mit im Boot hätte sein sollen, wäre die Allianz als eine Verteidigung gegen Patenttrolle geschmiedet, die teils unsinnige Klagen von "Patenttrollen" und mögliche Lizenzzahlungen an kleine Firmen verhindern helfe.

Google hatte beim US-Justizministerium geklagt, unfair aus dem Bieterwettstreit um Nortel-Patente gedrängt worden zu sein, diesbezügliche Untersuchungen bekämen nun eine neue Wendung. Microsoft-Pressesprecher Frank Shaw hat derweil einen Auszug aus einer E-Mail von Googles Rechtsanwalt Kent Walker veröffentlicht, in der dieser schrieb, ein gemeinsames Gebot sei für Google nicht ratsam.

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