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Donnerstag, 6.Oktober

06.10.2011 | 00:00 Uhr

Steve Jobs erliegt seinem Krebsleiden - weltweite Trauer in der IT-Industrie +++ iPhone 5 mit LTE erst Ende 2012 +++ Apple verdrängt Nokia aus Marken-Top-10 +++ Acer veröffentlicht die Projektoren S5301WM und S5301WB +++ Bluetooth-Musikempfänger von Marmitek +++ Bumpskin-Herbstkollektion: Farbige Skins für das iPhone 4 +++ Edimax Projektor-Server WP-S1300 macht Beamer WLAN-fähig +++ App-Test: Weltweiter Online-Reiseführer +++ Test: Sennheiser MM 80i +++ Tipp: Firefox richtig installieren +++ Apple-Aktie zu Börsenschluss im Plus

RIP Steve Jobs
Vergrößern RIP Steve Jobs

Steve Jobs erliegt seinem Krebsleiden - weltweite Trauer in der IT-Industrie

Steve Jobs ist tot. Der Apple-Gründer erlag gestern seinem langjährigen Krebsleiden im Alter von 56 Jahren. Erst im August hatte er sich als Apple-CEO von der Öffentlichkeit verabschiedet, da er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sah, das Unternehmen zu leiten. Der Apple-Aufsichtsrat bestätigt den Tod seines Chairmans:

Wir sind tief traurig, mitteilen zu müssen, dass Steve Jobs heute verstorben ist. Steves Großartigkeit, Leidenschaft und Energie waren die Quelle zahlloser Innovationen, die unser aller Leben bereichern und verbessern. Die Welt ist wegen Steve unmessbar besser geworden. Seine größte Liebe galt seiner Frau Laurene und seiner Familie, Unsere Herzen fühlen mit ihnen und all jenen, die er mit seinen außerordentlichen Gaben berührte.

Jobs starb am Mittwoch "friedlich im Kreise seiner Familie", die folgende Erklärung veröffentlichte: "In seinem öffentlichen Leben war Steve als visionär bekannt, in seinem Privatleben wertschätzte er seine Familie. Wir danken den vielen Menschen, die im letzten Jahr seiner Krankheit uns mit ihren Wünschen und Gebeten begleiteten." Die Familie will eine Kondolenz-Website einrichten und bittet die Öffentlichkeit in der Trauerzeit, ihre Privatsphäre zu respektieren.

"Keine Worte können unsere Trauer über Steves Tod ausdrücken und die Dankbarkeit, dass wir mit ihm zusammenarbeiten dürften," schreibt Apple-CEO Tim Cook in einem Mitarbeiterbrief. "Wir werden seine Erinnerung ehren, indem wir uns verpflichten, die Arbeit fort zu setzen, die er so liebte."

Ärzte hatten im Sommer 2003 bei Steve Jobs eine seltene Art des Bauchspeicherdrüsenkrebs festgestellt, ein Jahr später wurde der Tumor operativ entfernt, Jobs fehlte Apple nur gut drei Monate im operativen Geschäft. Sichtlich abgemagert, zog sich Jobs im Januar 2009 erstmals für längere Zeit zur Rekonvaleszenz zurück, im Juni 2009 wurde eine Lebertransplantation bekannt, im September kehrte er in die Öffentlichkeit zurück. Im Januar 2011 verließ Apple das Unternehmen erneut für eine krankheitsbedingte Auszeit, blieb aber wie in der Abwesenheit zuvor in alle wichtigen Entscheidungen des Unternehmens eingebunden. Zur Vorstellung des iPad 2 am 2. März und der Eröffnung der WWDC am 6. Juni führte er jeweils durch die Keynotes. Am 24. August 2011 gab er jedoch bekannt, seinen Posten als Apple-CEO endgültig aufzugeben, da er seine Gesundheit ihn seine Aufgaben nicht mehr erfüllen ließe. Als "Chairman" des Aufsichtsrates, einem neu geschaffenen Posten, wollte er jedoch für Apple weiterhin wirken. Sein Haus sah er bestellt, in dem er seinem Vertreter Tim Cook als Nachfolger auf dem Posten des CEO empfahl, in seinen letzten Worten als CEO sah er Apple für die Zukunft gerüstet: "Ich glaube, Apples beste und innovativste Tage liegen noch vor uns."

Weggefährten, Konkurrenten und Marktbeobachter reagieren traurig und bestürzt auf die Nachricht. Microsoft-Gründer Bill Gates erklärt All Things D: "Ich bin tief traurig, über Steve Jobs’ Tod zu hören. Melinda und ich kondolieren aufrichtig seiner Familie und seinen Freunden und jedem, der Steve mit seinem Werk begegnete. Steve und ich haben uns erstmals vor fast 30 Jahren getroffen, wir waren Kollegen, Konkurrenten und Freunde für mehr als die Hälfte unserer Leben. Die Welt lernt selten jemanden mit einer derart tief greifenden Bedeutung kennen, wie es bei Steve der Fall war. Sein Wirken wird man noch über Generationen spüren. Für diejenigen, die das Glück hatten, mit ihm zu arbeiten, ist es ein riesiger Verlust. Ich werde Steve wahnsinnig vermissen."

Aus dem Weißen Haus lässt Präsident Barack Obama vermelden: "Michelle und ich sind traurig über die Nachricht vom Hinscheiden Steve Jobs’. Steve war einer der größten amerikanischen Innovatoren - tapfer genug, um anders zu denken, stolz genug, um zu denken, er könne die Welt verändern und talentiert genug, um das auch zu tun. […] Die Welt hat einen Visionär verloren. Und es gibt keinen größeren Tribut an ihn und sein Schaffen, dass der Großteil der Welt von seinem Tod auf einem Gerät erfahren hat, das er mit erschaffen hat."

Google-Mitbegründer Sergey Brin erinnert sich: "Seit den ersten Tagen von Google mussten Larry und ich nicht weiter als nach Cupertino sehen, um etwas Inspiration für Vision und Leitung zu finden. Steve, deine Leidenschaft für Vorzüglichkeit fühlt jeder, der je ein Apple-Produkt in die Hand genommen hat (inklusive des Macbooks, auf dem ich das hier schreibe). […] Alle bei Google und in der Technologieindustrie im Allgemeinen werden dich sehr vermissen. Ich kondoliere der Familie, den Freunden und den Kollegen bei Apple."

Michael Dell, der mit Jobs mehr als einmal aneckte, preist das Werk seines Konkurrenten und Freundes: "Heute hat die Welt eine visionäre Führungsfigur verloren, die Technologieindustrie eine Legende und ich einen Freund und Gründerkollegen. Das Vermächtnis von Steve Jobs wird über kommende Generationen wirken."

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg erklärt: "Steve, danke, dass du eine Mentor und Freund warst. Danke, dass du gezeigt hast, dass dein Werk die Welt verändern kann. Ich werde dich vermissen."

Auch Samsung lässt den Streit um Patente einmal Streit sein und kondoliert Apple und der Familie über den CEO Choi Gee-sung:

"Samsung Electronics ist traurig, vom Tod des Chairmans Steve Jobs zu hören und möchte sein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Chairman Steve Jobs hat unzählige revolutionäre Änderungen in der Informationstechnologie ausgelöst und war ein großer Unternehmer. An seinen innovativen Geist und seine bemerkenswerten Fähigkeiten wird sich die Welt noch lange erinnern."

iPhone 5 mit LTE erst Ende 2012

Eine Keynote dauert 90 Minuten, nach dem Special Event ist vor dem Special Event und das nächste iPhone ist immer das schwerste: Die Spekulationen um eine technisch neue Generation des Apple-Smartphones nehmen schon wieder Fahrt auf. Apple hat mit dem iPhone 4S, das äußerlich dem iPhone 4 bis auf einige Details gleicht, wie schon im Sommer 2009 mit dem iPhone 3GS sich für die Evolution eines bewährten Gerätes begnügt, anstatt erneut mit einer technischen Revolution beeindrucken zu wollen. Die soll nun für das kommende Jahr anstehen, meinen die Analysten von IHS iSuppli. Den nächsten großen Schritt wolle Apple Ende 2012 oder Anfang 2013 mit der Mobilfunktechnik der vierten Generation nehmen und ein iPhone 5 (oder iPhone 6 als sechste Inkarnation des iPhone?) mit LTE anbieten.

Das iPhone 4GS beherrscht neben GSM und Edge auch die erweiterten Netzwerkprotokolle HSPA (High-Speed Packet Access) und EvDO (Evolution-Data Optimized), in der Theorie soll das iPhone 4GS bis zu 5,8 Mbps beim Upload und 14,4 Mbps beim Download erreichen können - wenn die Netzumgebung optimal ist. Jene Geschwindigkeiten würden Konkurrenten Apples als "4G-Funk" betiteln, meint Apples Marketing-Chef Phil Schiller, Apple wolle sich aber nicht an der Debatte beteiligen, was 4G sei und was nicht.

Apples vorläufigen Verzicht auf LTE sieht iSuppli-Analyst Francis Sideo in der bisher noch nicht ausgereiften Technik begründet. Statt Technologie um der Technologie Willen einzubauen, entscheide sich Apple lieber für Komponenten, die "ein herausragendes Erlebnis für den Nutzer bieten würden." Konkret entschied sich Apple für Chips, die annähernd die Geschwindigkeit von LTE erreichten, aber deutlich weniger Energie verbrauchten und ein schlankes Design ermöglichten.

LTE steht für Long Term Evolution und soll Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbps für den Upload und 100 Mbps für den Download ermöglichen, die Alternative Wimax - ebenso als 4G-Funk bezeichnet - verspricht 56 Mbps beziehungsweise 128 Mbps. Mit HSPA+ sind theoretisch 84 Mbps Downlink und 22 Mbps Uplink möglich.

Apple verdrängt Nokia aus Marken-Top-10

Die Markenspezialisten von Interbrand setzen Apple erstmals auf die Liste der zehn wichtigsten Marken der Welt. Im Vorjahr noch auf Platz 17 rangierend, ist Apple an Schwergewichten wie BMW, HP, Mercedes-Benz und Disney vorbei auf den achten Platz gezogen. Dort war vor zuletzt Nokia positioniert, das mittlerweile auf Platz 14 zurück gefallen ist. Während Coca-Cola weiterhin an der Spitze der Liste steht, sind in den Top Ten vier weitere Technologiefirmen vertreten: Auf den Plätzen zwei bis vier sind das IBM, Microsoft und Google, Intel folgt auf Platz sieben.

Interbrand lässt in sein Ranking objektive wie subjektive Kriterien einfließen, erklärt Electronista. So spielten die Bilanzen der vergangenen Jahre ebenso eine wichtige Rolle wie die Umsatz- und Gewinnerwartungen der näheren Zukunft. Schwerer zu fassen hingegen ist die Strahlkraft der Marke, die Kaufentscheidungen für das Produkt auslöse.

Acer veröffentlicht die Projektoren S5301WM und S5301WB

Speziell für den Bildungsbereich hat Acer die beiden Short-Throw-Projektoren ausgerichtet. Die beiden Projektoren Acer S5301WB und S5301WM haben eine Bildhelligkeit von 3000 ANSI Lumen sowie 2400 ANSI Lumen im Energiesparmodus. Außerdem verfügen sie über eine WXGA-Auflösung von 1280 x 800 und eine maximale UXGA-Auflösung von 1600 x 1200. Das Kontrastverhältnis beträgt 4500:1; 1,07 Milliarden Farben sind darstellbar. Beide Modelle sind DLP-3D-ready und lassen sich via Cestron Network Control umfassend über LAN steuern. So können die Geräte unter anderem Überwachungsfunktionen ausführen, via Remote Ein- und Ausgeschaltet werden oder Warnmeldungen ausgeben. Beide Modelle sind Dank Short-Throw-Technik auch in kleinen Räumen einsetzbar. Damit lassen sich auf eine kurze Distanz von 92 Zentimeter Bilder mit einer Diagonalen von 221 Zentimeter wiedergeben. Die WB-Ausführung kommt mit einer 230W-UHP-Lampe von Philips, die 3500 Stunden und 5000 Stunden im Energiesparmodus leuchtet. Die WM-Variante beherbergt eine 230W-P-VIP-Lampe von Osram, die für eine Zeit von 2500 Stunden ausgelegt ist. Im Energiesparmodus verlängert sich die Arbeitsleistung auf 4000 Stunden.

Die Projektoren sind ab sofort erhältlich. Der Acer S5301WM schlägt mit 1399 Euro zu Buche, der S5301WB mit 999 Euro.

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