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Donnerstag, 8. April

08.04.2010 | 00:00 Uhr

Wunschliste für iPhone-OS 4.0 +++ HP nennt Details zu seinem iPad-Konkurrenten Slate +++ Intel lässt experimentellen 48-Core-Chip testen +++ Virus Barrier X6 unterstützt das iPad +++ iSuppli: Apple macht mit iPad guten Schnitt +++ IT-Experten: Hacker manipulieren zunehmend Suchmaschinen +++ Verbraucherzentrale rät zu Verzicht auf Facebook +++ AAPL legt weiter zu

Morgenmagazin: Phlox
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Wunschliste für iPhone-OS 4.0

Am heutigen Donnerstag stellt Apple im Rahmen eines Special Events in Cupertino das kommende iPhone-Betriebssystem iPhone-OS 4.0 vor. Unsere Kollegen von Macworld haben eine Wunschliste von sieben Features aufgesetzt, die das neue iPhone- und iPad-Betriebssystem, das voraussichtlich im Sommer erhältlich sein wird, denn bringen soll.

Der größte Wunsch ist freilich das Multitasking für Apps von Drittherstellern. Nur Apples eigene Programme sind in der Lage, im Hintergrund zu arbeiten, so kann etwa die ganze Zeit der Musik des iPod lauschen, während man mit dem Browser das Netz durchstöbert. Apple verweigerte sich Multitasking für Drittherstellersoftware bisher mit der Begründung, parallel laufende Programme würden die Leistung des iPhones mindern und den Akku schneller als nötig leeren. Zumindest letzteres Argument verliert mit dem iPad ein wenig an Kraft, gerade auf den großen Bildschirm könnten mehrere aktive Programme passen. Auf dem iPhone wird man selten - vom Musikhören einmal ausgenommen - Apps Nebentätigkeiten ausführen lassen, doch wäre ein gewisses Multitasking wünschenswert, das etwa den schnellen Wechsel zwischen Apps ohen den Umweg über den Homne-Bildschirm erlaubt und den Anwender immer exakt an der Stelle einsteigen lässt, an der er das Programm zuvor verlassen hatte. Googles Android und Palm Web OS dienen als Vorbild für Multitasking und schnellen Programmwechsel.

Apple bietet als Alternative zu Multitasking seit iPhone-OS 3.0 Push Notification an, doch dieser Dienst benötigt zumindest eine Überarbeitung, klagen Jason Snell und Kollegen. Nicht selten hat man das iPhone aktiviert und dabei die auf dem Lock-Screen kurz sichtbare Benachrichtigung aus dem Blickfeld entfernt, kamen mehrere Benachrichtigungen hintereinander, ist nur die letzte zu sehen. Was uns der Notification Service sagen wollte, lässt sich erst nach einer Reise durch diverse verdächtige Apps erschließen.

Die Apps könnten sich in Zukunft auf dem Home-Screen auch besser ordnen lassen, immer nur eine App zu verschieben, sei auf Dauer wenig befriedigend, die Ordnung via iTunes zu halten, auch nur ein Workaround. Welche besseren Ordnungssystem Apple mit iPhone-OS 4.0 einführen könnte, ist unseren Kollegen auch nicht klar. Altertümliche Ordner würden jedoch ausscheiden, auf den aufgeräumten Home- und Lock-Screens könnte man aber Platz schaffen für Widget-artige Apps, die schnell Informationen über das lokale Wetter oder die aktuellen Aktienkurse anzeigen würden.

Wunsch Nummer vier dreht sich um den drahtlosen Abgleich. Muss man das iPhone bisher immer an einen PC oder Mac mit iTunes anschließen, um alle Daten zu erhalten, sollte dies in Zukunft auch drahtlos möglich sein. Zudem sei eine komplette Synchronisation des iPhone via Mobile Me wünschenswert. Wer etwa sein Handy auf Reisen verliere, könne ein neues Gerät dann wieder mit den Daten des alten bestücken, auch wenn es wochenlang nicht mehr mit iTunes auf dem Rechner kommuniziert hatte.

Die Unterstützung für Streaming Media ist ein weiterer Wunsch der Macworld-Redaktion. Das iPhone spielt bsiher nur die Musik ab, die auf dem Gerät gespeichert wurde, Macs hingegen können drahtlos im lokalen Netz ihre Musikbibliotheken gemeinsam nutzen. Warum nicht auch das iPhone, das einerseits vom zentralen Musikrechner des Haushalts per Streaming Daten beziehen oder selbst seinen eigenen Datenbestand an Airtunes-Empfänger senden könnte.

Mit Musik hat auch der Wunsch nach weiterer Verbesserung der Bluetooth-Fähigkeit des iPhone zu tun. Seit iPhone-OS 3.0 beherrschen iPhone 3G und iPhone 3GS immerhin schon das Protokoll A2DP, Musik hören über Bluetooth-Headsets ist somit möglich. Was aber noch nicht geht: Mit geeigneten Bluetotth-Geräten auch das iPhone steuern, wie es etwa das kabelgebundene Apple-Headset schafft. Hierzu müsste Apple dem iPhone-OS 4.0 das Bluetooth-Protokoll AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) beibringen.

Das Mail-Programm dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit Überarbeitungen erfahren, unsere Kollegen hoffen unter anderem darauf, dass es auch mehrere Posteingangsfächer gleichzeitig anzeigt, Mail Nachrichten an Gruppen versendet, alle Nachrichten als gelesen oder einzelne mit einer Flagge markieren lässt. Ordner sollen sich ebenso erstellen und bearbeiten und mehrere Signaturen erstellen lassen. Zudem besteht der Wunsch nach einer Thread-Ansicht, Möglichkeit, Anhänge zu speichern und einem lokalen Spam-Filter.

Welche der Wünsche Apple mit iPhone-OS 4.0 erfüllt und welche nicht oder mit welcher Überraschung das neue Betriebssystem aufwartet, werden wir heute Abend ab 19 Uhr berichten.

HP nennt Details zu seinem iPad-Konkurrenten Slate

Gut eine Woche nach dem Verkaufsstart des iPad hat HP erstmals Detials zu seinem auf der CES im Januar erstmals gezeigten Tablet-Computer HP Slate genannt. Wie das Techblog Engadget erfahren hat, soll das Slate mit einem 1,6 GHz schnellen Atom-Prozessor von Intel arbeiten und einen 8,9 Zoll großen Bildschirm mit 1024 mal 600 Pixeln Auflösung nutzen. HP werde das Gerät in zwei Varianten anbieten für 550 und 600 US-Dollar. Die Batterie soll jedoch nur für fünf Stunden Energie habe, dafür sind neben einem Dock-Connector auch ein USB-Port und ein SDHC-Slot eingebaut. Zusätzlich verfügt das Slate über einen SIM-Karten-Slot für ein optionales 3G-Modem. Das Betriebssystem ist Windows 7.

Der Analyst Dan Olds von der Gabriel Consulting Group sieht für das HP Slate Schwierigkeiten im Markt, denn der Hype um das iPad werde noch anhalten. Andererseits lobt er das Gerät als besser geeignet für Anwender, die sich noch nicht in das Apple-Ökosystem vorgewagt haben und lieber ein vertrautes Betriebssystem und ihre vorhandene Software nutzen. Zudem scheine das Slate auch Multitasking zu beherrschen und sich leicht mit Druckern oder anderer Peripherie verbinden zu lassen.

Auch Rob Enderle hält das HP-Tablet für ein "attraktives Gerät", sieht aber in der nur kurzen Batterielaufzeit einen entscheidenden Nachteil - beide Analysten sind sich einig, dass das HP Slate kein "iPad-Killer" sei.

Intel lässt experimentellen 48-Core-Chip testen

Intel will noch im zweiten Quartal einige Testgeräte seines experimentellen 48-Core-Prozessors an Forschungseinrichtungen und Universitäten ausliefern, gab das Unternehmen gestern bekannt. Eine begrenzte Anzahl von Computern mit dem Chip werde vorwiegend an Bildungseinrichtungen gehen, sagte der Technologie-Evangelist Intels Sean Koehl während eines Events in New York. Der Chip entstand im Rahmen von Intels Terascale-Forschungsprojekt, seine in engen Maschen verknüpften Prozessorkerne sollen durch die gegenseitige Vernetzung zu bislang nie erreichten Leistungen in der Lage sein. Dabei arbeite der Chip nur mit Taktraten, wie sie die Atom-Prozessoren aufweisen, zwischen 1,66 GHz und 1,83 GHz, erklärt der Intel-Labs-Ingenieur Christopher Anderson. Den Chip wird es in dieser Form wohl nicht im Handel geben, einige seiner Features dürften aber in zukünftige Entwicklungen eingehen. Derzeit liefern sich Intel und sein größter Konkurrent AMD ein Rennen um den Prozessor mit den meisten Kernen, in der letzten Woche kündigte Intel die Server-Prozessoren Xeon 7500 und 6500 mit jeweils acht Kernen an, währendn AMD den Opteron 6100 mit zwölf Kernen auf den Markt bringen will.

Virus Barrier X6 unterstützt das iPad

Intego hat für seine Antivirensoftware Virus Barrier X6 das Update auf Version 10.6.5 veröffentlicht, das nach Angaben des Unternehmen auch nach Viren auf dem iPad sucht. Zwar sind noch keine Viren für das iPad selbst bekannt, doch können auf dem Gerät beispielsweise in Form von Mail-Anhängen durchaus schadhafte Dokumente landen, die eine Gefahr für PCs oder gar Macs darstellen könnten. Im Falle eines Jailbreaks wäre das iPad ebenso für die bekannte Schadsoftware für Jailbreak-iPhones empfänglich. Beim Scan arbeitet Virus Barrier mit dem iPad in gleicher Weise wie mit dem iPhone und dem iPod Touch: Die Software kopiert alle Daten auf den Mac, sobald das iPad via USB daran angeschlossen ist und untersucht sie auf Schädlinge.

Die neue Version von Virus Barrier X6 erweitert zudem ihre Fähigkeiten beim Aufspüren gefährlicher Websites, Sites, die als Quelle für Phishing oder andere Gefahren markiert sind, lassen sich nun auch manuell von der schwarzen Liste entfernen oder an Intego für weitere Untersuchungen melden. Einzelne Programme lassen sich zudem als "vertrauenswürdig" kennzeichnen, Virus Barrier X6 wird diese fortan nicht mehr überprüfen. Ebenso soll der Scangeschwindigkeit die Option dienen, Boot-Camp-Volumes von der Untersuchung auszunehmen.

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