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Donnerstag, 9. April

09.04.2009 | 00:00 Uhr

Chiphersteller klagt: Verkauf von iPhones und Macbook soll gestoppt werden +++ Apple sichert sich Solar-Patent +++ Intel stellt neue Stromspar-Prozessoren vor +++ Massenhafter Online-Betrug +++ Hackerangriff auf US-Stromnetz +++ Neuer Anstieg der AAPL

Morgenmagazin: Wolken
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Chiphersteller klagt: Verkauf von iPhones und Macbook soll gestoppt werden

Ein taiwanesischer Chiphersteller will Apple wegen angeblicher Patentverletzung verklagen. Es gehe dabei um zwei in den USA angemeldete Patente. Per Einstweiliger Verf├╝gung will das Unternehmen erreichen, den Verkauf von iPhone, dem iPod Touch und den Macbooks zu stoppen. Dies seien die Ger├Ąte, bei denen die Patente verletzt w├╝rden. Damit will der Hersteller vermutlich den Druck auf Apple erh├Âhen. Die Klage hat das Unternehmen Elan Microelectronics beim Northern District in Kalifornien eingereicht.

Laut der New York Times geht es dabei um zwei Multi-Touch-Patente. Ein Apple-Sprecher aus Hongkong wollte die Angelegenheit gegen├╝ber der Zeitung nicht kommentieren. "Wir konnten uns mit Apple nicht einigen, deshalb haben wir beschlossen, aktiv zu werden", sagt Dennis Liu von Elan der New York Times. Laut dem taiwanesischen Unternehmen haben man zwei Jahre lang mit Apple in Verhandlungen gestanden.

Patentstreitigkeiten werden meist au├čergerichtlich beigelegt, indem sich die Kontrahenten auf eine Lizenzzahlung einigen. Es ist nicht bekannt, was die fraglichen Multi-Touch-Patente im Detail sch├╝tzen. Laut der NYT hat Elan Microelectronics bereits im Jahr 2006 gegen die Firma Synaptics geklagt. Der Einstweiligen Verf├╝gung wurde stattgegeben, die Klage und SynapticsÔÇÖ Gegenklage zogen die Unternehmen ein Jahr sp├Ąter zur├╝ck. Sie einigten sich auf ein gegenseitiges Lizenzabkommen.

Apple sichert sich Solar-Patent

Das US-Patentamt hat Apple mehrere Patentantr├Ąge genehmigt. Darunter auch eines, das die Stromversorgung von tragbaren Ger├Ąten ├╝ber Solarzellen sch├╝tzt. Ein Schaltkreis in der Dokumentation des Patentantrags zeigt die Kombination aus Solarzelle, Akku und die Steuerung der Stromversorgung. Der Antrag stammt aus dem Jahr 2006.

Daneben wurden Apple weitere Patente genehmigt. So sch├╝tzte sich die Firma das Design des iPod Classic und das Logo f├╝r den App Store.

Intel stellt neue Stromspar-Prozessoren vor

Intel hat rund ein Jahr nach der erfolgreichen Markteinf├╝hrung seiner Atom-Prozessoren f├╝r kleine mobile Rechner am Mittwoch zwei neue Chips der Prozessor-Familie in Peking vorgestellt. F├╝r eine neue Ger├Ąteklasse, die Intel "Mobile Internet Device" (MID) nennt und die noch einmal deutlich kleiner als heutige Netbooks sind, zeigte Intel-Manager Anand Chandrasekher zudem erstmals die neue auf Atom-Prozessoren basierende Plattform "Moorestown".

Im Leerlauf verbraucht die Moorestown-Plattform, in die auch ein Grafik-Controller integriert ist, zehnmal weniger Strom und soll 2010 auf den Markt kommen. Damit k├Ânnten auch leistungsf├Ąhige Handys (Smartphones) und MIDs k├╝nftig eine mit einem PC durchaus vergleichbare Leistung erbringen.

Mit der Moorestown-Plattform erhofft sich der weltgr├Â├čte Chiphersteller, auch im Markt f├╝r Handys und Smartphones weiter vorzudringen. Hier dominieren nach wie vor andere Hersteller wie etwa der Chip-Designer ARM, der auch die Prozessoren f├╝r Apples iPhone liefert. Bislang waren Intels Chips wegen ihres hohen Stromverbrauchs f├╝r den Einsatz in Smartphones kaum genutzt worden.

Der neue Atom Z550, den Intel auf dem hauseigenen, in diesem Jahr deutlich abgespeckten Intel Developer Forum in Peking pr├Ąsentierte, kommt auf eine Taktrate von zwei Gigahertz und hat einen Energieverbrauch von unter drei Watt. Der Z515 verbraucht bei maximal 1,2 Gigahertz Taktrate durchschnittlich 160 Milliwatt Strom und im Ruhezustand nur 80 Milliwatt. Er soll sich damit vor allem f├╝r den Einsatz in k├╝nftigen mobilen Internet-Ger├Ąten wie Netbooks und MIDs eignen. Wann es erste Ger├Ąte in Deutschland geben wird steht noch aus. In Italien und Frankreich seien erste MID-Modelle bereits verf├╝gbar, sagte Intel-Sprecher Thomas Kaminski. (dpa)

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