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Freitag, 1. Juli

01.07.2011 | 00:00 Uhr

Analysten sehen Chancen für Google+ gegen Facebook +++ Starke Nachfrage nach Google+: Einladungen gestoppt +++ Kodaks Patentklage gegen Apple und RIM zurück vor Gericht +++ iPad verzögert Amazons Tablet +++ Mixen mit dem DJ-Kabel von Griffin und Algoriddim +++ Updates für Java und Thunderbolt +++ Fotokasten: Drucke durch Foto-Kaschierungen veredeln +++ PDFs für iPad und Tablet-Computer optimieren +++ iHome iA17 - iPhone/iPod Radiowecker +++ Optimierter Publish-Workflow mit Switch 10 +++ Automatische Korrektur mit Xtension Auto Correct XT +++ AAPL legt zu

Morgenmagazin
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Analysten sehen Chancen für Google+ gegen Facebook

Google versucht mit seinem Social Network Google+, das derzeit in einem geschlossenen Beta-Test läuft, den Angriff auf Facebook. Leicht wird es für den Suchmaschinenriesen nicht, den Platzhirsch zu entthronen, doch sei Google nicht chancenlos, meinen Analysten. "Ohne Zweifel wird das ein Schwimmen gegen den Strom," erklärt etwa Brad Shimmin von Current Analysis unseren Kollegen der Computerworld. Google sei aber immer gut darin gewesen, auf die Bedürfnisse der Kunden zu antworten. Google habe aber eine weite Strecke zurück zu legen, schließlich beginnt der Kampf gegen das Social Network mit mehr als 500 Millionen Nutzern weltweit bei Null.

Deswegen sei das Hauptproblem auch, schnell eine kritische Masse für Google+ zu begeistern, soziale Netze machen keinen Spaß, wenn man sie alleine nutzt. Ezra Gottheil von Technology Business Research macht Google aber Hoffnung: "Es ist nicht so, dass die Zeit der Leute total von Facebook okkupiert wäre. Es gibt immer eine Abnutzung. Es ist aber schwierig, das organische Wachstum zu erreichen, das jedes neue soziale Netzwerk benötigt."

Vor Facebook war aber bereits Myspace das angesagteste soziale Netz - und ist mittlerweile eine Internetruine. Facebook könnte nun das gleiche Schicksal drohen, weil Google eben Google ist, wie Dan Olds von der Gabriel Consulting Group meint: "Google hat eine Chance, aber nur, weil es Google ist und eine große Marketingmacht hat." Da aber Facebook groß und etabliert sei, bräuchte Google viel Glück, um den Kampf zu gewinnen. Wenn einer gegen Facebook antreten könne, sei das Google. Man werde sehen, ob die Internetnutzer Zeit für zwei soziale Netzwerke hätten.

Starke Nachfrage nach Google+: Einladungen gestoppt

Google ist nach eigenen Angaben von dem starken Interesse an dem Beta-Test seines sozialen Netzes Google+ überrascht und kann den Kreis der Beta-Tester nicht mehr erweitern. Einladungen lassen sich nun nicht mehr aussprechen, auch wer bereits eine Einladung erhalten hat, kann Google+ nun nicht mehr beitreten. Vic Gundotra, Senior Vice President Social bei Gogle, erklärt sich über Google+: "Wir haben den Einladungsmechanismus vorerst abgestellt. Wahnsinnige Nachfrage. Wir müssen sorgsam und in einer kontrollierten Weise vorgehen. Dank allen für das große Interesse!" Wer versucht, einer bereits erhaltenen Einladung zu folgen, bekommt statt Zugang zu Google+ nur die Miteilung, dass Google+ momentan seine Kapazitäten überschritten habe. Eine Google-Sprecherin konnte unseren Kollegen der Computerworld nicht sagen, wie viele Einladungen bereits versandt oder eingelöst wurden. Man werde den Mechanismus von Zeit zu Zeit wieder öffnen und schließen und das Netzwerk langsam für seinen öffentlichen Start vorbereiten: "Wir haben Google+ in einem Feldversuch gestartet, um das Produkt zu testen und Feedback zu erhalten. […] Wir sind begeistert, dass so viele Leute daran interessiert sind, einen neuen Ansatz des Online-Sharings auszuprobieren."

Kodaks Patentklage gegen Apple und RIM zurück vor Gericht

Die US-Handelsbehörde ITC (International Trade Commission) hat Kodak im Patentstreit mit Apple und RIM einen Teilerfolg beschert und den Fall zurück an die Gerichte verwiesen. Noch im Januar hatte ein Richter entschieden, das von Kodak reklamierte Patent über Vorschaubilder der Handy-Kamera, das Apple und RIM mit iPhone und Blackberry angeblich verletzen, sei ungültig. Kodak hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt und nun von der ITC Rückendeckung erhalten, die das Urteil als "in Teilen" zurückweisen müsse. Das Gericht solle den Fall nun noch unter anderen, von der ITC vorgeschlagenen Aspekten betrachten. Bis zum 30. August solle ein neues Urteil vorliegen.

iPad verzögert Amazons Tablet

Noch im Jahr 2011 will Amazon einen eigenen Tablet-Computer auf den Markt bringen. Laut dem taiwanesischen Branchenblatt Digitimes könnte aber der Erfolg des iPad 2 die Pläne Amazons verzögern. Der Online-Händler, der mit dem Kindle bereits ein digitales Lesegerät im Angebot hat, habe demnach mit den Manufakturen TPK Holdings, Wintek, HannStar Display und J Touch über die Produktion der Tablets verhandelt, vier Millionen Stück sollten es bis Ende des Jahres sein. TPK und Wintek hätten demnach gezweifelt, eine derartige Stückzahl liefern zu können, da sie noch mit Aufträgen für Apple ausgelastete seien. Amazon-CEO Jeff Bezos hatte Pläne für ein Tablet implizit im Mai bestätigt, für August oder September könnte der Verkaufsstart in den USA geplant sein. Das Kindle hatte Amazon erst zwei Jahre nach dem Verkaufsstart in den USA internationla verkauft.

Mixen mit dem DJ-Kabel von Griffin und Algoriddim

Das neue DJ-Kabel erlaubt in Kombination mit der passenden App das Musik-Auflegen auf iPad, iPhone sowie iPod und zeitgleiches Anhören der nächsten Titel. Griffin Technology, Hersteller von Multimedia-Zubehör, bringt gemeinsam mit Algoriddim, Szeneschmiede für DJ-Software für Mac- und iOS-Geräte, das DJ-Kabel für iPad, iPod und iPhone auf den Markt. Das neue DJ-Kabel soll das Musik-Auflegen auf iOS-Geräten revolutionieren, denn es ermöglicht dem DJ die nächsten Titel über das DJ-Kabel anzuhören und vorzubereiten, während der momentane Titel der Playlist weiterläuft. Das DJ-Kabel wurde speziell für die Djay-App von Algoriddim für iPhone und iPod sowie für die Djay-App für das iPad entworfen, die dieses Jahr mit dem Apple Design Award ausgezeichnet wurde. Die App Djay erlaubt Anwendern, Titel aus der iTunes-Musikbibliothek direkt auf zwei virtuellen Turntables aufzulegen. Neben Live-Auflegen gibt es ebenfalls die Option Automix, bei dem per Knopfdruck eine Wiedergabeliste im DJ-Style erzeugt und abgespielt wird. Das DJ-Kabel teilt den Output des iPads, iPhones oder iPads in zwei Kanäle auf: ein Kanal für den Sound, der über die Lautsprecher für das Publikum hörbar ist, und ein Kanal für den DJ, der in die nächsten Titel reinhören und die Playlist nahtlos vorbereiten kann. So können DJs und Musik-Fans den Sound für jedes Event optimal mixen, meint der Anbieter. Das DJ-Kabel kostet 20 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) und ist im Apple Store oder bei Griffin erhältlich. Die Djay-App von Algoriddim ist im App Store ( Browser-Link ) verfügbar.

Info: Griffin

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