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Freitag, 12. August

12.08.2011 | 00:00 Uhr

Verlorener iPhone-4-Prototyp: Keine Strafe für Gizmodo +++ Apple hält fast fünf Prozent des Mobiltelefonmarktes +++ Smartphone-Audio: HTC übernimmt Mehrheit an Beats +++ HP senkt Preis von Touchpad auf 400 Dollar +++ Seagate verkauft eine Million Hybridfestplatten +++ Über-Mask versteckt Dateien und Ordner per Tastendruck +++ Updates für Filemaker, Photoshop und Logic +++ Twitter zeigt jetzt mehr +++ Ist der "Gefällt mir"-Button wettbewerbswidrig? +++ Tipp: Bildimport in Digitale Bilder automatisieren +++ App-Test: Wahrig Synonymwörterbuch +++ AAPL im Plus

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Verlorener iPhone-4-Prototyp: Keine Strafe für Gizmodo

Der Nachfolger für das iPhone 4 scheint überfällig, Spekulationen über ein iPhone 4S oder ein iPhone 5 machen die Runde. Doch hatten im Netz kursierende Bilder des iPhone 4 im April 2010 - zwei Monate vor der offiziellen Vorstellung - weit mehr Aussagekraft als alle heute kursierenden Gerüchte, schließlich hatte ein Apple-Ingenieur einen echten Prototypen des iPhone 4 in einer Bar im Silicon Valley liegen lassen. Der Blog Gizmodo hatte über Umwege das Gerät erworben und einen Scoop gelandet, die Strafe Apples folgte auf dem Fuß: Seither bekommen die Redakteure von Gizmodo keine Einladungen zu Presseveranstaltungen des Mac-Herstellers mehr. Strafrechtlich sei aber an dem Verhalten des Publishers und des damaligen Redakteurs Jason Chen, der für die iPhone-4-Geschichte verantwortlich zeichnete, nichts zu beanstanden, hat nun die Staatsanwaltschaft im Bezirk San Mateo entscheiden. Einer Ordnungswidrigkeit schuldig gemacht hätten sich aber zwei andere Personen, Brian Hogan (22)aus Redwood City und Safe Wallower (28) aus Emeryville, denen der Staatsanwalt Unterschlagung von verlorenem Eigentum vorwirft. Hogan habe über seinen Anwalt zugegeben, den gefundenen Prototypen für 5.000 US-Dollar an Gizmodo verkauft zu haben, berichten unsere Kollegen der Computerworld. Sein Mandant übernehme die volle Verantwortung für sein Handeln, mit dem Staatsanwalt wolle man den Fall rasch klären. Anwalt und Mandant seien der Ansicht, dass eine Geldstrafe nicht nötig sei. Für Safe Wallower könnte die Sache aber unangenehmer werden, der Staatsanwalt wirft ihm Besitz gestohlenen Eigentums vor. Wallower habe als Mittelsmann agiert und in Hogans Auftrag mehreren Technikwebsites das "Fundstück" angeboten.

Erleichtert über die Entscheidung der Strafverfolger zeigt sich Gawker Media, Herausgeber des Blogs Gizmodo. Über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, es liege keine Straftat seitens Gizmodos im Zusammenhang mit der Beschaffung des Prototypen und der Berichterstattung darüber vor, sei man zufrieden.

Apple hält fast fünf Prozent des Mobiltelefonmarktes

Apples Marktanteil am globalen Mobilfunkmarkt ist laut der Marktforscher von Gartner im zweiten Quartal 2011 auf 4,6 Prozent gestiegen. Das Gesamtvolumen betrage 428,7 Millionen Geräte, dabei sind Smartphones und herkömmliche Handys zusammengerechnet. Gegenüber dem Vorjahr ist der Markt um 16,5 Prozent gewachsen, Smartphones legten um 74 Prozent zu und machen nun knapp 25 Prozent des gesamten Marktes aus. Im Smartphone-Segment hält Apple nun 18,1 Prozent der Marktanteile, vor einem Jahr waren es noch 14,1 Prozent. Die Android-Plattform legte im gleichen Zeitraum jedoch von 17,2 Prozent auf 43,4 Prozent zu. Das starke Wachstum der Open-Source-Plattform, auf der sich zahlreiche Hersteller tummeln, geht vor allem zu Lasten von Nokias Symbian und Blackberry von RIM. Symbian fiel von 40,9 auf 22,1 Prozent, Blackberry von 18,7 auf 11,7 Prozent.

Smartphone-Audio: HTC übernimmt Mehrheit an Beats

Der Smartphonehersteller HTC hat die Mehrheit an dem vom Rapper Dr. Der gegründeten Hersteller von Audiolösungen Beats übernommen. Ziel des Invests ist es laut HTC, seine Smartphones mit Produkten von Beats auszustatten um so die Audiowiedergabe der Geräte zu verbessern. Erste Smartphones mit den "Sound-Innovationen" von Beats sollen schon in diesem Herbst erscheinen. Laut Beats-Mitgründer Jimmy Lovine erhält HTC das exklusive Nutzungsrecht an den Beats-Produkten. Beats stellt High-End-Kopfhörer her, die laut der Firma die Klangqualität von Tonstudios reproduzieren sollen. HTC lässt sich das Investment 300 Millionen US-Dollar kosten, Beats wird aber weiter autonom arbeiten und nicht Teil von HTC werden. Welche Technologien genau den Weg in künftige HTC-Smartphones finden werden, deuten die Beteiligten lediglich an. Die neuen Partner werden "eng zusammenarbeiten, um Beats-Technologie tief in HTC-Produkte zu integrieren", dabei handele es sich um Software und Hardware, erklärt HTC-CEO Peter Chou.

HP senkt Preis von Touchpad auf 400 Dollar

Hewlett-Packard (HP) setzt im Konkurrenzkampf mit Apple auf dem Tabletmarkt auf den Preis und senkt den für das Touchpad mit 16 GB Speicher dauerhaft auf 400 US-Dollar. Zur Markteinführung hatte das Gerät noch 500 US-Dollar gekostet, so viel wie auch das kleinste iPad-Modell. Kurzfristige Rabatte haben HP anscheinend nicht geholfen, den Verkauf des iPad-Konkurrenten anzukurbeln. Das Touchpad mit 32 GB Kapazität kostet nun dauerhaft 500 US-Dollar. Händlern erklärt HPS Senior Vice President of Personal Systems Stephen dir Franco in einer Mitteilung, dass HP trotz der kurzen Zeit seit Markteinführung "sehr zufrieden mit den Reaktionen der Kunden" sei und man mit der Preissenkung noch wettbewerbsfähiger werde.

Seagate verkauft eine Million Hybridfestplatten

Seagate hat nach eigenen Angaben eine Million Exemplare seiner im Frühjahr 2010 eingeführten Hybridfestplatte Momentus XT verkauft. Große Computerhersteller wie Alienware, Asus, Dell, Sony und Toshiba verbauen dem Hersteller zufolge das 2,5-Zoll kleine Hybridlaufwerk in ihren Laptop-PCs. Die Momentus XT-Hybridfestplatte rotiert mit 7200 Umdrehungen pro Minute und ist mit einer maximalen Speicherkapazität von 500 GB erhältlich. Im Vergleich zu einem herkömmlichen HDD (Hard Disk Drive)-Laufwerk, das über eine Rotationsgeschwindigkeit von 5400 Umdrehungen pro Minute verfügt, bootet ein Laptop oder Gaming-System mit der Hybridfestplatte nach Herstellerangaben um bis zu 50 Prozent schneller. Diese Leistung werde unter anderem durch die "Adaptive Memory"-Technologie von Seagate erreicht, welche eine intelligente Überwachung häufig verwendeter Dateien ermöglichen soll und diese in den integrierten 4 GB großen Flashspeicher der Momentus XT ab legt. Damit können Anwendungen schneller geladen werden, verspricht Seagate. Das Problem mit heutigen hochperformanten SSDs für den mobilen Einsatz ist, so resümiert der Hersteller, dass diese im Vergleich zu klassischen Magnetspeicher-Festplatten bei gleicher Kapazität rund zehnmal teurer sind. Viele Konsumenten und Systemhersteller sind nicht bereit, diesen hohen Preis für schnellere Transferraten bei einem Speichermedium in Kauf zu nehmen. Deshalb soll die Momentus XT eine ideale Lösung für diesen Kundenkreis sein, weil sie "eine exzellente Leistung" mit einem relativ günstigen Preis vereine. Mehr zum Hintergrund solcher Hybridfestplatten findet sich auch auf Macwelt . Die Momentus XT gibt es in den Größen 250, 320 und 500 GB.

Info: Seagate

Über-Mask versteckt Dateien und Ordner per Tastendruck

Von dem Berliner Softwareentwickler Novamedia kommt ein neues Tool für den Mac. Mit Über-Mask werden Dateien und Ordner laut Anbieter mit einem Tastendruck unsichtbar gemacht und so vor neugierigen Blicken und versehentlichem Entdecken geschützt. Auch Spotlight ist demnach nicht in der Lage, verborgene Daten zu finden, solange diese von Über-Mask verwaltet werden. "ÜberMask geht es nicht darum, Dateien aufwendig zu verschlüsseln oder aus einem Mac eine Festung zu machen", erklärt Jan Füllemann, Pressesprecher von Novamedia. "Vielmehr sollen Ordner und Dateien blitzschnell versteckt und z.B. von Partnern, Kollegen oder Kindern nicht entdeckt werden. So kann der Anwender seinen Mac guten Gewissens aus der Hand geben, ohne seine Dateien aufwendig umzusortieren," meint Füllemann. Zum Verbergen und Verwalten der Daten nutzt der Anwender selbstgewählte Tastenkombinationen. Mit der so genannten BOSS-Taste - einer Kombination aus vier Tasten - werden alle verwalteten Dateien und Ordner auf ein Mal versteckt. Mit der Über-Mask-Taste kann der Nutzer einzelne Dateien und Ordner sichtbar und unsichtbar machen und das Programm Über-Mask aufrufen. Sobald der Mac ausgeschaltet wird, sorgt Über-Mask dafür, dass alle verwalteten Daten wieder verborgen werden. So sind die Dateien und Ordner auch dann gut versteckt, wenn der Nutzer vergessen haben sollte, die BOSS-Taste zu nutzen und der Mac von einem anderen Nutzer eingeschaltet wird, verspricht der Entwickler. Über-Mask enthält eine Übersicht aller verwalteten Dateien und Ordern und zeigt an, welches Objekt gerade sichtbar oder unsichtbar ist. Weiterhin lassen sich in der Übersicht Dateien und Ordner direkt aufrufen oder auch komplett aus der Verwaltung durch Über-Mask entfernen. Eine eigene Suchfunktion erleichtert die Nutzung der verwalteten Daten. Über-Mask kostet 10 Euro und ist ab sofort auf der Website des Herstellers verfügbar. Es benötigt Mac-OS X 10.6 oder höher. Eine Demoversion steht ebenfalls online bereit und ermöglicht die uneingeschränkte Nutzung des Programms für 14 Tage.

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