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Freitag, 14. Oktober

14.10.2011 | 00:00 Uhr

Samsungs Galaxy Tab 10.1 bleibt in Australien verboten +++ Apple will bald Filme in die Cloud bringen +++ Google verhandelt wieder mit der Musikindustrie +++ Instapaper-Entwickler weist auf Problem in iOS 5 hin +++ Updates für Lion, Snow Leopard, Safari, iTunes und iPhoto +++ Erste Benchmarks des iPhone 4S +++ Freecom bringt Mobile Drive XXS 3.0 +++ ASH: Deutsche Version von The Book of Unwritten Tales für den Mac +++ Unix-Miterfinder Dennis Ritchie verstorben +++ Tipp: iTunes-Prozessorleistung im Hintergrund reduzieren +++ Test: Devonagent Pro 3.0.1 +++ AAPL legt weiter zu

Morgenmagazin: Parkstadt Schwabing
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Samsungs Galaxy Tab 10.1 bleibt in Australien verboten

Samsung darf sein Galaxy Tab 10.1 in Australien auch weiterhin nicht verkaufen, hat ein Gericht in New South Wales entscheiden und damit eine einstweilige Verfügung bestätigt. Laut Wall Street Journal entschied Richterin Annabelle Bennet, das koreanische Tablet könne nicht in den Handel kommen, solange es von Apple patentierte Touchscreen-Technologien einsetze.

Der Analyst Paul Budde sieht laut WSJ in dem Urteil jedoch ein langfristiges Problem für Apple, denn am Ende würde es auf einen Streit Apples mit Google, dem Hersteller des Betriebssystems Android hinauslaufen. Und hier sind Buddes Sympathien nicht ganz bei Apple: "Ich sehe ein, dass Apple seine innovative neue Technologie schützen will, andererseits leben wir nun einmal in einer freien Welt und man kann nicht wegen einer Innovation den Rest der Welt davon abhalten, in die gleiche Richtung zu gehen."

Samsung will gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einlegen und mit Klagen wegen der Verletzung von Patenten rund um Funktechnologien Apple kontern. Das Unternehmen erklärt: "Wir sind enttäuscht über diese Entscheidung und werden uns juristischen Rat über unsere Optionen suchen. Wir werden weiterhin unser geistiges Eigentum gegenüber denjenigen verteidigen, die Samsungs Patente verletzen und unsere Technologie als Trittbrettfahrer nutzen."

Apple kommentierte die Entscheidung nur mit einem früheren Statement: "Diese Art des eklatanten Kopierens ist falsch und wir müssen unser geistiges Eigentum schützen, wenn andere Firmen unsere Ideen stehlen.

Apple will bald Filme in die Cloud bringen

Wie die Los Angeles Times berichtet, steht Apple kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung mit der Filmindustrie über Filme in iCloud. Der Service könne womöglich noch 2011 starten oder Anfang 2012 in Betrieb gehen. Wer über den iTunes Store Filme kauft, soll diese so wie auch Apps, Bücher und Musik (bisher mur in den USA) auf seine mobilen Geräte spielen können. Ein Hinderungsgrund sei bis zuletzt das so genannte "HBO Fenster" gewesen. Die Klausel verbietet das Streaming von Filmen, solange sie über das US-Kabelnetz HBO gesendet werden.

Die Konkurrenz schläft nicht: Ein Zusammenschluss von Hollywoodstudios - an dem das mit Apple enge verbandelte Disney nicht beteiligt ist - arbeitet an dem Service Ultra Violet: Wer sich einen Film auf DVD, Bluray oder als Download kauft, stellt damit automatisch eine Kopie in seine Ultra-Violet-Bibliothek ein, die in der Cloud lokalisiert ist. Einmal gekaufte Filmen lassen sich so beliebig auf Geräte streamen. Der iTuens Store unterstützt Ultra Violet nicht, laut LA Times hätte das Konsortium aber großes Interesse an der Beteiligung des iPhone-Herstellers.

Google verhandelt wieder mit der Musikindustrie

Google verfolgt wieder seine Pläne für einen Musikladen im Internet, berichtet die New York Times unter Berufung auf eine Quelle in der Musikindustrie. Googles Antwort auf den iTunes Store könnte bereits in einigen Wochen in den Betrieb gehen. Der Store würde zusammen mit Googles Onlinemusikspeicher Music Beta verbunden werden, wer bei Google Musik kauft, erhält diese dann automatisch auch im Streamingverfahren und kann sie auf seine mobilen Geräte übertragen. Damit würde Googles Musikservice zu Amazons Cloud Drive und Apples iTunes Match aufschließen, Kunden müssten ihre Musik nicht mehr selbst in die Cloud hochladen.

Die Verhandlungspartner der Plattenfirmen sehen den Musikspeicher Googles aber nach wie vor skeptisch und fürchten, dieser könne "zum Hort der Piraterie" werden. Google müsse daher die Plattenfirmen von der Sicherheit und Seriosität seines Angebotes überzeugen. Erstmals waren Pläne zu einem Gogole Music Store i Mai 2010 publik geworden. Googles Ablehung von zusätzlichen Lizenzgebühren für den Musikspeicher in der Cloud haben angeblich die Verhandlungen mit der Musikindustrie verzögert, so dass Google die Pläner erst einmal auf Eis legen musste.

Instapaper-Entwickler weist auf Problem in iOS 5 hin

Marco Ament, Entwickler der Lese-App Instapaper weist auf eine Neuerung in iOS 5 hin, die für die Nutzer bestimmter Apps in gewissen Situationen zum Problem werden könnte. iOS 5 räumt nämlich Cache-Dateien und temporäre tmp-Dateien auf, sobald das System Platzmangel auf dem iPhone, iPad oder iPod Touch bemerkt. Die genauen Kriterien dafür kenne nur Apple, meint der Entwickler gegenüber MacNN. Was für das System einen Sicherheitsgewinn bedeuten könnte - "Locationgate" löste im Frühsommer ein von iOS 4 lange nicht gelöschter Cache aus - habe auch Nachteile für Apps wie Instapaper, die aus dem Internet gezogene Inhalte auch im Offline-Modus dem Nutzer anbieten. Dies könnten Texte von Websites sein oder Landkarten. Zwar lassen sich die gelöschten Daten sofort wieder laden, wenn eine App sie benötigt, doch könne dies für manche Nutzer problematisch sein, da der Download entweder den Datentarif für 3G-Geräte belaste oder ein Wi-Fi-Gerät fern des nächsten Hotspots agiere und in der Situation die App nutzlos werde. Alternativ könne man diese Daten auch in den Documents-Ordner der App speichern, erklärt Ament, doch in diesem Fall würde die App ständig große Datenmengen mit iCloud abgleichen, was den Datenverkehr verstärke und höhere Kosten verursachen könnte. Apple entferne zudem Apps aus dem App Store, die zu viele Daten in den Documents-Ordner ablegen. Ament fordert daher eine dritte Speichermöglichkiet jenseits von Documents-Ordner und Cahce, einen Ordner, den weder iTunes noch iCloud mit dem Gerät abgleichen und der erst gelöscht wird, wenn der Anwender die zugehörige App von seinem Gerät entfernt. Apple arbeite an einer Lösung, deutet Ament an, er und andere Entwickler haben wohl während der Beta-Phase von iOS 5 Apple auf das Problem aufmerksam gemacht.

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