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Freitag, 16. September

16.09.2011 | 00:00 Uhr

Intel: Thunderbolt mit Glasfaser erst in einigen Jahren +++ Microsoft schließt Flash von Internet Explorer für Windows 8 aus +++ Bestätigt: iPhone 4 ist das dünnste Smartphone +++ Ballmer mit Verkäufen der Windows-Phones unzufrieden +++ Blue Lounge Mini Dock lädt iPhone direkt an der Steckdose +++ Kompaktes Audiosystem iMT630 von Altec Lansing +++ Digitale Sofortbildkamera von Polaroid +++ Intel beschleunigt Atom-Roadmap +++ Firmware-Updates für Macbook und Mac Mini +++ Test: Technaxx FMT-X4000 +++ Webseite in Safari durchsuchen +++ Wahl-O-Mat: Unterhaltsame Entscheidungshilfe +++ AAPL nähert sich der 400-Dollar-Marke

Morgenmagazin Herbstbäume
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Intel: Thunderbolt mit Glasfaser erst in einigen Jahren

Die Hochgeschwindigkeitsschnittstelle Thunderbolt, die Intel unter dem Namen Light Peak entwickelt und Apple im Febraur erstmals in die Macbook Pro integriert hat, wird noch einige Jahre sich auf Kupferkabel verlassen. Dies bestätigte der Chef von Intels Architecture Group Dadi Perlmutter in einem Interview auf der Entwicklerkonferenz IDF. Zwei Gründe gebe es dafür: Die Kupfertechnik erweise sich einerseits als überraschend gut und beschere Datenübertragungsraten von bis zu 10 Gbps. Auf der anderen Seite sei Glasfaser noch zu teuer, so dass es noch einige Jahre dauern werde, bis Thunderbolt seinem Entwicklernamen Light Peak gerecht werden könne. Zwar seien die Geschwindigkeiten mit Glasfaser noch höher, doch entscheide schließlich die Abwägung der Käufer, wie viel mehr sie für höhere Geschwindigkeiten investieren wollten. Auch sei das Kupferkabel in Sachen Geschwindigkeit noch nicht völlig ausgereizt: "Es gibt viele Technologien, die seit 20 Jahren für tot erklärt werden und weiterhin gute Fortschritte machen," argumentiert Perlmutter für Kupfer.

Neben Apple werden ab dem kommenden Jahr auch Acer und Asus Thunderbolt in ihre Rechner einbauen, hat Intel zudem auf der IDF bekannt gegeben.

Microsoft schließt Flash von Internet Explorer für Windows 8 aus

Microsoft folgt dem Beispiel Apples und wendet sich allmählich von Adobes Flash-Technologoie ab. Wie der Leiter des Internet-Explorer-Entwicklerteams Dean Hachamovitch im Firmenblog erklärte, wird eine der beiden Versionen des IE 10 in Windows 8 keine Plug-ins zulassen - also auch kein Flash. Mit Windows 8 bringt Microsft zwei Versionen seines Browsers zur Auslieferung, eine davon ist an den von Windows Phone 7 entnommenen Kachel-Look angepasst, den Microsoft "Metro-Style" nennt. Die Metro-Version des Browsers werde nun ohne Plug-ins auskommen, da sie so viel wie nur möglich auf HTML 5 setze, wie Hachamovitch erklärt. Plug-ins würden die Möglichkeiten des Metro-Styles und von HTML 5 nur stören, führt er weiter aus. Die Metro-Variante und die herkömmliche des Internet Explorer setzen zwar auf die gleiche Rendering-Engine, doch ist der Metro-IE eine eigene App und nicht nur eine andere Ansicht der Software. Den Nutzen des Browsers ohne Plug-ins beschreibt Hachamovitch mit Argumenten, die man aus Steve Jobs’ offenen Brief " Gedanken über Flash " aus dem April 2010 gut kennt: "Lässt man den IE im Metro-Style ohne Plug-ins laufen, verlängert das die Batterielaufzeit genauso wie es die Sicherheit, Zuverlässigkeit und den Datenschutz verbessert."

Bestätigt: iPhone 4 ist das dünnste Smartphone

Apple ist derzeit mit Samsung nicht nur in Sachen Patente im Clinch, auch in Sachen Marketing streitet sich der iPhone-Hersteller mit dem koreanischen Konkurrenten. Die britische Advertising Standards Authority (ASA) gibt Apple nach einer Beschwerde Samsungs nun Recht: Apple hat mit dem iPhone 4 das dünnste Smartphone im Angebot und nicht Samsung mit dem Galaxy S II. Auf den ersten Blick mag Samsungs Ansicht korrekt sein: Das Galaxy S II misst an seiner dünnsten Stelle nur 8,71 Millimeter, während das iPhone durchgängig 9,3 Millimeter dick ist. Apple argumentiert gegenüber der ASA jedoch, dass es Kunden nicht interessiere, wie dünn ein Gerät an seiner dünnsten, sondern an seiner dicksten Stelle sei - dies würde schließlich entscheiden, ob das Smartphone in bestimmte Taschen passe. Das Samsung Galaxy S II hat je eine Ausbuchtung für Kamera-Objektiv am oberen Ende und für Lautsprecher und Antenne unten am Gerät, die zu einer Dicke von 9,91 Millimetern an den Stellen führen - Samsung muss also akzeptieren, dass Apple das iPhone 4 als dünnstes Smartphone bezeichnet. Apples Werbeaussage sei also nicht irreführend.

Apple hat derweil seine Klage gegen Samsungs Galaxy Tab auf Großbritannien ausgeweitet und versucht nun im Vereinigten Königreich einen Verkaufsverbot gegen das Tablet zu erwirken.

Ballmer mit Verkäufen der Windows-Phones unzufrieden

Windows Phone 7 hat sich für Microsoft nicht als der erhoffte Befreiungsschlag erwiesen, räumte Microsoft-CEO Steve Ballmer auf dem Financial Analyst Meeting des Unternehmens ein. Die Partner Microsofts hätten seit Oktober 2010 nicht so viele Smartphones mit dem Betriebssystem aus Redmond verkauft, wie er sich das gewünschte habe, erklärte Ballmer laut eines Berichts von Electronista. Genaue Zahlen nannte Ballmer nicht, doch habe Microsoft Marktanteile verloren. Hoffnung lege Ballmer auf das Systemupdate mit dem Codenamen Mango: "Ich sage nicht, dass mir gefällt, wo wir sind, aber ich bin sehr zuversichtlich darüber, wo wir sein können." Vor allem spiele Nokia eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Windows Phone. Nokia wird anders als andere Partner wie HTC, LG und Samsung, die Smartphones mit Windows Phone 7 als Nischenprodukte sehen, exklusiv auf das mobile Betriebssystem setzen. Mango soll im Oktober auf ersten in Europa und Nordamerika erhältlichen Geräten laufen.

Blue Lounge Mini Dock lädt iPhone direkt an der Steckdose

Mit dem Mini Dock will der Zubehörhersteller Blue Lounge Kabelsalat vermeiden helfen, der beim Aufladen des iPhone an der Wandsteckdose anfallen kann. Der Adapter lässt sich anstatt des USB-Kabels in Apples USB Power Adapter einstecken und das iPhone (wie auch iPod Touch) über den integrierten Dock-Connector laden. Das Mini Dock dient so als Halterung für das zu ladende iPhone, das somit direkt an der Wand lehnt, anstatt am Boden vor der Steckdose liegen zu müssen. Das Blue Lounge Mini Dock kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung rund 18 Euro.

Kompaktes Audiosystem iMT630 von Altec Lansing

Altec Lansing erweitert sein Portfolio für iPhone und iPod um das neue kompakte Lautsprechersystem In-Motion iMT630 Classic und iMT630 Sport. Mit der neuen Dockingstation kombiniert der Audioexperte nach eigener Einschätzung einen coolen Look mit bester Audioqualität. Mit seinem kompakten Design und dem langlebigen Akku soll das iMT630 ein idealer Begleiter sein. Durch die kompakte und leichte Bauweise kann das Audiosystem für iPhone und iPod bequem in einer Hand getragen werden und ist flexibel einsetzbar, preist der Hersteller das iMT 630 an. Die integrierten 2-Zoll-Lautsprecher sorgen laut Anbieter für einen klaren und ausgewogenen Stereosound selbst bei voller Lautstärke. Diesen können Nutzer mittels des eingebauten Lithium-Ionen-Akku auch unterwegs für nahezu sieben Stunden genießen, verspricht Altec Lansing. Potentielle Kunden haben die Wahl zwischen drei verschiedenen Farben: Während das iMT630 Classic in Schwarz erhältlich ist, gibt es das iMT630 Sport mit den Farben Rot und Aquamarin. Zusätzlich zu den integrierten Bedienelementen am iMT630 ermöglicht die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung die Steuerung der Dockingstation. Kommt diese einmal nicht zum Einsatz oder soll das Audiosystem transportiert werden, findet sie im Gehäuse Platz und wird dort magnetisch gehalten. Zudem lassen sich über den AUX-Eingang weitere Geräte anschließen. Zusätzlich bietet der Hersteller kostenlose iOS-Apps an: Die Music Mood-App ermöglicht jedem Musikfan sein ganz individuelles Sounderlebnis. So sorgt sie zum einen durch Voreinstellungen und einen integrierten 7-Band-Grafikequalizer für die optimierte Wiedergabe von Klangbildern. Zum anderen bietet die App den "Ambient Sound & Visual Generator", der eine Auswahl an entspannenden und stimmungsvollen Videos und Sounds wie ein knisterndes Kaminfeuer oder ein sanfter Regenfall bereitstellt. Die Alarm Rock-App verwandelt die Dockingstation außerdem in einen digitalen Wecker inklusive Zeitanzeige, großem Snooze-Button und individuell anpassbarer iPhone-Oberfläche. Als Weckton können die persönlichen Lieblingslieder auf dem iPod und iPhone ausgewählt werden. Das Altec Lansing iMT630 ist ab Ende September für 130 Euro (UVP inklusive Mehrwertsteuer) im Fachhandel und über Amazon.de erhältlich. Die Music Mood- und Alarm Rock-Apps sind im App Store auf iPhone und iPod Touch kostenlos zum Download verfügbar.

Info: Altec Lansing

Digitale Sofortbildkamera von Polaroid

Mit der Polaroid Z340 bringt Plawa eine Digitalkamera, in der neben der Aufnahmetechnik noch ein Drucker integriert ist.

Diese Kombination ermöglicht das sofortige Ausdrucken einer Aufnahme. Dabei weist das Fotopapier eine Größe von 7,62 mal 10,16 Zentimeter auf und ist somit größer als der damalige Polaroid-600-Film. Der Ausdruck funktioniert über Zink-Zero-Drucktechnologie, bei der Farbkristalle in den Couleurs Magenta, Cyan und Gelb enthalten sind, die beim Druck durch Wärme aktiviert werden. Plawa zufolge sind die Abzüge schmutz- und wasserfest. Ein Ausdruck soll in rund einer Minute ausgegeben sein. Die Leistungen des Akkus reicht nach Herstellerangaben für bis zu 25 Fotos inklusive Ausdruck.

Das Kameragehäuse beherbergt unter anderem ein ausklappbares Display der Größe 2,7 Zoll und einen SD-Karten-Slot. Aufgenommene Fotos können in der Kamera bearbeitet werden. Außerdem erlaubt die Z340 die Schärfe, Kontrast und die Farbsättigung sowie den Weißabgleich manuell einzustellen. Fotorahmen wie der klassische weiße Sofortbildrahmen stehen zudem zur Verfügung.

Die Polaroid Z340 ist ab Ende September für rund 300 Euro erhältlich. Im Lieferumfang befinden sich neben einem Akku auch zehn Blatt des Fotopapiers.

Intel beschleunigt Atom-Roadmap

Intel will künftig bei seinen Atom-Prozessoren eine identische Fertigungstechnologie wie bei den Core- und Xeon-Serien verwenden. Noch immer werden aktuelle Atom-CPUs im 45-nm-Verfahren produziert. Bis Ende 2011 kommt mit Saltwell der erste 32-nm-Atom.

Hinterher: Noch können die Atom-Prozessoren in der Fertigungtechnologie mit den Core- und Xeon-Modellen nicht Schritt halten. Ab 2014 soll sich das ändern.
Vergrößern Hinterher: Noch können die Atom-Prozessoren in der Fertigungtechnologie mit den Core- und Xeon-Modellen nicht Schritt halten. Ab 2014 soll sich das ändern.

Die Atom-Prozessoren werden künftig verstärkt in SoC-Designs Verwendung finden. Beispielsweise hoch integrierte Chips mit CPU, Grafik und Kommunikationsfunktionen auf einem Siliuziumplättchen für Smartphones oder Tablets . Intel entwickelt immer parallel ein CPU-Design sowie ein SoC-Design in der gleichen Strukturbreite.

Bei der Entwicklung der ersten Atom-Prozessoren stand laut Steve Smith, VP & GM Intel Architecture Group Operations , ein günstiges Design im Vordergrund, weniger möglichst hohe Performance. Darum wurde beim Fertigungsverfahren auf bewährte und günstige Technologie gesetzt. Der Einsatz von Atom-Prozessoren ändert sich aber laut Intel , darum steht Performance bei gleichzeitig geringem Energiebedarf künftig mehr im Vordergrund - wie es beispielsweise bei Tablets notwendig wird.

Bisher hinkte deshalb die Fertigung der Atom-Prozessoren den Core- und Xeon-Modellen deutlich hinterher. Aktuell werden die Atom-Architektur "Bonnell" noch mit 45 nm gefertigt. Noch 2011 geht Intel auf die nächste Atom-Generation "Saltwell" über, die im 32-nm-Verfahren gefertigt wird.

Dreijahresplan: Intel will mit den Atoms zügig in Richtung 14 nm marschieren.
Vergrößern Dreijahresplan: Intel will mit den Atoms zügig in Richtung 14 nm marschieren.

Während Intel in der ersten Jahreshälfte 2012 mit Ivy Bridge bei seinen Core-Prozessoren bereits auf 22 nm schwenkt, steht der Wechsel bei den Atoms erst 2013 an. Die entsprechende Atom-Mikroarchitektur hört auf den Codenamen "Silvermont". Im Jahr 2014 will Intel dann bei den Core- sowie Xeon-Prozessoren und den Atom-CPUs einen gemeinsamen 14-nm-Prozess verwenden. Der entsprechenden Atom-Generation hat Intel den Codenamen "Airmont" spendiert. (cvi)

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