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Freitag, 19. August

19.08.2011 | 00:00 Uhr

HP will PC-Sparte ausgliedern +++ Analyst: Microsoft kauft keinen Telefonhersteller +++ iPhone 5 soll am 7. Oktober in den Handel kommen +++ Equinux lizenziert Tizi an Belkin +++ Erstes Update für Lion +++ Salesapp: All-in-One-Vertriebstool für das iPad von i42 +++ Motorola wegen Google-Deal verklagt +++ Google will alle Firmen zeitgleich auf Google+ lassen +++ Google Maps zeigt jetzt auch das Wetter an +++ Gezielt suchen in iTunes Store +++ Populärwissenschaftliche Meeresbiologie: Universum der Ozeane +++ AAPL verliert deutlich

Morgenmagazin: Strand
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HP will PC-Sparte ausgliedern

Der weltweit größte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) hat angekündigt, seine PC-Sparte auszugliedern und die Division WebOS zu schließen, berichtet der IDG News Service. HP habe seine Pläne nach Bekanntgabe der Bilanz für das letzte Quartal öffentlich gemacht. Im Zeitraum April bis Juni 2011 hat HP 31,2 Milliarden US-Dollar eingenommen, nur leicht mehr als die 30,7 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahr.

Die HP Personal Systems Group, die für das PC-, Tablet- und Smartphone-Geschäft zuständig ist, hat die geringste Marge ausgewiesen und dabei ein Drittel der Umsätze eingefahren. Das Geschäft mit PCs fluktuiert laut dem Analysten Charles King von Pund-IT weit stärker als jenes mit Business-Software, Services und Servern, da es von saisonalen Schwankungen und Kauftrends abhänge. Wenn HP das PC-Geschäft ausgliedere, könne das Unternehmen volatile Finanzzahlen isolieren sich auf stabilere Geschäfte mit höherer Marge konzentrieren, erklärt King.

HP hat noch keinen detaillierten Plan, sondern spielt nach eigenen Angaben mehrere Szenarien durch. Darunter seien auch eine teilweise oder vollständige Trennung vom Unternehmen. In diesem Falle würde HP dem Beispiel IBM folgen, das seine PC-Sparte im Jahr 2005 an den chinesischen Hersteller Lenovo abgestoßen hat. Den PC-Markt unter Druck gesetzt hat in den letzten Jahren vor allen Dingen Apple und sein Erfolg mit dem iPad. Dieses ist so beliebt, dass Apple-CEO Steve Jobs im März dieses Jahres bereits die "Post-PC-Ära" ausgerufen hat.

HPS Margen im PC-Geschäft sind jedoch schon seit mehreren Jahren gesunken, der Analyst Roger Kay sieht die Strategie der ehemaligen HP-Chefin Carly Fiorina nun endgültig gescheitert. Fiorina hat im Jahr 2022 für 25 Milliarden US-Dollar den Hersteller Compaq gekauft und einen integrierten Ansatz verfolgt.

Der heutige HP-Chef Leo Apotheker will sich nun auf Business-Software konzentrieren, HP hat angekündigt, den Hersteller von Analyse-Software Autonomy zu übernehmen. Autonomy bietet Unternehmenslösungen für Suche und Datenanalyse und machte im Jahr 2010 einen Umsatz von 870 Millionen US-Dollar.

Komplett einstellen will HP das Geschäft mit WebOS, das der Konzern erst vor kurzem mit dem PDA-Hersteller Palm für 1,2 Milliarden US-Dollar übernommen hat. Betroffen sind nicht nur die Smartphones PalmPre, sondern auch das Tablet HP Touchpad. HP will aber prüfen, wie der Wert der WebOS-Software in Zukunft zu optimieren sei - was das auch immer heißen mag.

Analyst: Microsoft kauft keinen Telefonhersteller

Google übernimmt Motorola, Apple stellt seit jeher sowohl Hardware als auch Software seiner Produkte her und so gerät Microsoft in den Verdacht, als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen einen Telefonhersteller übernehmen zu wollen - der Kurs der Nokia-Aktie ging zuletzt rasant in die Höhe. Der erfahrene Analyst Roger Kay sieht eine derartige Akquise aber nicht auf der Agenda von Microsoft. Im Gegenteil täte das Unternehmen gut daran, weiterhin seine Strategie zu verfolgen und nur die Software für ein Netz von eng kooperierenden Hardwareherstellern zu knüpfen. Eine Hardware-Firma zu übernehmen, eröffne zwar großartige Möglichkeiten zur Integration und Kontrolle. Während aber Apple diese Integration herausragend vorführe, würde ein derartiger Versuch Microsoft von seinem Hauptgeschäft ablenken. Zudem zeige die jüngste Geschichte ein abschreckendes Beispiel: Im Jahr 2008 hatte Microsoft für 500 Millionen US-Dollar den Hersteller Danger übernommen, der unter anderem für T-Mobile das Telefon Sidekick produzierte. Die Übernahme führte aber lediglich zu dem recht unglücklichen Social Smartphone Kin, das Microsoft nach nur sechs Wochen wieder einstellte. Auch der selbstentwickelte Zune-Player erwies sich als Flop, wobei es diese im vom iPod dominierten Markt nicht leicht hatte.

Die Hardwareherstellung liege außerhalb von Microsofts Kernkompetenzen, führt Kay gegenüber unseren Kollegen der CIO weiter aus, es sei zudem ein riskantes Geschäft: "Da gibt es jede Menge Aspekte: Große Investitionen in Inventar und Lieferketten, die Margen sind nicht so hoch. Apple hat das zum Laufen gebracht, viele andere aber nicht." Ob Google mit der Übernahme Motorolas glücklich werde, müsse sich erst erweisen, warnt Kay. Wobei Google auch nach Ansicht Kays vor allen Dingen das Patentportfolio Motorolas bei der Übernahme im Sinn hatte, das bei der Verteidigung der Android-Plattform gegen Patentklagen helfen soll.

iPhone 5 soll am 7. Oktober in den Handel kommen

Apple wird das iPhone 5 am Freitag, den 7. Oktober in den Handel bringen und Vorbestellungen für das neue Telefon ab dem 30. September annehmen. Dies berichtet nun die Website 9to5-Mac und bestätigt damit einen Bericht des Blogs TiPB aus der letzten Woche. 9to5-Mac wolle sich dafür aus einer von TiPB unabhängigen Quelle informiert haben.

Zuletzt war der 7. September als Termin für ein Special Event durch die Medien gegeistert, der Oktober-Termin steht dazu aber nicht im Widerspruch: In den letzten Jahren hatte Apple stets zwischen der Vorstellung des neuen iPhones und dessen Verkaufsstart zwei bis vier Wochen gelassen. Angekündigt hatte Apple das neue iPhone jeweils gut drei Monate nach den ersten Einblicken auf das neue iOS - iOS 5 zeigte Apple heuer erstmals am 6. Juni.

Equinux lizenziert Tizi an Belkin

Belkin erweitert sein Sortiment an iPad- und iPhone-Zubehör um den mobilen TV-Hotspot Tizi. Zu diesem Zweck haben Equinux und Belkin eine strategische Partnerschaft vereinbart, die mit der Zusammenarbeit bei der Marktpräsenz des mobilen TV-Hotspots für DVB-T in die erste Phase tritt.

Tizi überträgt digitales TV (DVB-T) über einen integrierten WLAN-Hotspot auf iPad, iPhone, iPod Touch und den Mac in höchster Bildqualität und zeichnet Aufnahmen auf dem iOS-Gerät ohne Qualitätsverlust auf, so der Anbieter. Der Nutzer soll so sicher sein, dass er seine Lieblingssendung oder das wichtige Fußballspiel auch am Badesee oder im Biergarten empfangen kann. Die Tizi.tv-App findet durch einen GPS-basierten intelligenten Sendersuchlauf laut Hersteller vier Mal schneller TV-Kanäle und speichert Senderlisten für mehrere Standorte direkt auf dem Tizi ab. Inklusive ist außerdem ein Überblick über das gesamte TV-Programm samt Senderlogos, Sendungsfortschritt und dem Zusammenspiel mit TV Movie. Im Macwelt-Test schnitt das Gerät mit einem "sehr gut" (Note 1,3) ab. Der Belkin Tizi ist ab September 2011 bei allen Handelspartnern zur unverbindlichen Preisempfehlung von 129 Euro inklusive Mehrwertsteuer erhältlich und damit günstiger als das Original von Equinux, das regulär 149 Euro kostet.

Info: Belkin

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