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Freitag, 2. Oktober

02.10.2009 | 00:00 Uhr

Apple verbessert sich im Greenpeace-Ranking +++ Google stattet suche mit mehr Optionen aus +++ O2 bereitet sich auf Rückgabe von 30.000 iPhones vor +++ Apple mit Placebase gegen Google? +++ EU-Kürzungen der Mobilfunkgebühren waren rechtmäßig +++ Ebay streicht 400 von 1000 Jobs in Deutschland +++ Richtlinie zu Internet-Sperre keine Verschlusssache +++ AAPL verliert deutlich

Morgenmagazin Frühstück
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Apple verbessert sich im Greenpeace-Ranking

Apple hat sich im Umweltranking " A Guide to Greener Electronics" der Umweltschutzorganisation Greenpeace von Platz 11 auf 9 verbessert, die Note bleibt jedoch gleich bei 4,9 von 10 möglichen Punkten. Das bessere Ranking ist auf schlechtere Bewertungen von LG und Dell zurück zu führen, die beide deutlich zurück fielen. Der Mac-Hersteller verweilt weiterhin im dicht bevölkerten Mittelfeld der Liste, in Gesellschaft der Konkurrenten Dell, HP und Acer. Die Aussichten auf einen besseren Platz stehen jedoch nicht schlecht, denn Apples jüngste Maßnahmen in Sachen Umweltschutz sind in diese Ausgabe der vierteljährlich erstellen Liste noch gar nicht eingegangen. Apple hatte vorige Woche ausführliche Informationen über die in seinen Produkten verwendeten Materialien und deren Wiederverwertbarkeit sowie deren CO2-Fußabdruck über die gesamte Lebensdauer veröffentlicht. Zuletzt hatte Greenpeace Apple vor allem wegen seiner Informationspolitik gerügt. Die schlechten Noten bezüglich zurückgehaltener Informationen gehen noch in die aktuelle Ausgabe des Reports ein. Gute Noten erhielt der Mac-Hersteller jedoch für seine erfolgreichen Bemühungen, Giftstoffe wie PVC oder bromierte Flammhemmer (BFR) aus seiner Produktion zu verbannen. Jedoch geht Greenpeace zufolge Apple dabei noch nicht weit genug und zeige noch Mängel beim Recycling seiner Produkte. An der Spitze der Liste steht weiterhin Nokia, auf dem letzten Platz nach wie vor Nintendo.

Google stattet suche mit mehr Optionen aus

Google will mit einem neuen Options-Filter die Relevanz von Suchergebnissen verbessern. In einer Seitenleiste, die man zu den Suchergebnissen einblenden kann, lassen sich Suchergebnisse seit Mai nach Videos, Foren-Beiträgen und Verbrauchermeinungen filtern, neu sind Optionen für News, Blog-Einträge oder Inhalten aus Büchern. Zudem kann man über die Werkzeuge der Suchoptionen die Ergebnisse nach Datum sortieren oder gar auf einen bestimmten Zeitraum einschränken. Geplant ist zudem ein Option, die Resultate anzeigen soll, die jünger als eine Stunde sind. Damit wolle man die Aktualität und die Geschwindigkeit der Google-Suche betonen, erklärt der für die Suche bei Google zuständige Produktmanager Nundu Janakiram: "Wir sammeln oft Informationen nur Minuten, nachdem sie im Internet aufgetaucht sind."

O2 bereitet sich auf Rückgabe von 30.000 iPhones vor

Der britische Mobilfunkprovider O2 bereitet darauf vor, bis zu 30.000 iPhones von seinen Kunden zurück zu nehmen. Nachdem die Konkurrenten Vodafone und Orange angekündigt hatten, das iPhone nun auch zu vertreiben, warten O2 und seine iPhone-Kunden auf die Tarife der Konkurrenz. Wer mit O2 einen Mobilfunkantrag abgeschlossen hat, kann diesen innerhalb von zwei Wochen annullieren und zu günstigeren Konditionen bei einem anderen Provider ein iPhone erstehen. O2 will den betroffenen Kunden seinerseits kein besseres Angebot machen und will die Rückgaben akzeptieren, berichtet der britische Telegraph . Die Zeitung spekuliert, dass nach Ablauf der zweijährigen Exklusiv-Vereinbarung mit nunmehr drei Providern auf dem Markt die Tarife um monatlich bis zu 5 Pfund (etwa 5,50 Euro) fallen könnten.

Apple mit Placebase gegen Google?

Wie erst dieser Tage bekannt wurde, hat Apple bereits im Juli den Mapping-Service Placebase übernommen. Placebase bietet ähnlich wie Google Straßen und Geländekarten an, dazu die API Pushpin, über die Entwickler den Service leicht in ihre Applikationen integrieren können. Daten lassen sich mit den Karten von Placebase leicht verknüpfen, beschreiben unsere Kollegen von Computerworld den Service. Damit steht Apple mit Placebase in direkter Konkurrenz zu Google Maps, das zur Grundausstattung des iPhone gehört und seit iPhone-OS 3.0 auch Entwicklern zur Integration in ihre Apps zur Verfügung steht. Der Gründer und CEO von Palcebase Jaron Waldman ist nach Informationen der Computerworld mittlerweile in Appels Geo-Team integriert. Apple steht zunehmend mit Google in Konkurrenz, nicht zuletzt weil der Suchmaschinenanbieter mit der Android-Plattform eine Konkurrenz zum iPhone stellt und mit Chrome OS im kommenden Jahr in den Betriebssystemmarkt einsteigen will. Die daraus resultierenden Interessenkonflikte führten im August dazu, dass Google-CEO Eric Schmidt den Aufsichtrat Apples , dem er drei Jahre lang angehörte, verließ.

EU-Kürzungen der Mobilfunkgebühren waren rechtmäßig

Rückschlag für die Telekom-Riesen: Die Europäische Kommission hat bei ihrem Vorgehen gegen exorbitant hohe Gebühren für Mobilfunkgespräche im europäischen Ausland Expertenzufolge rechtmäßig gehandelt. Wie der Generalanwalt der Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Miguel Poiares Maduro, in seiner Stellungnahmeam Donnerstag in Luxemburg erklärte, wählten die Gesetzgeber, die EU-Kommission und die zuständigen EU-Minister, die richtige Rechtsgrundlage für ihre Verordnung. Mit dem Gesetz hat die EU vorgut zwei Jahren die hohen Roaming-Gebühren teilweise ummehr als 70 Prozent gesenkt.

Dagegen wehren sich Europas größte Telekomkonzerne Vodafone, Telefonica O2, Orange und T-Mobile. Ein britisches Gerichtübermittelte den Streit jetzt an den EuGH, um Klarheit mit Blick auf die Rechtsgrundlage zu schaffen. Die obersten EU-Richter sind an die Einschätzung des Generalanwalts nicht gebunden, folgen ihr aber meistens. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Der Brüsseler Behörde zufolge haben die Anbieter bis zu 200 Prozent Gewinn auf getätigte Auslandsgespräche und bis zu 400 Prozent auf eingehende Anrufe gemacht. Es könne mit gutem Grund angenommen werden, dass diese Gebühren Leute von der Inanspruchnahme grenzüberschreitender Dienstleistungen abhielten, erklärte Maduro. Die EU-Kommission hat die Aufgabe, Beschränkungen für den gemeinsamen EU-Binnenmarkt zu bekämpfen. Deshalb sei die Grundlage derVerordnung, die eine Obergrenze für die Roaming-Gebühren setzte,nämlich Artikel 95 des EG-Vertrags, richtig gewesen.(dpa)

Ebay streicht 400 von 1000 Jobs in Deutschland

Das Internet-Auktionshaus Ebay streicht an seinem einzigen deutschen Standort in Dreilinden bei Berlin 400 der 1000 Arbeitsplätze. Die Kundenbetreuung werde künftig in einem europäischen «Kompetenzzentrum» in der irischen Hauptstadt Dublin gebündelt, teilte der US-Konzern am Donnerstag mit. In Dreilinden sollen nur noch Nutzer aus Deutschland beraten werden. Dieser Schritt sei notwendig, um in einem schwieriger werdenden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Unternehmen befinde sich aber «nichtin einer wirtschaftlichen Notsituation», betonte ein Sprecher auf dpa-Anfrage.Der Stellenabbau soll nach den Worten des Ebay-Sprechers bis Mitte 2010 über betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Diese würden abererst ausgesprochen, wenn die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan abgeschlossen seien.«Gleichzeitig geht Ebay davon aus, dass neue Arbeitsplätze bei externen Dienstleistern in Deutschland entstehen werden», heißt es ineiner Mitteilung. In Dublin würden zudem 100 neue Arbeitsplätze geschaffen, auf die sich auch Mitarbeiter aus Deutschland bewerben könnten.

Der Sprecher betonte, es gehe nicht um Kostensenkung, sondern um eine bessere und effizientere Kundenbetreuung, die künftig in «Kompetenzzentren» konzentriert werde. Die Stellenstreichung sei «keine Entscheidung aus der Not heraus». Deutschland ist der zweitgrößte Markt für Ebay weltweit. Das Internet-Auktionshaus muss sich zunehmend gegen Konkurrenten wie Amazon behaupten.(dpa)

Richtlinie zu Internet-Sperre keine Verschlusssache

Eine technische Richtlinie, mit der die Sperrung von Internet-Seiten mit Kinderpornografie umgesetzt werden soll, wird nicht mehr als Verschlusssache eingestuft. Damit reagiere das Bundeskriminalamt (BKA) auf Kritik von Verbänden der Internet- Diensteanbieter, teilte die Behörde in Wiesbaden am Donnerstag mit. Der Bundestag hatte das Gesetz zur Sperrung von Internet-Seiten mit Kinderpornografie Mitte des Jahres verabschiedet. Das BKA soll den Internet-Unternehmen ständig aktualisierte Listen einschlägiger Web- Adressen zur Verfügung stellen; wie das genau geschieht, soll die Richtlinie regeln.

Es sei nie Absicht gewesen, die Verbände aus dem Verfahren der Entwicklung der technischen Richtlinie auszugrenzen, betonte BKA- Präsident Jörg Ziercke. Mit der Einstufung der Richtlinie als Verschlusssache sollte aber erreicht werden, dass Details nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich gemacht werden und damit die Gefahr von Manipulationen minimiert werde. Er werde aber die Kritik der Verbände aufgreifen und die Einstufung als Verschlusssache aufheben. Ziercke betonte, damit wachse jedoch die Verantwortung aller Beteiligten, «sorgsam und pflichtbewusst mit den ihnen zur Verfügung gestellten Informationen umzugehen».

Ein für Freitag geplantes Treffen mit den Diensteanbietern zu diesem Thema hat das BKA abgesagt. (dpa)

AAPL verliert deutlich

Die Apple-Aktie hat gestern an der Nasdaq deutlich an Wert verloren. Der Schlusskurs von 180,86 US-Dollar lag um 4,49 US-Dollar oder 2,42 Prozent unter dem vom Vortag.

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