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Freitag, 24. April

24.04.2009 | 00:00 Uhr

Aktienoptionen: Jobs ging es nicht ums Geld +++ Apple: Kein "Baby-Shaker" mehr im App Store +++ Apple verkauft milliardste iPhone-App +++ T-Mobile G1 eine Million mal verkauft +++ Mac Pro Video bringt iPhone App +++ Microsoft: Gewinneinbruch durch schwachen PC-Markt +++ Amazon.com gl├Ąnzt in Krise mit Gewinnplus +++ Zypries warnt vor weiterer Internet-Beschr├Ąnkung +++ AAPL legt zu

Morgenmagazin: Rosen
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Aktienoptionen: Jobs ging es nicht ums Geld

Das Magazin Forbes hat sich ├╝ber den Freedom of Information Act Dokumente der SEC-Anh├Ârung zu Apples Optionsskandal besorgt und darin einige interessante Details gefunden. So habe Steve Jobs der B├Ârsenaufsicht ausgesagt, er sei selbst auf den Aufsichtsrat zugegangen und habe um Aktienoptionen gebeten. Dabei sei es ihm nicht um das Geld gegangen, sondern um Anerkennung. Seine bis dato gew├Ąhrten Aktienoptionen waren nach dem Platzen der Dotcom-Blase an den B├Ârsen nichts mehr wert gewesen: "Ich habe mich gef├╝hlt, als ob sich niemand um mich k├╝mmere und wollte, dass sie etwas untenehmen. Ich meinte, einen recht guten Job zu machen." In einem Meeting im August 2001 habe der Aufsichtsrat neuen Aktienoptionen zugestimmt, mit Jobs aber eine Weile dar├╝ber diskutiert, ob diese auf einmal oder in mehreren Tranchen gew├Ąhrt werden sollten. Die Diskussionen zogen sich bis zur endg├╝ltigen Entscheidung am 18. Dezember hin, die Optionen wurden schlie├člich auf den 20. Oktober r├╝ckdatiert. Die SEC wirft in erster Linie Apples damaligem Rechtsvorstand Nancy Heinen vor, Dokumente ├╝ber ein erfundenes Meeting am 19. Oktober gef├Ąlscht zu haben, in der die Optionen angeblich gew├Ąhrt wurden.

Ein weiteres interessantes Detail hat Jobs verraten: Die Optionen f├╝r leitenden Angestellte wurden diesen gew├Ąhrt, um Anwerbungsversuchen der Konkurrenz zu kontern. So habe etwa der damalige Finanzchef Fred Anderson ein Angebot von Dell erhalten. Anderson und Heinen hat die B├Ârsenaufsicht SEC als Hauptverantwortliche f├╝r den R├╝ckdatierungsskandal ausgemacht und sich mit den beiden ehemaligen Apple-Managern verglichen.

Apple: Kein "Baby-Shaker" mehr im App Store

Nach Protesten mehrerer Organisationen gegen das Sch├╝tteln von Babys hat Apple das Programm "Baby Shaker" im App Store aus dem Verkehr gezogen, das dort seit Montag f├╝r 99 Cent angeboten worden war. Damit konnte man auf dem Display eines iPod Touch oder eines iPhone ein schreiendes Kleinkind solange virtuell sch├╝tteln, bis es still war ( Video auf Youtube ). Das reale "Babysch├╝tteln" gilt als gef├Ąhrlich, weil es bleibende Sch├Ąden beim Kleinkind hinterlassen kann ("Shaken Baby Syndrom"). In Deutschland wie in anderen L├Ąndern ist diese "Methode" daher unter Strafe verboten.

Apple hat sich mittlerweile daf├╝r entschuldigt, dass die Software kurzfristig im App Store erh├Ąltlich war. Unseren Kollegen der Macworld gegen├╝ber erkl├Ąrte ein Apple-Sprecher per E-Mail: "Die Anwendung war h├Âchst anst├Â├čig und h├Ątte im App Store nicht ver├Âffentlicht werden d├╝rfen. Sobald wir von dem Fehler erfahren hatten, haben wir sie entfernt. Wir entschuldigen uns aufrichtig f├╝r diesen Fehler und danken unseren Anwendern f├╝r die Hinweise darauf."

Der Hersteller Sikalosoft hat mittlerweile auch reagiert, gibt sich jedoch ein wenig flapsig in der Erkl├Ąrung auf seiner Website. "Okay, vielleicht war Baby Shaker eine schlechte Idee. Man soll Babys niemals sch├╝tteln! Nicht einmal in einer iPhone-Software zum Babysch├╝tteln. Keinerlei Babys wurden bei der Herstellung von Baby Shaker verletzt."

Apple verkauft milliardste iPhone-App

Der Meilenstein ist erreicht: Neun Monate nach Er├Âffnung des App Store hat Apple gestern Abend den milliardsten Download von iPhone-Software registriert. Der K├Ąufer der Software, welche dem Z├Ąhler die zehnte Stelle hinzuf├╝gte, ist bisher nicht bekannt, auch nicht, um welches Programm es sich handelte. Apple hatte in einem Wettbewerb ein Macbook Pro, eine Time Capsule und einen iTunes-Gutschein ├╝ber 10.000 US-Dollar versprochen.

T-Mobile G1 eine Million mal verkauft

Im Vergleich zum iPhone verl├Ąuft der Verkauf des ersten Android-Handys G1 eher schleppend. Wie der Provider T-Mobile, der das Ger├Ąt exklusiv vertreibt, meldet, in den USA seit dem Verkaufsstart vor einem halben Jahr nun eine Million Ger├Ąte abgesetzt zu haben. Zum Vergleich: Allein im letzten Quartal verkaufte Apple 3,8 Millionen iPhones, diese jedoch in weltweit 81 L├Ąndern. Aus den Zahlen ├╝ber aktivierte iPhones von AT&T l├Ąsst sich jedoch schlie├čen, dass Apple in den USA in den beiden letzten Quartalen rund vier Millionen iPhones verkauft haben d├╝rfte. F├╝r die erste Million iPhones hatte Apple im Sommer 2007 gerade einmal 74 Tage ben├Âtigt.

Mac Pro Video bringt iPhone App

Der Anbieter von Lehrvideos f├╝r den Mac Mac Pro Video hat mit N.E.D.i (Nonlinear Educating Device for iPhone) eine Applikation vorgestellt, mit der Anwender die Lehrfilme auf dem iPhone betrachten k├Ânnen. Videos zu bestimmten Themen seien mit der Software leicht zu finden, verspricht der Hersteller. Zudem gebe sie Zugriff auf die Foren von Mac Pro Video, in denen Anwender Rat suchen k├Ânnen. DVDs mit den Lehrfilmen bietet Mac Pro Video ab sofort nicht mehr an und setzt nur noch auf die Downloadversionen.

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