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Freitag, 25. September

25.09.2009 | 00:00 Uhr

Apple erweitert Informationen zum Umweltschutz +++ Psystar vs. Apple: Snow Leopard bleibt außen vor +++ Studie: Soziale Netwerke geben persönliche Daten weiter +++ Googlemail fällt erneut zeitweise aus +++ Intel stellt neuen Multimedia-Chip für Fernseher vor +++ Twitter will 100 Millionen Dollar von Investoren holen +++ Palm Pre in Deutschland bei O2 ab 13. Oktober +++ AAPL verliert leicht

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Apple erweitert Informationen zum Umweltschutz

Apple will sein Image als umweltfreundliches Unternehmen aufpolieren. Dazu hat der Mac-Hersteller seine Seite mit Informationen zur "grünen" Philosophie Apples deutlich überarbeitet, seit gestern steht die neue Version im Netz. Wie MacNN berichtet , legt Apple Wert auf die ökologische Gesamtwirkung der angebotenen Produkte, zu jedem einzelnen Produkt wie iPhone, iPod oder Macbook nennt Apple Daten, die deren Umweltfreundlichkeit untermauern sollen. Dabie hält Apple den Blick auf die gesamte Lebensdauer des Produkts, von der Herstellung über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung und Wiederverwertung. Zu jedem verwendeten Material nennt Apple zudem die Giftigkeit und sagt, wie viel Energie einzelne Produkte noch im Ruhezustand verbrauchen. Apple gibt auch seinen CO2-Fußabdruck an, in dem der Energieverbrauch aller Büros und Apple Store ebenso mit eingeht. Wie Apple gegenüber der Business Week erklärt, ist dieser mit 10,2 Millionen Tonnen zwar deutlich größer als jender der Konkurrenten HP und Dell mit 8,4 Millionen respektive 470.000 Tonnen, doch würden die Rivalen darin nicht die Kohlenstoffdioxid-Emissionen ihrer Produkte über deren gesamte Lebensdauer mit einrechnen. Für Apple sei es wichtig, den tatsächlichen aktuellen Einfluss auf die Umwelt darzulegen, anstatt auf künftige Pläne zur Umweltfreundlichkeit zu verweisen. Man darf auf das nächste Greenpeace-Ranking "A Guide to Greener Electronics" gespannt sein, die Umweltschutzorganisation hatte Apple zuletzt vorwiegend wegen fehlender Information kritisiert und trotz aller Anstrengungen des Mac-Hersteller diesen nur mit mittelmäßigen Noten bewertet.

Psystar vs. Apple: Snow Leopard bleibt außen vor

Im Fall Apple vs. Psystar, der in Kalifornien verhandelt wird, geht es weiter nur um die von Apple beklagte Urheberrechtsverletzung an Mac-OS X 10.5 Leopard. Richter William Alsup hat Apples Antrag, das neue Betriebssystem Snow Leopard und Psystars Umgang damit ebenfalls zum Verhandlungsgegenstand zu machen, abgelehnt. Apple hatte zunächst selbst darauf gedrängt, Snow Leopard aus dem Geschehen herauszuhalten, die Beweisaufnahme war vor Veröffentlichung von Mac-OS X 10.6 abgeschlossen, schreibt der Richter in seiner Begründung. Apple kam jedoch zu einem Sinneswandle, als Psystar ein zweite, unabhängige Gegenklage einrecihte, die Apple beschuldigt, mit der exklusiven Kopplung von Snow Leopard an seine Rechner gegen Wettbewerbsregeln zu verstoßen. Diese zweite Klage reichte Psystar jedoch nicht am Gerichtsstand in Kalifornien ein, sondern am Bezirksgericht im südlichen Florida, wo auch der Clone-Hersteller niedergelassen ist. Psystar sieht sich im Recht, Snow Leopard zu kaufen und auf seine eigenen Rechner zu installieren. Alsup überlässt die endgültige Entscheidung über die Zusammenführung der Prozesse jedoch dem Gericht im Florida, das den Prozess zurück nach Kalifornien überweisen könnte.

Studie: Soziale Netwerke geben persönliche Daten weiter

Laut einer Studie von AT&T und dem Worcester Polytechnic Institute nehmen es soziale Netzwerke mit dem Datenschutz nicht so genau. Wie unsere Kollegen der Computerworld berichten, hätte die Untersuchung der 12 größten sozialen Netzwerke ergeben, dass 11 davon Daten ihrer Nutzer an Dritte - meist ohne Absicht, aber fahrlässig - weitergeben, mit denen Usertracking möglich ist. Den derart ausgespähten Nutzern sei damit persönlich ein Profil über die Vorlieben der Internetnutzung zuzuordnen - so könne man die Anwender gezielt mit Werbung versorgen. Dazu verknüpfen Datensammler die persönlichen Informationen von den Profilseiten der Mitglieder sozialer Netzwerke mit Tracking-Cookies. Anwendern rät die Electronic Frontier Foundation, Flash-Cookies zu löschen und sicher zu stellen, dass der Browser alle Cookies gelöscht werden, wenn man die Seite seines sozialen Netzwerkes verlässt.

Googlemail fällt erneut zeitweise aus

Googles E-Mail-Service Googlemail hatte diese Woche erneut unter einem Ausfall zu leiden. Am Dienstag Nachmittag MESZ fiel der Service für zahlreiche Anwender zunächst für eine Stunde komplett aus, eine weitere Stunde lief er nur mit Störungen, so waren Adresslisten nicht zugänglich. Google sprach zunächst davon, nur ein kleiner Teil der Kundschaft hätte unter dem Ausfall zu leiden gehabt, räumte aber später ein, dass die Mehrheit der Nutzer davon betroffen war. Das Problem habe man aber mittlerweile beseitigt.

Intel stellt neuen Multimedia-Chip für Fernseher vor

Intel will seine Position im wachsenden Markt der Unterhaltungselektronik weiter ausbauen. Für moderne internetfähige TV-Geräte kündigte der weltgrößte Chiphersteller am Donnerstag den neuen Prozessor CE4100 an, mit dem der Fernseher zur multimedialen Unterhaltungszentrale ausgebaut werden soll. Die neue Chip-Familie mit dem Codenamen Sodaville soll die Fernseher fit machen für interaktive Funktionen, 3-D-Inhalte, Video-Angebote und die Einbindung von Internet-Inhalten, sagte Intel Manager Eric Kim in San Francisco auf Intels Entwicklerforum IDF.

Bei der Entwicklung neuer Angebote rund um das Fernsehen komme es immer mehr auf leistungsfähige Hardware-Komponenten und Prozessoren an, sagte Kim. Für den Ausbau neuer Funktionen arbeitet Intel unter anderem mit dem Netzwerkausrüster Cisco und dem Softwarehersteller Adobe zusammen. Erstmals will Adobe seinen Flash-Player für den Fernseher verfügbar machen. Die Software setzt auf Intels Architektur auf und soll im Frühjahr 2010 in der Version 10 auf den Markt kommen. Flash sei für die Portierung von Web-Inhalten auf TV-Geräte essenziell, sagte Intel-Manager William Leszinske. Die Software soll künftig Spiele, Videos und andere Web-Inhalte auf den Fernseher bringen. Flash ist ein im Netz weit verbreiteter Standard für Filme und Animationen.

Traditionelle TV-Sender verabschiedeten sich derzeit von ihrem Jahrzehnte alten linearen Angebots-Modell, sagte Kim. Künftig wollten sie ihren Zuschauern digitale Unterhaltung bieten, die mit 3-D- Spielen, zusätzlichen Video-Angeboten oder dem direkten Zugang zu sozialen Netzwerken angereichert sind.

Für die Einbindung von Internet-Inhalten auf dem Fernseher arbeitet Intel unter anderem mit dem amerikanischen TV-Sender CBS zusammen. Der Sender will auf der Basis von Intel-Software sein Angebot an sogenannten Widgets weiter ausbauen, über die die Zuschauer ausgewählte Inhalte wie den Wetterbericht, Spiele-Angebote oder Nachrichten abrufen können. Eine große Herausforderung sei derzeit die Navigation, mit der sich die Zuschauer bei dem immer reicheren Angebot zurechtfinden können, sagte George Schweitzer, Marketing-Chef von CBS. Die neue TV-Widget-Plattform soll es den Zuschauern erleichtern, für sie interessante Angebote schnell zu finden und sich ein persönliches Fernsehprogramm zusammenzustellen. (dpa)

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