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Freitag, 29. Januar

29.01.2010 | 00:00 Uhr

Microsoft will Windows Mobile 7 auf dem MWC zeigen +++ VoIP-Apps telefonieren nun auch über UMTS +++ Adobe will Flash-Entwickler für das iPad +++ Taschenhersteller für das iPad bereit +++ Buchbranche sieht das iPad positiv +++ Rekordquartal: Microsoft landet Volltreffer mit Windows 7 +++ Telekom muss VDSL-Netz nicht vollständig öffnen +++ AAPL fällt unter 200 US-Dollar

Morgenmagazin: Parkstadt Schwabing
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Microsoft will Windows Mobile 7 auf dem MWC zeigen

Während sich Windows 7 im Desktop- und Laptop-Bereich für Microsoft als Erfolg im letzten Quartal erwiesen hat, hinkt der Konzern in Sachen Handy-Betriebssystem noch hinterher. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona will Microsoft jedoch Mitte Februar das Handy-Betriebssystem Windows Mobile 7 erstmals der Öffentlichkeit zeigen, hat der Finanzchef des Unternehmens Peter Klein gestern Abend auf der Bilanzpressekonferenz von Microsoft verraten. Windws 7 Mobile soll das erste nennenswerte Update seit Version 5 werden die im Jahr 2005 erschienen ist. In das neue Handy-OS will Microsoft Elemente des Zune integrieren und ebenso Unterstützung für Multitouchgesten, wie sie das iPohne schon seit drei Jahren bietet. Weitere Spekulationen drehen sich um die Integration Xbox Live, Twitter und Facebook direkt in Windows Mobile 7. Das Betriebssystem soll jedoch hohe Ansprüche an die Hardware setzen und mindestens einen 1 GHz schnellen Prozessor sowie eine Bildschirmauflösung von 800 x 480 Pixel voraussetzen.

VoIP-Apps telefonieren nun auch über UMTS

Die beiden VoIP-Apps iCall und Fring haben jeweils ein Update erhalten, das Internet-Telefonie auch über das Mobilfunknetz ermöglicht. Bisher erlaubten die Programme die Nutzung von VoIP (Voice over IP) nur, solange das iPhone über ein WLAN mit dem Internet verbunden war. In den USA hatte Apples Mobilfunkpartner AT&T VoIP über sein Netzwerk untersagt, auch anderen Providern stößt die Technik sauer auf. Schon im Oktober 2009 hatte AT&T diese Beschränkungen aufgehoben, zuletzt verhinderte Apple jedoch die Nutzung von VoIP über das Mobilfunknetz. Der dritte populäre VoIP-Anbieter Skype hat laut unserer Kollegen von Macworld eine 3G-Version seiner Software bereits fertig und wartet nur noch auf die Freigabe des App Store. Die neue Politik in Sachen VoIP ist eine gute Nachricht für künftige iPad-Besitzer, mit Software wie Skype, Fring oder iCall wird es theoretisch möglich sein, das iPad mit Hilfe eines Headsets unterwegs auch zum Telefonieren zu benutzen.

Adobe will Flash-Entwickler für das iPad

Wie das iPhone unterstützt auch das iPad kein Flash. Damit Flash-Entwickler ihre Software jedoch auch für iPhone-OS anbieten können, hat Adobe das Entwickler-Kit Packager for iPhone herausgebracht. Dieses dient dazu, Flash-Programme für das iPhone zu konvertieren. Diese Programme laufen auch auf dem iPad, profitieren jedoch noch nicht von der größeren Bildschirmauflösung des Apple Tablets. Dies soll sich jedoch in Kürze ändern, verspricht Adobe in einem Blog-Post. In Kürze werde es ein Update für Packager for iPhone geben, die den Weg zum iPad freimacht. Zudem wirbt Adobe um Entwickler, die bestimmte Software für das iPhone oder iPad planen.

Taschenhersteller für das iPad bereit

Nur einen Tag nach der Vorstellung des iPad haben zahlreiche Taschenhersteller bereits Produkte für das Apple Tablet angekündigt. Dabei handelt es sich einerseits um extra für das iPad gestaltete neue Taschen und Überzüge, andere Hersteller betonen, dass ihre bereits eingeführten Produkte auch gerne einen iPad aufnehmen - etwa anstatt eines Netbooks. Zu den ersten Zubehörspezialisten mit iPad-Angeboten zählen etwa Griffin, Belkin und Tom Bihn , auch iLuv, Scosche und Timbuk2 sind für das iPad vorbereitet.

Buchbranche sieht das iPad positiv

Apples neuer iPad kann nach Ansicht der deutschen Buchbranche dem E-Book (digitalen Buch) einen neuen Schub bringen. «Wir freuen uns, dass mit dem iPad von Apple nun ein weiteres Gerät auf dem Markt ist, das das mobile Lesen von E- Books attraktiv macht», erklärte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Donnerstag in Frankfurt. Es sei sehr positiv, dass Apple sich für das E-Book-Standardformat EPUB entschieden habe. «Auch eine digitale Bibliothek muss für den Nutzer dauerhaft und geräteunabhängig zur Verfügung stehen», betonte Ronald Schild, der für den Börsenverein die E-Book-Plattform «libreka» aufgebaut hat.

Positiv bewertete auch Branchen-Marktführer Random House den iPad. «Wir begrüßen die Einführung neuer Lesegeräte, weil das den gesamten E-Book-Markt weiter befördert und natürlich auch neue und zusätzliche Leser anspricht», erklärte in München Frank Sambeth, bei Random House für neue Medien zuständig.

Ähnlich äußerte sich S. Fischer, einer der großen deutschen Publikumsverlage. Das Apple-Gerät sei ein sehr interessanter Schritt in die Zukunft, erklärte Michael Justus, kaufmännischer Verlags- Geschäftsführer in Frankfurt. «Denn es wird sich zeigen, dass die E- Books von morgen nicht einfach Buchtexte umsetzen werden, sondern multimedial gedacht werden müssen.» (dpa)

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