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Freitag, 5. Februar

05.02.2010 | 00:00 Uhr

Sony denkt über iPad-Rivalen nach +++ Amazon übernimmt Touchco +++ iPhone von 2010 soll HD-Video aufnehmen können +++ Apple verbietet Apps mit Werbung über Ortsinformationen +++ Allianz der Alleswisser: Google und die NSA? +++ Elektronisches Spielzeug auf Spielwarenmesse im Fokus +++ IT-Branche fordert mehr Unterstützung für Firmengründer +++ AAPL verliert stark

Morgenmagazin - Rauhreif
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Sony denkt über iPad-Rivalen nach

Noch hat Apple das iPad noch gar nicht in den Handel gebracht, geschweige denn exorbitante Verkaufszahlen für sein Tablet genannt, schon denken Mitbewerber über Konkurrenzprodukte zum iPad nach. Einen diesbezüglichen Vorstoß unternahm Sony am Donnerstag. Der Finanzchef des Unternehmens Nobuyuki Oneda sprach im Rahmen eriner Konferenz in Tkio davon, dass Sony "sehr interessiert" an dem von Apple definierten Markt sei. Man verfüge über die Fähigkeiten, ein derartiges Produkt zu bauen. Details zu den Plänen nannte Oneda jedoch nicht, räumte lediglich ein, später als Apple sich als Marktteilnehmer zu platzieren.

Amazon übernimmt Touchco

Neben dem iPad sieht Amazons Lesegerät für elektronische Bücher Kindle recht altbacken aus: Ein grauer Bildschirm und jede Menge von Bedienelementen machen Gerät ein wenig unhandlich. Der E-Ink-Bildschirm hat gegenüber dem LCD-Display des iPpad jedoch den Vorteil, deutlich weniger Energie zu verbrauchen. In Reaktion auf das iPad hat Amazon jüngst nicht nur das Abrechnungsmodell seines Kindle Store angepasst, sondern laut eines Berichts der New York Times nun auch den Hersteller von Touchdisplays Touchco übernommen. Die in New York ansässige Firma produziert günstige berührungsempfindliche Farbdisplays, die beliebig viele Berührungspunkte akzeptieren und die Stärke des Fingerdrucks erkennen können. Zudem hat Amazon laut ZDNet den Marketing-Veteranen Mike Nash von Microsoft angeheuert. Nash, bisher Vice President of Windows Platform Strategy, verlässt Redmond noch im Februar. Offiziell ist über seine neuen Aufgaben bei Amazon nichts bekannt, doch soll er sich um das Kindle kümmern.

iPhone von 2010 soll HD-Video aufnehmen können

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Apple auch in Jahr 2010 ein neues iPhone-Modell präsentieren, der Frühsommer wäre dafür prädestiniert. Electronista spekuliert anhand von Fundstellen im SDK für iPhone-OS 3.2 über das Gerät. In der Entwicklungsumgebung seien Dateien für ein neues Gerät mit dem Codenamen N89 hinterlegt, neben den Ordnern für die bisher eingeführten drei iPhones mit Codenamen M68, N82 und N88 sowie dem Material für das iPad, das unter dem Codenamen K48 geführt ist. Die MediaValidator Preferences-List in jenem Ordner für das neue Gerät erlaube Video mit einer maximalen Breite von 1280 Pixeln respektive einer Gesamtanzahl von 910.000 Pixeln, was einer Auflösung von 1280 x 720 entspreche. Damit wäre das iPhone in der Lage HD-Video mit der Auflösung von 720p anzuzeigen oder gar aufzunehmen. Dabei soll auch eine höher auflösende Kamera helfen, im neuen iPhone soll diese 5 Megapixel Auflösung bieten.

Apple verbietet Apps mit Werbung über Ortsinformationen

Mit die nützlichsten Apps für das iPhone - und demnächst das iPad - sind solche, die mit der vom GPS-Modul gegebenen Ortsinformation dem Anwender nützliche Dienste bieten und etwa den Weg zum nächsten Restaurant oder Kino weisen. Wie Apple jedoch seit Mittwoch seinen Entwicklern erklärt , dürfen Apps nur auf Core Locatio zugreifen, wenn sie dem Anwender nützliche Informationen liefern. Die Daten "überwiegend" für ortsbezogene Anzeigen Dritter zu nutzen, verbieten Apples Nutzungsbedingungen. Derartige Apps weise der App Store ab. Über einen tieferen Grund ließe sich trefflich spekulieren, womöglich möchte Apple sich selbst eine Option freihalten, ortsbezogene Informationen für Werbezwecke zu nutzen. Erst kürzlich hat Apple den Spezialisten für mobiles Advertising Quattro Wireless übernommen , Analysten vermuten laut Electronista , dass Apple ein eigenes Netzwerk für mobile Werbung aufbaut, die in kostenlosen Apps erscheinen könnte.

Allianz der Alleswisser: Google und die NSA?

Der Internetriese Google sucht Medienberichten zufolge im Kampf gegen mutmaßliche chinesische Hacker die Hilfe der amerikanischen Super-Lauschbehörde NSA. Wie die «Washington Post»am Donnerstag berichtete, soll die weltweit mächtigste Lauschbehörde Google dabei helfen, die jüngsten Hackerangriffe auf seine Netzwerke aufzuklären. Gleichzeitig sollen neue Attacken abgewehrt werden. Die NSA werde aber keinen Einblick in die Mails oder Suchanfragen der Google-Kunden erhalten.

Weder die Spionagebehörde, noch der Internetgigant wollten den Bericht der «Washington Post»bestätigen, die sich auf Insider berief. Das Abkommen, zwischen dem Internetkonzern, der auf seinen Servern Daten von Millionen Menschen gespeichert hat, und der Spionagebehörde, ist demnach noch nicht ganz unter Dach und Fach.

Die dem Pentagon unterstellte National Security Agency (NSA) war 1952 als Abhör- und Entschlüsselungsstelle für die Streitkräfte gegründet worden. Sie ist der mächtigste der 16 amerikanischen Sicherheits- und Geheimdienste. Die NSA arbeitet heute mit modernster Abhörtechnik, mit der täglich weltweit zig Millionen Telefongespräche und E-Mails aufgefangen werden können. Ihre Aufklärungssatelliten sollen angeblich aus der Umlaufbahn noch die Nummernschilder von Autos entziffern können. Bis zu 120.000 Soldaten und Zivilisten sollen weltweit für die NSA arbeiten.

Der Hacker-Angriff auf Google hatte den Internetkonzern im vergangenen Monat veranlasst, sein Engagement in China auf den Prüfstand zu stellen. Inlands-Geheimdienstchef Dennis Blair bezeichnete die Attacken Anfang der Woche als «Weckruf». Die USA haben Peking in letzter Zeit wiederholt der Internet- Spionage beschuldigt. So hatten sich chinesische Hacker Zugang zum teuersten Waffenprojekt in der Geschichte des Pentagons verschafft und waren an Detailpläne eines neuen Kampfflugzeugs gekommen. Auch die Spuren von Attacken auf die Computer von amerikanischen Ölfirmen führen nach US-Medienberichten zumindest teilweise in die Volksrepublik (dpa)

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