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Mittwoch, 1. April

01.04.2009 | 00:00 Uhr

Apple klettert im Greenpeace-Ranking +++ Disktools Pro repariert Festplatten +++ Wiretap Studio mit besserem AAC-Recording +++ Google entfernt Tethering-Anwendung aus dem Android-Market +++ Spam nimmt wieder zu +++ Streit mit der Gema: Youtube sperrt Musikvideos in Deutschland +++ Zeitung: HP pr├╝ft Google-Betriebssystem in Netbook +++ Netzagentur senkt Geb├╝hren f├╝r letzte Meile minimal +++ AAPL leicht im Plus

Morgenmagazin: Sonnenaufgang III
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Apple klettert im Greenpeace-Ranking

In der viertelj├Ąhrlich ver├Âffentlichten Rangliste von Greenpeace ist Apple bei der Bewertung der Umweltschutz-Ma├čnahmen jetzt in die Top-Ten aufgestiegen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace legt in jedem Quartal eine "gr├╝ne" Rangfolge der 17 weltweit gr├Â├čten Elektronik- und IT-Firmen fest. Bewertungskriterien sind dabei ein Punkte-System f├╝r die Recycling-Strategie, die Umweltschutz-Bem├╝hungen, die chemischen Komponenten und der Energieverbrauch der Produkte der Firmen. Mit dieser Kampagne soll auf die Hersteller Druck ausge├╝bt werden, um umweltfreundlichere Ger├Ąte zu produzieren und am Ende deren Lebensdauer auch Verantwortung f├╝r die Entsorgung zu ├╝bernehmen.

In der neuen Ausgabe der Greenpeace-Rangliste von letztem Dienstag haben Hewlett-Packard, Lenovo und Dell Punkte verloren. Apple und Philips hingegen haben deutlich zugelegt.

Die drei gro├čen Computerhersteller Dell, HP und Lenovo, , der gr├Â├čte PC-Hersteller in China und seit der ├ťbernahme der PC-Sparte von IBM der viertgr├Â├čte weltweit, verloren Punkte, da alle drei Firmen verbindliche Zusagen zum Vermeiden von Polyvinylchlorid (PVC) und bromhaltigen Flammschutzmitteln (BFR) in ihrer Produktion bis Ende 2009 wieder zur├╝ckgezogen haben. Nur Lenovo strebt jetzt einen Termin bis Ende 2010 an, w├Ąhrend Dell und HP keine Zeitspanne f├╝r eine solche schadstofffreie Umstellung mehr angeben.

Auch die Firma Acer aus Taiwan hat seine verbindliche Zusage zum Weglassen dieser Chemikalien wieder zur├╝ckgenommen, wurde aber von Greenpeace nicht mit Strafpunkten versehen. Laut Greenpeace kann Acer immer noch dieses Ziel bis Ende 2009 erreichen kann, da Acer alle seine Bestellungen von Zulieferfirmen auf Komponenten ohne diese Schadstoffe umstellt.

In der Rangliste hat Apple seit dem Vor-Quartal um vier Pl├Ątze aufgeholt und befindet sich jetzt unter den Top-Ten. Apple hat nach eigenen Angaben all seine Produkte erfolgreich auf PVC- und BFR-frei umgestellt, bekam aber von Greenpeace daf├╝r nicht die H├Âchstpunktzahl. Laut Greenpeace hat Apple eigene Grenzwerte zum Bestimmen von "PVC- und BFR-frei", die Greenpeace als zu hoch angesetzt einstuft.

Nokia hat seinen ersten Platz auf der Rangliste erfolgreich verteidigt. Die h├Âchste Punktzahl erreichte Nokia dank seinem R├╝cknahmeprogramm von gebrauchten Mobiltelefonen. Nokia bietet 5.000 Sammelstellen in 84 L├Ąndern. Dennoch hat Greenpeace Nokia zu vermehrtem Einsatz aufgefordert, da trotz dieses weltweiten Netzwerks nur zirka 5 Prozent der Ger├Ąte gesammelt werden. Nokia hat sich verpflichtet, seinen CO2-Ausstoss gegen├╝ber den Messungen von 2006 bis Ende 2009 um 10 Prozent und bis Ende 2010 um 18 Prozent zu reduzieren.

Greenpeace versucht von allen 17 Firmen der Rangliste eine verbindliche Zusage zum Reduzieren des Gesamt-CO2-Ausstosses zu erhalten. Einige Firmen wollen dies nur in Abh├Ąngigkeit der Verkaufszahlen leisten, aber h├Âhere Ums├Ątze erzeugen dann automatisch mehr Schadstoffe und Greenpeace arbeitet an der Begrenzung in absoluten Zahlen. Trotz unver├Ąndertem Chemikalieneinsatz erhielt Dell Lob und Bonuspunkte f├╝r die Zusicherung, CO2-Emmisionen bis 2015 im Vergleich zu 2007 um 40 Prozent zu senken, und den Energiebedarf von 35 Prozent seiner Produktion in den USA und 20 Prozent weltweit aus erneuerbaren Energiequellen zu bestreiten.

Hinter Nokia belegte Samsung Platz 2, gefolgt von Sony Ericsson und Philips auf Platz 3. Sony und LG Electronics lagen gleichauf auf Platz 5. Den letzten Platz belegt mit nur 0,8 Punkten fast schon traditionell Nintendo. Der Spielkonsolen-Hersteller gibt nur wenig Information an Greenpeace preis und erh├Ąlt dadurch automatisch die miserable Bewertung.

Disktools Pro repariert Festplatten

Macware hat am letzten Dienstag ein neues Dienstprogramm f├╝r Mac-OS X freigegeben. Disktools Pro hilft bei der Reparatur und Diagnose von Festplattenproblemen und kostet als Download oder Box-Version knapp 80 US-Dollar.

Intech, die Hersteller von Speedtools , entwickelten Disktool Pro f├╝r Macware und bauten eine Reihe von Features ein, wie zum Beipsiel Erkennen und Umgehen von defekten Plattensektoren, Defragmentieren und automatisches Erstellen von bootf├Ąhigen Backups nach Zeitplan. Au├čerdem unterst├╝tzt Disktool Pro den Industriestandard S.M.A.R.T., ein System zur Selbst├╝berwachung, Analyse und Statusmeldung f├╝r Festplatten, das permanent wichtige Parameter auswertet und somit vor m├Âglichen Defekte im Vorfeld warnt.

Die Software kann die Systemfestplatte reparieren, ohne das von einer externen DVD oder Platte gebootet wird, erlaubt das ├ťberpr├╝fen und Reparieren von mehreren Festplatten gleichzeitig, erfordert kein Einloggen beim Einsatz von mehreren Benutzern, unterst├╝tzt beliebige Systemkonfigurationen und Multi-Prozessoren und erzeugt garantiert keine Besch├Ądigung des Systems, wenn w├Ąhrend der Ausf├╝hrung ein Stromausfall auftritt.

Die Mindestanforderungen zum Einsatz von sind Disktools Pro sind Mac-OS X 10.3.9 oder neuer, G4-Prozessor, 256 MB RAM und 80 MB Platz zur Installation auf der Festplatte.

Wiretap Studio mit besserem AAC-Recording

Ambrosia Software hat am Dienstag ein Update seiner Software f├╝r Audioaufnahmen herausgegeben. Wiretap Studio 1.0.9 kann als 30-t├Ągige Demo geladen werden, kommt als kostenloses Update f├╝r registrierte Anwender und kostet knapp 70 US-Dollar.

Der Audiorekorder Wiretap Studio unterst├╝tzt Tonaufnahmen ├╝ber externe und interne Mikrofone, und von beliebigen Audio-Programmen, die auf dem Mac laufen. Au├čerdem k├Ânenn die Audio-Dateien "verlustfrei" editiert werden. Wie Aperture und Lighrtroom mit digitalen Bildern setzt Wiretap Studio die Vorschau der Bitraten und Audio-Kompressionen ein und erm├Âglicht dem Anwender alle ├änderungen durchzuf├╝hren, ohne die urspr├╝ngliche Aufnahmedatei zu ├╝berschreiben.

Neu in Version 1.0.9 sind die verbesserte Stabilit├Ąt bei Aufnahmen mit AAC-Codec, der ├╝berarbeitete Playback-Edior und Korrekturen der Benutzeroberfl├Ąche zur verbesserten intuitiven Anwendung. Die Fehler der Vorg├Ąngerversion in der EQ-Funktion und der Verlust aller Voreinstellungen w├Ąhrend einer Aufnahme wurden in 1.0.9 behoben.

Systemvoraussetzungen f├╝r Wiretap Studio sind Mac-OS X 10.4 Tiger, oder neuer, Quicktime 7.0 oder sp├Ąter, ein G4-Prozessor ab 1 GHz Taktrate oder alle Intel-Macs.

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