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Mittwoch, 1. Dezember

01.12.2010 | 00:00 Uhr

Virgin stellt iPad-Magazin Project vor +++ Sicherheitsexperte warnt vor Scam auf dem iPhone +++ Epic Games bringt Unreal Development Kit für iOS +++ Sony, Nikon und Sandisk planen schnellere Compact-Flash-Karten +++ Chaos Computer Club: Sammelwut begünstigt Datenlecks +++ Zeitungsverleger von Brüsseler Verfahren gegen Google ermutigt +++ Aigner sorgt sich um Gesichtserkennungsdienste im Netz +++ AAPL verliert

Morgenmagazin - Rauhreif
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Virgin stellt iPad-Magazin Project vor

Richard Branson, CEO des Mischkonzerns Virgin (Medien, Flugline, Formel-1-Team,...) hat zusammen mit dem Redaktionsteam seiner Medienagentur Seven Squared das exklusiv für das iPad konzipierte Magazin Project vorgestellt. Branson preist Project als "erstes wahrhaft digitales Magazin für kreative Leute von kreativen Leuten." Project behandelt die Themenfelder Technologie, Unternehmer, Design und Entertainment und will vor allen Dingen einflussreiche Persönlichkeiten aus diesen Bereichen vorstellen. Project-Chefredakteur Anthony Noguera hält das iPad für "das aufregendste Ding, was den Medien in Generationen passiert ist" und lobt sein digitales Blatt als ein "Agenda setzendes Magazin, das Leute in den Mittelpunkt rückt, die in großen und kleinen Dingen die Welt verändern."

Losgelöst von den Zwängen einer Print-Publikation will Project die Möglichkeiten des iPad voll ausnutzen. So reagiere das Blatt auf Multi-Touch-Gesten oder binde Audio und Video ein. Der das Cover zierende Schauspieler Jeff Bridges werde etwa bei Berührung aktiv, Jaguars Konzeptfahrzeug lässt den Sound seines Motors hören. Project will bis die nächste Ausgabe in einem Monat fertig ist, aktuelle Inhalte nachladen, auch will man die Leser bei der Gestaltung etwa des nächsten Titels mit einbeziehen. Die Project-App ist kostenlos, das Magazin ist für jeweils 3 US-Dollar per In-App-Kauf erhältlich.

Sicherheitsexperte warnt vor Scam auf dem iPhone

Der Sicherheitsexperte Nitesh Dhanjani warnt in seinem Blog vor einer bauartbedingten Sicherheitslücke des iPhone-Browsers. Safari erlaube es Web-Applikationen, ihre URL vor dem Nutzer zu verstecken, wie Dhanjani anhand einer Applikation der Bank of America beweist: Diese blendet nach dem Rendern der Site die Adresszeile des Browsers aus. Was dem Nutzer aufgrund des beschränkten Platzangebotes auf dem Bildschirm hilft, berge jedoch Gefahren in sich. So könnten Scammer Web-Applikationen programmieren, die dem Anwender eine falsche Identität vorgaukeln. Plumpe Scams, die in schlechtem deutsch oder englisch die Eingabe persönlicher Daten fordern, lassen sich zwar auf einen Blick erkennen, etwas ausgefeilter gefälschte Sites erkennt man aber manchmal erst beim Blick auf die Adresszeile als Fälschung. Dhanjani hat nach eigenen Angaben Apple über da Problem informiert, ob und wann man es angehen werde, habe der iPhone-Hersteller dem Experten jedoch nicht verraten. Dhanjani schlägt vor, dass Apple es allen Web-Apps verbieten soll, die Adresszeile des mobilen Safari auszublenden oder das iPhone die URL eines Angebots direkt unterhalb der allgemeinen Statuszeile einblendet. Dhanjani hatte vor zweieinhalb Jahren einen als " Carpet-Bombing " benannten Bug in Safari entdeckt: Der Browser hatte dabei ungefragt eine große Zahl von Dateien aus dem Netz in den Download-Ordner geladen.

Epic Games bringt Unreal Development Kit für iOS

Der Spielehersteller Epic will das kostenlose Unreal Develeopment Kit (UDK) für iOS herausbringen und es damit Entwicklern erleichtern, 3D-Spiele auf iPhone und iPad zu bringen. Die Entwicklertools hatten in der Vergangenheit dazu gedient, populäre 3D-Grafik-Spiele wie Gears of War zu entwickeln, Epic selbst hat mit der kostenlosen App Epic Citadel demonstriert, was die Spiele-Engine auf dem iPad leisten kann. Wann genau das Toolset zur Verfügung steht, hat der Hersteller noch nicht spezifiziert, Entwickler sollen dann auch ausführliche Anleitungen und Tutorials erhalten.

Sony, Nikon und Sandisk planen schnellere Compact-Flash-Karten

Die drei Unternehmen Sony, Nikon und Sandisk haben sich auf eine neue Spezifikation für Compact-Flash-Speicherkarten geeinigt. Das Format, das noch keinen offiziellen Namen trägt, soll Datenübertragungsraten von bis zu 500 MBps ermöglichen und damit etwa dreimal schneller sein als der aktuelle Standard CF6.0. Mit der höheren Datenrate soll der Flaschenhals zwischen Kamera und Speicherkarte größer und schnelle Serienaufnahmen auch im RAW-Format möglich werden. Die weit höhere Geschwindigkeit gegenüber dem bisherigen Standard geht auf die schnellere Schnittstelle PCI Express zurück, bisher waren Compact-Flash-Karten auf die parallele Schnittstelle ATA ausgelegt. Die neuen Compact-Flash-Karten werden daher auch nicht rückwärtskompatibel sein. Wann erste Kameras mit dem neuen Speicherformat ausgestattet sind, wollte bisher keine der Firmen verraten, es sollte aber nicht allzu lange dauern.

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