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Mittwoch, 10. Februar

10.02.2010 | 00:00 Uhr

Analyst: Apple könnte iPad-Preise bald senken +++ Apple-Stellenangebot gibt Hinweis auf iPad-Kamera +++ Comscore: Apples Marktanteil bei Smartphones steigt +++ Updates für iLife, Raw und Aperture +++ Google will Kurznachrichten-Flut ordnen +++ Google droht chinesischem Nachahmer +++ Social-Network-Plattformen im Fadenkreuz +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin: Kaminfeuer
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Analyst: Apple könnte iPad-Preise bald senken

Noch ist das iPad gar nicht auf dem Markt, schon rechnet der erste Analyst mit einer signifikanten Preissenkung für das iPad. Zumindest will sich Apple eine solche vorbehalten, meint Bill Shope von Credit Suisse gegenüber dem Wall Street Journal. Obwohl man noch sehen müssen, wie stark sich das iPad anfangs verkaufe, müsse das Apple-Management flink reagieren, wenn die Verkäufe nicht den Erwartungen entsprächen, führt Shope aus. Zwar platziert Apple das iPad bereits mit aggressiven Preisen von 499 US-Dollar bis 829 US-Dollar, doch wäre eine Preissenkung bald nach Produkteinführung nicht ohne Vorbild. Das iPhone hatte es schon zwei Monate nach seinem Start für einen rund 200 US-Dollar niedrigeren Preis gegeben.

Apple-Stellenangebot gibt Hinweis auf iPad-Kamera

Nicht wenige Fans waren vom Fehlen einer Kamera im iPad enttäuscht. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass kommende iPad-Generationen über ein oder mehre Kamera-Module verfügen, lässt sich aus einem Stellenangebot auf Apples Website schließen. Der Mac-Hersteller sucht darin für eine "iPad Media" genannte Ateileung einen "Performance QA Engineer", also einen Ingenieur für Qualitätssicherung von Software. Dieser soll laut Stellenbeschreibung einen "starken technischen Hintergrund" für Tests von Video- und Audio-Capture und Playback-Frameworks mitbringen. Dabei werde der Gesuchte eng mit dem Entwicklerteam zusammenarbeiten. Dass Apple Bedarf für die Qualitätssicherung in dieser Richtung anmeldet, lässt auf eine baldige Integration einer Video-Kamera in das iPad hoffen.

Comscore: Apples Marktanteil bei Smartphones steigt

Nach Zahlen der Marktforscher von Comscore ist Apple in den USA der zweitgrößte Hersteller von Smartphones. Zuletzt war Apples Marktanteil um einen Prozentpunkt auf nunmehr 25 Prozent im Dezember gestiegen. Marktführer bleibt trotz des Verlustes eines Prozentpunktes der Blckberry-Hersteller RIM mit 41 Prozent installierter Basis. Der größte Verlierer ist Palm, das zwei Prozentpunkte verlor, während Google mit seiner Android-Plattform drei Prozentpunkte hinzugewonnen hatte. Zuletzt hatten die ABI Research dazu widersprüchliche zahlen gemeldet, Apple habe demnach Marktanteile verloren. ABI hatte jedoch nur die jüngsten Verkäufe gemessen und kein Auge auf die installierte Basis gehabt.

Updates für iLife, Raw und Aperture

In Folge der gestrigen Vorstellung von Aperture 3 hat Apple einige weiter Updates veröffentlicht. Das 70 MB große iLife Support 9.0.4 soll einige Systemkomponenten verbessern, auf die iLife und andere Programme zurückgreifen. Insbesondere will Apple die Stabilität von Diashows, die in iPhoto oder dem Media-Browser ablaufen, erhöht haben. Zudem versprechen die Entwickler höhere Kompatibilität zu Aperture 3 . Apple empfieht den Download allen Anwendern von iLife, iWork und Aperture.

Das Digital Camera Raw Compatibility Update 3.0 erweitert die Unterstützung von Aperture 3 und iLife 09 für bestimmte Raw-Formate, darunter die der Kamera-Modelle Canon PowerShot S90, Canon sRAW, Canon mRAW, Leica D-LUX 4 und drei Panasonic-Kameras der Lumix-Reihe (DMC-G1, DMC-GH1, and DMC-LX3).

Das Aperture SlideShow Support Update 1.0 schließlich behebt ein Problem mit Video-Clips in Aperture-3-Diashows unter Mac-OS X 10.6.

Google will Kurznachrichten-Flut ordnen

Google springt auf den Trend der boomenden Internet-Kurzmitteilungen auf - und will mehr Ordnung in die Informationsflut bringen. Der neue Dienst mit dem Namen «Google Buzz» soll nicht nur die Nachrichten von Bekannten eines Nutzers verfolgen, sondern sie auch nach Relevanz auswählen können, wie Google-Manager zur Vorstellung des Projekts am Dienstag in San Francisco erläuterten. Auf mobilen Geräten mit GPS-Ortung - wie Handys mit Googles Betriebssystem Android oder Apples iPhone - wird zum Beispiel der Aufenthaltsort berücksichtigt. Google Buzz setzt auf dem Mail-Dienst (Googlemail) des führenden Suchmaschinen-Betreibers auf. Es ist ein direkter Vorstoß ins Geschäft des populären Kurzmitteilungs-Dienstes Twitter und des weltgrößten Online-Netzwerks Facebook. Auch aufstrebende Dienste mit ortsbezogenen Inhalten wie Foursquare hat Google damit im Visier. Um gegen die etablierten Konkurrenten zu Punkten, will Google mehr Komfort bieten. So sollen Bilder und Videos, die sich normalerweise hinter Link-Verweisen verstecken, automatisch geöffnet werden. Nachrichten, die viele Nutzer für interessant befanden, sollen in der Liste automatisch höher auftauchen als belanglose Informationen.

Mitteilungen aus Twitter sollen auch bei Google Buzz einfließen, hieß es. Aus dem Google-Dienst Informationen bei Twitter reinstellen dürfte man aber erst in späteren Versionen können. Integriert sind auch Foto-Dienste wie Flickr und Picasa. Facebook fehlt dagegen in der Liste der genannten Partner. Die schnellen Kurznachrichten sind ein Trend, der die Kommunikation im Internet immer stärker prägt. So wurde der stete Strom der «Updates» immer wichtiger für die inzwischen rund 400 Millionen Facebook-Nutzer, die so über das Leben ihrer Online-Freunde auf dem Laufenden bleiben. Twitter wuchs 2009 schnell und hat nach neuesten Schätzungen zwischen 25 und 30 Millionen Nutzer - die Zahlen gehen jedoch zum Teil weit auseinander. Googles Mail-Angebote besuchen laut dem Marktforscher Comscore pro Monat 176 Millionen Nutzer. Auf den ersten Blick ist Google Buzz etwas komplexer zu nutzen als zum Beispiel Twitter.

Google war bereits zuvor auf den Mitteilungs-Trend eingeschwenkt: Twitter-Nachrichten tauchen inzwischen immer häufiger in Echtzeit bei Suchanfragen auf. Mit Google Buzz startet der Internet-Konzern jedoch erstmals ein umfassendes Produkt. Letztlich geht es um die Aufmerksamkeit der Nutzer: Nur wer Zeit auf einer Website verbringt, kann auch durch Werbung angesprochen werden - und Internet-Werbung ist die zentrale Einnahmequelle von Google. Der permanente Strom von Nachrichten der Facebook-Freunde bindet die Millionen Nutzer derzeit zum Beispiel auf der Seite des Online-Netzwerks, bei dem Google- Konkurrent Microsoft die Werbung verkauft. (dpa)

Google droht chinesischem Nachahmer

Der US-Internetkonzern Google droht einem «Goojje» genannten Imitat seiner chinesischen Suchmaschine mit einer Unterlassungsklage. Die Anwälte bemängeln Urheberrechtsverletzungen, wie die chinesische Zeitung «Global Times» am Dienstag berichtete. Die Gründer von «Goojje» wiesen die Vorwürfe zurück. Die Nutzer wüssten sehr wohl über den Unterschied zwischen den beiden Webseiten Bescheid. Es gebe auch keine kommerziellen Interessen. Lukrative Werbeangebote seien abgelehnt worden, hieß es. Eigentlich war «Goojje» (Chinesisch: Gujie) auch aus Sympathie über Google entstanden. Die Suchmaschine vermischt die Ergebnisse der chinesischen Suchmaschine google.cn mit denen ihres großen Konkurrenten Baidu. Die Webseite stellt sich in Anlehnung an das chinesische Wort «Jiejie» praktisch als «große Schwester» von Google vor, das auf Chinesisch «Guge» genannt wird. Die Endung erinnert an «Gege», den großen Bruder.

Die Idee zu «Goojje» war im Januar unter Freunden entstanden, als der US-Internetkonzern angekündigt hatte, sich in China nicht mehr selbst zensieren zu wollen und dafür auch einen Rückzug aus dem Wachstumsmarkt in Kauf zu nehmen. Unter dem Logo stand damals «Der Bruder geht weg ... aber die Schwester wird ihn vermissen». Als Google seinen Schritt wegen der noch laufenden Gespräche mit den chinesischen Behörden vorerst hinauszögerte, hieß es plötzlich: «Der Bruder bleibt wegen der Schwester.»

Der chinesische Google-Konkurrent Baidu erklärte, das Unternehmen habe nicht die Absicht, juristisch gegen «Goojje» vorzugehen. Das Design der «Goojje»-Webseite ähnelt stark der Suchmaschine von Google, doch taucht auch eine blaue Pfote, das Markenzeichen von Baidu, im Schriftzug auf. Zehntausende von Internetnutzern besuchen die Seite täglich, die sich wachsender Popularität erfreut. (dpa)

Social-Network-Plattformen im Fadenkreuz

Experten für Internetsicherheit sehen in Social-Network-Plattformen zunehmend ein Ziel für Attacken aus dem Netz. Die Angriffe werden nach Einschätzung des Anti-Viren-Software- Herstellers G Data in Bochum künftig technisch ausgeklügelter verlaufen. Vor allem Nutzer von Web-2.0-Anwendungen wie Facebook oder MySpace könnten verstärkt ins Visier von Online-Kriminellen geraten. «Das Mitmachnetz wird gezielt für die Verbreitung von Malware und ausgeklügelte Spam-Attacken missbraucht», erläuterte das Unternehmen am «Safer Internet Day»am Dienstag (9. Februar). Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn sieht diese Gefahren und warnt die Nutzer sozialer Online-Netzwerke vor einem allzu sorglosen Umgang mit ihren Daten. Die Behörde rät Nutzern zum Beispiel, sich über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz des Netzwerks zu informieren. Außerdem sei es wichtig, bei Kontaktanfragen wählerisch zu sein. Versuchen Personen, unaufgefordert und dauerhaft über das Netzwerk Kontakt aufzunehmen, sollten diese zum Beispiel dem Anbieter gemeldet werden. (dpa)

AAPL im Plus

Die Apple-Aktie hat gestern an der Nasdaq wieder leicht an Wert gewonnen. Nach einem Plus von 2,07 US-Dollar oder 1.07 Prozent ging das Papier mit 196,19 US-Dollar in New York aus dem Handel.

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