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Mittwoch, 11. Mai

11.05.2011 | 00:00 Uhr

Google will Android bis Jahresende vereinheitlichen - Music Beta gestartet +++ Fortune verrät Geheimnisse über Apple und Jobs +++ Ballmer verspricht Weiterentwicklung von Skype für Mac und iOS +++ Navv kehrt nach Markenstreit in den App Store zurück +++ Bluetooth-Tastatur iGear Agent von Trekstor für das iPad +++ Filemaker-Vorlagen für iPod un iPhone +++ Leitfaden des BSI gibt Tipps zum Cloud Computing +++ XING meldet starkes Mitgliederwachstum +++ Bundesfinanzministerium warnt vor Phishing-Emails +++ Tipp: Passwörter von zwei Schlüsselbunden zusammenführen +++ App-Test: Our Choice - Multimediales Umweltbuch +++ AAPL im Plus

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Google will Android bis Jahresende vereinheitlichen - Music Beta gestartet

Zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz Google I/O hat Google angekündigt, die starke Fragmentierung des Android-Marktes bis Ende des Jahres reduzieren zu wollen. Das nächste große Android-Update mit dem Codenamen Ice Cream Sandwich soll wieder für alle Android-Geräte wie Smartphones und Tablets identisch sein. Neue APIs sollen dabei helfen, Apps automatisch für das jeweils verwendete Gerät zu konfigurieren, Entwickler müssen dann nicht mehr für jedes Gerät und jede Android-Version eine eigene Version vorhalten. Ice Cream Sandwich ist für das vierte Quartal angekündigt, in der Zwischenzeit bringt Google Android 3.1, ein Update für das Tablet-OS Honeycomb. Mit dem Update sollen Tablets zu USB-Host werden können und Entwickler bekommen Schnittstellen für die Plattform Google TV.

Der Android Market bekommt nun einen digitalen Filmverleih, im Streamingverfahren kosten Filme ab 2 US-Dollar. Zudem startet Google seinen lang erwarteten Musikservice in einem privaten Beta-Test, der Cloud-Service Music Beta ist nur in den USA auf Einladung nutzbar. Konkurrenz zum iTunes Store ist Google Music Beta nicht, da der Dienst keinen Store integriert hat. Nutzer können jedoch ihre Musik in der Cloud speichern und per Streaming auf beliebige Endgeräte laden. Kopiert hat Google die Idee des Genius Mixes, die Funktion Instant Mix bietet dem Hörer auf Wunsch zu einem Titel 25 passende dazu. Music Beta ist in der Testphase kostenlos, pro Nutzer aber auf 20.000 Titel beschränkt. Amazon hatte erst kürzliche sein Cloud Drive und den Cloud Player herausgebracht, seit Monaten ranken sich Spekulationen um einen Cloud-Serve des iTunes Store. Die Musikindustrie ist von der Cloud-Idee bisher nur wenig begeistert, wohl der Hauptgrund, warum Google noch keinen Store anbieten kann.

Fortune verrät Geheimnisse über Apple und Jobs

Das Magazin Fortune will in seiner aktuellen Ausgabe Leser auf das iPad locken - oder diesen zumindest den Erwerb der gedruckten Ausgabe nahe legen. Eine Hintergrund-Story über Apple und seinen CEO Steve Jobs hat das Wirtschaftsmagazin nicht auf seiner Website veröffentlicht, sondern macht sie nur über das iPad zugänglich - Abonnenten des Heftes können die digitale Ausgabe ohne weitere Kosten laden. Unsere Kollegen der PC World haben den Artikel bereits gelesen und verraten, was Fortune an Neuem zu berichten hat. Dass Steve Jobs über den missglückten Start von Mobile Me im Sommer 2008 nicht glücklich war und bei einem Team-Meeting den damit befassten Mitarbeitern geraten habe: "Ihr sollt Euch gegenseitig hassen, weil Ihr Euch gegenseitig im Stich gelassen habt!", hat bereits diese Woche die Runde gemacht. Doch erzählt Fortune auch zwei weitere Stories aus dem Innenleben Apples, den das Magazin von namentlich nicht genannten Angestellten gehört haben will.

So soll es alljährlich ein geheimes, über drei Tage gehendes Treffen der wichtigsten 100 Apple-Mitarbeiter geben, auf dem sie die Strategien Jobs’ für die Entwicklung Apples miteinander diskutieren. Keiner der Mitglieder des Top-100-Clubs darf aber verraten, auf den Treffen dabei zu sein, zu denen die Eingeladenen nicht mit dem eigenen Auto anreisen dürften, sondern einen von Apple gestellten Shuttle-Bus nähmen.

Nicht ganz so abstrus klingt die Geschichte über Apples Versuch, das Erbe Steve Jobs’ zu bewahren. Vor drei Jahren habe Apple die Apple University (AU) gegründet und dafür Akademiker wie Andy Grove und Richard Tedlow engagiert. Die AU diene aber weniger der Forschung, Entwicklung oder Ausbildung der Arbeiter, sondern solle Fallstudien über Apples Entscheidungen der letzten Jahrzehnte anfertigen. Zukünftige Führungskräfte sollen lernen, welche wichtigen Entscheidungen Apple an kritischen Punkten seiner Geschichte getroffen habe. "Jobs will gewährleisten, dass seine Erfahrungen und Entscheidungen gesammelt und aufbewahrt werden, dass künftige Apple-Entscheider aus ihnen lernen können," schreibt Fortune.

Ballmer verspricht Weiterentwicklung von Skype für Mac und iOS

Microsoft will auch nach der milliardenschweren Übernahme von Skype die Videotelefoniesoftware für konkurrierende Plattformen anbieten und weiter entwickeln, verspricht der CEO des Unternehmens Steve Ballmer: "Wir werden weiterhin in Skype auf Nicht-Microosft-Plattformen investieren." Skype hat derzeit neben den Windows-Versionen Clientsoftware für Mac-OS X und Linux für den Desktop sowie für die mobilen Plattformen iOS, Android, Blackberry und Symbian im Angebot. Auf die Nachfrage eines Reporters, obe es Garantien dafür gebe, meinte Ballmer, er habe es erstens gesagt und so gemeint und zweitens habe Microsoft schon in der Vergangenheit gezeigt, auch konkurrierende Plattformen langfristig zu unterstützen. Office für den Mac sei ein Beispiel dafür. Ganz profane Gründe sieht der ABI-Research-Analyst Aapo Markkanen gegenüber unseren Kollegen der Computerwoche für diese Strategie: "Wenn sie es nicht tun, dann reduzieren sie die Größe ihres Marktes." Die 170 Millionen Skpye-Nutzer weltweit seien ein starkes Argument für Microsoft gewesen, die bisher größte Akquise der Firmengeschichte zu unternehmen.

Navv kehrt nach Markenstreit in den App Store zurück

Die Navigationssoftware Navv kehrt nach einem ausgestandenen Markenstreit des niederländischen Entwicklers mit Apple nach einem Monat wieder in den App Store zurück. Apple hatte sich am Namen des Herstellers gestört: App Stores BV. Die Niederländer haben ihre Firma mittlerweile in Wazado Mobile Applications BV umbenannt, daraufhin hat Apple den vor einem Monat ausgesprochenen Bann aufgehoben.

Bluetooth-Tastatur iGear Agent von Trekstor für das iPad

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© Peter Müller

Der Zubehörspezialist Trekstor hat für das iPad eine Bluetooth-Tastatur herausgebracht, die zugleich als Schutzhülle und Ständer dient. Für das Tippen hängt man das iPad quer in den iGear Agent ein, die per Bluetooth mit dem Tablet kommuniziert. Nach getaner Arbeit lagt man das iPad mit dem Bildschirm nach unten in die Tastatur, die nun als Schutzhülle dient. Neben einer QWERTZ-Tastatur bietet der iGear Agent einige Sondertasten, mit denen man etwa die Musik oder Diashows auf dem iPad steuert. Der Akku des Geräts, der sich via USB laden lässt, reicht laut Hersteller für acht Stunden Betrieb und 45 Tage im Standby. Der iGear Agent ist ab Mitte Mai für 90 Euro im Handel erhältlich.

Filemaker-Vorlagen für iPod und iPhone

Der Datenbankhersteller Filemaker bietet mit dem Filemaker Go Kit drei Vorlagen für Datenbanken auf iPad und iPhone an. Die Vorlagen Kontakte, Dokumente und Anlagen dienen der Kontakt-, Daten- und Inventarverwaltung und lassen sich auf iPad und iPhone mit F ilemaker Go bearbeiten und mit der Datenbank auf Mac und PC synchronisieren. Mit im Filemkaer Go Kit ist eine für 30 Tage lauffähige Demoversion der Datenbanksoftware Filemaker enthalten.

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