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Mittwoch, 12. Januar

12.01.2011 | 00:00 Uhr

Verizon und Apple stellen CDMA-iPhone vor +++ Verizon plant auch iPad mit CDMA +++ Nicht jedes Zubehör passt zum iPhone von Verizon +++ Verizon lässt sich das iPhone bis zu 5 Milliarden US-Dollar kosten +++ Murdoch und Jobs stellen angeblich "The Daily" vor +++ Kindle for Mac jetzt im App Store +++ Urteil: Abo-Fallen im Internet gewerbsmäßiger Betrug +++ Digitaler Radiergummi kann Datenlöschung nicht garantieren +++ Ärger um Google Analytics: Verhandlungen abgebrochen +++ AAPL verliert leicht

Morgenmagazin: Morgengrauen
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Verizon und Apple stellen CDMA-iPhone vor

Während AT&T in den USA auf das in Europa übliche GSM und UMTS setzt, funkt der größte Mobilfunkprovider der USA Verizon mit der dazu inkompatiblen Technik CDMA. Apple hat jedoch nach zweijähriger Planung nun auch ein CDMA-iPhone im Angebot, das Verizon seinen geschätzt 93 Millionen US-Kunden nun anbieten kann. Bestandskunden können das iPhone 4 mit CDMA-Chip ab dem 3. Februar ordern, die Preise betragen mit Zweijahresvertrag 200 US-Dollar für das 16-GB-Modell und 300 US-Dollar für die Fassung mit 32 GB Speicherkapazität. In den freien Verkauf kommt das iPhone 4 CDMA am 10. Februar.

Die technischen Daten des iPhone 4 für Verizon sind die altbekannten: Retina-Display, zwei Kameras für Facetime, 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitzlicht, HD-Video, Gyroskop und Apples A4-Chip verrichten ihre Dienste. Neu ist ein Funktion, die den UMTS-iPhones bisher fehlt: Das Verizon-iPhone dient als Personal Hotspot für bis zu fünf Wi-Fi-fähige Geräte, bringt also auch unterwegs das iPad ohne 3G-Chip in das Internet. Ein derartiges Tethering bietet Apple für UMTS-iPhone nicht an, lediglich über Bluetooth lässt sich dieses als Funkmodem zum Macbook nutzen - hat man beim Provider einen entsprechenden Aufpreis bezahlt. Für das iPad besteht bisher keinerlei Tethering-Option für UMTS. Laut Apple weist die außenliegende Antenne, im vergangenen Sommer stark in die Kritik geraten, ein "für CDMA optimiertes Desing" auf. Mehr Details zur Antenne nannte Apples COO auf der von Verizon einberufenen Pressekonferenz nicht.

Das CDMA-iPhone funktioniert in Europa nicht, Verizon-Kunden würden in Europa damit nur einen sehr teuren iPod Touch mit sich herumschleppen. Für die Expansion in den asiatischen Märkten ist das CDMA-iPhone jedoch für Apple von strategischer Bedeutung. Auch könnte Verizon als strategischer Partner für den Wechsel zur nächsten Mobilfunkgeneration dienen, bis Ende 2013 will der Provider die USA flächendeckend mit dem Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) versorgt haben.

Verizon plant auch iPad mit CDMA

Wie Verizons CFO Francis Shammo in einem Interview mit Bloomberg verrät, will der Carrier bald auch ein zu CDMA kompatibles iPad anbieten. Verizon bietet seit letzten Oktober das iPad Wi-Fi an, das iPad Wi-Fi + 3G ist jedoch nicht zum Funknetz von Verizon kompatibel. So hatte der Provider bisher seinen mobilen Hotspot MiFi zusammen mit dem iPad im Angebot, der das Tablet unterwegs in das Internet brachte. Mit den Hotspot-Fähigkeiten des iPhone von Verizon wird nun das MiFi überflüssig. Wann genau Verizon ein CDMA-kompatibles iPad anbieten wird, sagte Shammo nicht. Für Ende Janua oder Anfang Februar rechnet die Szene mit Apples Ankündigung der zweiten iPad-Generation.

Nicht jedes Zubehör passt zum iPhone von Verizon

Von außen unterscheidet sich das iPhone 4 von Verizon kaum vom bisherigen Modell für GSM/UMTS-Netze, ein minimaler Designunterschied kann jedoch zu Problemen führen. Denn das laut Apple "für CDMA modifizierte" Antennendesign mit zusätzlichen Schlitzen im dem das Gehäuse umlaufenden Metallband hat zur Folge, dass der Stummschalter ein paar Millimeter verrutscht. Passgenaues Zubehör wie Silikon-Hüllen, Hartschalen oder Akku-Packs die für das UMTS-iPhone gestaltet sind, könnten daher mit dem CDMA-Modell Probleme bereiten respektive überhaupt nicht passen. Dies räumt auch Verizon in seiner ausführlichen FAQ zum iPhone 4 ein. Ansonsten müsste das Zubehör jedoch gleichermaßen für iPhone 4 und iPhone 4 CDMA passen. Vermutlich wird erst ein im Design vereinheitlichtes Nachfolgemodell - etwa ein iPhone 5 - das Problem lösen. Bis dahin heißt es aufpassen beim Kauf von Zubehör. Dass man das iPhone 4 CDMA in Europa allenfalls als sauteuren iPod Touch nutzen kann, müssen wir an sich nicht mehr weiter erwähnen...

Verizon lässt sich das iPhone bis zu 5 Milliarden US-Dollar kosten

Mit Verizon bietet in den USA ab Februar ein zweiter Provider das iPhone 4 an. Während Apple für den größten Mobilfunkbetreiber des Landes eine spezielle Variante des iPhones entwickeln musste - die jedoch auch in den Netzen zahlreicher asiatischer Anbieter funktionieren würde - lässt sich Verizon das iPhone 4 über Subventionen einiges kosten. Wie der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg berichtet, sollen die Subventionen für das iPhone 4 den Provider in diesem Jahr zwischen 3 und 5 Milliarden US-Dollar kosten. Verizon werde 2011 jedoch mehr iPhones in den USA verkaufen können als AT&T, 13 Millionen Geräte, die der Provider je mit 400 US-Dollar subventioniere, werden den Weg zu den Kunden finden, rechnet etwa John Hodulik von UBS. Niedriger schätzt sowohl Subvention als auch Verkaufserfolg James Ratcliffe von Barclays. Demnach werde Verizon nur 9 Millionen iPhones verkaufen und diese jeweils mit 350 US-Dollar bezuschussen. Auf den Gewinn des Providers werde das iPhone 4 CDMA aber auf jeden Fall bedeutenden Einfluss haben.

Murdoch und Jobs stellen angeblich "The Daily" vor

Der Medien-Mogul Rupert Murdoch will nächsten Mittwoch zusammen mit Steve Jobs die lang erwartete iPad-Zeitung "The Daily" auf einem Special Event in San Francisco präsentieren. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle. Schon im November 2010 kursierten Spekulationen über eine digitale Zeitung des News-Corp.-Besitzers für das iPad. Das Abo soll demnach nur einen US-Dollar wöchentlich kosten. Apple und News Corp wollten die Spekulationen nicht kommentieren.

Kindle for Mac jetzt im App Store

Amazon bietet seine Lesesoftware für eBooks nun auch über Apples Mac App Store an. Kindle for Mac ist kostenlos und dient als Programm für das Lesen von für das Kindle aufbereitete eBooks. Neu ist nicht die Software, sondern lediglich der Vertriebsweg. Für iPhone und iPad bietet Amazon eigene Kindle-Apps an. Diese bekommen mit dem Update auf Version 2.5 jedoch einige Neuerungen. So ist nun auch side-loading möglich, Dateien in kompatiblen Formaten lassen sich nun etwa auch von Mail an den Kindle-Reader übergeben. Mit Mobipocket unterstützt die Kindle App auch ein weiteres Dateiformat, Anwender können nun Bücher des Gutenberg-Projektes oder dem Internet-Archive mit Endungen wie .mobi oder .prc auf iPad und iPhone laden und mit der Kindle-App lesen.

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