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Mittwoch, 13. Oktober

13.10.2010 | 00:00 Uhr

Studie: Glas des iPhone 4 bricht schneller +++ HTC will den Markt über Windows Phone 7 entscheiden lassen +++ Office-Update behebt Fehler in Word und Excel +++ Carrier verrät erste Details über Palm Pre 2 +++ Eminem will 2,2 Millionen US-Dollar von Apple +++ O2 und Vodafone bekommen das iPhone in Deutschland +++ Intel schafft abgesenkte Umsatzprognose +++ ZDF-Intendant warnt vor Internet- und Computerriesen +++ AAPL nahe 300 US-Dollar

Morgenmagazin: Parkstadt Schwabing
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Studie: Glas des iPhone 4 bricht schneller

Nachdem sich "Antennagate" als Sturm im Wasserglas erwiesen hat, dräut dem iPhone 4 eine weitere Unannehmlichkeit. Berichte des Technik-Bloggers Ryan Block über Bruchempfindlichkeit des iPhone-4-Glases bestätigt implizit eine Studie des unabhängigen Garantienanbieters Square Trade. Laut Firmenzahlen hätten 4,7 Prozent der iPhone-4-Kunden innerhalb der ersten Monate Garantieansprüche geltend gemacht. In der gleichen Zeit hätten sich nur 2,8 Prozent der Käufer des iPhone 3GS, die eine Versicherung abgeschlossen hatten, wegen eines Defekts gemeldet. In beiden Gruppen überwiegen die versehentlichen Beschädigungen des Glases, 82 Prozent der Garantiefälle beim iPhone 4 bezogen sich darauf und 76 Prozent derer beim iPhone 3GS. Umgerechnet würde dies bedeuten, das das iPhone 4 82 Prozent mehr Glasbrüche verzeichnet als das iPhone 3GS. Die Studie führt jedoch nicht genau aus, welches Glas beim iPhone 4 genau bricht. Im Gegensatz zum iPhone 3GS ist auch die Rückseite des neuen Apple-Smartphones aus Glas gefertigt und nicht nur der Bildschirm. Eine Erhöhung der Anzahl der Garantiefälle ist also allein bauartbedingt zu erklären.

HTC will den Markt über Windows Phone 7 entscheiden lassen

Peter Chou, CEO des Smartphone-Herstellers HTC, hat auf einer Pressekonferenz in Taiwan ein wenig über Microsofts Windows Phone 7 und das dahinter liegende Geschäftsmodell geplaudert. Rechtzeitig zum Start des Smartphone-Betriebssystems hatten zahlreiche Hersteller und Provider Geräte angekündigt, "jeder hat da schnell kooperiert", verrät Chou. Ob Microsoft bei den Verhandlungen mit den Providern geholfen habe, wollte Chou nicht kommentieren, erklärte aber, dass sich Hersteller, Provider und Microsoft bei der Vermarktung des neuen Betriebssystems die Kosten teilen würden.

Während gerade kleinere Hersteller das frei verfügbare Smartphone-Betriebssystem Google Android bevorzugen würden, sieht Chou in den "Lizenzgebühren keinen kritischen Faktor", berichtet der IDG News Service aus Taipeh. Wichtiger sei es dem Unternehmen, Handys für die großen Betriebssysteme zu bauen und den Kunden entscheiden zu lassen: "Zur Zeit haben wir Windows Phone 7 und Android, wir konzentrieren uns auf beide und lassen den Markt entscheiden." HTC wird noch in diesem Jahr fünf Telefone mit Windows Phone 7 herausbringen, im nächsten Jahr werde eine bisher nicht spezifizierte Anzahl weiterer Geräte folgen. Windows Mobile 7 biete mit der Mobile Office Suite, Xbox Live und der Zune Music Software "ein attraktives Paket."

Office-Update behebt Fehler in Word und Excel

Microsoft hat gestern drei Updates veröffentlicht, die Sicherheitslücken in seinen Office-Paketen für den Mac zu schließen versprechen. Die Lücken betreffen laut Microsoft Word und Excel, beide Programme ermöglichten es Hackern, über manipulierte Dateien Schadcode auf dem Computer auszuführen. Insgesamt schließe das Sicherheitsupdate 11 Lücken in Word und deren 13 in Excel. Die betroffenen Produkte sind Office 2004, Office 2008 und der Open XML File Format Converter, für die Microsoft jeweils ein Update bereit stellt. Das Update Office 2008 for Mac 12.2.7 ist 333 MB groß und setzt Mac-OS X 10.4.9 oder höher voraus. Zudem soll das Update die Stabilität von Excel verbessern und insbesondere Abstürze beim Start verhindern. Auch die Zuverlässigkeit der Verbindung von Entourage mit einem Exchange-Server werde verbessert. Nur 16 MB groß ist der Fix für Office 2004 for Mac 11.6.1 , dieser setzt mindestens Mac-OS X 10.2.8 voraus. Der Open XML File Format Converter for Mac 1.1.7 ist 45 MB groß. Ende des Monats will Microsoft mit Office 2001 for Mac eine komplett renovierte Fassung seines Office-Paketes auf den Markt bringen.

Carrier verrät erste Details über Palm Pre 2

Nach der Übernahme durch HP im Sommer diesen Jahres war es ruhig um den einstigen PDA-Pionier Palm geworden, zuletzt hatte HP lediglich bestätigt, Tablet-Computer auf Basis des Palm-Betriebssystems Web OS bauen zu wollen. Doch auch den Telefonmarkt will der neue Eigner anscheinend nicht kampflos Apple, der Android-Plattform und am Ende noch Microsoft mit Windows Phone 7 überlassen: Der französische Mobilfunkprovider SFR hat laut eines Berichts unserer Kollegen von PC World Details über das Smartphone Palm Pre 2 genannt. Auf der mittlerweile aus dem Netz genommenen Seite beschreibt SFR den Palm Pre 2 als schneller als den Vorgänger, statt eines 600-MHz-Chips soll nun einer mit einer Taktfrequenz von 1 GHz das Herz des Telefons bilden. Den Arbeitsspeicher soll Palm auf 512 MB verdoppelt haben. Der Palm Pre 2 ähnele im Aussehen dem Vorgängermodell, der Bildschirm falle jedoch flacher aus. Ungenannt bleiben jedoch Preis und Veröffentlichungsdatum. iPhone und Android-Phones müssen sich also nur wegen des nahenden Winters warm anziehen...

Eminem will 2,2 Millionen US-Dollar von Apple

Der im Jahr 2007 begonnen Rechtsstreit des Rapper Eminem mit Apples iTunes Store ist trotz eines im Oktober 2009 geschlossenen Vergleichs noch nicht ausgestanden. Wie die Zeitung Detroit News berichtet, hat die Plattenfirma des Künstlers Eight Mile Style das US-Bezirksgericht in Detroit aufgefordert, die ausstehende Forderung von 2,2 Millionen US-Dollar einzutreiben. In der Summe sind neben den Lizenzgebühren für den Vertrieb von 93 Eminem-Songs auch die Anwaltskosten enthalten. In der Klage, die letztes Jahr vor dem Vergleichsabschluss für fünf Tage auch vor Gericht verhandelt wurde, war auch die Universal-Tochter Aftermath-Records eingeschlossen, die laut Kläger unautorisiert mit dem iTunes Store verhandelt habe. Welchen Teil der fraglichen Summe Apple und welchen Universal zahlen muss, geht aus dem Bericht nicht hervor.

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