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Mittwoch, 14. Dezember

14.12.2011 | 00:00 Uhr

Analyst: Macbook Air wird zum Bestseller +++ EU will von Google mehr Informationen zur Motorola-Übernahme +++ Apple angeblich an Startup Anobit interessiert +++ Apples Gründungsvertrag 1,6 Millionen US-Dollar wert +++ Data Traveler Micro - Mini-USB-Speicherstick von Kingston +++ US-Verkehrsbehörde will Nutzung von Elektronik im Auto untersagen +++ Bluetooth 4.0 ist auf Low Energy und nicht auf Streaming ausgelegt +++ Lampe und iPhone-Ladestation in einem - die t’Light Serie von M&C +++ Erste Microsoft-Office-App für iPad erschienen +++ Tipp: In Indesign überlaufenden Textabschnitt finden +++ App-Test: Geobrain - Geografie-Quiz +++ AAPL im Minus

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Analyst: Macbook Air wird zum Bestseller

Der Analyst Mark Moskowitz von JP Morgan sieht Apple im kommenden Jahr in jedem Quartal 1,6 Millionen Macbook Air verkaufen. Eine Bedrohung durch die Ultrabooks sieht Moskowitz nicht, zitiert Apple Insider aus einer Notiz an Investoren. Das Macbook Air werde daher weiter die Kategorie "dünn und leicht" dominieren, meint Moskowitz. Apples Vorteile als "First Mover" sowie Ausstattung und Formfaktor des Macbook Air würden die Kunden einen höheren Preis akzeptieren lassen. Wettbewerber müssten ihrerseits die Preise senken und die Ausstattung verbessern, um mit Apple konkurrieren zu können. Im dritten Quartal 2011 hatte Apple laut Moskowitz 923.000 Macbook Air verkauft, 43,8 Prozent mehr als im Quartal zuvor und mehr als neunmal so viele wie im dritten Quartal 2010. Besonders in China erfreue sich das Macbook Air großer Beliebtheit. Voraussichtlich wird Apple in der ersten Jahreshälfte 2012 die Macbook-Air-Baureihe um ein 15-Zoll-Modell erweitern.

EU will von Google mehr Informationen zur Motorola-Übernahme

Die EU-Kommission will von Google mehr Informationen zur geplanten Übernahme des Handy-Herstellers Motorola Mobility, das sich Google 12,5 Milliarden US-Dollar kosten lassen will. Der Freigabeprozess werde solange angehalten, bis die Dokumente komplett vorlägen, erklärte eine Sprecherin dem IDG News Service. Den für den 10. Januar geplanten ersten Meilenstein könne der Freigabeprozess für die Fusion daher nicht erreichen, einen neuen Termin werden die Wettbewerbshüter nennen, sobald Google der Aufforderung nachgekommen sein wird. Welchen Inhaltes die Dokumente sein sollen, verriet die Sprecherin nicht, sie seien aber für die Bewertung der Fusion von entscheidender Bedeutung.

Google bestätigt die Anforderung und bezeichnet diese als Routineangelegenheit. Insgesamt sei man zuversichtlich, die Kommission von der Nützlichkeit der Übernahme für den Wettbewerb überzeugen zu können. Mit der EU werde man eng und vertrauensvoll weiter an dem Fall arbeiten. Im September hatte bereits das US-Justizministerium Informationen zu der Übernahme angekündigt, die Google im August angekündigt hatte. Skeptiker befürchten eine Marktkonzentration und Exklusivität des Android-Handybetriebssystems für die Geräte von Motorola. Nachdem Nokia exklusiv auf Windows Phone setzen möchte und Apple iOS nicht an Dritte lizenziert, könnte es im Smartphonemarkt für weitere Hersteller schwierig sein, träten diese Befürchtungen ein. Samsung hatte auf die Gefahr bereits reagiert und seine Unterstützung von Intels Entwicklung Meego angekündigt, das nun Tizen heißt. Mit WebOS könnte im kommenden Jahr eine weitere Open-Source-Alternative bereitstehen.

Apple angeblich an Startup Anobit interessiert

Apple will angeblich das israelische Start-Up-Unternehmen Anobit übernehmen und dafür bis zu 500 Millionen US-Dollar zahlen, berichtet TechCrunch. Die Firma hat eine Technologie für Flash-Speicher-Kontroller entwickelt, das billigen non-volatilen Flash-Speicher genauso zuverlässig macht wie teurere Speichermodule. NAND-Flash-Chip mit 3-Bit-MLC-Technologie (Multi Level Cell) sollen so die Lebensdauer der 2-Bit-MLC bekommen, jene 2-Bit-MLC arbeiten laut Anobit so lange wie Single-Cell-Flash. Apple setzt die Controller von Anobit angeblich bereits in iPhone, iPad und Macbook Air ein, auch Hynix, Lieferant des Flash-Speichers des iPhone 4S verlasse sich auf Anobit-Technologie.

Apples Gründungsvertrag 1,6 Millionen US-Dollar wert

Den dreiseitigen Vertag zur Gründung der Firma Apples durch Steve Jobes, Steve Wozniak und Ronald Wayne hat das Auktionshaus Sothebys gestern in New York für 1,6 Millionen US-Dollar an den Meistbietenden versteigert, berichtet Bloomberg. Damit wurde der erwartete Preise um gut das Zehnfache übertroffen. 20 Bieter im Raum und sechs weitere an Telefonen und über online trieben das Einstiegsgebot von 70.000 US-Dollar rasch in die Höhe, den Zuschlag erhielt schließlich Eduardo Cisneros, CEO der Cisneros Corp., teilt das Auktionshaus mit. Cisneros hatte an der Versteigerung per Telefon teilgenommen.

Den Vertrag mit dem Datum 1. April 1976 hatte Ronald Wayne aufgesetzt, den Steve Jobs mit an Bord geholt hatte, um seinen Kumpel Wozniak von der Gründung zu überzeugen. Wayne stieg nur wenige Wochen später aus und verkaufte seinen zehnprozentigen Anteil für 800 US-Dollar an die beiden Steves, heute wäre der Anteil fast vier Milliarden US-Dollar wert. Der Rest ist Geschichte: Wozniak lötete mit einigen Helfern in der Garage von Jobs’ Elternhaus den Apple I zusammen, von dem Jobs schon etliche Dutzend Stück an einen lokalen Computerhändler verkauft hatte, bevor Wozniak überhaupt mit den Platinen fertig war. Der Apple II wurde ein Jahr später schließlich der Durchbruch der jungen Firma und blieb noch bis 1993 im Angebot des Mac-Herstellers.

Data Traveler Micro - Mini-USB-Speicherstick von Kingston

Kingston Digital Europe hat mit dem Data Traveler Micro nach eigener Auskunft einen der kleinsten USB-Speichersticks der Welt auf den Markt gebracht. Der 2,56 x 1,67 x 0,84 Zentimeter kleine Speicherstick ist in Kapazitäten von 8 GB und 16 GB erhältlich und soll laut Hersteller ein idealer Wegbegleiter für Tablet-PCs, Netbooks, schmale Notebooks oder Audiosysteme sein, um auch unterwegs Fotos, Videos, Musiktitel und andere Dateien zu speichern, zu übertragen und zu teilen. Der Data Traveler Micro ist zum Preis von 8,50 Euro (8 GB) und 16 Euro (16 GB) ab sofort im Handel erhältlich. Kingston gewährt auf den Stick eine Garantie von fünf Jahren, darin eingeschlossen ist ein 24/7 technischer Kundensupport. Als Systemvoraussetzung gibt Kingston mindestens Mac-OS X 10.5 an.

Info: Kingston

US-Verkehrsbehörde will Nutzung von Elektronik im Auto untersagen

Die US-Behörde National Transportation Safety Board (NTSB), die Empfehlung für Verkehrssicherheit ausspricht, will ein landesweites Verbot für die Nutzung elektronischer Geräte im Auto durchsetzen. Der Vorschlag der NTSB geht über bestehende Gesetze hinaus, berichtet der IDG News Service, die Empfehlung betrifft auch Handys mit Freisprechanlage, die bisher in den meisten US-Bundesstaaten erlaubt sind. Das absolute Verbot für Handynutzung hinterm Steuer soll für Berufskraftfahrer und für Privatpersonen gelten. Laut NTSB-Vorsitzender Deborah Hersman war ein Unfall jüngst in Missouri mit zwei Toten und 38 Verletzten der Anlass für den Gesetzesvorschlag, den die NTSB nicht selbst durchsetzen kann. Der Fahrer eines Pickups, der den Unfall ausgelöst hatte, versendete und empfing in den elf Minuten vor dem Crash nicht weniger als elf Textnachrichten auf seinem Smartphone. "Es scheint so, als wäre es nur ein kurzer Anruf, ein sehr schneller Text, ein Tweet oder ein Update, aber Unfälle passieren eben in Augenblicken", erklärt Hersman. "Tausende von Leben gingen wegen solcher Ablenkung verloren." Seit 2010 seien in den USA 3.000 Verkehrstote auf abgelenkte Unfallfahrer zurückzuführen gewesen. Der Gesetzesvorschlag für alle 50 Staaten und den District of Columbia beziehe sich daher mehr auf die Ablenkung als solche denn auf spezifische Geräte. Selbst Handys mit Freisprechanlage würden die Fahrer stark genug ablenken, um eine Gefahr zu bedeuten.

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