1462137

Mittwoch, 14. Januar

14.01.2009 | 00:00 Uhr

Psystar: Haben Mac-OS X bei Apple gekauft +++ Sicherheitslücke in Safaris RSS-Reader +++ Nebraskas Senatoren bekommen Macbooks Air +++ Wikipedia rüstet sich für Zuwachs an Mediadateien +++ Yahoo holt erfahrene Software-Managerin Bartz als neue Chefin +++ Nvidia kappt Umsatzprognose +++ Google bringt Meisterwerke des Prado-Museums auf den Bildschirm +++ AAPL verliert weiter

Morgenmagazin Morgenrot
Vergrößern Morgenmagazin Morgenrot

Psystar: Haben Mac-OS X bei Apple gekauft

In Kürze entscheidet das mit dem Streit zwischen Apple und Psystar beschäftigte Gericht über die Zulassung der Gegenklage des Klon-Herstellers gegen Apple. Psystar wirft dem Mac-Hersteller vor, mit seinen Lizenzbedingungen für Mac-OS X gegen das Wettbewerbsrecht zu verstoßen und so nicht bestimmen zu dürfen, auf welche Computer das System installiert werden dürfe. Während Apple darauf besteht, dass Leopard nur auf Hardware von Apple gespielt werden dürfe, installiert Psystar das System auf seine Open Computer. Dies sei rechtens, argumentiert nun Psystar und bezieht sich auf eine Entscheidung des obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 1908, die in den Copyright Act von 1976 eingegangen ist. Demnach dürfe der Käufer eines urheberrechtlich geschützten Werkes diese oder eine gesetzmäßig angefertigte Kopie weitergeben oder verkaufen, ohne die Erlaubnis des Urhebers zu benötigen. Psystar argumentiert nun, Kopien von Mac-OS X rechtmäßig bei autorisierten Händlern und sogar direkt bei Apple erworben zu haben und nun damit anfangen zu dürfen, was man wolle. Apple hatte zuletzt am 30. Dezember die neuen Argumentationen Psystars, die eine erneute Abweisung der Gegenklage verhindern sollen, als "Schall und Rauch" bezeichnet.

Sicherheitslücke in Safaris RSS-Reader

Der Programmierer Brian Mastenbrook hat eine Sicherheitslücke in Safaris RSS-Reader entdeckt, die Apple mittlerweile bestätigt hat. Demnach können Webseiten vertrauliche Informationen wie Login- oder Passwortdaten von den Computern der Nutzer lesen, sofern die Standardeinstellungen von Safari bezüglich RSS-Reader nicht geändert wurden. Ab Werk legt Safari sich selbst als RSS-Reader fest, über die Einstellungen lässt sich jedoch ein beliebiger anderer RSS-Reader auswählen, unter Mac-OS X 10.5 Leopard auch Apple Mail. Auf dem Mac trete der Fehler auch dann auf, wenn ein anderer Browser als Safari zum Surfen benutzt wird, auch dann sollte man die RSS-Einstellungen schnell ändern. Unter Windows gibt es einen derartigen Workaround noch nicht. Apple hat bisher nicht gesagt, wann ein Patch die Sicherheitslücke schließen soll.

Nebraskas Senatoren bekommen Macbooks Air

Apple verkauft seine Hardware an eine weitere politische Institution. Nach einem Bericht der Zeitung Omaha World Herald hat der Senat des Bundesstaates Nebraska 70 Macbooks Air für seine 49 Angeordneten und weitere Mitarbeiter bei Apple geordert. Nur einer der Senatoren der einzigen Parlamentskammer des Staates ist mit der Entscheidung unzufrieden. Senator Tony Fulton erklärte der Zeitung, man bracuhe keine "Designer-Laptops", er akzeptiere die Entscheidung jedoch widerwilig. Fulton führt in seiner Klage auch den Preis an, jammert dabei aber auf hohem Niveau, denn die 1,524 US-Dollar pro Maschine seien ihm zu teuer. Fulton berücksichtigt dabei nicht den Listenpreis von 1.800 US-Dollar für das Macbook Air…

Wikipedia rüstet sich für Zuwachs an Mediadateien

Die jüngsten Spendeneinnahmen verwendet die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia unter anderem für den Ausbau der Kapazitäten seiner Media-Server, erklärt der CTO der Wikimedia Foundation Brion Vibber unseren Kollegen von Macworld. Anwender des Lexikons würden mit Videos und Fotos immer größere Datenmengen bereitstellen. Während Anfang 2008 der zentrale Mediaserver lediglich 2 TB Kapazität angeboten habe, stünden nun 24 TB zur Verfügung, die Wikipedia bald auf 48 TB ausbauen möchte. Derzeit sind 5 TB an Mediadaten voranden. Mit dem Ausbau der Kapazität hat Wikipedia auch die Limits für Datei-Uploads erhöht, statt bisher 20 MB dürfen diese mittlerweile 100 MB groß sein. Das Ziel sei es, die Limits weiter zu erhöhen, um etwa den Upload von vollständigen und gemeinfreien Audio- oder Videodokumentation zu ermöglichen, sagt Vibber.

Yahoo holt erfahrene Software-Managerin Bartz als neue Chefin

Der kriselnde Internet-Konzern Yahoo hat die amerikanische Software-Managerin Carol Bartz zu seiner neuen Chefin ernannt. Die 60-Jährige wird Nachfolgerin von Yahoo-Mitgründer Jerry Yang (40), der vor zwei Monaten seinen Rücktritt angekündigt hatte. Mehrere Großaktionäre hatten Yangs Ablehnung einer Übernahme von Yahoo durch Microsoft scharf kritisiert. Durch den Chefwechsel gilt eine Neuauflage der Gespräche mit Microsoft als möglich. Bartz kommt nicht aus der Internet-Branche, gilt aber als erfahrene Managerin der Computer- und Softwareindustrie. Sie stand bis 2006 insgesamt 14 Jahre lang an der Spitze des Industriesoftware- Entwicklers Autodesk. Yang hatte hatte vor rund eineinhalb Jahren den Chefsessel von Yahoo übernommen und versprochen, den US-Konzern aus der Krise zu führen. Doch der Aktienkurs litt in den vergangenen Monaten stark. Microsoft hatte im vergangen Jahr weit über 30 Dollar je Yahoo-Aktie geboten und damit insgesamt mehr als 45 Milliarden Dollar. Derzeit notiert das Papier bei gerade einmal knapp 12 Dollar. Die Zukunft des Unternehmens gilt bei Experten als ungewiss.

Microsoft ist nach jüngsten Aussagen grundsätzlich noch immer an einem Geschäft mit Yahoo interessiert, strebt dabei allerdings nur noch einen Teilkauf des Suchmaschinengeschäfts an. Microsoft will dieses mit der eigenen Online-Suche zusammenlegen und so zum Marktführer Google aufholen. Immer wieder spekuliert wurde auch über eine Kooperation von Yahoo mit der angeschlagenen Internet-Sparte AOL aus dem US-Medienkonzern Time Warner. Yang bleibt bei Yahoo an Bord und nimmt wieder seine frühere Rolle als eine Art Chef-Berater ein. Dagegen verlässt die auch als mögliche neue Chefin gehandelte Präsidentin Sue Decker den Konzern. (dpa)

1462137