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Mittwoch, 14. September

14.09.2011 | 00:00 Uhr

Intel und Google portieren Android auf x86 +++ Lion treibt Mac-Verkaufszahlen in die Höhe +++ Macrumors: Golden Master von iOS 5 Ende September +++ Firmware-Update für Macbook Air löst Thunderbolt-Probleme +++ Wacom bringt Grafiktablett Cintiq 24HD +++ Intel enthüllt neue Mikroarchitektur Ivy Bridge +++ BRAUN DigiFrame 2050 - Digitaler Bilderrahmen im Großformat +++ Apple-Werkstatt bringt Apfel-Logo zum Leuchten +++ Angry Birds knackt 350 Millionen Downloads +++ Audio-CD mit iTunes brennen +++ GPS Location: Aktuellen Position orten +++ AAPL legt zu

Morgenmagazin: Herbstlaub
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Intel und Google portieren Android auf x86

Intel will mit Chips der neuen Medfield-Reihe den Smartphone- und Tablet-Markt aufmischen und arbeitet dabei mit Google zusammen an der Optimierung des Betriebssystems Android für Intels x86-Plattform. Auf der Entwicklerkonferenz Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco zeigte Intel-Chef Paul Otellini einen Smartphone-Protoypen mit Medfield-Chip und Android, verriet aber nicht, um welche konkrete OS-Version es sich dabei handelte. Intel hat im Smartphone-Markt bisher nicht Fuß fassen können, ein erstes Telefon mit Medfield-Chip soll laut Otellini im ersten Quartal 2012 auf den Markt kommen. Medfield basiert auf Intels stromsparenden Atom-Prozessor, der bisher im Netbook-Segment sein Einsatzgebiet gefunden hatte. Auf der IDF will Intel auch Tablets zeigen, die mit Medfield-Prozessoren arbeiten.

Intel und Google wollen laut Ansage von Googles Senior Vice President for Mobile Andy Rubin alle zukünftigen Android-Versionen für den Einsatz mit Intel-Chips optimieren, angefangen vom Kernel über spezielle Bereiche wie dem Speichermanagement bis hin zur Grafik. Einige Android-Versionen, zuletzt die mit dem Codenamen Froyo benannte Version 2.2 sind bereits für Intel-Chips portiert, die Beziehungen wolle man nun vertiefen, erklärt Otellini auf dem IDF.

Intel tritt im Smartphone- und Tablet-Segment vor allem gegen ARM an, dessen Chips als weniger hungrig nach Energie gelten. Mit Medfield will Intel eine Art Brückenkopf im Markt etablieren und seinen Herstellungsprozess mit dem Ziel effizienterer und sparsamer Chips optimieren. Chips sollen in der Zukunft nur so wenig Energie benötigen, dass sie problemlos von Solarzellen aufgeladen werden könnten. Dies demonstrierte Intel mit einem frühen Prototypen, der allein von Sonnenenergie getrieben wurde.

Lion treibt Mac-Verkaufszahlen in die Höhe

Richtig, Apple verkauft nicht nur iPhone und iPad, sondern nach wie vor auch noch Macs. Laut dem Piper-Jaffray-Analysten Gene Munster steht Apple im laufenden Quartal, das noch bis Ende September geht, vor einem neuen Rekord in Sachen Mac-Absatz: Bis zu 4,6 Millionen Macbooks, iMac, Mac Pro und Mac Mini werde Apple an die Kunden bringen und damit mehr als je zuvor in einem Quartal. Insbesondere das neue Betriebssystem OS X Lion und zur gleichen Zeit im Juli veröffentlichten neuen Macbook Air und Mac Mini würden die Verkaufszahlen in die Höhe treiben, spekuliert Munster laut eines Berichts von Cnet. Nach den Marktforschern der NPD Group hat Apple im Juli und August in den USA 22 Prozent mehr Rechner verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der bisherige Verkaufsrekord datiert aus dem letzten Weihnachtsgeschäft, von Oktober bis Dezember 2010 wurde Apple 4,1 Millionen Macs los, für das Juni-Quartal 2011 schrieb Apple 3,95 Millionen Mac-Verkäufe in die Bilanz.

Macrumors: Golden Master von iOS 5 Ende September

Die Gerüchtesite Macrumors berichtet, Apple werde in der letzten Septemberwoche den Golden Master von iOS 5 an seine Manufakturen senden, ein damit ausgestattetes neues iPhone werde kurz darauf erscheinen. Macrumors bezieht sich dabei auf eine Veröffentlichung des Analysten Ming-Chi Kuo von Concord Securities. Kuo will zudem bei Zulieferern keinerlei Hinweise darauf entdeckt haben, dass Apple ein völlig neues iPhone bringen werde, die Rede sei stets nur von einem iPhone mit der Modellnummer N94 gewesen, das im Zusammenhang mit dem nur leicht aktualisierten iPhone 4S stehe, von dem Kuo zuletzt Apple Insider berichtet hatte .

Firmware-Update für Macbook Air löst Thunderbolt-Probleme

Apple hat das Macbook Air EFI Firmware Update 2.1 veröffentlicht, das vor allem Fehler der Macbook Air aus dem Sommer 2011 beheben soll. Laut Hersteller verbessert das Update die Wiederherstellung von Lion über das Internet und löst ein Problem mit dem Apple Thunderbolt Display und dem Thunderbolt Target Disk Modus betroffener Geräte. Für die Installation des Updates gibt Apple zu beachten, dass das Macbook Air dabei an die Stromversorgung angesteckt sein soll, auch solle man den Prozess nicht stören, indem man etwa das Macbook Air zuklappt. Das Firmware-Update setzt OS X Lion voraus.

Wacom bringt Grafiktablett Cintiq 24HD

Wacom hat mit dem Cintiq 24HD sein bisher größtes Grafiktablett vorgestellt. Das Gerät mit seinem 24,1-Zoll-Widescreen bietet wie das kleinere Modell Cintiq 21 UX dem Anwender eine Druckempfindlichkeit in 2048 Stufen und will neben der bisherigen Zielgruppe von Grafikern und Animationsspezialisten sich auch anderen kreativen Berufsgruppen anbieten, etwa im Videoschnitt, der Musikproduktion oder der Spielentwicklung Tätigen. Das Grafiktablett, das wie eine Staffelei für den Schreibtisch wirkt, wiegt stolze 29 Kilogramm inklusive des massiven Ständers, der das Cintiq 24HD in Position hält. Der Bildschirm des Tabletts hat 1920 x 1200 Pixel zu bieten, zusätzlich an den Seiten Platz für die Bedienungsknöpfe und -räder. Neben dem Einsatz als druckempfindliches Tablett ist das Citiq 24HD auch als externer Monitor zu gebrauchen. Laut Hersteller soll das Gerät ab Oktober in den Handel kommen und 2.500 US-Dollar kosten.

Intel enthüllt neue Mikroarchitektur Ivy Bridge

Intel zeigt seine nächste CPU-Generation Ivy Bridge. Die Mikroarchitektur ist der Nachfolger von Sandy Bridge, auf den die aktuellen Core i3, i5 und i7 basieren. Ivy Bridge-CPUs werden erstmals mit den neuen 3D-Transistoren im 22-nm-Verfahren gefertigt.

Anfang 2011 stellte Intel seine aktuellen Core-Prozessoren der zweiten Generation mit der 32-nm-Sandy-Bridge-Architektur vor. Und noch immer sind nicht alle Prozessoren (beispielsweise Core i7-900-Serie , Xeon 5600 , Xeon E7-4800 ) mit Sandy-Bridge ausgestattet. Noch 2011 wird es einige neue Prozessoren von Intel auf Basis von Sandy Bridge geben. Anfang 2012 steht aber mit Ivy Bridge bereits die nächste CPU-Generation in den Startlöchern. Intels Ivy Bridge basiert auf Sandy Bridge, diese CPUs werden aber erstmal in der neuen 22-nm-Technologie mit 3D-Transistoren gefertigt. Bei den Ivy-Bridge-Prozessoren bleibt es auch beim 2-Chip-Design für die entsprechenden Plattformen. So wird der PCH für die Peripherie wie USB oder SATA weiterhin über das DMI-Interfache mit dem Prozessor verbunden. So gewährt Intel eigenen Aussagen zufolge auch die Abwärtskompatibilät zu Sandy-Bridge-Plattformen.

Verbesserungen gibt es bei Ivy Bridge im Core, dem Last Level Cache, der Grafik sowie im Speicher-Controller. Bei den Core-Erweiterungen integriert Intel zwei neue Security-Features. So gibt es den Digital Random Number Generator und die Supervisory Mode Execcution Protection . SMEP soll helfen, Escalation of Privilege (EoP) Sicherheitsattacken zu verhindern. Zu weiteren ISA-Erweiterungen zählen Verbesserungen wie REP MOVSB/STOSB sowie einen schnelleren Zugriff auf die FS - und GS-Base-Register . Außerdem beherrscht Ivy Bridge einen Befehl für Float16 Format Conversion .

Durch die Verringerung der Strukturbreite von 32 auf 22 nm kann Intel den Stomverbrauch der Ivy-Bridge-CPUs bereits weiter reduzieren. Zusätzlich gibt mit neue Powermanagement-Funktionen wie eine konfigurierbare TDP. Damit sind multiple TDP-Level bei einem Prozessor möglich. Insbesondere OEMs können stehen somit mit einem CPU-Modell mehr Optionen zur Verfügung. Dann gibt es Design-Optimierungen, um die Stromaufnahme im S3-Powermode zu reduzieren. Desweiteren implementiert Intel für das DDR-Speicher-Interface ein Power Gating. In Deep C States werden die I/O-Gatter mit Ivy Bridge nun abgeschaltet. Beim Speicher unterstützt Ivy Bridge LV-DDR3-DIMMs in den Mobile-Varianten der CPUs. Der Speicher lässt sich auf Wunsch mit Ivy Bridge-CPUs durch Overclocking auf bis zu 2133 MHz ansteuern. Ob die Standard-Geschwindigkeit wie bei Sandy Bridge bei 1333 MHz bleibt, oder 1666 beziehungsweise 1866 MHz angeboten werden, wird wohl erst bei der Vorstellung der Ivy-Bridge-CPUs bekannt gegeben.

Grafik mit DirectX 11

Bereits in den aktuellen Core-Modellen mit Sandy-Bridge-Architektur integriert Intel die CPU und die Grafik-Engine auf einem Siliziumplättchen. Die Grafik gibt es ja nach CPU als HD 2000 und HD3000 . Die Graphics HD 2000 nutzt sechs sogenannte Execution Units, die 3000er Variante besitzt zwölf Units. In den Ivy-Bridge-CPUs spendiert Intel der Grafik-Engine bis zu 16 Ausführungseinheiten. Damit will Intel eine zirka 30 Prozent höhere 3D-Performance erreichen. Inwieweit dabei höhere Taktfrequenzen oder die CPU-Architektur Anteile haben, gab Intel nicht bekannt. Neu ist noch, dass bei Ivy Bridge die Grafik-Engine den Last Level Cache ebenfalls nutzt.

Mit Ivy Bridge beherrscht die Grafik-Engine nun auch DirectX 11, bisher ist maximal DirectX 10.1 möglich. Hardware Tessellation ist damit ebenso möglich wie das Shader Model 5.0. Durch den Shader-Support soll in Einzelfällen im Vergleich zur Sandy-Bridge-Grafik eine bis zu 20-fach höhere Performance möglich sein. Die integrierte Grafik unterstützt nun auch nativ bis zu Displays. Damit lassen sich beispielsweise ein Notebook-Display sowie zwei weitere Monitore, die über eine Docking-Station angeschlossen sind, zusammen nutzen.

Vermutlich werden Anfang 2012 wieder Mainstream-Desktop- und Notebook-Prozessoren die ersten Modelle mit der Ivy-Bridge-Architektur sein. Die Highend-CPU-Serien sowie die Xeons rüstet Intel erst nach und nach auf Ivy Bridge um. Das selbe Verfahren hat Intel bereits vom Schritt der Westmere-Architektur auf Sandy Bridge verwendet. (cvi)

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