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Mittwoch, 15, April

15.04.2009 | 00:00 Uhr

Apple verrät die beliebtesten iPhone-Programme +++ Office 2008 als kostenlose Testversion +++ Cyber-Mobbing im Internet +++ EU will mehr Datenschutz im Netz +++ Telekom-Angestellte müssen in den USA aussagen +++ AAPL fällt nach Anstieg wieder leicht

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Apple verrät die beliebtesten iPhone-Programme

Im Zuge des "Eine-Milliarde-Downloads-Countdowns" verrät Apple die bislang beliebtesten Programme seit es den App Store gibt. Die Auswertung zeigt: iPhone und iPod Touch sind vor allem Alltagshelfer und Spielkonsole für die Nutzer. Bei den kostenpflichtigen Programmen liegt das Programm "All Radio". Dieses kann Web-Radio-Kanäle auf das iPhone streamen. Auf Platz zwei und drei liegen die Dienstprogramme Mobile Butler (Kostenüberwachung der Telefongebühren) und Wifi Track (Wlan-Finder). Das erste Spiel folgt mit Crash Bandicoot auf Platz vier.

Bei den Gratis-Apps führt Google Earth das Feld an. Auch in dieser Kategorie gibt es vor allem zahlreiche nützliche Apps, längst nicht nur Spiele. In den USA und Großbritannien sieht das Bild anders aus. Hier liegen vor allem Spiele in beiden Kategorien deutlich vorne und dominieren die Ranglisten. Deutsche iPhone-Nutzer legen offenbar mehr Wert auf die Nützlichkeit der Programme. Kleine Helfer erleichtern den Alltag.

Office 2008 als kostenlose Testversion

Microsofts Mac-Abteilung, die Mac BU, hat am Dienstag eine kostenlose Testversion der Suite Office 2008 veröffentlicht. Die Trial-Version enthält wie die Vollversion die Programme Entourage, Word, Excel, Powerpoint und Messenger. Nutzer können die Software 30 Tage lang testen. Diese Download-Version kann man nachträglich zur Vollversion verwandeln, wenn man die Suite kauft. Interessenten können die Demo-Variante von Office 2008 bei Microsoft herunterladen.

Link: Office 2008 Trial

Cyber-Mobbing im Internet

Sogenannte Cyberthreats als eine Form des Mobbings sind für jugendliche Opfer besonders belastend. Die offene Androhung von Gewalt über E-Mail, Instant Messenger, Chats oder in sozialen Netzwerken führe zu Verunsicherungen und Angst vor tatsächlichen Übergriffen, erläutert die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) in Berlin in der Fachzeitschrift "Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis". Eine relativ verbreitete Form des Cybermobbings sei außerdem die der "Impersonation". Dabei treten die Täter unter falscher Identität auf, indem sie zum Beispiel das Passwort des Opfers nutzen, um mit dessen Identität andere zu beschimpfen.

Während Mädchen Cybermobbing vor allem in Form sexueller Belästigungen erfahren, überwiegen bei den Jungen nach BAJ-Angaben Beleidigungen und Beschimpfungen. Die Provozierten gingen in der Regel auf die Attacken ein, wodurch es zu längeren Auseinandersetzungen kommt.

Wenn Jugendliche Opfer von Cybermobbing werden, sollten sie sich an ihre Eltern oder eine andere erwachsene Vertrauensperson wenden. Finden die Attacken in sozialen Netzwerken statt, können sich die Betroffenen an den Betreiber wenden und die Attacken melden, damit der Täter gesperrt wird, empfiehlt die BAJ. Außerdem bestehe die Möglichkeit, die Polizei einzuschalten. Cybermobbing sei in vielen Fällen strafbar, weshalb die Polizei ermitteln müsse. (dpa)

EU will mehr Datenschutz im Netz

Internet-Nutzer sollen nach dem Willen der EU-Kommission besser vor unerwünschter personalisierter Werbung geschützt werden. Telekommunikationskommissarin Viviane Reding dringt auf die lückenlose Durchsetzung bereits bestehender EU-Vorgaben auf nationaler Ebene. "Ich werde nicht tatenlos zusehen, wenn ein EU-Staat seinen Pflichten in diesem Bereich nicht nachkommt", sagte Reding in einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft. Wegen Datenschutz-Mängeln hat Brüssel laut Mitteilung ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Großbritannien eingeleitet. Anlass waren mehrere Beschwerden britischer Internet-Nutzer.

In dem Fall geht es um eine Computer-Technologie, die das Surf-Verhalten von Internet-Nutzern ausspäht. Unternehmen erhoffen sich von solchen Daten Rückschlüsse auf persönliche Interessen, um Verbraucher anschließend gezielt mit Werbung ansprechen zu können. Nach EU-Recht ist das nicht verboten - der Internet-Nutzer muss aber seine Einwilligung erteilt haben. Die Mitgliedstaaten sind deshalb verpflichtet, dafür zu sorgen, dass niemand unbemerkt überwacht wird, und Verstöße entsprechend zu ahnden.

In Großbritannien hatte ein nationaler Festnetzbetreiber das Ausspäh-Verfahren getestet, ohne die betroffenen Kunden vorher zu informieren. Reding forderte deshalb die britische Regierung auf, Lücken in der Datenschutz-Gesetzgebung zu schließen und die Vorschriften besser durchzusetzen. Anderenfalls könnte der Fall den Angaben zufolge vor den Europäischen Gerichtshof kommen. (dpa)

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